Dienstag, 19. April 2011

[Rezension] Pepper, Kate - Es ist niemals vorbei

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Der Domino-Killer" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Nachdem der Domino-Killer Karins Mann und ihre kleine Tochter getötet hat, versucht sie nun sich ein neues Leben mit ihrem ehemaligen Kollegen Mac aufzubauen. Ihr gemeinsamer Sohn Ben soll das Glück perfekt machen. Doch dann werden Macs Eltern brutal ermordet, woraufhin er selbst in Depressionen verfällt und plötzlich verschwunden ist. Anhand einiger Indizien geht die Polizei von einem Selbstmord aus und auch etliche andere Familienmitglieder akzeptieren diese Erklärung. Aber Karin will das nicht hinnehmen. Es wurde keine Leiche gefunden und sie ist überzeugt, dass ihr Mann noch lebt.

Nachdem Kate Pepper in den letzten Jahren etliche Thriller geschrieben hat, die alle von einander unabhängig waren [5 Tage im Sommer (2005), 7 Minuten zu spät (2006), 48 Stunden (2007), 3 Wochen bis zur Wahrheit (2007)] ist Es ist niemals vorbei (2011) der Nachfolger des Romans Der Domino-Killer (2010) um die Protagonistin Karin Schaeffer.

Der Roman beginnt mit einer Rückblende in der der Leser erfährt, was Karin im ersten Band zugestoßen ist. Es ist daher auch nicht zwingend erforderlich diesen vorher gelesen zu haben. Ich persönlich mag es aber sehr, Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man dadurch die gesamte Charakterentwicklung erfährt.

"Wenn ich geschlafen hatte, konnte ich mich nicht mehr daran erinnern; wenn ich gegessen hatte, wusste ich nicht, was. Nur ein Gedanke war in meinem Gehirn, und der lautete, dass es ohne Leiche keinen endgültigen Beweis für einen Tod gab." (Seite 77)
Dieses Buch war der dritte Roman von Kate Pepper, den ich gelesen habe. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne, da er flüssig ist und man ihre Bücher gut lesen kann. Sie ermöglicht dem Leser mit den Charakteren mitzufühlen, da sie deren Gefühle gut ausdrücken kann. Allerdings finde ich, dass sie einfach keine Thriller-Schreiberin ist. In ihren Büchern geht es zwar auch immer um Mord, Entführungen usw., aber es kommt einfach keine Spannung auf. Es ist niemals vorbei bietet viele Wendungen und unerwartete Ereignisse, die den Leser wirklich überraschen, aber trotzdem handelt es sich nicht um einen Page-Turner. 

Ich habe scheinbar ein "gestörtes Verhältnis" zu den Kate Pepper Romanen. Lese ich die Klappentexte, will ich die Bücher am liebsten sofort verschlingen, denn diese versprechen jedes Mal einen großartigen Thriller. Lese ich die Bücher dann tatsächlich, bin ich immer wieder enttäuscht. Mir fehlt jegliche Spannung in ihren Romanen, die sich zwar gut lesen lassen, aber einfach nicht das fesselnde Gefühl eines tollen Thrillers bei mir hervorrufen. Statt dessen konzentriert sich Kate Pepper darauf viele überraschende Wendungen in ihre  Geschichten einzubauen, die zum Teil schon übertrieben und etwas an den Haaren herbei gezogen wirken. Das finde ich sehr schade, denn die Kurzbeschreibungen bieten enorm viel Thrillerpotential.


Fazit: Das Buch lässt sich gut lesen, aber es ist für mich einfach kein Thriller, da keine Spannung aufkommt. Für mich ist es ein typischer Kate Pepper Roman, wer also von ihren vorherigen Büchern begeistert war, dem wird auch Es ist niemals vorbei gefallen.
  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: rororo (1. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783499255304

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