Freitag, 28. September 2012

[Rezension] Wolf, Klaus-Peter - Nachtblauer Tod

Während Leon auf einer Party ist, wird seine Mutter ermordet. Als er am nächsten Tag nach Hause zurückkehrt, findet er ein Chaos aus Krankenwagen, Polizei, Leichenwagen und Schaulustigen vor. Seiner Mutter konnte niemand mehr helfen und sein Vater, der auf einem Angelausflug war, wird von der Polizei mit auf die Wache genommen, wo er kurze Zeit später als Tatverdächtiger Nr. 1 gilt. Leon versucht den Kommissar von der Unschuld seines Vaters zu überzeugen, aber dieser scheint sein Urteil schon gefällt zu haben und lässt keine Gegenargumente gelten. Somit bleibt Leon nichts anderes übrig, als selbst Nachforschungen anzustellen. Er ahnt jedoch nicht, dass er dabei mehr über seine Eltern erfahren wird, als ihm lieb ist.

Von diesem Hörbuch war ich leider eher enttäuscht. Das einzige, was mich überzeugen konnte, war die Darstellung von Leons Verhalten, welches recht authentisch geschildert wurde. Es ist absolut nachvollziehbar, dass er seinen Vater für unschuldig hält und versucht dieses selbst zu beweisen, da er beim Kommissar kein Gehör findet. Ansonsten hatte ich mir von diesem Jugendthriller mehr versprochen. Die Geschichte konnte mich nicht wirklich fesseln. Die Handlung war zwar nicht uninteressant, aber sie konnte nicht dafür sorgen, dass ich von der Story gepackt wurde und der Auflösung entgegen fieberte.

Viele der auftretenden Personen in diesem Hörbuch fand ich eher nervig statt sympathisch, allen voran der Kommissar, der dermaßen von seinem Tatverdächtigen überzeugt ist, somit gar nicht weiter ermitteln will und daher alle anderen Ansätze sofort im Keim erstickt. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber nach dem mich schon der Inhalt nicht packen konnte, empfand ich das Ende als weitere Enttäuschung.

Ich wollte dieses Hörbuch gerne hören, da ich auf eine Geschichte von Klaus-Peter Wolf gespannt war, denn bisher hatte ich noch nichts von diesem Autor gelesen, und vor allem, da es von Jacob Weigert gesprochen wird. Dieser Sprecher konnte mich schon in mehreren Hörbüchern absolut überzeugen. Dieses Mal fand ich seiner Präsentation jedoch nur mittelmäßig, was aber auch daran liegen kann, dass ich die Geschichte nur mittelmäßig fand. Einige der Charaktere wurden mir zu "quietschig" präsentiert, was wiederum aber zu den Personen passte, denn wie erwähnt fand ich etliche nervig. Weigert konnte jedenfalls das Hörvergnügen nicht steigern.



Fazit:  Alles in allem ein nur mittelmäßiges Hörbuch, dass weder inhaltlich noch durch ein hohes Spannungspotential überzeugen kann. Man kann es hören, man muss aber nicht.

  • Audio:  3 CDs - 226 Minuten
  • Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH (21. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833729996
  • ISBN-13: 978-3833729997
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 15 - 17 Jahre
  • Verlagsseite zum Hörbuch
  • Verlag:


Kommentare:

  1. Oh, das klingt nicht wirklich gut, dabei wollte ich das Buch eigentlich noch gerne lesen. Schöne Rezension. Mal sehen, vielleicht wird es mir ein wenig besser gefallen.

    Liebe Grüße, Diti

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    1. Aber nicht, wenn man Bremerhaven und seine geografischen Gegebenheiten kennt. Dann sträuben sich die Nackenhaare. Ansonsten - wem das Buch nicht als Bremerhaven-Krimi mit Fortsetzungsalternative vorgestellt wurde - durchaus lesbar. Aber eines ist klar - mir gefallen andere Klaus-Peter Wolf Krimis erheblich besser.

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