Sonntag, 26. Februar 2012

[Rezension] Elsäßer, Tobias - Linus Lindbergh (1) und der Riss in der Zeit

Ich heiße Linus und bin Erfinder! Na gut, eigentlich will ich erst einer werden und momentan komme ich mir eher wie ein untalentierter Sprössling meiner überdrehten Erfinderfamilie vor, aber das kann sich ja noch zurechtwachsen. Bei uns wird es immerhin nie langweilig. Wir wohnen mitten auf einem Flughafen und es kann durchaus passieren, dass man in unserer Küche einem Tornado begegnet oder sich plötzlich im Weltraum befindet. Aber alle Erfindungen haben mir immer noch nicht meinen Vater zurück gebracht, der seit seiner letzten Erfindung verschwunden ist. Wenn ich doch nur wüsste, wo ich nach ihm suchen sollte...

Tobias Elsäßer, der bisher durch seine Jugendbücher „Abspringen“ und „Für niemand“ bekannt ist, hat sich nun an einem Kinderbuch versucht und herausgekommen ist gleich eine Trilogie. "Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit" ist der Auftakt zu eben dieser und bringt dem Leser Linus' verrückten Alltag näher. Elsäßer hat sich tolle Erfindungen überlegt, an denen sich Linus mehr oder weniger erfolgreich versucht oder die von seiner Familie bereits erfunden wurden, und begeistert damit Jung und Alt.

"Im Bretterverschlag bei den Mülltonnen stank es erbärmlich. Linus stand auf einem Stapel Altpapier und spähte nach draußen. Auf seiner Nase steckte der Geruchsneutralisator WC42, den seine Mutter für öffentliche Toiletten, gegen stinkendes Wetter und schädliche Abgase erfunden hatte. (Seite 36)

Das Kinderbuch lässt sich sehr flüssig lesen, der Einstieg erfolgt problemlos und die Charaktere sind liebevoll kreiert. Der Roman zeichnet sich dadurch aus, dass er viele unterschiedliche Aspekte bietet. Er wird Kinder begeistern, die selbst davon träumen Erfinder zu werden und Technik mögen, aber auch solche, die gerne spannende Bücher lesen und zu gleich spielt auch Freundschaft und Vertrauen eine wichtige Rolle in dem Buch, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt.

"Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit" macht Lust auf die Fortsetzung, die im Herbst 2012 erscheinen wird. Der Roman endet mit einem kleinen Cliffhanger, der allerdings nicht zu gemein ist, und die Story bietet definitiv noch Potential für die weiteren Teile. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste spannende Abenteuer von Linus, seiner Freundin Riana und seinem besten Freund Majus, dem Haushaltsroboter mit einem fürchterlichen Klamottengeschmack, und bin gespannt, welche einfallsreichen Erfindungen Tobias Elsäßer noch für uns auf Lager hat.




Fazit: Linus' Leben macht einfach Spaß und bringt Schwung in jedes Kinderzimmer.

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1 (1. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 341180808X
  • ISBN-13: 978-3411808083
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Homepage zur Buchserie
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Kommentare:

  1. Tolle Rezension. Klingt nach einem lesenswerten Kinderbuch.

    Ich habe übrigens gerade meine Rezi zu "Es ist niemand im Haus" hochgeladen. Wenn du mal schauen magst: http://ditis-buchwelt.blogspot.com/2012/02/rezension-es-ist-niemand-im-haus-von.html

    Also Danke nochmal, Diti

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  2. Hallo Claudia,

    nun ich würde das Lesealter eher etwas tiefer ansetzen, denn für 12 jährige Jungs sind solche Geschichten eher Babykram.

    Aber gut, jeder hat da eine andere Einstellung.

    Schönen Tag..karin...

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