Dienstag, 7. Februar 2012

[Rezension] Dubosarsky, Ursula - Nicht jetzt, niemals

1967 - das Jahr, in dem in Australien zum letzten Mal die Todesstrafe vollzogen wurde. An genau diesem Tage, am 03. Februar 1967, will die Lehrerin Miss Renshaw dieses im Schulunterricht thematisieren. Die 11 Schülerinnen müssen jedoch versprechen, dass sie niemandem von dieser besonderen Unterrichtsstunde erzählen werden. Nicht jetzt, niemals! Aufgrund ihrer Neugier geben alle Mädchen dieses Versprechen ab ohne jedoch zu ahnen, wie schwierig es werden würde, dieses nicht zu brechen, denn keins der Mädchen hat auch nur im Entferntesten mit dem Ausgang des Tages gerechnet.

Mit dem Klappentext im Hinterkopf bin ich in das Buch gestartet, die ganze Zeit gespannt darauf, was wohl passieren würde, welchen Verlauf dieser schicksalhafte Tag nehmen könnte und was die Mädchen verschweigen sollen. Knapp 60 Seiten hat die Autorin benötigt, bis dieses Erlebnis tatsächlich eintrat. Ziemlich lang, wenn man bedenkt, dass das Buch gerade einmal 143 Seiten stark ist. Anfangs fand ich die Beschreibung des Settings einer Schulklasse in einem australischen Küstenort in der 60er Jahren ganz interessant, aber irgendwann hat es dann doch angefangen mich zu langweilen da mir einfach mehr Handlung fehlte.

"Das Jahr begann mit dem Erhängen eines Mannes und endete mit dem Ertrinken eines anderen." (Seite 11)
Nach dem Eintreffen des Erlebnisses, welches ich nicht vorausgeahnt hatte, hält das Buch das Niveau des ersten Drittels. Es ist nicht schlecht, die Protagonisten handeln glaubwürdig, aber wirklich fesseln konnte mich der Jugendroman trotzdem nicht. Ich habe mir einfach etwas anderes vorgestellt und das präsentierte Geschehen war für mich leider nur Mittelmaß. Da neben den Lehrkräften elf Mädchen als Charaktere auftauchen und der Roman recht dünn ist, konnten alle nur kurz angerissen werden. Es ist somit nahezu unmöglich zumindest zu einer Person eine Bindung aufzubauen. Am Ende des Romans passiert dann etwas Überraschendes, etwas, was das bisherige Geheimnis aufklärt, aber auch weitere Fragen aufwirft.

Fazit:  Ein interessanter Ansatz, der für mich leider nur mittelmäßig umgesetzt wurde.

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800056763
  • ISBN-13: 978-3800056767
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:


Kommentare:

  1. hm, an sich hörte sich das buch vom klappentext her ja ganz gut an. schade, daß es im endeffekt nicht ganz so war!
    lg katrin

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  2. Ich stelle mir das auch ziemlich schwer vor,auf so wenigen Seiten einen Charakter zu finden mit dem man sich identifizieren kann.
    Der Titel hört sich sehr interessant an, schade nur das die Umsetzung dann nicht so war.

    LG Anni

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  3. Ach schade, der Klappentext klang echt vielversprechend.
    Auch ich stelle mir das echt schwierig vor auf 144 Seiten so viel Tiefe für die Charaktere aufzubauen.

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  4. Das ist ja blöd. Das Thema ist so vielversprechend. Aber auf so wenig Seiten ??? ... Schade.
    Trotzdem danke für die Rezi :)

    LG
    Lilly

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