Freitag, 20. Januar 2017

[Rezension] Lucas, Charlotte - Dein perfektes Jahr

Jonathan Grief ist ein pedantischer Mensch mit festen Strukturen, der dafür ist, dass Regeln immer eingehalten werden, ob es dabei nun um Mülltrennung, Rechtschreibung oder um die Straßenverkehrsordnung geht. Er folgt täglich einem festen Rahmenprogramm aus diversen Verpflichtungen - unabhängig davon, ob sie ihm gefallen oder nicht. Hannah Marx hingegen ist ein positiver Mensch, der das Leben liebt und genießt. Stets ein Lächeln auf den Lippen möchte sie, dass es auch ihren Mitmenschen gut geht. Zwei extrem unterschiedliche Menschen, deren Schicksal es ist, in Hamburg aufeinander zu treffen und ihr Leben gegenseitig zu verändern.

Liebesromane sind eigentlich nicht meins, aber dieses Buch hat mich vorab doppelt neugierig gemacht. Zum einen wurde es von Wiebke Lorenz geschrieben, deren Thriller ich liebe, und zum anderen ist die Aufmachung des Buches der Knaller schlecht hin: abgerundete Ecken, ein schickes Cover mit geprägter Schrift, ein farbiger Buchrücken und so dünne Seiten, wie man sie sonst nur aus der Bibel kennt, was dafür sorgt, dass das Buch auf den ersten Blick keine 576 Seiten vermuten lässt. Nachdem das Buch erst einmal meine Aufmerksamkeit erlangt hatte, sprach mich zudem der Klappentext an und somit wagte ich das Experiment „Liebesroman“ und habe es nicht bereut.

Die beiden Protagonisten sind Jonathan und Hannah. Jonathan hatte zunächst einen schwierigen Start bei mir. Früh morgens joggt er! Jeden Morgen! Sogar an Neujahr! Er beschwert sich viel und gerne, weist Menschen auf ihrer Fehler hin und geht zum Lachen in den Keller. Auf den ersten Blick ist er niemand, den man gerne um sich haben möchte. Hannah hingegen ist ein wahrer Sonnenscheinen, deren Lebensfreude ansteckend ist. Der Leser bekommt die Handlung abwechselnd aus ihren beiden Sichten geschildert. Zwei Menschen, zwei Leben, keine Verbindung untereinander.

Dieses ändert sich erst, als Hannahs Freund ihr keinen Heiratsantrag macht, sondern ihr verkündet, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei und seinen Lebenswillen verloren habe. Um ihn wieder ins aktive Leben zurückzuholen, bastelt ihm Johanna einen Kalender mit Lebensweisheiten und kleinen Aufgaben, die dafür sorgen sollen, dass er das Leben wieder genießt, es lebt und erkennt, dass sich kämpfen lohnt. Doch dieser Kalender für das perfekte Jahr landet bei Jonathan. Nach anfänglicher Skepsis fängt er an nach dem Kalender zu leben. Er probiert Neues aus, verdrängt sein gehasstes Pflichtprogramm und entdeckt das Leben völlig neu.

Lorenz, die dieses Buch unter ihrem Pseudonym Charlotte Lucas geschrieben hat, ist es gelungen beide Protagonisten authentisch zu beschreiben. Obwohl sie so unterschiedlich sind, hat sie immer die richtige Stimme getroffen. Dieser Roman ist nie langweilig. Er fesselt und unterhält mal humorvoll, mal traurig. Die Geschichte hat mich gepackt und einfach nicht mehr los gelassen.

Das einzige, was man diesem Roman evtl. vorwerfen könnte ist, dass es schon viele ‚.Zufälle“ gibt. Aber warum sollte in einem Roman um das Schicksal eben dieses nicht öfter zu schlagen und dafür sorgen, dass passiert was passiert oder eben auch nicht. Ich fand die Fügungen sehr interessant und habe mitgefiebert.

Fazit: Dieser Roman erzählt eine besondere Geschichte, nimmt sich Zeit für seine interessanten Figuren und fesselt den Leser von Anfang an. „Dein perfekte Jahr“ ist definitiv kein langweiliger Liebesroman, der nach Schema F abläuft. Ich habe ihn unglaublich gerne gelesen, denn das schöne Äußere hat auch ein wunderschönes Inneres.

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) (9. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3431039618
  • ISBN-13: 978-343103961
  • Verlag:


Donnerstag, 19. Januar 2017

[Trailer-Thursday] Oliver Ménard - Das Hospital



Hallo ihr Lieben,

heute habe ich euch einen Buchtrailer zu diesem Roman mitgebracht:

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426519720
  • ISBN-13: 978-3426519721




    Viel Spaß beim Schauen!




    Mittwoch, 18. Januar 2017

    [Rezension] Lu, Marie - Young Elites (1/3) Die Gemeinschaft der Dolche

    Als Kind wurde Adelina vom Blutfieber heimgesucht. Seitdem trägt sie ein Mal, das sie für jeden sichtbar als Malfetto kennzeichnet. In der Gesellschaft gilt sie somit als verabscheuungswürdig. Einige dieser Malfettos haben durch die Krankheit jedoch auch eine übernatürliche Gabe erhalten. Sie haben sich als Elite zusammengeschlossen und bilden die Gemeinschaft der Dolche. Langzeit glaubt Adelina, dass sie keine besondere Gabe hat. Doch plötzlich spürt sie eine dunkle Energie aufflammen, die sie kaum kontrollieren kann.


    Von Marie Lu kenne ich bereits die Legend-Trilogie, mit der sie mich begeistern und fesseln konnte. Gerne bin ich ihr daher nach Kenettra ins Jahr 1361 gefolgt, denn das ist das Setting für den Auftaktband ihrer neuen historischen Fantasy-Trilogie um die Protagonistin Adelina Amouteru und die Young-Elites.

    Der Großteil des Romans wird aus Sicht der Ich-Erzählerin Adelina präsentiert. Ab und an fließen Kapitel eines auktorialen Erzählers ein, die die Erlebnisse anderer Figuren schildern. Hauptsächlich verfolgt man jedoch die 16-Jährige, deren Leben sich auf den knapp 400 Seiten mächtig verändert. Obwohl man als Leser durch die Ich-Erzählerperspektive einen direkten Draht zur Protagonistin hat, ist es mir nicht gelungen eine Bindung zu ihr aufzubauen. Sie ist definitiv interessant, denn sie besitzt nicht nur eine besondere Gabe, die sie selbst erst entdecken und zu kontrollieren lernen muss, sondern sie schwankt stets zwischen Liebe und rachgieriger Dunkelheit und bis zum Ende weiß man kaum, was sich bei ihr durchsetzen wird. Trotzdem habe ich keinen wirklichen Zugang zu ihr gefunden.

    Die Handlung fängt spannend an, erlebt dann eine kleine Durststrecke, bis die Spannung wieder anzieht und in einem fulminanten Abschluss mit unerwarteten Wendungen endet. Marie Lu ist es gelungen die Atmosphäre in ihrer erdachten Welt gut zu beschreiben. Beim Lesen nimmt man die Abneigung vieler Menschen gegen die Malfettos wahr und man spürt es unter der Oberfläche brodeln und wartet nur darauf, dass sich die Bevölkerung endgültig von ihnen befreien will oder aber, dass die Elite endlich etwas gegen die Unterdrückung tut. Gegen Ende hat die Autorin eine Entwicklung eingebaut, die vielleicht unpopulär sein wird, aber mir hat gefallen, dass sie den Mut dazu hatte, denn es ist einfach stimmig.

    Dieser Roman macht mir das Rezensieren tatsächlich etwas schwer. Es ist kein Buch, dem ich sofort den Stempel "Ich liebe es." oder "Es hat mir nicht gefallen." aufdrücken kann. Es hat durchaus seinen Reiz, was sicherlich an der interessanten Protagonistin liegt, aber dann wiederum fehlte mir der Zugang und etwas Tiefe. Die Handlung ist auch nicht schlecht, hat zwischendrin aber ein paar Längen, wo sich weder Story noch Protagonistin besonders weiterentwickeln. Ich bin wirklich etwas hin- und hergerissen. Direkt nach dem Lesen war ich sogar nicht einmal sicher, ob ich den Folgeband auf meine Wunschliste legen sollte oder nicht. Ich bin aber gespannt, wie sich die Protagonistin, die ihre Kraft aus der Dunkelheit und der Angst anderer schöpft, weiterentwickeln wird, deshalb werde ich mich letztlich wohl doch für die Fortsetzung entscheiden, sobald diese erschienen ist.

    Fazit: Ich habe erwartet, dass mich der Auftaktband der Young-Elites-Trilogie genauso fesseln würde, wie vor einigen Jahren "Legend". Doch dem war leider nicht so. Gute Ansätze in der Handlung und eine interessante Protagonistin, aber leider auch in beiden Bereichen Schwächen haben dafür gesorgt, dass ich nicht komplett begeistert bin. Ich habe irgendwie mehr erwartet und bin noch nicht abschließend sicher, ob mir Band zwei dieses geben können wird. Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785583532
    • ISBN-13: 978-3785583531
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
    • Originaltitel: The Young Elites
    • Homepage: www.young-elites.com
    • Verlag:


    Die Young Elites-Trilogie in der Übersicht:

    1. Die Gemeinschaft der Dolche
    2. Das Bündnis der Rosen (vermuttlich ab Herbst 2017)
    3. The Midnight Star (bisher nur Originalversion bekannt)

    Dienstag, 17. Januar 2017

    [Die Story hinter dem Buch] Ulrike Renk - Das Lied der Störche


    heute:


    Ulrike Renk - Das Lied der Störche
     


    Nun schreibe ich schon das dritte Mal die Story hinter dem Buch für Claudia, wie schön. 

    Diese Geschichte hat allerdings Rücken … aber wir fangen vorne an.
    Ich bin ja im Verein der 42erAutoren eV, den es schon einige Jährchen gibt. Unser Vereinssitz ist in Putlitz, in der Prignitz, und das verdanken wir meinem großartigen Kollegen Tom Liehr. Der fuhr nämlich vor Jahren öfter an der Ausfahrt Putlitz vorbei und hatte die geniale Idee, einen Putlitzerpreis auszuschreiben. Lange Geschichte, kurzer Sinn – seitdem schreiben die 42erAutoren den Putlitzer Kurzgeschichtenpreis aus und im Juni ist immer die Preisverleihung. Wo? Natürlich in Putlitz.
    Es ist nicht ganz einfach, dorthin zu kommen, die Verkehrsanbindungen sind eher bescheiden, und es gibt dort auch nicht so viele Übernachtungsmöglichkeiten. 

    Als ich das erste Mal dort war, es muss 2013 gewesen sein, durften wir (einige Vereinskollegen, mein Mann und ich) in der Ferienwohnung der Schirmherrenfamilie übernachten.
    Und dann lernte ich endlich den Schirmherren unseres Vereins kennen: Gebhard Gans Edler zu Putlitz.
    Ein wahrer Gentleman, ein Adeliger, wie er im Buche steht, große Klasse, sehr herzlich und mit der nötigen Portion hanseatischem Humor gesegnet.
    Ich nahm an der Stadtführung teil, auch wenn es eher ein Dorf ist, erfuhr viel über die Gans Edlen und Putlitz. Übrigens ist es kein Schreibfehler – die Gans ist nicht nur das Wappentier der Familie, es ist auch der Adelszusatz seit irgendwann ganz früher. Man kann das alles nachlesen. 

    © Ulrike Renk
    Jedenfalls saßen wir nach der Preisverleihung und der Spargelsuppe im Pfarrgarten und der Gans Edle erzählte aus seiner Lebensgeschichte und der seiner Familie. Das war höchst spannend.
    Wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben. Und das taten wir auch – allerdings eher sporadisch, weil ich damals gedanklich in Australien und den Weltmeeren unterwegs war.
    Im Jahr darauf fuhren wir wieder nach Putlitz. Diesmal mit unserer Knutschkugel, unserem Miniwohnwagen, und dem Hund.
    Wieder lauschte ich den Geschichten der Gans Edlen. Diesmal blieb ich an einigen Details hängen, nämlich daran, wie sein Vater starb. Das war eine ziemlich berührende Geschichte, weil … naja, to make a long story short … ich fand es so faszinierend, dass ich fragte, ob ich nicht über die Familie ein Buch schreiben dürfe. 

    Sie sagten nicht NEIN, im Gegenteil, in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren intensivierte sich der Kontakt und ich bekam eine Fülle an Informationen.
    Ich schrieb ein Expose, mein Verlag, der Aufbau Verlag, war begeistert und schon hatte ich den Buchvertrag. Da schrieb ich aber noch an „Die australischen Schwestern“ und hatte, nachdem das Buch beendet war, so viel Geschichte über, dass ich noch ein drittes Buch schreiben wollte. Auch das fand mein Verlag plausibel und kaufte das dritte Buch „Das Versprechen der australischen Schwestern“. Nur hätten sie es gerne direkt nach dem zweiten Buch und die Putlitzgeschichte erst anschließend.
    Kein Problem. Das machen wir doch mit links. 

    Dann aber recherchierte ich und recherchierte und bekam weitere Informationen von der Familie. Sogar ein gebundenes Buch, in dem der Gans Edle zu Putlitz seine Erinnerungen hatte drucken lassen, wurde mir geschenkt. Eine wirklich schöne, feste Ausgabe.
    Inzwischen schrieb ich an „Das Lied der Störche“ und stellte fest, dass mein Material gewachsen war, seit ich das Expose geschrieben hatte, und das sich auch meine Einstellung veränderte. Es gab soooooo viel zu erzählen, denn die Geschichte der Familie ist unglaublich spannend. Wie sollte ich das in ein Buch pressen? 

    Also rief ich meine Lektorin an und schilderte ihr mein Elend. Sie fackelte nicht lange und bald stand fest – es werden zwei Bände.
    „Das Lied der Störche“ erzählt die Geschichte von Frederike von Weidenfels - das ist ein fiktiver Name, aber es ist tatsächlich die Geschichte der Mutter des Gans Edlen zu Putlitz. Sie spielt zur Zeit der Weimarer Republik. Die Geschichte ist wahr und ich liebe sie!
    Der zweite Teil wird dann in der Zeit des Nationalsozialismus spielen und etwas darüber hinaus. Ich mag nicht zuviel verraten.

    Wieso hat diese Geschichte aber Rücken?
    Manchmal habe ich Rücken. Das ist in meinem Alter schon mal so. Als ich das Buch schrieb, waren wir ein paar Tage in Dänemark in einem wirklich entzückenden Ferienhaus. Allein – die Betten war durch. Zumindest das von meinem Mann und mir. Es war eh ein französisches Bett und es hatte in der Mitte eine tiefe Kuhle. Ich finde Kuscheln, vor allem im Urlaub, ja immer schön, aber jede Nacht und ständig gemeinsam in dieser Kuhle zu landen, das war nichts für meinen Rücken. Nach der dritten Nacht saß ich heulend in der Küche. Da fiel mein Blick auf die „Erinnerungen“ des Gans Edlen zu Putlitz. DinA 4. Stabil. Einen Versuch war es wert. Ich schob es unter die Matratze und die nächsten Nächte schlief ich wie ein Baby. Herrlich. 

    © Ulrike Renk

    Ihr seht also – ich verdanke den Gans Edlen zu Putlitz ziemlich viel. Und ich hoffe, die Geschichte begeistert die LeserInnen genauso wie mich.

    geschrieben von
    Ulrike Renk

    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Januar 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3746632463
    • ISBN-13: 978-3746632469




    Montag, 16. Januar 2017

    [Rezension] Thiemeyer, Thomas - Evolution (2/3) Der Turm der Gefangenen

    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Stadt der Überlebenden" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

    Das Abenteuer der Freunde hat sie in die Stadt der Überlebenden geführt. Obwohl sie sich in der Zukunft befinden, geht es dort zu wie im Mittelalter. Technik gibt es kaum noch und wird als schwarze Magie verpönt, die Lebensumstände für viele Menschen sind erbärmlich und als die Teenager erfahren, dass es bereits einmal Zeitreisende in der Stadt gab und sie Nachforschungen anstellen, erwarten sie harte Strafen. Somit bleibt ihnen nur die Flucht in Richtung Oase der Zeitspringer, doch werden sie auf dem Weg die Kämpfe mit den Squids überleben?

    Mit "Die Stadt der Überlebenden" ist es Thiemeyer im letzten Jahr gelungen mich zu fesseln und sich dem Abenteuer seiner jungen Protagonisten hinzugeben. Natürlich war ich daher sehr gespannt, wie es mit den Freunden in dieser lebensfeindlichen Welt weitergehen würde. Zum Glück dauerte es gar nicht lange, bis ich die Fortsetzung der Trilogie in den Händen hielt.

    Mit dem zweiten Band setzt Thiemeyer nahtlos an dem Auftaktroman an und erzählt die Geschichte weiter. Da die Jugendlichen nun in der Stadt sind, muss der Autor das neue Setting einführen. Dieses ist ihm sehr gut gelungen, so dass ich mir das "mittelalterliche Spektakel" gut vorstellen konnte. Dadurch wirkt der Anfang der Geschichte etwas ruhiger. Doch schnell spürt man, dass die Stimmung in der Stadt zu kippen droht. Die Bewohner trauen den Neuen nicht, die Freunde können nicht nachvollziehen, wie die Menschen in diesen Umständen leben können und nach einiger Zeit fangen sie an sich untereinander in Frage zu stellen. Mit dieser Entwicklung wird das Spannungsniveau immer weiter aufgebaut, bis es um nackte Überleben geht.

    Gesprochen wird das Hörbuch von Mark Bremer, der mir auch schon den ersten Roman vorgelesen hat :). Erneut habe ich ihm gerne zugehört, denn er passt seine Stimme an die unterschiedlichen Charaktere an und dieses gelingt ihm hervorragend. 

    Fazit: Thiemeyer ist es sehr gut gelungen seine erdachte Welt auszubauen und dabei ganz andere Umstände als im ersten Band zu erzeugen.  Auch seine Figuren haben sich weiterentwickelt und verändert, so dass sich zum Teil auch Sympathien verschoben haben. Dadurch bleibt es interessant und spannend und ich kann nur hoffen, dass Band drei bald erhältlich sein wird, denn auf das Ende der Trilogie bin ich mehr als gespannt. 4,5 Sterne für dieses Hörerlebnis.

    • Audio: 1 mp3 - ca. 508 Minuten
    • Verlag: Rubikon Audioverlag (1. Januar 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3945986397
    • ISBN-13: 978-3945986394
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
    • Verlag:
      http://www.rubikon-audioverlag.de/


    Die bisherigen Teile in der Übersicht:


    [Rezension] Hula, Saskia - Kleiner Panda Pai (02) Auf leisen Tatzen

    Meistens geht es im Wildpark recht ruhig zu - fast zu ruhig für Panda Pai, der doch sooo gerne Abenteuer erlebt. Doch das ändert sich schlagartig, als plötzlich das zehnte Kaninchenbaby verschwunden ist. Natürlich wollen die Tiere helfen, allen voran Wanda Waschbär mit ihrer Detektei. Da jedoch so viele Tiere Zeugenaussagen tätigen wollen, benötigt sie einen Assistenten: Panda Pai! Er muss Hinweise sammeln, Tiere befragen und kombinieren. Zunächst denkt er, dass Wanda ihm nur die langweiligen Aufgaben übertragt hat, doch plötzlich findet er eine Spur und kommt der Aufklärung ganz nah.


    Panda Pai kenne ich bereits durch "Unterwegs ins Abenteuer" und dort war mir der rote Panda (auch als Katzenbär bekannt) bereits als sympathischer, neugieriger Protagonist aufgefallen. Daher habe ich mir sehr gefreut, dass es nun ein weiteres Abenteuer mit ihm gibt. Erneut nimmt Pai kleine Kinder mit auf seine Entdeckungstour bzw. dieses Mal eher auf Ermittlungstour, schließlich ist er ja Detektiv-Assistent geworden. 

    Natürlich muss das Rätsel um das vermisste Kaninchenbaby gelöst werden, aber besonders gefällt mir, dass im Subtext dieses Vorlesebuches die Bedeutsamkeit von Freundschaft und Hilfsbereitschaft mitschwingt. Das sind tolle Werte, die Kindern vermittelt werden sollten und so ein Buch hilft dabei.

    Die Geschichte ist unglaublich süß, aber auch spannend erzählt. Selbst als Erwachsener kann man mitfiebern und nachvollziehen, warum Panda erst aufgeregt, dann fast seinem Mittagsschlaf verfällt, als er keine brauchbaren Spuren entdeckt, und plötzlich doch wieder Feuer und Flamme für seine Ermittlungen ist. 

    Die Zeichnungen von Kerstin Schoene haben mich erneut begeistert. Man kann den Tieren am Gesicht ablesen, wie es ihnen geht und was sie empfinden.

    Fazit: Wie toll, dass die Geschichte um Pai fortgesetzt werden. Ich finde den Protagonisten nämlich unglaublich niedlich und seine Abenteuer sind absolut kindgerecht, spannend erzählt und schön illustriert. Für dieses Buch muss man den ersten Roman um Pai nicht kennen, da dieser aber ebenfalls sehr toll ist, kann ich beide absolut empfehlen!

    • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
    • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785584725
    • ISBN-13: 978-3785584729
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
    • Verlag:


     Pais Abenteuer in der Übersicht:




    Sonntag, 15. Januar 2017

    [Rezension] Riggs, Ransom - Die besonderen Kinder (03) Die Bibliothek der besonderen Kinder

    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Insel der besonderen Kinder" und "Die Stadt der besonderen Kinder" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


    Die besonderen Kinder hatten es bisher gegen die Hollows und die Wights nicht leicht, doch die Situation spitzt sich zu. Jacob und die anderen müssen ihre Ymbryne finden und befreien, denn ohne sie können sie keine neue Zeitzone errichten, würden schnell altern und sterben. Doch dafür müssen sie in die geheime Festung der Wights eindringen und stellen schnell fest, dass die Bedrohung viel größer ist, als erwartet.



    "Die Bibliothek der besonderen Kinder" ist der Abschluss der Trilogie rund um Kinder mit speziellen Gaben. Besondere Aufmerksamkeit auf seine Romane hat Riggs durch alte Fotografien erlangt, die die Handlung untermalen. Dieses ist ihm in allen drei Büchern sehr gut gelungen und hat das besondere Extra ausgemacht. Einziges Manko ist, dass die Bilder der vorherigen Bände oft übernatürlich aussahen. Dieses findet man hier kaum noch.

    Erneut hat mich Riggs mit seinem Ideenreichtum gefesselt. Er spinnt die Handlung um die Hollows und Wights weiter und bringt sogar eine Seelenbibliothek ins Spiel. Vorhersehbar ist hier nichts und die Handlung wurde von einem Roman zum nächsten düsterer, spannender und gefährlicher - bis sie nun ihren Höhepunkt erreicht hat. Mit Devil's Acre wurde ein neuer Schauplatz eingeführt, der mir sehr gefallen und dessen Atmosphäre Riggs gekonnt entwickelt hat.

    Leider wurde dieser Roman nicht wie seine Vorgänger als gebundene Ausgabe herausgebracht, sondern nur als Taschenbuch. Zum Lesen natürlich kein Problem, aber wer gerne die Trilogie in einem Format schick im Regal stehen haben wollte, wird sicherlich etwas enttäuscht sein.

    Fazit: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber trotzdem war ich irgendwie froh, als ich die Trilogie beendet hatte. Die Fotos waren passend gewählt, aber der ursprüngliche Flair, das Übernatürliche, fehlte leider. Trotzdem ist die Trilogie lesenswert und unterhaltsam.

    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (2. November 2016)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426520273
    • ISBN-13: 978-3426520277
    • Originaltitel: Library of Souls
    • Verlagsgruppe:


    Die Trilogie in der Übersicht:



    [In my Mailbox] KW # 2/2017


    Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

    für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

     Kornbichler, Sabine - Wie aus dem Nichts
    Hula, Saskia -  Kleiner Panda Pai  Auf leisen Tatzen
    McKenzie, Paige/Sheinmel, Alyssa - Sunshine Girl - Die Heimsuchung

    Callaghan, Helen - DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest: Psychothriller