Donnerstag, 23. August 2012

[Das Autoren 1x1] Thomas Nommensen

Heute bei "Das Autoren 1x1": 


Thomas Nommensen




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Wie viele andere auch habe ich in der Pubertät meinen ganzen Lust und Frust am Erwachsenwerden in eine Art lyrisches Tagebuch gesteckt. Das waren z.T. grausame Gedichte, trotzdem habe ich damit sogar einen Jugend-Lyrik-Preis gewonnen. Dann folgten fast 25 Jahre, in denen ich ganz andere Dinge tat: Musik machte und produzierte, Software programmierte, als Dozent arbeitete. Ich hatte immer den Gedanken in mir: Eines Tages schreibst du Kurzgeschichten und Romane – doch dazu kam es erst als ich meine Frau Jutta Maria Herrmann kennenlernte und beim Testlesen ihrer Texte ihr so viel rein quatschte, dass ich beschloss, meine Ideen endgültig in eigenen Texten umzusetzen. Und nachdem der erste Kurzkrimi 2009 gleich für den Agatha-Christie-Preis nominiert wurde, blieb ich natürlich dabei.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Zur Zeit ist es noch eine Nebentätigkeit, aber eine sehr spannende. Während des Schreibens taucht man tief in seine Gedankenwelt ab, entwickelt Stories und Charaktere. Bei Lesungen dagegen muss man aus sich herausgehen, ein wenig den Entertainer geben. Fantasie und Logik sind in den Geschichten gleichberechtigte Partner. Kurzum: Ich kann in der Funktion als Autor einfach viele unterschiedliche Facetten von mir ausleben.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Aller Anfang ist Mord? Das ist zwar auch der Titel der aktuellen Sammlung von Kurzkrimis, die der Feder meiner Frau und mir entstammen, aber es ist, mit einem Fragezeichen versehen, auch die Gemeinsamkeit der Geschichten in diesem Band. Wir stellen die Frage: Was war vor der Tat, was hat die Menschen zu ihrem Handeln getrieben? Und beantworten es mit spannenden, grusligen und humorvollen kurzen Krimis und Thrillern.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Mein Arbeitszimmer liegt in der zweiten Etage unseres Hauses, ich habe hier einen relativ freien Blick über eine unspektakuläre Nachbarschaft – viel Platz um die Gedanken fließen zu lassen. Im Sommer lädt die Terrasse mit dem kleinen Naturteich davor ein.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Kritisch zu sich selbst sein und bleiben. Begeisterte Verwandte sind kein Indikator für gutes Schreiben. Junge Autoren sollten sich zunächst mit Kurzgeschichten ausprobieren, es gibt zahlreiche Wettbewerbe und Plattformen, auf denen man sich der Kritik stellen kann. Und dann gibt es noch einen ganz wesentlichen Aspekt, den man mitbringen muss: Sitzfleisch – denn die Haupttätigkeit besteht ja aus überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten … 



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?

Ach, das kommt doch immer auf den Kontext an. Selbst Rosa und Lila (die eigentlich nicht so mag) können z. B. bei einer Lilie oder einer Seerose wunderschön sein.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Detektiv!, „Karlsson vom Dach“ wollte ich auch mal werden, bis ich feststellte, dass es diesen Beruf zumindest in Deutschland nicht gibt.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Mediterranes Essen

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Vor allem Krimis und Thriller, aber auch sonstige aktuelle Gegenwartsliteratur.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich liebe das Bergwandern und hätte gerne ein Haus im Voralpenland, damit ich nicht mehr so weite Strecken fahren muss, um meinem Hobby zu frönen.


Diese Bücher / ebooks von oder mit Thomas Nommensen könntet ihr z.B. lesen:


Vielen Dank Thomas, dass du beim "Das Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


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