Dienstag, 28. Juni 2011

[Rezension] Ruebenstrunk, Gerd - Arthur und die Stadt ohne Namen (Band 3)

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Arthur und die Vergessenen Bücher" und "Arthur und der Botschafter der Schatten" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Im dritten Band spielen die Vergessenen Bücher, welche seit Jahrhunderten gesucht werden und dem Besitzer die Macht verleihen würden, die Welt zu beherrschen, erneut eine entscheidende Rolle. Hinzu kommt noch Larissas verzweifelte Suche nach ihren Eltern, die seit mehreren Jahren vermisst werden. Diese beiden spannenden Abenteuer führen Arthur und Larissa, beide mittlerweile 16 Jahre alt, erneut ins Ausland. Ihre Ziele sind Edinburgh in Schottland und der Jemen mit der Rub Al-Khali Wüste, wo die beiden den gefährlichen Schatten gegenüber treten müssen.


Vor kurzem habe ich die ersten beiden Bände der Arthur-Trilogie gelesen ("Arthur und die Vergessenen Bücher" und "Arthur und der Botschafter der Schatten") und war total begeistert. Zum Glück konnte der finale Band nahtlos anknüpfen und hat mich genauso in den Bann gezogen, wie seine Vorgänger. "Arthur und die Stadt ohne Namen" kann problemlos als großartiger Abschluss dieser fantastischen Trilogie bezeichnet werden. Im letzten Band nimmt Gerd Ruebenstrunk alle noch offenen Handlungsstränge wieder auf, verknüpft sie hervorragend und beantwortet dem Leser alle bisher ungeklärten Fragen. Mit jeder Fortsetzung der Geschichte steigen auch das Tempo und die Spannung. So verschlägt es Arthur und Larissa dieses Mal in den Jemen, in dem Unruhen herrschen und die sonst so wichtigen Helfer, die sie in anderen Ländern kennen gelernt haben, scheinen in Edinburgh nicht so hilfreich und vertrauenswürdig zu sein wie sonst. Die beiden Jugendlichen sehen sich im dritten Band mit viel größeren Gefahren konfrontiert, die nicht selten in lebensgefährlichen Situationen enden, und müssen auf sich selbst und ihr Können vertrauen.

"Allerdings sollte man sein Glück nicht zu sehr strapazieren. Auch eine Katze hatte nur sieben Leben, und ich bezweifelte, dass es bei Bewahrern mehr waren." (Seite 380)

Der Schreibstil von Gerd Ruebenstrunk ist erneut fesselnd, die Geschichte temporeich, spannend und geheimnisvoll. Auch im dritten Band merkt der Leser, mit wie viel Liebe der Roman geschrieben wurde und verschlingt die detaillierten Beschreibungen und Gefühle. Des Weiteren ist offensichtlich, dass Ruebenstrunk selbst fast alle Schauplätze besucht und zusätzlich gut recherchiert hat. Er schafft es hervorragend historische Geschichten und interessante Fakten zu den jeweiligen Orten auf interessante Art und Weise zu verknüpfen und somit dem Leser noch näher zu bringen.

Zum Showdon tauchen viele bereits bekannte Charaktere auf, aber auch etliche neue wurden vom Autor liebevoll ausgearbeitet und bereichern den Roman enorm. Ruebenstrunk schafft es hervorragend die Suche nach den verlorenen Büchern, deren Vergangenheit und die Suche nach Larissas Eltern geschickt zu verweben. Das Buch enthält keine Längen oder langweilige Passagen sondern unterhält den Leser unentwegt und das Ende ist mehr als zufrieden stellend. Die Fantasie des Autors sowie deren Umsetzung haben mich durch alle drei Bände hindurch einhundertprozentig überzeugen können und das Buch ist sowohl für 10 jährige Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Es vermag einfach jeden in seinen Bann zu ziehen, der sich für eine tolle, actionreiche, unblutige Geschichte begeistern kann.

Dem Verlag muss ich erneut ein Kompliment für die großartige Ausstattung des Buches machen. Es ist als wunderschöne Hardcover-Version mit Lesebändchen erschienen. Der Roman erhält einige Illustrationen, die fantastisch gezeichnet wurden und ihre Einfachheit macht sie perfekt für diese Geschichte. Schöne Bleistiftzeichnungen, entsprechend in schwarz-weiß, nichts Kitschiges oder Übertriebenes. Das gefällt mir richtig gut. Eine entsprechende Illustration findet sich auch auf dem Cover selbst wieder, welches in rot gehalten ist mit dem Titelaufdruck in goldener Farbe. Ein weiteres Detail, welches ich an diesem Buch liebe sind die Ecken. Es sieht so aus, als wenn dort metallene Ecken vorhanden sind, wie es früher öfter bei alten, geheimnisvollen Büchern der Fall war. Die Ecken haben sogar eine besondere Prägung, so dass man sie erfühlen kann. Die Rückseite besitzt ebenfalls solche Ecken, allerdings sind sie dort nicht erfühlbar, was ich etwas schade finde, aber das ist nun wirklich "Meckern auf höchsten Niveau". Das Buch ist ein Augenschmaus, so dass ich es beim Lesen des Öfteren zugeschlagen habe und einfach immer wieder das Cover angeschaut und drüber gestrichen habe. Außerdem bin ich dem Verlag sehr dankbar, dass die Covergestaltungen bei allen drei Büchern gleich geblieben ist und somit ein Highlight im Bücherregal darstellt. Seht selbst:




Fazit: Der dritte Teil ist ein würdiger Abschluss der grandiosen Arthur-Trilogie, die ich absolut empfehlen kann.
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3760764535
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
  • Verlag:


Kommentare:

  1. Diese Trilogie will ich umbedingt haben. Leider konnte ich deine Rezension nicht lesen, da ich die ersten beide Teile nicht gelesen habe. Lg Diti

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  2. Du kannst dann ja aber die Rezension zum ersten Teil lesen, da habe ich nichts verraten :) Es lohnt sich auf jeden Fall!
    LG Claudia

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