Mittwoch, 5. Oktober 2011

[Rezension] Schreiber-Wicke, Edith - Tote Puppen

Maries Mutter erlebt einen Alptraum - ihre 10 Jahre alte Tochter ist plötzlich nach der Schule verschwunden und niemand hat sie mehr nach Schulschluss gesehen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und findet genügend Verdächtige: Ein Lehrer, der keine saubere Vergangenheit zu haben scheint, ein Genie ohne Sozialkompetenz oder sogar der eigene Vater, der von der Mutter getrennt lebt. Ein Mord an zwei Prostituierten und der Fund zweier toter Puppen, die vergraben wurden, beunruhigen die Ermittler zusätzlich. Der Privatdetektiv Paul und seine Tochter Paula versuchen den Fall auf ihre Art und Weise zu lösen.

Nach dem Roman "Ein Blick zu viel" gibt es mit "Tote Puppen" ein Wiedersehen mit Paul Rokitansky und seiner Teenager-Tochter Paula. Den ersten Roman habe ich nicht gelesen. Trotzdem kam ich gut in die Geschichte hinein und habe mir nur ganz selten gewünscht ein paar weitere Inhalte aus dem ersten Band zu kennen. Trotzdem kann ich sagen, dass sich das Buch gut lesen und verstehen lässt, auch wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat.

Paul und Paula arbeiten gerade noch an ihrer eigenen Vater-Tochter-Beziehung, da Paul bis vor kurzem gar nicht wusste, dass er Vater ist. Mittlerweile lebt Paula bei ihm und die beiden müssen sich noch etwas einspielen, besonders was Paulas potentielle Boyfriends betrifft. Paula hat allerdings gar nicht so viel Zeit, sich um Daniel zu kümmern, denn sie möchte ihrem Vater helfen Marie wieder zu finden. Auf eigene Faust beginnt sie ihre Ermittlungen, die nicht ganz ungefährlich bleiben.

Bei "Tote Puppen" handelt es sich um einen tollen Jugendbuch-Thriller, der seiner Zielgruppe (13-16 Jährige) entsprechend spannend ist. Wie bereits erwähnt gibt es genügend Verdächtige, die alle genauestens unter die Lupe genommen werden. Auch wenn Maries Verschwinden der Fokus des Romans ist, gibt es ausreichend  Nebenhandlungen, die den Roman noch interessanter machen. Die Aktionen und Reaktion aller Charaktere erscheinen glaubwürdig, auch wenn manche etwas "over the top" sind, aber solche Menschen gibt es eben auch manchmal in der Realität. 

Der Roman ist spannend und unterhaltsam geschrieben, flüssig zu lesen und am Ende werden alle offenen Fragen geklärt, was ich sehr gut finde. Das Buch ist als tolles Softcover erschienen, dessen Cover zum größten Teil lila ist (eine schöne Farbe fürs Bücherregal *g*). Außerdem ist die weiße Bordüre erhaben, so dass sich diese erfühlen lässt.

Fazit:  Ein toller Jugend-Thriller, der spannende Lesestunden ohne extreme Brutalität oder blutige Horrorszenarien ermöglicht.

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (10. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522502213
  • ISBN-13: 978-3522502214
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Verlag:




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