Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Gurian, Beatrix - Stigmata: Nichts bleibt verborgen

Emmas Mutter verstarb vor Kurzem bei einem Autounfall. Das dachte Emma zumindest, bis sie ein mysteriöses Päckchen mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie ihrer Mutter im Kleinkindalter erhält, versehen mit dem Hinweis, dass ihre Mutter ermordet worden sei und Emma das Verbrechen aufklären könne, indem sie in einem abgelegenen Jugendcamp nach Antworten suche. Emma bricht tatsächlich auf, um die Täter zu suchen, und entdeckt in einem heruntergekommenen Schloss zahlreiche alte, verstörende Fotografien, Hinweise auf eine schockierende Vergangenheit und etliche merkwürdige Situationen und Personen.

Der Roman wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Zum einen berichtet Emma, als Ich-Erzählerin, über ihre Erlebnisse im Jugendcamp und in eingeschobenen Kapiteln über die vergangenen sechs Wochen, bevor sie ins Camp aufbrach. Zum anderen hat die Autorin Kapital eines auktorialen Erzählers eingebaut, in denen es um Emmas Mutter geht, die eine Zeit ihres Lebens in dem Schloss verbracht hat, in dem sie selbst nun das Jugendcamp besucht. Diese Mischung fand ich sehr interessant, da alles zusammen ein tolles Gesamtbild ergeben hat. Optisch ist der Roman ebenfalls sehr gelungen, da neben dem schicken Cover und einem Lesebändchen auch einige Fotos von Erol Gurian die Seiten zieren und sich perfekt in die Geschichte integrieren.

Das beiliegende  Lesezeichen beinhaltet ein Blurb von der Autorin Krystyna Kuhn, die den Roman als "beklemmend, nervenzerreißend, einfach nur dämonisch gut" bezeichnet hat. Auf genau diese Faktoren hatte ich mich gefreut und ich habe sie fast durchgängig präsentiert bekommen. Schnell war ich gefangen von der sympathischen Protagonistin, ihrer anfänglichen Verlorenheit nach dem Tod ihrer Mutter, ihrem erwachten Kampfgeist und ihrem Engagement, das mögliche Verbrechen aufzuklären. Gurian ist es gelungen eine unheimliche Atmosphäre zu erschaffen und mich des Öfteren auf eine falsche Fährte zu locken. Die Autorin hatte tolle Ideen für ein gruseliges Setting und führte die Handlungsstränge gekonnt zusammen.

Einziger Kritikpunkt von mir ist, dass ich mir noch etwas mehr von der beklemmenden Stimmung und des Grusel-Gänsehaut-Faktors gewünscht hätte, denn dieses Feeling konnte sich nicht durchgängig bei mir festsetzen. Trotzdem hat mich dieser Jugendthriller sehr gut unterhalten und für spannende Lesestunden gesorgt.



Fazit: Ein Thriller für Jugendliche, der in einem unheimlichen Setting spielt, tolle Ideen der Autorin beinhaltet, leider nicht durchgängig eine mysteriöse Atmosphäre besitzt, aber doch größtenteils Spannung und Unvorhergesehenes präsentiert.

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Arena (Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401069993
  • ISBN-13: 978-3401069999
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:



Dienstag, 29. Juli 2014

[Die Story hinter dem Buch] Patrycja Spychalski - Bevor die Nacht geht


heute:



Patrycja Spychalski - Bevor die Nacht geht

 



„Sag mal, was gibt es in Berlin eigentlich Interessantes zu sehen?“ 

Dieser Frage überforderte mich jedes Mal, wenn ich sie von Touristen gestellt bekam. „Puh…äh…ja…also kommt drauf an…“, antwortete ich mit einem gequälten Gesicht und suchte verzweifelt nach einer guten Location. 

Aber das konnte doch nicht sein! Schließlich lebe ich in Berlin, seit 27 Jahren schon und fast jeden Tag entdecke ich neue Plätze. Eine gepflasterte Straße, ein runtergekommenes Haus, einen Parkabschnitt wo noch gegrillt werden darf, ein Café, mit Graffiti besprühte Wände, Flohmärkte, Clubs, Flussufer, Museen und, und, und. 

Immer wieder neue Orte in Berlin entdecken.
 
Wenn die Touristen dann abzogen Richtung Brandenburger Tor, fühlte ich mich jedes Mal, als hätte ich ganz furchtbar versagt. Denn obwohl das Brandenburger Tor, der Fernsehturm oder der Kurfürsten Damm Berliner Wahrzeichen sind, haben sie nicht viel mit Berlin gemein. Dort trifft man nur selten einen Einheimischen an, der Kaffee ist viel zu teuer und warum man freiwillig ins Alexa zum Shoppen geht… nun- keine Ahnung! 

Eine Affenkapelle im Tiki Heart, einer Kneipe in Berlin- Kreuzberg

Ich beschloss also eine Liste zu machen mit all den guten Orten. Dort wo Flair ist, dort wo man etwas erleben kann, entdecken, den besten Döner essen, guter Musik lauschen, den Sonnenuntergang bewundern. Und während ich meine Liste schrieb, nisteten sich kleine Geschichten zu jedem Ort in meinem Kopf ein. Wie wäre es eigentlich mal in den Spreepark, einen stillgelegten Vergnügungspark, einzubrechen? Wie würde sich ein erster Kuss auf der Treppe vor dem Sowjetischen Ehrenmal anfühlen? Und warum nicht mal die alten Männer am Landwehrkanal fragen, ob man eine Runde Boules mit ihnen spielen darf? 

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park. Perfektes Setting für den ersten Kuss.

Schnell musste eine Hauptfigur her. Und das Leben meinte es wieder gut mit mir. Abends, in der S- Bahn durfte ich ein ziemlich cooles Mädchen dabei beobachten, wie sie sich kackfrech zwischen eine Gruppe etwas angetrunkener Jungs, die sie nicht kannte, setzte. Sie lächelte breit, musterte die Reklame für eine Busreisegesellschaft und sagte: „Oh cool, für 19 Euro nach Kiel! Wollen wir da mal hinfahren?“ Die Jungs waren schrecklich überfordert: „Öhm… ühm…ja?...nein?...wir alle zusammen?“ „Na dann eben nicht!“ Und sie stieg aus, ließ die Jungs mit offenen Mündern zurück. Ich aber gab ihr den Namen Kim und klaute diese Szene als Opener für mein neues Buch. Der Rest entstand auf dem Fahrrad. Immer wenn ich irgendwohin musste, prägte ich mir die Stadt gut ein, beobachtete die Menschen, entwarf eine Route für einen Berlin- Trip. Auf der Elsenbrücke, die ich häufig passieren muss, traf ich gedanklich auf Jacob, das männliche Gegenstück zu Kim und schon konnte die Romanze beginnen!

Spreepark, ein stillgelegter Vergnügungspark in Berlin. Könnte man mal einbrechen.
 
In meiner acht monatigen Arbeit zu „Bevor die Nacht geht“ passierte es nicht selten, dass die Figuren plötzlich die Regie für ihre Story selbst übernahmen und meine Route durcheinanderbrachten. Zum Beispiel als Kim sich auf der Flucht vor dem Security- Typ im Spreepark ihren Arm am Zaun aufratscht. Der Umweg über das Urban- Krankenhaus war unvermeidbar. Hin und wieder habe ich geflucht, meist aber war ich den Beiden ziemlich dankbar, dass sie mich auf neue Wege brachten und somit meinen Horizont erweiterten.

Schlussendlich ist „Bevor die Nacht geht“ ein Berlin- Buch geworden, eine Liebesgeschichte in nur 24 Stunden (geht das wirklich gut?) und eine Liebeserklärung an diese Stadt, die Einigen rau und unfreundlich erscheinen mag. Wenn man aber genau hinschaut… ach, kommt doch einfach mit auf die Reise von Jacob und Kim! Seit 28 Juli im Buchhandel erhältlich.

Und wenn mich nochmal Touristen nach interessanten Orten fragen, kann ich ihnen mein Buch in die Hand drücken. Auf der letzten Seite ist auch eine Karte drin, dann können sie gerne die Orte ablaufen und ich muss mich nie wieder schämen versagt zu haben.




  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: cbt (28. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163032
  • ISBN-13: 978-3570163030
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren




Montag, 28. Juli 2014

[Gastrezension] Park, Jessica - Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Gastrezension von Nina (Buchfee81)

Eine lebensgroße Pappfigur?
Es gibt Merkwürdigeres, nicht viel, aber es gibt bestimmt etwas, denkt sich Julie als sie am Tisch mit ihrer neuen Gastfamilie sitzt. Julie ist nach Boston gekommen, um aufs College zu gehen und ist prompt einem Wohnungsschwindel zum Opfer gefallen. Obdachlos und allein findet sie Unterschlupf bei Erin, einer früheren Zimmergenossin ihrer Mutter, ihrem Mann Roger und ihren Kindern Matt und Celeste. Und natürlich Papp-Finn, einer lebensgroßen Pappfigur, ohne die die 13-jährige Celeste keinen Schritt mehr tut.


Papp-Finn vertritt den ältesten Sohn Finn, der sich auf einer Weltreise befindet und schmerzhaft von der Familie, aber besonders von Celeste vermisst wird.
Mit Matt liegt Julie direkt auf einer Wellenlänge und auch wenn sie seine T-Shirts mit den furchtbaren Nerd-Sprüchen hasst, verbindet die beiden auf anhieb viel.
Julie beginnt einen regen E-Mail Kontakt mit Finn und erliegt schon bald seinem Humor und Charme. Die beiden verlieben sich rettungslos ineinander.
Julie übernimmt die Betreuung der wunderbaren, aber auch egozentrischen Celeste und muss bald einsehen, dass hinter dem Kummer über die lange Abwesenheit von Finn weitaus mehr steckt, als die Familie eingestehen möchte.

Zuallererst , das Cover ist wirklich toll, ein wahrer Hingucker.
Der Schreibstil ist einfach und doch frech und ermöglicht einen schnellen Lesefluss.
Ich bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen , was nicht zuletzt an den durchweg tollen und gut durchdachten Charakteren lag.

Die bissigen Wortgefechte zwischen Julie und Matt sind wirklich originell und unterhaltsam. Zwei sympathische Charaktere, die einfach überzeugen.
Es hat außerordentlich viel Spaß gemacht, die beiden zu begleiten.

Aufgelockert wurde die Geschichte, durch die Passagen die aus E-Mail Verkehr oder Facebook Statusmeldungen bestanden. Keine neue, aber eine äußerst erfrischende Idee.

Ich liebe Bücher, die es schaffen, mich zu überraschen. Ich hatte hohe Erwartungen an "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte", und sie wurden sogar noch übertroffen .
Gerechnet habe ich mit einer witzigen, frechen Story rund um die Liebe und bekommen habe ich so viel mehr.
Ich habe gelacht, gelitten und getrauert und bin mit einem Glücksgefühl aus diesem Buch gegangen, das nur wenige Autoren zu hinterlassen vermögen.

Fazit: Für mich ein echtes Lesevergnügen und eine absolute Leseempfehlung für alle die berührende, humorvolle und außergewöhnliche Geschichten mögen.


  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (21. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785578679
  • ISBN-13: 978-3785578674
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Originaltitel: Flat-out Love
  • Verlag:



Sonntag, 27. Juli 2014

[In my Mailbox] KW # 29-30/2014


Hier meine Neuzugänge aus den letzten zwei Wochen!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


McNeal, Laura - Das Haus am Mississippi River



Samstag, 26. Juli 2014

[Gastrezension] Engelmann, Julia - Eines Tages, Baby: Poetry-Slam-Texte

Rezension von Sandra von Buchzeiten

Auf der CD liest die Autorin alle Texte aus ihrem Buch vor. Es ist also die komplette Lesung. Insgesamt sind es 14 Zitel von ihr, die sie in ihrer ganz eigenen, liebenswerten Art vorliest. Es sind die Gedanken und Gefühle, die die Autorin in den letzten Jahren zunächst einfach so für sich aufschrieb. Das von ihr aufgenommene Video "Eines Tages, Baby", das eigentlich nur ihren Auftritt beim Bielefelder Hörsaal-Slam wiedergab, wurde zum absoluten "Klicker" auf youtube. Denn sie schaffte es mit ihrem tollen Gedanken und der Art wie sie es vortrug, dass Leute immer und immer wieder auf das Video klicken, innehalten, zuhören, erkennen .. tja, und vielleicht auch verinnerlichen.

Meine Meinung:
Lange vor Erscheinen des Buches schon, war ich ganz begeistert von Julia Engelmann und ihrem Video "Eines Tages, Baby". Und wie das so ist, wenn einen eine Sache begeistert, man hofft immer, dass man mehr zu sehen, hören, lesen bekommt. Als dann klar war, dass es ein Buch geben wird, natürlich .. musste auch ich es haben. Es ist nach wie vor ein Büchlein, dass ich immer wieder gern zur Hand nehme und mir eins der kleinen Stücke aussuche und lese.

Doch noch viel begeisterter war ich, als ich sah, dass es das Buch auch als Hörbuch geben wird. Denn ich finde, wenn man Julias Texte "nur" liest, fehlt immer ein kleines Stückchen von ihrem ganz eigenen Zauber. und so war klar - das Hörbuch wird meins werden, sobald es erscheint. Und nun halte ich es in den Händen, habe es in den vergangenen Tagen mehrfach gehört - mehrfach ganz, und manche Stücke noch einmal zusätzlich.

Sicher, dies sind ihre Gedanken und so bringt sie es natürlich auch fertig, sie in einer Art vorzutragen, die mich sofort packt und fesselt. Wo ich teilweise innehalte in meinen Tätigkeiten, den Kopf zur Seite neige und lausche - und mich dann selbst dabei überrasche :) ...

Die meisten Texte lassen mich gleichzeitig gespannt zuhören, innehalten, nachdenklich werden, zaubern mir ein Lächeln aufs Gesicht. Denn auch ein zarter Humor ist überall zu spüren, auf eine leicht hmm kindlich-naive Weise, die dennoch ganz klar so viel Tiefe und Sinn enthält, dass man immer wieder neues entdeckt.

Und je öfter ich die Stücke höre, desto mehr ändert sich für mich die Favoritenliste ... sicherlich, "Eines Tages, Baby" wird wohl immer dazu gehören. Doch inzwischen finde ich z.B. "Bestandsaufnahme in 3 Teilen" oder "Wunschliste" genau so gut. Oder auch die Erzählung vom "Goldfisch". Denn vieles macht mir die Autorin erst durch ihre Lesung klar, was mir beim selbst lesen des Buches entging...

Diesmal möchte ich Euch eine Zeile aus "Wunschliste" mitbringen, die mich z.B. immer zum lächeln bringt:

"Ich wünsch mir Schuhe, nicht zu große, sondern welche, die gut passen, und ein fußmattengroßes Stempelkissen zum Spurenhinterlassen."

Und, ging es Euch nicht auch so, musstet Ihr Euch das jetzt auch direkt bildlich vorstellen und schmunzeln :) ... nun, davon gibt es wirklich sehr viel auf der CD ... ich kann sie Euch nur ans Herz legen!

Fazit: Ich kann sie jedem einfach nur empfehlen. Zum gespannt zu hören, zum verweilen, zum einfach mal alles liegen lassen und lauschen, zum lächeln, zum nicken, zum Zustimmen und zum einfach nur genießen!

  • Audio: 1 CD - ca. 68 min
  • Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (14. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3844517049
  • ISBN-13: 978-3844517040
  • Verlag:



Donnerstag, 24. Juli 2014

[Das Autoren 1x1] Alice Gabathuler

 proudly presents:



Alice Gabathuler


© Scott Schmith


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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Seit der Oberstufe, also etwa, seit ich 12 Jahre alt bin. Vorher habe ich die Geschichten nur in meinem Kopf gesponnen. Es gibt zum Beispiel unzählige nie gesendete Episoden meiner damaligen Lieblingsserie „Flipper“ - ganz einfach, weil sie nur in meiner Fantasie existiert haben.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Weil ich unzählige Leben leben kann, indem ich Figuren erschaffe und für sie Geschichten erfinde. Ich kann dabei die Tiefen der menschlichen Seele ausloten und Dinge tun, die ich real nie tun würde.

Weil das Autorenleben wunderbar spannende Momente hat. Ich begegne bei Lesungen neugierigen, interessierten Jugendlichen, engagierten Lehrkräften, motivierten und motivierenden BiliothekarInnen und BuchhändlerInnen. Ich darf meine Geschichten mit ihnen teilen. Ich werde bei den Fragerunden während den Lesungen und während Interviews ge- und herausgefordert.

Weil ich mir meine Zeit einteilen kann. Keine Stempeluhr, keine fixen Arbeitszeiten, keinen Chef, kein Tag wie der andere. Das ist für mich Freiheit und Lebensqualität.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Außenseiter. Brückenspringer. Hetzjagd. Höllenritt. Herz. Seele. Mut. Never Forget.
(#no_way__out)

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Überall :-) Besondere Rituale: viel Musik (vor und nach dem Schreiben), viel Kaffee (während ich scheibe), viel Schokolade (immer).

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Schreiben. Schreiben. Schreiben. Mit dem Kopf in den Wolken und den Füßen auf dem Boden leben. Realistisch bleiben (die meisten können vom Schreiben nicht leben). Sich nicht klein machen lassen. Sich selber sein. Frei bleiben.




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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Schwarz. Orange. Ein warmes Rot. Tiefes, dunkles Blau. Sattes Grün.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Lehrerin. Bin ich auch geworden. Später Rockstar. Werde ich nie werden. Was für mich sehr bedauerlich, für den Rest der Menschheit ein Segen ist.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Das ist wie mit den Farben. Nur noch schlimmer. Ich habe ganz viele Lieblingsessen, weil Essen etwas Wunderbares ist.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Thriller. (Sehr) schräge Geschichten (zum Beispiel „Zufallshelden“ von Tom Zai). Generell Texte, die mich sprachlich umhauen (zum Beispiel „Pampa Blues von Rolf Lappert oder „Geballte Wut“ von Petra Ivanov).

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich möchte eine Weile in Schottland leben, am liebsten auf „Nathans Insel“, der Isle of Skye (Nathan aus Lost Souls Ltd.). Und ich möchte besser E-Gitarre spielen können (auch wenn es nie zum Rockstar reichen wird).

Diese Bücher von Alice Gabathuler könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Alice, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

Mittwoch, 23. Juli 2014

[Rezension] Tracy, Kristen - Wie wir uns aus Versehen verliebten


Lucy staunt nicht schlecht, als sie plötzlich James, einen Highschoolschüler aus einem Nachbarort, am Telefon hat, denn eigentlich hatte sie seit einigen Tagen versucht ein Unternehmen unter dieser Telefonnummer zu erreichen. Obwohl die beiden sich nicht kennen, bleiben sie in Kontakt und nach einiger Zeit telefonieren sie fast jede freie Minute miteinander und vertrauen sich Geheimnisse an, die sie sonst niemandem erzählen mögen.



"Wie wir uns aus Versehen verliebten" ist ein relativ dünnes Bücher für Jugendliche ab 12 Jahren und diese Empfehlung halte ich durchaus für passend. Erstaunt hat mich bei diesem Roman, dass sich der komplette Inhalt lediglich in Telefonaten (Dialogen) und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter (Monologen) widerspiegelt. Es gibt keine Erzählerpassagen und auch keine Widergabe der Gedanken der beiden Protagonisten. Genauso treten kaum Nebenfiguren in Erscheinung, da der Leser lediglich Lucys und James' Telefonate verfolgen kann. Anfangs hat mich das etwas gestört, doch die Autorin schafft es ganz gut Gefühle in die schriftliche Widergabe der Gespräche zu legen. Ich hab lediglich keine allzu gute Bindung zu den Charakteren aufnehmen können, da mir wahrscheinlich die Gedanken derjenigen gefehlt haben.

Trotzdem erreicht der Roman eine gewisse Tiefe und das liegt an den Themen, die die beiden Jugendlichen besprechen. Zunächst erscheint es recht oberflächlich, doch schon bald offenbaren sich die Zwei einander und geben mehr preis. Das Buch ist sehr leicht geschrieben und lässt sich daher schnell lesen. Es hat ein bisschen gedauert, bis mich das Buch gepackt hat, aber dann hat mir die süße und zögerliche Annäherung zwischen den beiden sehr gefallen. Das Buch hört übrigens an der perfekten Stelle auf und bis dahin kann man mit Lucy und James die Höhen und Tiefen einer Kennlerngeschichte zweier Jugendlicher übers Telefon genießen.

Fazit: Das Buch kann sicherlich polarisieren. Auf der einen Seite erscheint es sehr simpel, aber auf der anderen Seite wird es bei einigen Lesern sicherlich auch seinen Charme entfalten können. Mir hat die Annäherung zwischen den beiden sehr gefallen und daher würde ich 3,5 Sterne vergeben. Ich habe auf 4 aufgerundet, da mir 3 nicht gerecht erschienen.

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: cbj (23. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570158012
  • ISBN-13: 978-3570158012
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Originaltitel: How We Met And Other Accidents
  • Verlag:






Dienstag, 22. Juli 2014

[Die Story hinter dem Buch] Stefanie Hasse - Tiefdunkle Nacht


heute:



Stefanie Hasse - Tiefdunkle Nacht

 



Die Geschichte hinter "Darian & Victoria"

So richtig begann alles im Urlaub in Ägypten 2011. Götter und Mythen war so präsent, dass sie ihre Geschichte in meinen Geist woben.
Was, wenn sie keine Götter waren, sondern etwas ganz anderes? Etwas, das auch heute noch existiert, verborgen vor den normalen Menschen?
So entstanden die Kinder des Mondes, die seit frühester Zeit die Geschicke der Menschheit im Verborgenen leiten, zu Zeiten der Germanen Seite an Seite mit ihenn und ihrem Mondgott Menân kämpften, ehe irgendwann der alte Glaube verlorenging.

Bei der Entwicklung der Protagonistin Victoria hatte ich einen ersten Gedanken: Was wäre, wenn du deine große Liebe verloren hättest und dich nicht mehr an sie erinnern könntest?
Die Rückkehr genau dieser Erinnerung ist der Inhalt von "Schwarzer Rauch" und "Düstere Schatten": Victorias Einführung in die Gemeinschaft der Kinder des Mondes, das Erlernen von Magie und Beherrschen ihrer eigenen speziellen Fähigkeit: der Telepathie. Sie erinnert sich auch an ihren größten Feind und ihre große Liebe.

Erst im dritten Teil "Tiefdunkle Nacht" bekommt sie die Chance, alles zum Guten zu wenden.
Hier war meine größte Schwierigkeit, die Vergangenheit und die Gegenwart mit dem, was dazwischen passierte, zu verknüpfen, ehe der finale Kampf beginnt.

Der Abschied nach rund drei Jahren mit den Charakteren, die zu Freunden wurden, ist mir sehr schwergefallen was ich bei anderen immer belächelt habe. Das "Ja, klar" verkneife ich mir zukünftig. Nun kann ich nur hoffen, dass meine Abschiedstränen beim Schreiben auch bei den Lesern ankommen - das bisherige Feedback lässt darauf schließen.

geschrieben von Stefanie Hasse


Die Trilogie in der Übersicht:



  • Taschenbuch: 312 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (13. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1499733976
  • ISBN-13: 978-1499733976