Samstag, 22. Juli 2017

[Rezension + Gewinnspiel] Hasse, Stefanie - Schicksalsbringer (1/2) Ich bin deine Bestimmung

Bei einem Umzug findet Kiera eine alte Münze wieder, die sie als kleines Kind von einem unbekannten Mann auf einem Jahrmarkt zugesteckt bekam. Bisher hatte sie dieser nicht viel Beachtung beigemessen, doch als Kiera sich an der Münze verletzt, verändert sich ihr Leben. Zwei geheimnisvolle Jungs tauchen plötzlich auf - Phoenix und Hayden -, die ihr erzählen, dass sie nun die Trägerin der Münze sei, damit das Schicksal für vier Wochen lenken könne und die beiden Jungs sie daher für diese Zeit nicht mehr aus den Augen lassen dürfen.


"Ich bin deine Bestimmung" ist der Auftaktband der Schicksalsbringer-Dilogie der deutschen Autorin Stefanie Hasse. Der Roman wird durch die Ich-Erzählerin und Protagonistin Kiera geschildert. Sie erschien mir als sympathische Figur, die ihr Leben im Griff hat, bis sie plötzlich das Schicksal beeinflussen soll. Ihr an die Seite gestellt werden Cody, ihr bester Freund und mein Lieblingscharakter im Buch, sowie die geheimnisvollen Phoenix und Hayden, wobei Kiera und der Leser nicht wirklich wissen, wer tatsächlich auf ihrer Seite steht oder wer gegen sie kämpft, denn ihre Intentionen sind nicht offensichtlich.

Hasse nimmt die Mythologie als Grundlage für ihren Roman. Fortuna hat die Schicksalswege von Göttern und Menschen getrennt und seitdem gibt es die Schicksalsbringer. Des Weiteren existiert stets ein Träger der Münze, der die Macht hat das Schicksal zu ändern. Dieses kann positiv oder negativ sein oder sich auch zufällig entwickeln. Kiera fällt es jedenfalls recht schwer sich mit ihrer neuen Aufgabe zurechtzufinden und ist zu allem Überfluss auch noch von ihren Gefühlen gegenüber den männlichen Mitschülern verwirrt.

Der Einstieg in den Roman gelang mir sehr gut. Hasse hat einen leichten, flüssigen Schreibstil für diese Jugendfantasy-Geschichte gewählt, die somit bereits ab 13 Jahren geeignet ist. 

Für mich hat der Roman einen starken Anfang und ein fulminates Ende. Im Mittelteil schwächelte die Handlung etwas. Die Charaktere handelten für mich nicht immer authentisch und die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz so gepackt, wie erhofft.  Trotzdem habe ich das Buch schnell gelesen, da ich wissen wollte, wie Kiera sich mit der neuen Aufgabe schlägt und wer von den Zwillingsbrüdern nun tatsächlich der Gute und wer der Böse ist. Da die Autorin immer wieder unerwartete Wendungen in die Handlung eingebaut hat, wurde es nie langweilig.

Durch das Buch bin ich auf die kostenlose App "papego" aufmerksam geworden. Damit kann man die zuletzt gelesene Seite einscannen und erhält dann die folgenden ~ 100 Seiten, die man "to go" in der App lesen kann. Dieses habe ich noch nie gesehen, gleich getestet und bin begeistert. Leider lässt sich die Datei nicht auf einen reader übertragen, aber es ist unglaublich praktisch größere Abschnitte eines Romans auf dem Handy dabei zu haben, ohne das Buch z.B. in der Handtasche mitnehmen zu müssen. Das Scannen lässt sich übrigens je nach Bedarf wiederholen, so dass man auch das ganze Buch in der App lesen kann.

Fazit: Der Auftakt der Schicksalsbringer hat Lust auf die Fortsetzung gemacht, die es ab Frühjahr 2018 geben wird. Die Romantasy-Geschichte hat ein wunderschönes Cover erhalten und überzeugt durch interessante Charaktere, unerwartete Wendungen und dem Spiel mit dem Schicksal.

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Loewe (24. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785585691
  • ISBN-13: 978-3785585696
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre



da ich das Buch vollständig mit der o.g. papego-App gelesen habe, verlose ich hier mein ungelesenes Rezensionsexemplar und möchte euch die Chance geben, in diese schicksalsverändernde Geschichte einzutauchen,

Zu gewinnen gibt es:

Hasse, Stefanie - Schicksalsbringer (1/2) Ich bin deine Bestimmung


Um am Gewinnspiel teilzunehmen,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.




1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 29.07.2017 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)



Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 21. Juli 2017

[Rezension] Kodiak, Frank - Nummer 25

Andreas Zordan hat geschafft, wovon viele Träumen: er kann vom Schreiben leben. Seine blutrünstigen Thriller finden sich alle auf den  Bestsellerlisten und er liebt es auf verschiedene Tötungsmethoden zurückzugreifen und diese detailliert zu beschreiben. Er behauptet sogar, selbst ein Psychopath zu sein. Ob es sich dabei um einen PR-Gag handelt oder nicht, weiß wohl nur Zordan selbst. Doch dann wird er von einem echten Psychopathen herausgefordert, der eins von Zordans Büchern als Vorlage nimmt und ihm die Leiche einer jungen Frau quasi vor die Füße legt - genauso präpariert, wie in Zordans Buch beschrieben.


Frank Kodiak ist ein Pseudonym des deutschsprachigen Autors Andreas Winkelmann. Auch in diesem Roman beschäftigt sich der Autor mit der Psychopathie - ein Thema, das ich selbst ebenfalls sehr interessant finde.  Per Definition ist einer von 25 Menschen ein Psychopath und diese beherrschen die Manipulation, wie keiner sonst. Diese Fakten nutzen sowohl Kodiak als auch Zordan für ihre Geschichten. 

Im Roman bekommt es der Leser mit drei Hauptfiguren zu tun: Andreas Zordan, der Autor, ein Psychopath, der sich selbst "Nummer 25" nennt, und Greta Weiß, eine aufstrebende Journalistin, die irgendwie in diese ganze Misere hineingerutscht ist. Aus ihren Perspektiven schildert der allwissende Erzähler die Geschichte, die sich hauptsächlich dem Kampf Psychopath gegen Psychopath widmet. Spannend erzählt Zodiak davon und irgendwann ist man mittendrin, weiß gar nicht mehr wer wen manipuliert: Zordan Greta? Der Psychopath Zordan? Zordan seine Leser? Oder ist es nicht auch Kodiak einen selbst? 

Fazit: Bei "Nummer 25" handelt es sich um einen tollen Thriller, der sich sehr gut lesen lässt und der zu fesseln vermag. Interessante Charaktere und vor allem ein tolles Spiel um menschliche Abgründe, Manipulation und Psychopathen. 4,5 Sterne, die ich gerne auf 5 aufrunde.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (3. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426520095
  • ISBN-13: 978-3426520093
  • Die Story hinter dem Buch



Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Levithan, David & Cremer, Andrea - Was andere Menschen Liebe nennen

Die Pubertät ist nicht leicht. Wenn man dann aber zusätzlich noch unsichtbar ist, ist das Chaos perfekt. Genau das ist das Schicksal des 16-jährigen Stephen, der sich alleine in New York durchschlägt. Noch nie hat ihn jemand sehen können - erst selbst weiß nicht einmal, wie er aussieht. Sein ungewöhnliches Leben wird jedoch erneut auf den Kopf gestellt, als eine Familie in die Wohnung gegenüber zieht, deren Teenager-Tochter Elizabeth ihn plötzlich anspricht, denn für sie ist er ein ganz normaler Junge. Eine Liebesgeschichte im Sommer in New York City.


Ich wollte den Roman gerne lesen, weil ich schon so viel Gutes von David Levithan gehört habe, ich die Idee über die Unsichtbarkeit interessant fand und der Roman in New York spielt. Letzteres hat leider keine große Rolle gespielt. 

Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven von Elizabeth und Stephen (jeweils als Ich-Erzähler auftretend) geschildert. Das Cover und der Klappentext haben mich leider auf eine falsche Spur geführt. Ich hatte mich auf eine süße New Yorker Lovestory gefreut, die sich ein bisschen mysteriös gestalten könnte. Zunächst beginnt der Roman auch so. Stephen war mir recht schnell sympathisch und sein Zustand wurde anschaulich beschrieben. Eine zarte Liebesgeschichte bahnte sich an. Doch dann verschiebt sich der Fokus und Fantasyelemente beherrschen plötzlich den Roman. Das hat dafür gesorgt, dass ich mit den Figuren nicht vertrauter wurde und diese mich nicht mehr berührt haben.

Der Schreibstil ist flüssig, aber irgendwie konnte mich der Roman trotzdem nicht abholen. Es war einfach etwas anderes, als ich erwartet hatte und das Präsentierte hat mich nicht so angesprochen, wie ich es erhofft hatte. Die Titelwahl ist zwar nicht besonders wichtig, aber nachvollziehen kann ich sie nicht. Die Bedeutung erschließt sich mir nicht. Der englische Titel "Invisibility" ist zwar auch nicht gerade spektakulär, passt aber wesentlich besser.

Fazit: Ein Jugendbuch, bei dem es weniger auf die Lovestory, als auf den Urban-Fantasyanteil ankommt. Eigentlich gar nicht uninteressant und nicht schlecht, aber es hat mich trotzdem nicht gepackt und nicht richtig begeistern können. 3,5 Sterne vergebe ich daher.

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: cbt (26. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570163555
  • ISBN-13: 978-3570163559
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Invisibility
  • Verlag:
    http://www.randomhouse.de/cbt/



    Liebe Grüße,
    Claudia

Mittwoch, 19. Juli 2017

[Rezension] Thiemeyer, Thomas - Evolution (3/3) Die Quelle des Lebens

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Stadt der Überlebenden" und "Der Turm der Gefangenen" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


Nach all den gefährlichen Situationen haben die Jugendlichen es tatsächlich geschafft: sie haben die Oase der Zeitspringer erreicht. Unter einer riesigen Glaskuppel leben die Menschen in Sicherheit vor Übergriffen der Tiere oder vor Wetterkatastrophen. Der anfänglichen Freude weicht jedoch schnell Ernüchterung. Das Leben in dieser Welt unterscheidet sich sehr von dem Leben, welches Jem und Co. in Deutschland zurückgelassen haben und auch die Anführerin Gaia umgibt etwas Merkwürdiges. Während die Teenager versuchen, sich dort zurecht zu finden, scheint alles auf eine finale Schlacht zwischen der Menschheit und den Tieren hinauszulaufen, die die Zukunft der Erde beenden könnte.

Thomas Thiemeyer hat den Stil der ersten beiden Bände fortgesetzt und somit erneut einen actionreichen Jugendbuchroman geschrieben. Der Abschluss der Evolution-Trilogie beinhaltet viele neue Informationen über die Dystopiewelt, die Thiemeyer für seine Figuren erschaffen hat. Ein paar wichtige Charaktere sind noch hinzugekommen, zu denen ich jedoch keine große Bindung mehr aufbauen konnte und manchmal fiel es mir beim Hören schwer den zahlreichen Perspektivwechseln zu folgen. Trotzdem habe ich die Geschichte sehr genossen, denn langweilig wird es nicht, und ich fand es toll, dass der Roman zum Nachdenken darüber anregt, wie wir Menschen mit der Erde, ihren Ressourcen und den Tieren umgehen.

Gelesen wird der Roman von Mark Bremer, der auch die ersten beiden Bände gesprochen hat. Wie immer hat er eine großartige Leistung vollbracht. Er weist eine tolle Stimmenvielfalt auf, so dass man trotz der zahlreichen Charaktere die einzelnen Stimmen zuordnen kann. Außerdem gibt es wieder ein paar akustische Highlights, die toll umgesetzt wurden.

Fazit: „Die Quelle des Lebens“ ist ein würdiger Abschluss der Evolution-Trilogie, die mich durchgängig unterhalten hat. Da ich die beiden Vorgänger jedoch noch einen Tick besser fand, vergebe ich 4,5 Sterne und empfehle die drei Bände gerne jedem weiter, der Spaß an Dystopien mit jugendlichen Protagonisten hat.


  • MP3: 1 CD - ca. 603 Minuten
  • Verlag: Rubikon Audioverlag; Auflage: 1 (12. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945986478
  • ISBN-13: 978-3945986479
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlag:
    http://www.rubikon-audioverlag.de/


Die Hörbuch-Trilogie in der Übersicht:




Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 18. Juli 2017

[Die Story hinter dem Buch] Antje Babendererde - Wacholdersommer


heute:
 

Antje Babendererde - Wacholdersommer

 



Zunächst meinen herzlichen Dank an Claudia, dass ich auf ihrem schönen Blog etwas über die Entstehung von „Wacholdersommer“ erzählen darf.

Mein Jugendroman „Wacholdersommer“ erschien bereits 2007 unter dem Titel „Zweiherz“ und war ursprünglich mein erster richtiger Jugendroman. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen und habe schon als Jugendliche angefangen zu schreiben. Seit ich denken kann, faszinieren mich die amerikanischen Ureinwohner, und ich habe sämtliche Bücher gelesen, die es damals in der DDR gab. Als ich mein Abi gemacht habe, hörte das Schreiben erst einmal auf und auch die Indianer traten in den Hintergrund. Aber nach der Wende kam die Lust, mir Geschichten auszudenken, mit aller Macht zurück. Und wieder waren es Geschichten, die im Indianerland spielten. 

1994 flog ich dann das erste Mal nach Amerika – für neun lange Wochen. Ich reiste mit einem Freund quer durch das Land – von Florida bis nach Arizona, dann hoch bis Montana, rüber nach Kanada in Richtung Ostküste und von dort zurück nach New York. Und ich habe überall in den Reservaten die Indianer besucht, wollte mir einen Eindruck machen von den Helden meiner Kindheit.

In Arizona waren wir natürlich im großen Navajo-Reservat und lernten durch Zufall eine Familie kennen – den alten Vater und seine zwei Kinder, Jonathan und Suzie Roanhorse. Wir durften auf ihrem Land in der Nähe des Finger-Rock unser Zelt aufbauen, und ich erfuhr in einer langen Nacht viele Geschichten, unter anderem auch die von den gestohlenen Anasazi-Felsbildern und den im Internat missbrauchten Indianerkindern. Am tiefsten erschüttert hat mich die Geschichte von Jonathan und Suzies Bruder, der nach seiner Armeezeit in Deutschland ins Navajo-Reservat zurückkehrte und sich auf Roanhorse-Land erschoss, weil er das Leben im Reservat nicht mehr ertrug.

Spider Rock im Canyon de Chelly
© Antje Babendererde

Schon auf der Weiterfahrt quer durch Amerika entstand die Geschichte von Zweiherz in meinem Kopf. Zweiherz, der Kojote, ist in der Navajo-Mythologie eine Schlüsselfigur, ein Trickster. Einer, der Möglichkeiten und Grenzen austesten will. Der oft Böses im Sinn hat und dabei ungewollt Gutes schafft. Eine zwiespältige, schattenhafte Gestalt – wie sein Name so schön sagt. 

Nach meiner Rückkehr begann ich zu schreiben. In der Geschichte geht es um die Halbblut-Indianerin Kaye und den jungen Navajo Will, die im Navajo-Reservat leben und schon seit Kinderzeiten befreundet sind. Als Will in eine Internatsschule kommt, verändert er sich immer mehr, wird verschlossen und aggressiv. Doch so sehr Kaye sich in den Schulferien auch um ihn bemüht, sie bekommt nicht aus ihm heraus, was los ist. Bis sie schließlich die Nachricht erhält, dass Will den Direktor der Schule getötet hat und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde - obwohl er erst vierzehn ist.

Kaye schreibt Will – sie schreibt ihm 99 Briefe und bekommt nie eine Antwort. Nach fünf Jahren wird Will vorzeitig entlassen und kehrt ins Reservat und ins Haus seines alten Großvaters zurück, bei dem er aufwuchs.

Kaye hat all die Jahre auf ihn gewartet – trotz der unbeantworteten Briefe.
„Du hast versprochen, mich zu heiraten“, sagt sie zu ihm, weil sie sich nun richtig in ihn verliebt und er sich unnahbar gibt.

„Da war ich zwölf“, antwortet Will. „Und du hast das Versprechen all die Jahre für bindend gehalten?“
Ja – das hat Kaye. Und sie kämpft um ihre Liebe. Doch Will meidet Kaye und ist in sich gekehrt. „Manchmal geschehen eben Dinge, die ein Versprechen ungültig machen“, sagt er. Kaye versucht, hinter diese Dinge zu kommen, ohne an Will zu zweifeln.

Als ein Verbrechen geschieht, in das Will verwickelt ist, weiß sie nicht mehr, was sie glauben soll.

Gemälde von Jay Sage Kerley
© Antje Babendererde

Während der Arbeit an diesem Roman bekam ich verschiedene Adressen von indianischen Strafgefangenen in die Hände, und mit einigen von ihnen hatte ich viele Jahre Briefkontakt. Den in einem Gefängnis in Arizona einsitzenden Navajo Jay Sage Kerley bat ich, mir bei den Fakten und Details, die seine Kultur betrafen, zu helfen. Er war mit großer Begeisterung dabei. Beschäftigt und gefordert zu sein, verkürzte ihm die Zeit in seiner Zelle und es tat ihm gut, jemandem über seine Haft zu berichten, der nicht voreingenommen war. 

Jay half mir nicht nur in Sachen Navajo-Mythologie, er eröffnete mir die Welt seines Volkes und fand trotz seiner beschränkten Möglichkeiten sogar knifflige Dinge für mich heraus. Ich habe ihm den gesamten Roman ins Englische übersetzt, nur damit auch ja alles stimmt.

Im Sommer 1997 habe ich Jay in seinem Wüsten-Gefängnis in Arizona besucht, was eine sehr eindrückliche Erfahrung war. Nach seiner Entlassung verlor sich leider unser Kontakt, aber vor ein paar Jahren stieß er auf meine Webseite und meldete sich per Mail wieder bei mir. 

Jay hat im Gefängnis viel gemalt und noch immer hängt in meinem Arbeitszimmer ein großes Bild von ihm, das er für mich gemacht hat. Und eines vom Fingerfelsen, an dem Kojote vorbeistreicht – ganz wie in meinem Roman „Wacholdersommer“.

Kojote schleicht um den Finger Rock
© Antje Babendererde

Jay hat einen kleinen Vers geschrieben, der Kojotes Treiben in meinem Roman wunderbar beschreibt:

Listen to the long wind blow
Moaning „Don’t you know?“
The dark mystical night
Like shadow from light
Covers the Two-Hearted one
Hovers til calamity is done.
© Jay Sage Kerley

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude mit Kaye und Will und dem listigen Kojoten.

Herzlich, Antje Babendererde


  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: cbt (10. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570311538
  • ISBN-13: 978-3570311530
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren




Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 17. Juli 2017

[Gewinnspiel] 3x Die Herzensammlerin von Brigitte Kanitz



Hallo zusammen,

könntet ihr ein Buch gebrauchen, bei dem es um die Besitzerin des Hotels "Happy Scheidung" geht, die eigentlich eine Expertin in Sachen Romantik ist, so dass viele Paare nach einem Hotel-Wochenende wieder versöhnt sind? Dann schaut euch doch diese Neuerscheinung einmal genauer an:


Zu gewinnen gibt es:

3x Die Herzensammlerin von Brigitte Kanitz

für den Klappentext klickt bitte auf das Cover,
dann gelangt ihr zu Amazon
Zwei Exemplare verlose ich hier in diesem Beitrag.
Ein Exemplar verlose ich auf meiner Facebook-Seite.

Ihr könnt euch also zwei Chancen sichern!



Um am Blog-Gewinnspiel teilzunehmen,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.





1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 29.07.2017 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 16. Juli 2017

[In my Mailbox] KW # 28/2017



Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Hasse, Stefanie - Schicksalsbringer (0) Fortunas Vermächtnis
Hasse, Stefanie - Schicksalsbringer (1/2) Ich bin deine Bestimmung
 Babendererde, Antje - Wacholdersommer
Völler, Eva - Time School (1/3) Auf ewig dein

Carlan, Audrey - Calendar Girl (2/4) Berührt: April/Mai/Juni




Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 15. Juli 2017

[Rezension] Hasse, Stefanie - Schicksalsbringer (0) Fortunas Vermächtnis

Simone lebt mit ihrer Mutter Elodie zusammen. Ihre Mutter ist eine Künstlerin, die die kleine Familie mehr schlecht als recht mit dem Verkauf ihrer Bilder über die Runden bringen kann. Alles ändert sich jedoch, als ein Fremder in ihrem Leben auftaucht und ein merkwürdiges Symbol auf Elodies Handinnenfläche erscheint. Seitdem läuft das Geschäft und Simone und Elodie erleben wahre Glückszustände. Doch Simone traut diesem Fremden nicht und ist von ihrer Mutter mittlerweile sehr irritiert, weil diese plötzlich nur noch vom "Schicksal" spricht.


Am 24.07.2017 erscheint mit "Ich bin deine Bestimmung" der erste Roman der Schicksalsbringer-Dilogie von Stefanie Hasse. Bei "Fortunas Vermächtnis" handelt es sich um ein eShort-Prequel zu  der Romantasy-Reihe der deutschen Autorin, über die Macht des Schicksals und der Liebe. 

Mittlerweile gibt es diese eShorts ab und an zu Neuerscheinungen. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich bisher noch nie eins davon gelesen, weil ich eigentlich finde, dass alles Wichtige im Roman selbst stehen sollte. Hier habe ich trotzdem eine Ausnahme gemacht und bin schon einmal in die Welt der Schicksalsbringer eingetaucht.

Hasse hat mich mit diesem eBook auf ihre Dilogie neugierig gemacht. Der Schreibstil ist flüssig gehalten und schnell ist man gefesselt und will wissen, was hinter der Sache steckt. Leider wirft das eShort lediglich Fragen auf und beantwortet keine. Das fand ich etwas unbefriedigend. Wenn ich mir die Kurzbeschreibung des ersten Romans durchlese, stoße ich auch weder auf Simone, noch auf Elodie oder den Fremden Daher bin ich gespannt, ob in dem Roman tatsächlich Bezug auf diese Kurzgeschichte genommen wird oder nicht.

Fazit: Für mich waren es die ersten Seiten, die ich von der Autorin jemals gelesen habe. Sie haben mich neugierig gemacht und ich habe auf die Auflösung gefiebert, aber die Kurzgeschichte ist offen gehalten und hat mir die Fragen leider nicht beantwortet. Vielleicht erfolgt das dann in der Dilogie, die ich auf jeden Fall auch lesen werde.

  • Format: eBook
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 55 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (10. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B072K3C2L6



Liebe Grüße,
Claudia