Montag, 29. Oktober 2012

[Rezension] Brömme, Bettina - Todesflirt

Tabea ist frisch in David verliebt und hat dafür sogar ihre bisherige Beziehung zu Max beendet. Zu Beginn trägt sie noch die rosarote Brille des Verliebtseins, doch schnell merkt sie, dass David scheinbar nicht ehrlich zu ihr ist und etwas verheimlicht. Sie hat jedoch keine Ahnung, dass alles, was David ihr bisher erzählt hat, eine Lüge ist. Denn er ist auf der Flucht vor seiner dunklen Vergangenheit, möchte neu anfangen, am liebsten mit Tabea, aber sein Feind ist ihm bereits wieder auf der Schliche und David weiß, dass dieser auch zu einem Mord fähig ist.


"Todesflirt" gehört zu der Arena-Thriller-Reihe und ich war erstaunt, dass der Klappentext noch gar nicht verriet, in welche Richtung der Roman gehen wird. Das eigentliche Thema bleibt auch im Roman lange verborgen und deshalb werde ich es auch in meiner Rezension nicht verraten. Es sei nur so viel gesagt, dass es ein wichtiges Thema ist, vor dem man die Augen nicht verschließen sollte, und dass ich bisher nicht viele Bücher über diese Thematik gelesen habe. Pubertierendes Gefühlchaos gibt es in diesem Jugendbuch natürlich auch, aber es bildet eben nicht den Kern des Romans.

"Wie sollte ich nur diese Mauer überwinden, die er um sich errichtete und die von Tag zu Tag ein Stückchen höher wurde?" (Seite 120)

Bettina Brömme hat für ihre Protagonistin eine gut ausgearbeitete Welt geschaffen, von der der Leser etliches erfährt. So erhält man einen Eindruck von ihrem bisherigen Leben, ihrer Familie inkl. ihrer kleinen Schwester, die am Down-Syndrom leidet, und ihren Wünschen für die Zukunft. Das Geschehen wird aus Tabeas Sicht geschildert (Ich-Erzählerin) und ab und an um einige kursiv gedruckte Passagen ergänzt, die von einer unbekannten Person stammen. Diese Absätze haben mir überhaupt nicht gefallen und ich habe sie zum Teil nur noch überflogen. Zum Glück gibt es im Roman nicht zu viele davon. Mir war schon klar, worauf diese abzielten, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.

Der Rest und damit der Hauptteil des Romans hingegen hat mir gefallen. Die Handlung wurde spannend, wenn auch ohne viel Nervenkitzel, erzählt und die Auflösung ist sowohl interessant, als auch glaubhaft. Des Weiteren besitzt die Autorin einen leichten Schreibstil, der ein flüssiges und schnelles Lesen ermöglicht.

Fazit:  Ein Jugendthriller zu einem interessanten Thema, der noch etwas spannender hätte sein können, aber  ansonsten zu überzeugen weiß.

  • Broschiert: 266 Seiten
  • Verlag: Arena (Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401068091
  • ISBN-13: 978-3401068091
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlag:

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