Freitag, 2. September 2011

[Rezension] Mezrich, Ben - Die Gründung von Facebook: The social network

"Die Gründung von Facebook: The social network" gibt die Geschichte des Mark Zuckerbergs wieder, der mit seinem besten Freund Eduardo Saverin in Havard studierte, eher als Nerd galt, somit kaum Chancen bei Mädels hatte, und auf einmal mit der Facebook-Idee reich und berühmt wurde. "So erfolgreich Facebook heute Menschen miteinander verbindet, so endgültig hat es die beiden Freunde auseinander gerissen" (Klappentext), denn der Erfolg, das Geld und ihre Anwälte haben ihre Freundschaft zerstört.


Generell bin ich an Sachbüchern über den Aufstieg eines Prominenten und dessen Lebensgeschichte nicht interessiert, auch Biografien reizen mich überhaupt nicht. "Die Gründung von Facebook" hingegen hat mich sehr wohl interessiert, da ich selbst in diesem Netzwerk angemeldet bin, es aktiv nutze und ich gerne die Hintergründe zu dieser Plattform erfahren wollte. Da kam mir dieses Buch, welches als Vorlage zu dem Film "The social network" diente, gerade recht.

"Ein Geschäft war es allerdings noch nicht - nur eine sehr erfolgreiche Spielerei." (Seite 122)
Das Buch ist in kurze chronologisch sortierte Kapitel eingeteilt, die im Oktober 2003 beginnen und im Mai 2008 enden. Ben Mezrich schildert die Erfolgsgeschichte von Mark Zuckerberg, indem er sie durch Interviews und etliche andere Quellen und Dokumente rekonstruiert hat. Er gibt dabei selbst zu, dass es manches Mal gegensätzliche Aussagen gab und er dann erwägt hat, welche Version am besten mit der Aktenlage übereinstimmen würde. Des Weiteren gibt er auch zu, dass er nie mit Zuckerberg selbst geredet hat. Ich kann selbstverständlich nicht beurteilen, wie fundiert seine Recherchen sind, aber vieles ist durch Quellen hinterlegt und erscheint zumindest realistisch und gut fundiert.

Das Sachbuch ist flüssig geschrieben und geht auf alle Stationen auf dem Weg zur Internetplattform Facebook ein. Dabei wird auch das Leben an der Harvard Universität mit seinen Studentenverbindungen nicht ausgespart. Das Werk bietet eine sehr interessante und informative Unterhaltung und wirft am Ende unter anderem die Frage auf, ob Geld glücklich macht, wenn dafür Freundschaften vernichtet werden.

Die Geschichte des Selfmade-Milliardärs wurde bereits verfilmt, für acht Oscars nominiert und hat drei davon erhalten. Ich habe mir den Film anschließend angeschaut und war, überraschend für eine Romanverfilmung, nicht enttäuscht.


Fazit: Wer sich für die Hintergründe von Facebook interessiert, ist mit diesem Buch definitiv gut beraten: Interessant, flüssig geschrieben und erscheint gut recherchiert.

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Riva (25. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868831541
  • ISBN-13: 978-3868831542


Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz ♥-lich beim riva Verlag

Kommentare:

  1. Klingt ziemlich interessant. Hab mir schon ein paar Dokus dazu angesehen und werde auch bald den Film sehen. LG, Diti

    Übrigens, ich hab nun "Scheiterhaufen" gelesen und rezensiert. Wenn du mal schauen magst. http://ditis-buchwelt.blogspot.com/2011/09/rezension-scheiterhaufen-derek-nikitas.html

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  2. Hi Claudia,

    ich hab hier etwas für dich ;)

    http://sky-buchrezensionen.blogspot.com/2011/09/mein-neunter-award.html

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