Donnerstag, 14. Juni 2012

[Das Autoren 1x1] Axel Petermann

Heute bei "Das Autoren 1x1": 


Axel Petermann


© Davis Pillar


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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Noch nicht sehr lange. Es begann fast auf den Tag genau vor fünf Jahren. Ein befreundeter Verleger, der auf meinen Taghungen immer den Bücherstand betreut, hatte gemeint, dass ich doch etwas zu erzählen hätte. Da sollte ich mich doch hinsetzen und über „meine Fälle“ schreiben. Ich war zunächst skeptisch, doch als ein Stern-Reporter mich für fast vier Wochen bei meiner Arbeit begleitete und ähnliches meinte, begann ich mich ernsthaft mit dem Schreiben zu beschäftigen.  
Ich mietete mir eine Ferienwohnung an der See mit Blick auf das Wasser und legte los. Nach einer Woche hatte ich tatsächlich eine Geschichte auf fast zwanzig Seiten geschrieben; der „Tote im Nachtzug“ und später mit Nina Kunzendorf und Joachim Król als Tatort verfilmt. Mh… von dem Rohling ist beim späteren Überarbeiten ist vom ersten Text nur sehr wenig geblieben.Ich hätte nie gedacht, dass Schreiben so anstrengend und zeitaufwändig ist. 

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Mein ganzes Berufsleben hat sich um Mord gedreht; sei es als Leiter der Mordkommission oder jetzt  als Fallanalytiker. Tätigkeiten bei denen ich viel schreiben muss, wenn auch anders. Mir gefällt beim Schreiben meiner Bücher, dass ich den Leser bei meinen Tatortbeschreibungen einladen kann, mir bei meiner Arbeit über die Schulter zu schauen und sich selbst ein Bild vom Verbrechen machen zu lassen.  
Aber du hattest ja gefragt, warum „Autor“ der beste Beruf der Welt für mich ist. Ganz einfach: ich schreibe viel im Urlaub. Und dann an der See. Und außerdem habe ich in den lettzten Jahren durch meine Bücher so viele interessante Menschen und Themen kennengelernt, die ich nicht missen möchte.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Faszinierende Einblicke in wahre Kriminalfälle. 
Äh… Das gilt für beide Bücher: „Auf der Spur des Bösen“ und „Im Angesicht des Bösen“. 

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Wenn ich schreibe, dann schreibe ich: ohne Punkt und Komma oder ohne Pause von früh bis spät.  Und ich muss alleine sein, brauche den Blick auf die Weite des Meeres, den Wind und den Strand.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Setze deine Ideen und deine Fantasie um und versuche dabei, deinen eigenen Stil zu finden. Aber sei nicht enttäuscht, wenn es ein langer und dorniger Weg bis zum fertigen Buch ist. 



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?

Dunkelblau

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Nicht lachen! Ich wollte Springreiter werden. Deshalb sollte mir mein Großvater ein Pferd kaufen, damit ich so werden würde wie Hans-Günther Winkler mit seinem Wunderpferd „Halla“. Für alle, die jünger sind als ich. Mit einem legendären Ritt gewann Winkler 1956 eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Trotz einer Verletzung und starken Schmerzen trug ihn sein Pferd Halla fehlerfrei über die Hindernisse bis ins Ziel. Leider habe ich nie ein Pferd bekommen…

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Ach, das ist schwierig, denn ich koche zu gerne: Wild, Fisch, Pasta, Eintöpfe. Apfel- und Zwetschenkuchen vom Blech-

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Sachbücher, Krimis von Mankell über Hakan Nesser bis Sjöwall/Wahlöö. Früher auch „meinen“ Brecht und Hermann Hesse. 

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich möchte gerne ein Manuskript für einen Tatort schreiben; zumindest als Co-Autor. Dann mein Türkisch verbessern und die Hälfte des Jahres in Istanbul leben. Natürlich immer mjit Blick auf den Bosporus.


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Vielen Dank Axel, dass du beim "Das Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


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