Freitag, 1. Juni 2012

[Rezension] Wagner, Antje - Schattengesicht

Seitdem ihre Freundin Polly einen Mord begangen hat, sind Milana und sie auf der Flucht. Sie leben in Abrisshäusern und schlagen sich mit wenig Geld durchs Leben. Schlussendlich scheint das einzig sichere Versteck ein Haus in Schweden zu sein, von dem nur die beiden jungen Frauen etwas wissen. Doch welches Geheimnis verbindet die beiden, warum erschrecken alle Menschen vor Polly und warum scheint das Sterben sie wie eine Aura zu umgeben? Die Wahrheit scheint in der gemeinsamen Kindheit zu liegen.



Außergewöhnlich ist bei diesem Roman vor allem die Erzähltechnik, denn das Geschehen wird quasi rückwärts erzählt. Es beginnt mit der Gegenwart, springt dann ein paar Monate in die Vergangenheit zurück, worauf die Handlung anschließend in weiteren Schritten sich langsam Milanas Kindheit annähert, wobei erst im Epilog wieder auf die Gegenwart Bezug genommen wird. Dieses empfand ich sehr ungewöhnlich aber auch gleichzeitig interessant, da es mir in diesem Maße noch nicht begegnet ist.

"Feigling. Wer soll uns denn erkennen? Du willst also hier bleiben und verrotten! Zwei Wochen, hast du am Anfang gesagt! Zwei Wochen! Wie lange sind wir schon hier? Über zwei Monate!" (Seite 25)

Leider hatte ich mit dem Roman so meine Probleme, da die Geschichte mich einfach nicht fesseln konnte. Eigentlich ist das Geschehen recht interessant, aber bis zu Hälfte plätscherte es für mich nur vor sich hin, ohne mich begeistern zu können und ich war schon kurz davor, dass Buch endgültig zur Seite zu legen. Die zweite Hälfte wurde dann etwas interessanter, besaß ein Ende, welches ich vorher nicht vorhergesehen hatte, welches mich aber trotzdem nicht ganz überzeugen konnte.

Es scheint allerdings so, als hätte ich mit dem Roman einfach Pech gehabt und er war nur nichts für mich, denn die meisten Rezensenten sind begeistert von diesem Buch. Daher möchte ich auch niemandem davon abraten, sondern empfehle jedem, der sich für die Story interessiert, sie selbst eine Meinung zu bilden. Schlecht ist es nämlich auf keinen Fall, ich habe es nur beim Lesen einfach nicht geschafft, eine Bindung zu dem Roman aufzubauen.

Fazit:  Mich konnte der Roman leider nicht so überzeugen, wie gehofft. Die Story ist nicht schlecht, aber es hat einfach nicht "Klick" gemacht.

  • Taschenbuch: 189 Seiten
  • Verlag: bloomsbury taschenbuch; Auflage: 1.Auflage (21. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383335089X
  • ISBN-13: 978-3833350894

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