Montag, 7. Mai 2012

[Rezension] LeseBlüten Band 8 - Muttertag 2012

Obwohl man seiner Mutter das ganze Jahr über seine Dankbarkeit zeigen sollte, wird man zumindest einmal im Jahr durch den Muttertag bewusst daran erinnert. Blumen und Schokolade sind zwar wahrscheinlich ein Dauerbrenner an diesem Tage, aber daher auch schon ziemlich "ausgelutscht". Wie wäre es stattdessen damit, seine Dankbarkeit durch eine kleine Geschichte oder ein kurzes Gedicht zu zeigen? Genau dieses haben 25 Autoren gemacht und mit ihren 35 Werken die Anthologie "LeseBlüten Band 8 - Muttertag 2012" gefüllt.


Ich fand es sehr schön, dass der Piepmatz Verlag eine Ausschreibung zum Thema Muttertag veröffentlicht hat, denn obwohl Mütter sich meistens über jede Art von gezeigter Dankbarkeit freuen, finde ich es immer schöner, so etwas durch persönliche Geschenke zu zeigen, wie z.B. durch eine Geschichte oder ein Gedicht, und nicht in dem man im nächsten Supermarkt noch schnell eine Schachtel Pralinen kauft.

"Der einzige Mensch, der mich versteht,
und zuhört, wenn mich Sorgen plagen,
ist meine Mama, die immer zu mir steht,
in guten und in schweren Tagen!"
(Seite 47)

Alle 35 Werke beschäftigen sich mit dem Muttertag im Speziellen oder dem Mutter-Kind-Dasein im Allgemeinen. Viele Erlebnisse werden aus Sicht des Kindes geschildert, aber auch einige Mütter kommen zu Wort und berichten über ihre Erfahrungen. Manche Geschichten und Gedichte sind unterhaltsam und amüsant, andere eher nachdenklich und zum Teil auch traurig. Alle haben jedoch eins gemeinsam, denn sie zeigen auf, wie unglaublich wichtig eine Mutter ist, dass man ihr nie dankbar genug sein kann und dass man dieses viel öfter zeigen sollte.

Autoren in dieser Anthologie:
Lorenz-Peter Andresen, Kerstin Ax, Ingeborg Baier, Eva Bieler, Brunhilde Maria Cronauge, Bärbel-Maria, Melanie Schulz-Grunenberg, Anneliese Haderer, Jürgen Heider, Katja Heimberg, Jeanette Holdinghausen, Manuela Inusa, Cosima Konrad, Patrick Labahn, Tina Birgitta Lauffer, Chrissy Luig, Regina Meier zu Verl, Barbara Otte, Alexandra Roj, Tania Morgan, Silvana E. Schneider, Nicole Schröter, Jan-Mikael, Ann-Kathrin Walz, Silke Wiest
Ich muss zugeben, dass mir die meisten der 21 Gedichte nicht so gut gefallen haben. Lyrik ist generell nicht so meins und ich scheine momentan einfach nicht in Stimmung für Gedichte zu sein. Deshalb habe ich diese für die Bewertung der Anthologie nicht berücksichtigt. Die 14 Geschichten haben mir schon eher gefallen. Natürlich gab es auch dort Erzählungen, die mich nicht fesseln konnte, aber z.B. "Blaue Vergissmeinnicht", in der es um eine Frau geht, die jedes Jahr am Muttertag mit einem Korb voller Vergissmeinnicht auf einer Bank sitzt, "Mutterliebe, die von einer aufopfernden Liebe einer Mutter erzählt, oder "Der Brief in der Schublade", der die Erinnerung einer Mutter wieder auffrischen soll, fand ich einfach toll und sie passen alle perfekt in diese Anthologie.

Fazit:  Meinen persönlichen Geschmack haben die Gedichte der Anthologie nicht getroffen, dafür vermitteln die meisten Geschichten ein schönes Gefühl und die Sammlung ist mit Sicherheit ein schönes Geschenk für den Muttertag.

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: piepmatz Verlag; Auflage: 1 (30. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 394278615X
  • ISBN-13: 978-3942786157
  • Verlag:


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