Freitag, 29. August 2014

[Gastrezension] Silver, Eve - Jump (01) Das Spiel

Gastrezension von Astrid von Letannas Bücherblog


Der Tag fängt für Miki Jones eigentlich völlig normal an, sie hängt mit ihren Freundinnen ab, lästert über andere Mädchen und tratschen über Jungs. Dann aber wird der Tag wirklich seltsam für sie, denn sie hört eine Stimme in ihrem Kopf, die ihren Namen ruft. Als sich dann ein wirklich schrecklicher Unfall ereignet und Miki das Leben eines anderen Menschen rettet, stirbt sie bei diesem Versuch. Zumindest denkt sie das. Aber stattdessen wacht sie an einem Ort auf, der sich die Lobby nennt. Hier muss sie mit anderen Jugendlichen ein Mission erfüllen, nämlich gegen die Drow kämpfen, gefährlichen Aliens, die die Menschheit bedrohen. Miki ist völlig schockiert über diese Situation und muss ihrem Teamleiter Jackson Tate vertrauen. Den finde ich zwar irgendwie sehr suspekt, aber auch ziemlich gut aussehend. Nach jeder erledigten Mission werden sie in ihre reale Welt zurück geschickt und immer wieder werden sie zu neuen Missionen geholt. Miki will diesem Kreislauf entfliehen, hat aber keine Ahnung wie sie das anstellen muss.

Die Autorin Eve Silver gehört zu meinen Liebslingsautoren. Ihre Dark-Romance-Reihe mit den Suketh-Brüdern und ihre Adult-Dystopie stehen alle in meinem Keeper-Regal. Um so gespannter war ich auf diese Reihe aus dem Bereich Young Adult. Der Klapptext klang sehr vielversprechend, ich muss aber gestehen, dass ich erst einmal so meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Die Ereignisse überschlagen sich anfangs nur so, mir ging das erst einmal alles viel zu schnell. Außerdem wirkt Miki zuerst gar nicht so sympathisch, der Umgangston zwischen ihr und ihren Freunden war alles andere als freundlich, eher schon zickig, was mir gar nicht so gefallen hat.

Man wird direkt in die Handlung geworfen, ohne irgendwelche Informationen. Zum Glück ist Miki ein sehr neugieriger Charakter, und fragt den anderen ständig Löcher in den Bauch, was ich sehr begrüsst habe. Je mehr man erfährt, um so interessanter wurde die Handlung dann. Die Grundidee des Romans fand ich wirklich gelungen, ein paralleles Universum, das außerhalb der normalen Zeitstruktur existiert. Eine gut durchdachte Geschichte, die mich fesseln konnte.

Neben Miki spielt Jackson eine wichtige Rolle in der Handlung und es gibt auch einen gewissen Romantikanteil, wobei es zuerst fast so aus sieht, als wenn es mal wieder die klassisches Dreiecksgeschichte geben wird. Das verläuft sich dann aber schnell im Sande und es geht dann vor allem um Miki und Jackson. Jackson fand ich erst einmal total suspekt. Die Autorin hat mich dann aber sehr überrascht was ihn betrifft.

Das Ende ist wirklich gemein, ein richtig fieser Cliffhanger. Hoffe doch sehr, dass wir auf den 2. Teil nicht so lange warten müssen.

Fazit: Von mir gibt es 8,5 von 10 Punkten.

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (21. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 384142158X
  • ISBN-13: 978-3841421586
  • Originaltitel: RUSH - The Game: Book 1
  • Verlag:



Donnerstag, 28. August 2014

[Das Autoren 1x1] Claudia Brendler

 proudly presents:



Claudia Brendler




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Geschrieben habe ich schon als Kind. Einige dieser alten Geschichten und Gedichte habe ich aufgehoben, manchmal amüsiere ich mich darüber (ich war als Kind nicht eben wählerisch, was Reime betraf.) Später, als die Musik meine zweite Leidenschaft wurde, habe ich viele Songtexte geschrieben. Nachdem der bestandenen Aufnahmeprüfung für das Musikstudium glaubte ich, mich entscheiden zu müssen, habe in der kurzen Wartezeit zwischen Prüfung und Studienbeginn einen halben Roman geschrieben und ihn später weggeworfen. Danach wollte ich mich komplett auf die Musik konzentrieren – wie man sieht, hat es nicht geklappt. Ich habe angefangen, für die Bühne zu schreiben, Comedytexte und Theaterstücke und dann landete ich wieder bei den Romanen.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Weil ich alleine arbeiten darf, wann und wie ich will, weil ich alleine etwas erschaffen darf. Andererseits ist es auch ein verflucht einsamer Job. Das heißt, wer nicht gern allein ist oder erst in der Gruppe oder durch andere inspiriert wird, wird diese Arbeit vielleicht nicht so lieben. Natürlich bleibt es nicht beim einsamen Erschaffen einer Welt, es gibt im Schaffensprozess eine Menge Leute, die etwas dazu sagen, und das ist auch gut so. Angefangen bei den ersten Mentoren oder Lehrern, über AgentInnen, LektorInnen, KollegInnen und TestleserInnen. Dann muss man auch Teamplayer sein können und trotzdem die eigene Stimme behalten. Auf alle Fälle ist es ein erfüllender, wenn auch äußerst arbeitsintensiver Beruf.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Ein ernster Roman über das Komische.
Das bezieht sich auf die Fette Fee, die im Januar bei dtv erscheint. Eine der beiden Hauptfiguren ist Comedian und muss unbedingt eine witzige Nummer schreiben. Ihre Gegenspielerin ist ein sehr dickes, sehr unglückliches sechzehnjähriges Mädchen, das in einer Fantasiewelt lebt, wo sie eine schlanke, selbstbewusste Fee ist. Es ist ein literarisches, tragikomisches Buch, wobei die Tragik sehr weit geht. Also ganz anders als meine bisherigen Bücher

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Meine Rituale sind vor allem zeitlicher Natur. Ich versuche, so früh wie möglich anzufangen, weil morgens meine beste und kreativste Zeit ist. Beim Nachdenken über den Plot oder Figuren oder Dialoge laufe ich meist, es gibt feste Spazierrunden. Schreiben kann ich überall, auch in Zügen und Flugzeugen, ich schreibe relativ oft auf Reisen, manchmal tut eine andere Umgebung dem Text sehr gut. Musik ist wichtig, ich suche mir die Musik zum jeweiligen Roman gezielt aus. Und da ich ja selbst auch noch als Musikerin aktiv bin und bei den Lesungen Szenen musikalisch begleite, versuche ich, dies manchmal schon beim Entstehungsprozess zu machen, also etwas zu spielen, was der Stimmung entspricht bzw. durch Musik mehr über die Atmosphäre herauszubekommen.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Auf jeden Fall: Dranbleiben, diszipliniert und regelmäßig, mit festen Schreibzeiten. Kritik zulassen – allerdings nicht wahllos. Also zum Beispiel literaturbegeisterte Freunde, die sich vielleicht auch mit dem Genre auskennen, den Text lesen lassen, Seminare oder Internetforen besuchen, sich mit anderen vergleichen und später eine professionelle Beurteilung anstreben. Allerdings sollte man diesen Schritt erst machen, wenn man sich seiner Sache relativ sicher ist, man verspielt sonst vielleicht eine Chance.
Wichtig ist auch: Beim kreativen Schreibprozess den inneren Kritiker ausschalten. Nachher ist er wieder dran, beim Überarbeiten. Ich finde es wichtig, diese beiden Bereiche zu trennen, die Schere im Kopf hemmt die Kreativität. Aber damit muss wohl jeder seine persönliche Umgangsweise finden.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Orange. Beziehungsweise ein Orange, in das sich Gelbtöne mischen, also eine Feuerfarbe. Dies ist schon lange so und lange habe ich nicht gewusst weshalb. Bis ich gelesen habe, dass Orange den Appetit anregt ...

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Es gab mehrere. Künstlerische Berufe wie Schriftstellerin oder Musikerin, aber auch Ärztin und Forscherin. Studiert habe ich dann zunächst Philosophie, Germanistik, Englisch – das ging in Richtung Schriftstellerin, dann habe ich mich doch für das praktische Musikstudium entschieden, klassische Gitarre.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Da bin ich ganz offen ... ich esse auf jeden Fall gerne. Aber Fleischgerichte fallen weg, da ich seit meiner Kindheit ein Veggie bin. Deshalb gehe ich am liebsten indisch essen. Auch italienisch (Nudeln aller Art!) Selbst kochen ist nicht so meine Stärke ...

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Ich lese eigentlich recht selten Genreliteratur und wenn, dann meist die Bücher von Kollegen, die mich interessieren. Ansonsten lese ich am liebsten und häufigsten das, was man bei uns in Deutschland als „E-Literatur“ bezeichnet. Ich versuche, mich halbwegs über die interessanten Neuerscheinungen auf dem Laufenden zu halten, lese aber auch gerne die „Klassiker“. Besonders mag ich gern Grenzgänger zwischen „U“ und „E“ vor allem Tragikomisches, sehr gern auch aus angelsächsischen Ländern, die zu dieser Mischung ein etwas entspannteres Verhältnis haben als wir.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich würde gern die Bücher schreiben, die mir am Herzen liegen und dafür ausreichend Zeit zur Verfügung haben. Auch wäre es schön, wenn ich Reisen und Schreiben noch besser verbinden könnte, auch für längere Zeit. Unterwegs sein tut mir und meinen Geschichten gut. Ich will nicht gleich Weltreise sagen, aber ein langer Trip mit meinem Freund, mit genügend Geld, um relativ sorglos zu reisen – ohne in Luxus zu schwelgen – und dabei die Möglichkeit zu haben, an einem Manuskript zu arbeiten, das mir schon lange am Herzen liegt, ja, das wäre schon ein Traum.


Diese Bücher von Claudia Brendler könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:



Vielen Dank Claudia, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

Mittwoch, 27. August 2014

[Buch-Trailer] Micaela Jary - Das Haus am Alsterufer


Das Buch ist zwar schon einen knappen Monat im Handel erhältlich, aber trotzdem wollte ich euch den Trailer noch vorstellen. Die Autorin hat übrigens auch eine --> Facebook-Seite und freut sich bestimmt über Besucher. Aber nun erst einmal viel Spaß mit dem Trailer.



  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442480280
  • ISBN-13: 978-3442480289







Dienstag, 26. August 2014

[Die Story hinter dem Buch] Asta Müller - Relax - Das Ende aller Träume



heute:



Asta Müller - Relax - Das Ende aller Träume

 





Hallo ihr Lieben ...
... dann will ich mich hier einmal kurz vorstellen und ein bisschen was von mir und meinem Roman RELAX erzählen. :)

Bevor ich eine Familie gründete, bestand mein Leben aus Arbeit, Abenteuer und Reisen. Mein Job als kreativer Kopf verschiedener Werbeagenturen musste ständig gefüttert werden mit Eindrücken, Bildern und Menschen aus aller Welt. Man muss wach sein und beobachten können, um gute Werbekampagnen zu entwerfen. Diese Arbeit erlaubte mir visuelle Ideen mit verbalen zu verknüpfen. Ein Traumjob, kann ich euch sagen, auch wenn er sehr viel Zeit verlangt. Kaum war unsere Tochter geboren, musste ich deshalb umdenken.
Mit dem Kopf voller Bilder und dem Zwang für jedes Bild eine passende Geschichte zu erfinden, stürzte ich mich nach einer Phase der Acrylmalerei in ein weiteres Traumprojekt, das mich schon immer gereizt hatte. Ich wollte endlich einen Roman veröffentlichen; nicht mehr nur so aus Spaß zu schreiben, sondern ernsthaft!

Inzwischen lebe ich mitten in Hamburg in einem der buntesten Stadteile direkt an der Alster mit meinem Mann, meiner Tochter und unserem Kätzchen. In meinem bisherigen aufregenden Leben bilden diese drei nun meine Basis und müssen meine Liebe in letzter Zeit nur mit meinem Schreibwahn und meiner Lesesucht teilen. Durch diesen Ruhepol innerhalb meiner Familie war es mir überhaupt erst möglich, mich richtig auf die Schreiberei einzulassen.

© Kerstin Behrendt

Die Grundidee zu meinem Roman RELAX ...

... kam ganz einfach im Alltag zu mir geschlichen. Da ich vorher als Creative Director auch Werbekampagnen für Pharma- und Kosmetikprodukte entworfen habe, kam ich zwangsläufig mit allen möglichen Pillen und Cremes in Kontakt ... die wahre Wunder versprachen. Doch die Pille, die ewige Jugend, Schönheit und den Schutz vor tödlichen Krankheiten oder auch Demenz garantierte, die gab es noch nicht. Denn dafür müsste man in die menschlichen Gene eingreifen und das ist gegenwärtig noch nicht möglich.

Was wäre aber, wenn es tatsächlich so eine Pille gäbe? Wäre das eher ein Fluch oder ein Segen für die Menschen?

Diese Kernfrage versuche ich auf unterhaltsame Weise in meinem Roman zu beantworten. Deshalb muss ich an dieser Stelle schweigen, denn sonst wäre ja die Spannung weg. :)
Ich sage nur so viel:
„Schlank, schön und ewig jung?
Zu Risiken und Nebenwirkungen lest RELAX von Asta Müller“


Spaziergang im Regen an der Hamburger Alster
©
Kerstin Beh
rendt


Gibt es in RELAX Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen oder Werbeagenturen?

Die Agentur, die in meinem Roman vorgestellt wird, ist natürlich frei erfunden. Außer einer Person sind auch alle Charaktere reine Fiktion. In meiner langen Tätigkeit in der Werbebranche habe ich viele interessante Menschen kennengelernt. Einer davon war ein Werbetexter. Leider ist er viel zu früh verstorben. In meinem Roman habe ich ihm als Hardy Hardrock eine kleine Rolle geschenkt, damit er unvergessen bleibt. Hardy Hardrock war im realen Leben natürlich nur sein Spitzname.

In RELAX werden auch andere Dimensionen angedeutet. Welche Rolle spielen sie?

Die Grundidee meines Romans war ein Traum, den ich seit meiner frühesten Jugend immer wieder hatte. In diesem Traum gab es ein „Reich der Götter“ in einer anderen Dimension. Unter den Göttern, die dort lebten, gab es gute und gerechte, aber auch böse und verschlagene. Um sich ihre unsterbliche Zeit zu vertreiben, entwarfen sie andere Welten, sterbliche Welten. Eine dieser Welten war unsere Erde. Sie zu beobachten und zu manipulieren, war für die Götter wie eine Spielshow oder eine Daily Soap im Fernsehen für uns. Die Intrigen der Götter beeinflussten unser ganzes Dasein.

Es dauerte nicht lange und ich begann auch tagsüber diesen Traum weiterzuspinnen.

Ich gestattete meinen Göttern aus physischen Gründen nicht länger als ein paar Tage auf einer sterblichen Welt zu weilen. Um aber vor Ort so eine Art „Götterpolizei“ zu haben, die ohne Probleme die Spielwelten besuchen konnten, ließ ich die Götter eine Zwischendimension erschaffen. Die Welt der Ahnen. Da die Ahnen Mischwesen aus unsterblicher und sterblicher Natur sein sollten, machte ich sie nur extrem langlebig. Auf diese Weise hatten sie nicht die physischen Probleme der Götter und so auch kein zeitliches Limit, um längere Aufträge auf den sterblichen Welten auszuführen. Um sie besuchen zu können, erhielten sie einen „Reif der Reisen“ – eine Art tragbares Portal.
Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Ahnen ein ziemlich arrogantes Völkchen sind, denn zur Langlebigkeit sehen sie auch noch unverschämt gut aus. Die restliche Überheblichkeit lässt sich eigentlich nur durch den engen Kontakt mit den Göttern erklären.
Übrigens, wir Menschen verwechseln die Ahnen oft mit Engeln. :)


Meine Musen: Der Göttergatte und unsere Tochter.
Antike Ausgrabungsstätte in der Nähe von Antalya/Türkei


Ist unsere Erde also nur ein Spielplatz für gelangweilte Götter?

Nicht nur, denn die Götter sind untereinander unfruchtbar, sonst würde das „Reich der Götter“ ja schnell aus den Nähten platzen. :) Sie können sich nur vermehren, wenn sie die sterblichen Dimensionen kurz besuchen. Und wieder schnell verschwinden, bevor sie sich ihre Körperlichkeit wieder auflöst.
Leider müssen sie ihre Bastarde bei uns heimlich aufwachsen lassen, da solche Mischwesen nicht im Reich der Götter existieren können.
So bleibt den „liebenden“ göttlichen Elternteil, nur, ihre Bastarde über Träume zu beeinflussen. Auf diese Weise wurden wohl schon manch ein machtgieriger Politiker oder Diktator erschaffen (ob Hitler dazugehört ist noch nicht geklärt).

RELAX spielt in unserer Zeit. Seinen Anfang nimmt die Geschichte in Hamburg.

Ich bin eine echte Hamburgerin und ich liebe diese Stadt, was liegt näher als hier zu beginnen. Ganz besonders spannend fand ich die Herausforderung, aus unserer Gegenwart heraus eine sowohl romantische und humorvolle, als auch nachdenklich stimmende Geschichte zu erzählen, in der auch die Fiction nicht zu kurz kommt.

Aus den göttlichen Aufträgen der Ahnen auf den sterblichen Welten bastelte ich mir als Teenager meine ersten Geschichten.

Inzwischen existieren mehr als sechs Bände rund um dieses Thema. Und so nach und nach werde ich alle aufbereiten und veröffentlichen. Jede einzelne Geschichte ist in sich abgeschlossen und man verpasst nichts, wenn man die anderen nicht kennt. RELAX ist die erste Veröffentlichung, aber nicht unbedingt der Anfang, doch wer danach noch an weiteren Geschichten von den Ahnen lesen möchte, wird bald gefüttert werden.

Noch kurz zum Cover ...

Mich begeistern, wie schon Eingangs erwähnt, nicht nur Worte, sondern auch Bilder. Deshalb muss ich jedes Mal, wenn ich eine Idee zu einer neuen Geschichte habe, also wenn gerade mal eben ein grober Plot existiert, auch ein Cover dazu entwerfen. Dann erst habe ich ein greifbares Bild vor Augen und die Geschichte kann ihren Lauf nehmen.
Bei RELAX hat mein Verlag „feelings“ von Droemer Knaur das Cover dann auch übernommen, das macht mich besonders stolz.

Last but not least ...

... irgendwer hat mal behauptet, dass Schreiben eine einsame Tätigkeit ist, aber ich habe gerade durch das Schreiben unglaubliche viele interessante Menschen kennengelernt. Wenn man es zulässt, kommt man zwangsläufig mit anderen Autoren zusammen, mit denen man sich austauschen kann, um gegenseitig von einander zu lernen. Inzwischen unterstützt mich außer meinem Göttergatten und meiner mittlerweile jugendlichen Tochter, auch ein dichtes Netzwerk an Menschen, die rund ums Lesen und Schreiben eng miteinander verwoben sind. Dafür bin ich unglaublich dankbar, deshalb muss ich es auch hier erwähnen.

Ich wünsche allen, die meinen Roman RELAX lesen, mindestens so viel Freude daran, wie ich sie hatte, als ich ihn niederschrieb. Ich bin sehr gespannt auf jedes Feedback!

geschrieben von Asta Müller



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 516 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Feelings; Auflage: 1 (20. August 2014)








Montag, 25. August 2014

[Rezension] Hocking, Amanda - Watersong (3/4) Todeslied

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Sternenlied" und "Wiegenlied" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Gemma konnte sich bisher nicht ans Leben als Sirene gewöhnen. Vor allem der "Hunger" nach menschlichem Fleisch macht ihr zu schaffen. Aufgrund ihres ablehnenden Verhaltens will Penn, die Anführerin der Sirenen-Schwestern, sie schnellstmöglich ersetzen - eine schöne Umschreibung für "töten". Gemmas einzige Hoffnung bleibt es, den Fluch zu brechen. Doch es ist beinahe unmöglich Informationen zu sammeln, wie diese Idee umgesetzt werden könnte. Währenddessen schmiedet Penn einen ganz anderen Plan, der nicht nur Gemma bedroht, sondern auch ihre Schwester Harper und dessen Freund Daniel in Gefahr bringt.

"Todeslied" ist bereits der dritte Band der vierteiligen Serie um Gemma und den Fluch der Sirenen. Die beiden Vorgänger sind dabei zwingend vorab zu lesen, um diesen Roman inhaltlich verstehen zu können. Nachdem mich anfangs die Idee rund um die Sirenen sehr interessierte, hat Band 2 von mir nur noch knappe 4 Sterne erhalten hat und dieser Fortsetzung kann ich lediglich 3 Sterne geben. Die Handlung rund um Gemma und die Sirenen finde ich weiterhin interessant, deshalb werde ich auch den noch nicht erschienenen Abschlussroman lesen, aber Hocking bietet einfach inhaltlich zu wenig. 

Gemma und Harper haben sich beide etwas weiterentwickelt. Dieses war jedoch ein schwerer Kampf, den der Leser durch ständige Handlungswiederholungen erleben muss. Harper zweifelt durchgängig, ob sie ans College gehen soll oder nicht, Gemma muss den Fluch brechen und kommt nur in Millimeterschritten voran und Penn trachtet Gemma nach dem Leben, ist stets auf der Suche nach einer neuen Sirene und kann nicht von Daniel lassen. Es ist somit ein Roman, der sich zwar flüssig lesen lässt, aber der leider sehr in die Länge gezogen wurde, denn der gebotene Inhalt ist für die 416 Seiten recht karg.

Fazit: Hockings punktet durch die tolle Sirenen-Idee, ihren flüssigen Schreibstil und die interessanten Charaktere und deren Ausarbeitung. Inhaltlich wurde mir erneut zu wenig geboten. Trotzdem lässt sich diese Fortsetzung gut lesen und ich hoffe auf einen spannungsgeladenen Abschlussband.


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: cbt (28. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161617
  • ISBN-13: 978-3570161616
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: A Watersong


Die bisherigen Teile in der Übersicht:





Sonntag, 24. August 2014

[Rezension] Gotzen-Beek, Betina - Die Weihnachtswichtel-Wunschmaschine

Im hohen Norden lebt das Waldwichtelvolk. Dieses besitzt eine Weihnachtswichtel-Wunschmaschine, mit der alle Geschenke hergestellt werden, die Heiligabend unter dem Tannenbaum liegen sollen. Jedoch dürfen die Wichtelkinder nicht in die Nähe dieser Maschine. Eines Tages sind Wichtel Turin und sein Freund Eichhörnchen Pirmin jedoch zu neugierig. Ihr erster Besuch endet allerdings damit, dass sie die Wunschmaschine ausversehen zerstören. Wird nun das Weihnachtsfest für alle Menschenkinder ohne Geschenke stattfinden müssen?


In diesem farbig illustrierten Buch für Kinder von 4-6 Jahren stellen die Wichtel hoch im Norden die Geschenke für Weihnachten her. Einen Weihnachtsmann tritt in "Die Weihnachtswichtel-Wunschmaschine" nicht in Erscheinung - falls das für einen potienziellen Leser von Bedeutung sein sollte. Turin, der Protagonist und ein Wichtelkind, ist ein liebenswerter Charakter, dessen Neugierde auf die Maschine deutlich zu spüren ist. Obwohl er durch das Betreten der Höhle etwas Verbotenes tut, ist er niemand, der etwas Böses will oder Streiche spielen möchte und er übernimmt Verantwortung für das Beschädigen der Wunschmaschine. Ein kleines Vorbild also.

Die Illustrationen des Buches gefallen mir sehr. Die großflächigen Bilder sind in angenehmen Farben gehalten und neben der eigentlichen Handlung gibt es stets viele weitere Details zu entdecken, was ich sehr positiv finde, um mit Kindern auch abseits der vorzulesenden Geschichte weitere Beschäftigung zu haben.

Fazit: Eine schöne Geschichte zum Vorlesen in der Vorweihnachtszeit, deren Illustrationen sehr gelungen sind. Trotzdem fehlt diesem Buch der letzte Kick, der es zu einem "Ach ist das schön"-Vorweihnachtsleseerlebnis werden lassen würde. Die Geschichte rund um Turin und Pirmin ist dennoch lesenswert.

  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Oetinger (20. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789165883
  • ISBN-13: 978-3789165887
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre
  • Verlag:



Samstag, 23. August 2014

[In my Mailbox] KW # 34/2014


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Aichner, Bernhard - Totenfrau

Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht


Freitag, 22. August 2014

[Gastrezension] Patterson, James - Witch & Wizard (01) Verlorene Welt

Gastrezension von Verena von Books and Cats


Die Geschwister Whit und Wisty wissen nicht, dass sie Hexe und Zauberer sind. Eines Nachts werden sie aus dem Schlaf gerissen, ins Gefängnis gesteckt und beschuldigt Zauberkräfte zu haben und sehr gefährlich zu sein. Im Gefängnis stellen die beiden fest, dass sie tatsächlich Zauberkräfte haben und damit geht die Geschichte erst richtig los...



Das Hörbuch besteht aus 3 CD´s. Die Gesamtlaufzeit beträgt ca. 240 Minuten. Das Hörbuch “hört” sich leicht nebenher. Die Stimmen der beiden Sprecher sind klar, deutlich und angenehm.

Die Geschichte wird aus zweierlei Perspektiven erzählt: aus Whits und Wistys Sicht. Das Hörbuch hat daher einen Sprecher und eine Sprecherin, die sich abwechseln, je nachdem wer gerade dran ist.

Die Geschichte an sich beginnt umgehend und sofort. Das empfinde ich immer sehr gelungen, da man direkt eintauchen kann und nicht ellenlange Abhandlungen über eine neue Welt über sich ergehen lassen muss.

Wisty ist eine sehr vorlaute, spontane, freche und trotzdem sehr sympathische Portagonistin, die oft schneller handelt als sie denkt. Sie wirkt durch ihr eher loses Mundwerk sehr authentisch jugendlich.

Whit – ihr Bruder- ist eher der beliebte und gut aussehende Football Spieler, der aber schon vergeben ist. Es gibt hier also keine Liebesgeschichte und schon gar keine Dreiecksbeziehung, was sehr erfreulich ist.

Wie in der Inhaltsangabe angegeben, gibt es eine neue Weltordnung. Der Herrscher sucht alle Hexenfamilien auf, um diese zu eliminieren. Wie so oft, wissen die beiden Protagonistin noch nichts von ihrem Glück. Mit der Verhaftung und der Inhaftierung der beiden Jugendlichen nimmt die Geschichte ihren Lauf und legt dabei viel Wert auf Humor. Es gibt sehr viele lustige – sarkastische - ironische Schlagabtausche, die mir des Öfteren einen Lacher entlockt haben. Es gibt auch einige Anspielungen auf Filme und andere Fantasy Bücher, die diese häufig parodieren. Ich denke, man müsste das Hörbuch mehr als einmal hören, um alle diese Parodien zu erkennen.

Die Geschichte ist angelegt für Leser ab 12 Jahren. Diese Einschätzung teile ich. Die Story ist locker und leicht, geht nur wenig in die Tiefe und bleibt auch bei den Personen sehr oberflächlich. Es gibt sehr viel Zauberei und “Hokuspokus”, aber wenige Erklärungen und Erläuterungen, was die Zauberei (Wo kommt sie her? Warum diese beiden? Was ist mit den Eltern? Warum wussten sie nichts? Weshalb können sich die beiden gerade jetzt dieser Magie bedienen? …) und auch die vorherrschende Welt betrifft. Da habe ich manches nicht richtig verstehen können. Kinder/ Jugendliche lesen bzw. hören da vielleicht eher darüber hinweg.

Band 2 erscheint schon nächsten Monat und ich bin hin- und hergerissen, ob ich dieses lesen bzw. hören soll. Einerseits war es schon ein Genuss – aber eher wegen des Humors und weil mir Wisty als Person einfach gut gefällt. Andererseits war die Grundgeschichte noch nicht ausgearbeitet genug.

Wir werden sehen!


  • Audio CD
  • Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH (21. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833732733
  • ISBN-13: 978-3833732737
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
  • Verlag:



    Reiheninfo:

    Es handelt sich um eine Trilogie!
    Band 1: Verlorene Welt
    Band 2: Verbotene Gabe (15.09.2014)