Freitag, 9. März 2012

[Rezension] Schuberth, Gunnar - Todesfinal: Ein Nürnberg-Krimi


Einst war Paul Skamper ein erfolgreicher Schatzsucher, nun sitzt er jedoch in Nürnberg fest. Überraschenderweise lauert aber auch dort ein Abenteuer auf ihn. Ein Freund berichtet ihm von merkwürdigen Geschehnissen beim immer beliebter werdenden Geocaching. Statt kleine "Schätze" sollen Leichenteile versteckt worden sein, die nach dem Knacken der Codes bei den ermittelten Zielkoordinaten auf die Spieler warten. Paul Skamper ist sofort Feuer und Flamme und will der Sache auf den Grund gehen.


"Todesfinal" ist für mich der zweite Roman, der Krimi und Geocaching miteinander verbindet. Da mir der erste Roman gut gefallen hat und ich die Idee, dass Codes beim Geocaching auf Leichenteile hinweisen, immer noch sehr interessant finde, hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven geschildert. Die eine berichtet über Paul Skamper und die Nachforschungen, die er mit seinen Freunden anstellt, und die zweite widmet sich Simon Morlov, der besonders am Anfang geheimnisvoll erscheint, zunehmend skurriler wird, bis dann seine Aufgabe im Roman klarer wird.

"Skamper hörte einen Schrei, Arabella hatte geschrien, er drehte sich um, sah aber nur den nackten Felsen hinter sich, der kleiner wurde, viel zu schnell kleiner und undeutlich wurde, dann fiel er nach vorne, und dann weiter in eine dunkle nicht endenwollende Schwärze." (Seite 70)
Zunächst sei gesagt, dass der Roman auch für alle zugänglich ist, die bisher keine Erfahrungen mit Geocaching gesammelt haben, da kein Insiderwissen vorausgesetzt wird. Leider kommt die Thematik Geocaching für meinen Geschmack viel zu kurz. Das Knacken der Codes und die Suche nach den Verstecken fand ich größtenteils gut umgesetzt, jedoch war der Geocaching-Anteil am gesamten Roman und besonders an der ersten Hälfte zu gering, dafür der Klappentext lediglich auf dieses Thema abzielt.

Ich konnte keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen, was mir eher selten passiert, und daher waren sie mir auch nicht wirklich sympathisch. Die Passagen um Simon Morlov fand ich ebenfalls nicht unbedingt ansprechend und der Roman wirkte manchmal verworren. Die Handlungsstränge werden am Ende verwoben, jedoch kam das Ende etwas plötzlich und konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Für mich war der Roman leider eine Enttäuschung und konnte meine Erwartungen nicht annährend erfüllen.




Fazit:  Ein Krimi, der leider weder durch Spannung noch durchs Geocaching begeistern konnte.

  • Broschiert: 219 Seiten
  • Verlag: Sutton Verlag; Auflage: 1 (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866808666
  • ISBN-13: 978-3866808669
  • Verlag:

 

Kommentare:

  1. Schade, dabei klingt die Story super interessant.

    LG
    Iris

    AntwortenLöschen
  2. Hi Claudia,

    dann sollte man doch besser "Fünf" von Ursula Poznanski zum Thema "Geocaching/Leichenteile" lesen. Danke für deine Rezension.

    LG Claudia

    AntwortenLöschen