Montag, 21. März 2011

Ruebenstrunk, Gerd - Arthur und die Vergessenen Bücher (Band 1)

Arthur ist 14 Jahre alt und liest gerne. Mit 5 Jahren hat er die Bekanntschaft des Bücherwurms gemacht und etliche Jahre später hilft er ihm in seinem Buchladen aus und lernt dadurch auch Larissa, die Enkelin des Bücherwurms kennen. Eines Tages wird dem Buchhändler ein altes, wertvolles Buch gestohlen und da hört Arthur zum ersten Mal etwas über die 13 Vergessenen Bücher, die seit Jahrhunderten gesucht werden und dem Besitzer die Macht verleihen würden die Welt zu beherrschen. Das gestohlene Buch ist eins dieser 13 Bücher und trägt den Titel "Das Buch der Antworten". Es gibt eine Spur, die nach Amsterdam führt. Daher machen sich Arthur und Larissa sofort auf die Suche und fahren in die holländische Hauptstadt ohne sich bewusst zu sein, was es mit den Büchern wirklich auf sich hat und welche Gefahren dabei auf sie lauern. Mit dem Fortschreiten ihres Abenteuers erfahren sie immer mehr über diese magischen Bücher und treffen Verbündete und Feinde, aber wer gehört welcher Seite an ...?

Es war ein ganz schön undankbarer Job, die Welt (oder zumindest die Vergessenen Bücher) vor dem Zugriff der Böse zu retten. (Seite 151)
Kennt ihr folgende Situation?
Ihr habt ein Buch und freut auch total auf dieses. Um euch herum haben das Buch schon etliche gelesen und den meisten hat es super gut gefallen. Eure Erwartungen werden damit immer größer aber gleichzeitig auch die Angst, dass euch das Buch nicht gefällt. Ihr traut euch schon fast gar nicht mehr das Buch zu lesen, denn so lange es noch ungelesen im Regal liegt, könnt ihr euch immerhin noch einreden, dass es euch gefallen wird. Lest ihr es dann aber wirklich, müsst ihr damit rechnen, dass das Buch euch evtl. enttäuscht zurück lässt.

Genauso ging es mir mit dem ersten Band der Arthur-Trilogie von Gerd Ruebenstrunk. Die Vorfreude war riesig, genauso aber auch die Befürchtung, dass es mir evtl. nicht gefallen würde, dass ich evtl. nicht in die Geschichte finden könnte. Da ich den Roman mittlerweile gelesen habe kann ich sagen, dass die Befürchtung total unbegründet war. Ruebenstrunk schreibt so klasse, dass man bereits nach den ersten paar Seiten von der Geschichte gefesselt wird. Der Schreibstil ist sehr flüssig und natürlich kindgerecht, schließlich ist das Buch bereits ab 10 Jahren empfohlen, aber dabei nicht zu einfach gehalten, als dass sich ein Erwachsener daran stören würde.

Des Weiteren liebe ich Bücher, in denen es wieder um Bücher geht und finde die Idee, dass diese 13 Bücher etwas Besonderes an sich haben und Macht verleihen richtig gut. Zufälligerweise war ich selbst erst vor 2 Wochen in Amsterdam und bin somit selbst durch etliche Straßen gelaufen, die auf Arthurs Weg aufgezählt werden. Das fand ich sehr amüsant und kann daher auch bestätigen, dass der Autor gut recherchiert hat und es diese Orte und Straßenzüge wirklich gibt.

Das Buch bietet tolle Charaktere, die zum Teil etwas geheimnisvoll bleiben oder eine große Entwicklung durchmachen, wie z.B. Arthur selbst. Zu erst ist sein Verhalten zu Larissa etwas angespannt und er kann sie nicht gut leiden. Je mehr Zeit die beiden aber zusammen verbringen, desto bewusster wird ihm, dass er sie doch ganz gern hat. Hat er am Anfang des Buches ständig Angst und versucht nur über seinen Schatten zu springen, um sich vor Larissa oder anderen Personen nicht zu blamieren, so wird er im Verlauf der Geschichte immer mutiger und wächst mit seinen Aufgaben. Trotzdem wird er nicht leichtsinnig, sondern versucht die Gefahren immer einzuschätzen.

Das Buch ist extrem temporeich, spannend und geheimnisvoll, aber auch schön und detailliert beschrieben, sowie gefühlvoll. Eine wirklich tolle Mischung, die es fast unmöglich macht, das Buch zwischendurch wegzulegen.

Dem Verlag muss ich erneut ein Kompliment für die großartige Ausstattung des Buches machen. Es ist als wunderschöne Hardcover-Version mit Lesebändchen erschienen. Der Roman erhält einige Illustrationen, die fantastisch gezeichnet wurden und ihre Einfachheit macht sie perfekt für diese Geschichte. Schöne Bleistiftzeichnungen, entsprechend in schwarz-weiß, nichts Kitschiges oder Übertriebenes. Das gefällt mir richtig gut. Eine entsprechende Illustration findet sich auch auf dem Cover selbst wieder, welches in grün gehalten ist mit dem Titelaufdruck in goldener Farbe. Ein weiteres Detail, welches ich an diesem Buch liebe sind die Ecken. Es sieht so aus, als wenn dort metallene Ecken vorhanden sind, wie es früher öfter bei alten, geheimnisvollen Büchern der Fall war. Die Ecken haben sogar eine besondere Prägung, so dass man sie erfühlen kann. Die Rückseite besitzt ebenfalls solche Ecken, allerdings sind sie dort nicht erfühlbar, was ich etwas schade finde, aber das ist nun wirklich "Meckern auf höchsten Niveau". Das Buch ist ein Augenschmaus, so dass ich es beim Lesen des Öfteren zugeschlagen habe und einfach immer wieder das Cover angeschaut und drüber gestrichen habe. Außerdem bin ich dem Verlag sehr dankbar, dass die beiden Nachfolgebände, die bereits erschienen sind, dieses tolle Design übernommen haben. Schaut selbst:




Da ich Buchtrailer liebe, habe ich für euch natürlich auch das
entsprechende Video rausgesucht, welches ich total schön finde.





Außerdem habe ich noch ein Video-Interview mit
Gerd Ruebenstrunk zum 1. Band gefunden:


Fazit: Wer das Buch nicht liest, ist wirklich selbst schuld. Es ist fantastisch, faszinierend und fesselnd und ich bin sehr auf die weiteren Teile der Trilogie gespannt.

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783760736280
  • ISBN-13: 978-3760736280
  • ASIN: 3760736289
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 11 Jahre
  • Verlag:



1 Kommentar:

  1. Mich hat der 1. Arthur-Band auch begeistert und der 2. wird bald gelesen...

    Lg, Sabine

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