Sonntag, 17. Juni 2012

[Rezension] O'Brien, Caragh - Birthmarked (2) Das Land der verlorenen Träume

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Stadt der verschwundenen Kinder" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein. 

Überstürzt musste Gaia aus der Enklave fliehen. Das einzige, was sie mitnehmen konnte, war ihre neugeborene Schwester Maya. Wochenlang streift sie durch das Ödland, bis sie endlich eine neue Siedlung erreicht. Das Leben in Sylum ist für Gaia jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, denn dort haben die Frauen das Sagen. Außerdem gibt es strenge Regeln, die für sie absolut keinen Sinn machen. Eine davon zwingt Gaia ihre Schwester in eine andere Familie abzugeben. Ein Umstand, den sie auf keinen Fall hinnehmen will. Gaia versucht Verantwortung zu übernehmen, was ihre Situation noch weiter verschlimmern wird.


Die Handlung aus dem Roman "Die Stadt der verschwundenen Kinder" wird nahtlos mit dem zweiten Band der Dystopie-Trilogie fortgeführt. "Das Land der verlorenen Träume" setzt also genau dort an, wo der erste Roman endete und somit ist der Leser sofort mitten im Geschehen. Im Auftaktroman hat man bereits mit der 16-Jährigen Protagonistin Gaia gelitten und hofft nun, dass sich ihr Blatt mal wenden und ihr etwas Glück widerfahren würde, aber das sieht die Autorin scheinbar anders, denn in der neuen Siedlung wird Gaia nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Aber nicht nur die Bewohner sind ihr gegenüber skeptisch, auch Gaia kommt mit den Gesetzen des Ortes überhaupt nicht zurecht und eckt dadurch sehr oft an, was das eh schon angespannte Verhältnis weiter belastet. Durch die Geschehnisse hat sich die Protagonistin verändert und muss im Laufe des Romans erst wieder zu ihrer Selbständigkeit und ihrer Stärke zurückfinden, welche sie zwischenzeitlich im Buch verloren hatte.

"Sylum war genauso schlimm wie die Enklave - bloß dass die Frauen hier das Sagen hatten." (Seite 33)

Im ersten Roman hatte mich die Grundidee des Romans begeistert und dieses ist zum Glück im zweiten Teil erneut der Fall gewesen. Die Handlung bleibt interessant und da das Geschehen nun in einem anderen Setting abläuft, gibt es auch keine Wiederholungen, sondern Gaia erlebt eine komplett neue Welt, sammelt neue Erfahrungen. Die amerikanische Autorin Caragh O'Brien hat erneut tolle Ideen gehabt, die auch innovativ waren und daher mochte ich das Buch gar nicht mehr weg legen, denn ich wollte unbedingt wissen, ob Gaia sich anpassen könnte und wie ihre Leben in Sylum sich entwickeln würde. In diesem Teil ist auch ihr so genanntes "Liebesleben" interessanter, denn durch bestimmte Umstände erscheint sie auf einmal für viele Männer interessanter, als es noch in Wharfton der Fall war, und die arme Gaia weiß gar nicht, wie sie mit so viel Aufmerksamkeit umgehen soll.




Fazit:  Auch der zweite Teil konnte mich überzeugen. Wer Jugendbuch-Dystopien mag, sollte diese Trilogie mal austesten. Ich habe bisher mit den Büchern wirklich tolle Lesestunden verbraucht und sehne den dritten Teil nun förmlich herbei in der Hoffnung, dass der Autorin die guten Ideen dafür nicht ausgehen.

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (20. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453267281
  • ISBN-13: 978-3453267282
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
  • Originaltitel: Prized
  • Verlag:

Übersicht über die bisher erschienenen Teile der Trilogie



Kommentare:

  1. Puh, da bin ich ja beruhigt - dieses Buch steht nämlich schon länder auf meiner WL, weil mir der 1. Band bereits so gut gefallen hat. Mal schauen, vielleicht hole ich es mir gleich die Tage.

    LG Kerry

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  2. Ich war total begeistert von Teil eins und muss mir unbedingrlt den zweiten kaufen (:

    Liebe Grüße Franzi

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