Samstag, 24. September 2011

[Rezension] Annechino, Daniel - Leise stirbst du nie

Sami Rizzo ist Ermittlerin in San Diego, Kalifornien, und hat es zurzeit mit einem brisanten Fall zu tun. Ein Serienkiller entführt Mütter mit ihren Kindern. Während die Kinder einige Tage später wohlbehalten zu ihren Vätern zurückkehren, werden die Leichen der Mütter an öffentlichen Plätzen aufgefunden. Ihre Verletzungen deuten darauf hin, dass alle von ihrem Mörder gekreuzigt wurden. Bisher gibt es keinerlei Anhaltspunkte, wer der Täter sein könnte. Es ist nur gewiss, dass der Serienkiller von alleine nicht aufhalten wird zu morden.


Der Klappentext auf dem Buch verrät dem Leser kaum etwas, da dieser aus gerade einmal 30 Wörtern besteht. Trotzdem hat er mich neugierig gemacht und der blutige Handabdruck auf dem Cover tat sein übriges. Als ich das Buch dann in den Händen hielt, habe ich auf der ersten Seite eine Inhaltsangabe entdeckt und sie sofort gelesen, da ich wissen wollte, in welche Richtung das Buch geht. Leider hat diese Kurzbeschreibung bereits alles verraten und nach den ersten Seiten im Roman war klar, dass es sich bei einem Verdächtigen tatsächlich schon um den Mörder handelte.

"Er zog aufs Land, wo sein nächster Nachbar mehr als einen Kilometer entfernt lebte, weit genug, um die hilflosen Schreie seiner Auserwählten zu hören. Sie sterben niemals leise." (Seite 16)
Die Story und der Schreibstil sind ganz in Ordnung, auch wenn nicht alles schlüssig ist und die Charaktere etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Einige Szenen aus der Sicht des Täters, z.B. wie er mit seinen Opfern "spielte", waren absolutes Thrillermaterial und sorgten für eine erhöhte Herzfrequenz beim Lesen. Ansonsten fehlte mir jegliche Spannung. Der Täter ist von Anfang an bekannt. Der Leser kennt seinen Namen, seinen Beruf und durch die Inhaltsangabe am Anfang weiß man bereits, wie Ermittlerin Rizzo und der Täter auf einander stoßen. Es geht also nur noch darum, wie viele Personen der Killer noch töten wird, ob der Täter für die Ermittlerin gefährlich wird (was ebenfalls sehr vorhersehbar war) und das Tatmotiv. Das reicht für mich aber nicht aus, um ein spannendes Buch zu erhalten.

Der Autor bedient sich etlicher Klischees in seiner Geschichte. Die Ermittlerin muss sich in der Männerwelt der Polizei durchsetzen, ein weiterer Ermittler hat ein Alkoholproblem, der Täter hatte eine schwierige Kindheit, Religion spielt eine Rolle, usw. Es gab keinerlei Überraschungen in diesem Roman, alles war vorhersehbar und so war es natürlich auch klar, dass die Ermittlerin selbst allein erziehend mit einem Kind ist und somit hervorragend in das Beuteschema des Serienkillers passte.

Das beste an dem Roman ist die Ausstattung. Der Titel ist geprägt, so dass dieser ertastbar ist und obwohl das Buch als Taschenbuchausgabe erschienen ist, besitzt es ein Lesebändchen, was mich total gefreut hat. Ansonsten hat mich das Buch leider ziemlich enttäuscht, da ich von Anfang an darauf hoffte, dass noch etwas unerwartetes kommen würde, etwas, dass eine Spannung entstehen lassen würde, aber die Hoffnung war leider unbegründet. Thriller bei denen von Anfang an bereits alles bekannt ist und es lediglich um die Ermittlungsarbeiten geht, deren Ausgang ebenfalls vorhersehbar ist, sind leider nichts für mich, da sie mich langweilen, was dieses Buch mal wieder bestätigt hat.


Fazit:  Ein Thriller bei dem von Anfang an alles bekannt ist und der daher keine Spannung aufkommen lässt.
 
  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1.Auflage (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548282628
  • ISBN-13: 978-3548282626
  • Verlagsgruppe:
 


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