Dienstag, 31. Juli 2012

[Die Story hinter dem Buch] Engelmann, Gabriella - Goldmarie auf Wolke 7: Eine himmlische Liebesgeschichte





heute:


"Goldmarie auf Wolke 7" Gabriella Engelmann





Es war einmal …

eine Hamburger Autorin, die in ihrer Kindheit fast nichts mehr fürchtete als Märchen. Wegen all der schrecklichen Dinge, die darin standen, hatte es sich so manche Nacht schlaflos im Bett gewälzt und irgendwann geschworen: NIE WIEDER! NICHT MIT MIR!

Dieses Mädchen erhielt viele Jahre später die Anfrage eines Jugendbuchverlags: Es sollte Märchen in die Moderne versetzen und sie in neuem, hellem Glanz erstrahlen lassen.
Zunächst hielt das Mädchen diese Frage für einen schlechten Scherz.
Doch dann dachte es sich: Warum nicht diese Märchen zu meinen machen?
Warum sich nicht dieser ungewöhnlichen Herausforderung stellen?

So machte es sich schließlich abenteuerlustig und frohen Mutes ans Werk.
Beginnen sollte es mit Schneewittchen, alle anderen durfte es sich selbst aussuchen.
Doch so einfach, wie das Mädchen es sich gedacht hatte, war es nicht.
Es gab bei der Umsetzung von Schneewittchen, Dornröschen, Aschenputtel und dem Rotkäppchen viele Stolpersteine zu beachten und Hindernisse zu überwinden: Ein modernes Mädchen konnte unmöglich mit sieben echten Zwergen befreundet sein, ein anderes wohl kaum hundert Jahre schlafen ohne zu altern, ein drittes keine unterwürfige Haushaltshilfe mimen, ohne zu murren und auch das vierte würde niemals einem realen Wolf zum Opfer fallen.

Bei all diesen Fragen konnte dem Mädchen nur eines helfen: Die starke Macht der Fantasie. Doch anfangs versucht es tapfer all dem zu trotzen, das nur im entferntesten nach Magie aussah, denn damit hatte es bislang so gar nichts am Hut gehabt. Vampire, Dämonen, Werwölfe, Gestaltenwandler, Elfen, Feen und all diese fantastischen Figuren waren dem Mädchen genauso unheimlich, wie früher die Märchen. Doch irgendwann kam es an den Punkt, an dem es scheinbar kein Entrinnen gab. Verunsichert telefonierte es mit seiner Lektorin und schilderte das Problem. Die beste Lektorin von allen zeigte sich verständnisvoll, doch kam schließlich zu dem Schluss: Ohne Magie wird es wohl auf Dauer nicht gehen!

Eben diese Magie war dann scheinbar auch im Spiel, als das Mädchen begann, sich dem Unbekannten Stück für Stück zu öffnen: Wie Alice im Wunderland betrat es eine bis dahin fremde, unbekannte Welt, in der nichts mehr war, wie es das Mädchen bislang kannte. Fasziniert tat es erste Schritte. Zunächst vorsichtig, leise und auch ein bisschen wackelig, später ein bisschen mutiger und schließlich immer entschlossener.

So kam es, dass es eines Tages in einer Buchhandlung über ein zartgliedriges, wunderhübsches Wesen stolperte, das es mit großen Augen ansah und rief „ Nimm  mich mit, ich möchte von nun an Teil deines Lebens sein.“ Dass dieses Wesen mit den Ringelsocken Flügel hatte, wurde dem Mädchen erst klar, als es wieder daheim war und einen Platz für die kleine Schönheit suchte. So waren Feen und Elfen in das Leben des Mädchens gekommen und hatten beschlossen dort für immer zu bleiben.

Nun trug es sich zu, dass das Mädchen den letzten Märchenband der Reihe schreiben sollte, geplant als krönenden Abschluss für eine lange, lange Zeit im Dickicht des märchenhaften Zauberwalds.
Das Mädchen war ratlos: Welchem Stoff sollte es sich annehmen?
Sollte Rapunzel sich mit Schneewittchen treffen, um gemeinsam Werbung für Haarprodukte zu machen? Sollte es Brüderlein und Schwesterlein auferstehen lassen? Sollte es Sterne regnen lassen, Froschkönige zum Sprechen bringen, Hänsel und Gretel gefahrlos durch den Wald führen …?
Auch an dieser Stelle war wie durch Zauberhand erneut Magie im Spiel: Das Mädchen stand eines Tages vor der Auslage einer esoterischen Buchhandlung und hatte plötzlich das Gefühl: Dieses Buch spricht zu mir! Es will, dass ich mich ihm beschäftige, es lese, ihm eine neue Heimat gebe. Da das Mädchen Büchern noch nie widerstehen konnte, kaufte es das Buch.
Seitdem wohnte es im Schrank des Mädchens inmitten von Büchern über Feen, Sternzeichen, Tarot, Engeln und dem Geheimen Wissen der Frauen. Eine Figur spielte bei den Mythen um die so genannten Rauhnächte eine zentrale Rolle: die Feenkönigin Frau Holle und ihre unzähligen Erscheinungsformen als Taube, alte Bettlerin oder nordische Göttin.
Fasziniert von dieser geradezu märchenhaften Fülle an erzählerischen Möglichkeiten begann das Mädchen mit seinem Werk. Im tiefsten Winter schrieb es von einer magischen Parallelwelt, in der feenhafte Schicksalsweberinnen die Geschicke der Menschheit lenkten.
Dabei fühlte es sich ein wenig so, als sei es ebenfalls von einer fremden Hand geleitet.
Und so kam es, dass das Mädchen die Geschichte von den verfeindeten Stiefschwestern Goldmarie und Pechmarie neu erfand, um beide zum wohlverdienten Happy End zu führen, das zu jedem Märchen gehört, wie die Prinzessin zu ihrem Prinzen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

 geschrieben von Gabriella Engelmann



  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Arena (August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401067265
  • ISBN-13: 978-3401067261
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre



"Goldmarie auf Wolke 7" ist das letzte Märchen von Gabriella Engelmann, was mich zwar sehr traurig stimmt, aber trotzdem ist meine Vorfreude auf dieses Buch riesig. Freut ihr euch auch schon auf das Buch? Kennt ihr die anderen Märchen der Autorin?



Kommentare:

  1. *hachsag* So toll geschrieben ....

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  2. Wunderbar geschrieben, gefällt mir juti =)
    LG Sheena

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  3. Toll geschrieben. Ich habe den Artikel gern gelesen und die Geschichte dahinter ist wirklich interessant. :)

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  4. Hallo!

    Ich habe alle Märchen von dieser wunderbaren Frau. ;) Ich warte ganz doll auf dieses Buch hier. :)

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  5. Boh .. wer hat das denn geschrieben .. super klasse!!!

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