Freitag, 30. November 2012

[Buch-Trailer] Hocking, Amanda - Die Tochter der Tryll (Trilogie)

Hallo zusammen,

bevor bald die nächste Buchreihe von Amanda Hocking in Deutschland veröffentlicht wird, möchte ich euch noch den Trailer zu ihrer aktuellen Trilogie zeigen. Mittlerweile gibt es übrigens alle drei Bände bereits zu kaufen, also kein langes Warten auf die Fortsetzung :)

Um diese Bücher geht es:

1 -  Verborgen
August 2012
3 - Vereint
Oktober 2012
2 - Entzweit
September 2012


Viel Spaß mit dem Trailer!



Meine Rezensionen dazu:



Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!



Donnerstag, 29. November 2012

[Das Autoren 1x1] Yvonne Pioch

Heute bei "Das Autoren 1x1": 


Yvonne Pioch



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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Wenn man bei Altraterra anfängt zu zählen, dann seit 2009. Der erste Romananfang entstand aber schon 1997. Und professionell für Zeitungen und Unternehmen schreibe ich seit 2001. Tagebücher ... schon immer.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Als Beruf würde ich es nicht bezeichnen. Es ist mehr eine Berufung, denn vom Schreiben leben bzw. erst recht reich werden können die wenigsten. Ich bin gerne Autorin, weil ich etwas sagen und mitgeben möchte, weil ich selbst schon immer gerne gelesen habe und weil Bücher einfach toll und wichtig sind. Man kann so viel aus ihnen lernen, auch und gerade aus Romanen. 

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Mädchen entdeckt magische Fähigkeiten und wächst daran.
(Altraterra)

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Am liebsten schreibe ich auf meinem Laptop in der Sonne, also in Cafés oder am Main, dann tagsüber. Alternativ: abends, nach meinem täglichen Spaziergang durch Frankfurt, zu Hause.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Schreibt nur dann, wenn Ihr gerne lest und etwas erzählen und aussagen möchtet. Schreibt nicht, um Geld zu verdienen oder berühmt zu werden, zu klagen oder zu kritisieren. Schreiben ist etwas Schönes, es soll Euch und Euren Lesern gute Laune machen. Ihr seid auf dem richtigen Weg, wenn Ihr selbst gespannt seid, was Euren Figuren als nächstes passieren wird.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Rot, eindeutig. Es erleuchtet trübe Tage und unterstreicht sonnige.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Erst wollte ich Sängerin werden, vor allem in Musicals. Ich singe heute noch sehr gerne. Dann wollte ich "irgendwas mit Sprachen" machen, später konkreter Journalistin werden.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Französische Zwiebelsuppe, also mit Käsebaguette überbacken. Überhaupt liebe ich Käse. Und Chips. Käse-Chips - herrlich! Dazu Wein.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?

Das kommt auf die Stimmung und die Jahreszeit an. Im Sommer lese ich gerne zarte, leichte Geschichten mit philosophischen Gedankengängen in schöner Sprache (z. B. "Der Geschmack von Apfelkernen"). Im Herbst/Winter am liebsten Fantasy, Sci-Fi und historische Romane. Zwischendurch immer wieder Klassiker, Gedichte, oft auch thematisch verwandte Bücher in Serie. Das ist wohl von meinem Studium hängengeblieben - bei Vergleichender Literaturwissenschaft vergleicht man Bücher aus verschiedenen Epochen und Sprachräumen zu ähnlichen Themen. Ich habe es geliebt.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Hmm, wo fange ich an? ;) Ich hätte gerne einen Balkon, dann könnte ich nämlich da schreiben. Umgeben von Sonnenblumen am liebsten und mit Blick auf den Main. Ich sag Bescheid, wenn es so weit ist.


Diese Bücher von Yvonne Pioch könnten in deinem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Yvonne, dass du beim "Das Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 28. November 2012

[Die Story hinter dem Buch] Seidel, Jana - Mich gibt's übrigens auch für immer



heute:


"Mich gibt's übrigens auch für immer" von Jana Seidel





Von meinen bisherigen Büchern hat dies vermutlich den größten Exotik-Faktor: Ein längerer Abschnitt spielt in Südindien. Genau dorthin ist nämlich der Vater der Protagonistin Tanja einst verschwunden, um in einer Kommune zu leben.

Als ihr Freund Hrithik ihr dann – viele Jahre später – den eigentlich lang ersehnten Heiratsantrag macht, bekommt Tanja zunächst einen Schock. Ihr ist nicht gleich klar wieso. Immerhin ist sie überzeugte Romantikerin und mag weiße Kleider. Doch nun muss sie feststellen: Vielleicht ist dies der Zeitpunkt, an dem man erst mal mit sich – und den Eltern – ins Reine kommen sollte, bevor man selbst eine Familie gründet...

Die Ideenfrage
„Woher nimmst du deine Ideen?“ Das ist wohl die Frage, die Autoren am häufigsten gestellt bekommen. Würde ich spontan und ehrlich antworten, müsste ich sagen: „Ich weiß nicht genau, irgendwie waren sie plötzlich da.“
Nicht sehr befriedigend? Na gut, dann grabe ich noch ein klein wenig tiefer und stelle fest, dass es am Anfang wohl doch zwei entscheidende Bruchstücke gab, die den entscheidenden Anstoß für „Mich gibt es übrigens auch für immer“ gegeben haben. Zum einen wäre da meine Schwäche für Bollywood-Filme, für die ich mich später noch ausgiebig rechtfertigen werde ;-)

Teil 1: Vater und Tochter
Zum anderen hatte ich eine kleine Szene im Kopf, die ich in der Vorweihnachtszeit in dem Supermarkt bei mir um die Ecke gesehen habe (Für Autoren ist es sehr hilfreich, wenn ihr Hobby „Leute beobachten“ ist): Ein kleines Mädchen stand mit ihrem Vater vor dem gemieteten Kaufhaus-Nikolaus, um ein paar Süßwaren abzustauben. Nachdem sie ihren Schoko-Weihnachtsmann hatten, sind sie wieder gegangen, ohne etwas zu kaufen. Kurz darauf habe ich die beiden noch einmal in einem anderen Supermarkt beobachtet, wo sich das Gleiche abspielte. Mittlerweile schien dem Mädchen diese Tour aber peinlich zu sein – so angestrengt, wie sie den Boden angesehen und sich an der Hand ihres Vaters gewunden hat. Der gut gelaunte Vater schien aber wild entschlossen, seinem kleinen Mädchen sämtliche Gratis-Süßigkeiten dieser Welt zu verschaffen. Ich vermute einfach mal, dass er nicht gerade ein Zahnarzt mit einer Villa in einem der Nobelviertel Hamburgs war (es sei denn er wäre ein echter Geizhals, der sich auch gleich noch mit einem schäbbigen Mantel getarnt hat und... – nun, die Geschichte spinne ich vielleicht ein anderes Mal weiter.

Und wie ich das Mädchen so ansah, stand plötzlich meine Hauptfigur Tanja vor mir. Die ist mitte 30, aber eigentlich immer noch das Mädchen, dem die Weihnachtszeit (genau genommen ein umstürzender Weihnachtsbaum) die Mutter geraubt hat, so dass ihr schräger Vater sie alleine durchbringen musste – nicht immer zu ihrem Behagen. Diesen Handlungs-Strang mag ich besonders gerne. Dies ist und bleibt eine romantische Komödie, in der es sich natürlich darum dreht, ob Mann und Frau sich am Ende kriegen – aber eben nicht nur. Durch die Vater-Tochter-Geschichte habe ich Raum für nachdenkliche und sogar melancholische Momente geschaffen, die ich in Komödien sehr mag. So ist’s wie im echten Leben: Man bekommt von allem etwas.

Teil 2: Bollywood
Sharukh Khan
and me
Nun zum zweiten Bruchstück: die Bollywood-Filme. Ja, ja, ja, ich gestehe, ich mag sie! Und einmal wollte ich in einem meiner Bücher unbedingt eine Bollywood-Tanzszene unterbringen.  Die habe ich mir nun gegönnt. Vielleicht mag ich mein Genre („Chick Lit“, obwohl ich „romantische Komödie“ irgendwie lieber mag) genau deswegen: Jede Verrücktheit ist möglich, wenn sie nur innerhalb der Geschichte schlüssig ist. Abgesehen davon spielt Bollywood im fertigen Buch aber kaum noch eine Rolle. Geblieben ist sind die indischen Wurzeln von Tanjas Freund und die Tanzszene gegen Ende des Buches.  Ich vermute, dass es vielen Autoren so geht: Sie marschieren mit einer fixen Idee los, die sie hinter sich lassen, wenn sich etwas Besseres ergibt. Doch ist sie absolut notwendig, um erst mal zu starten. Die Todesangst vor dem weißen Stück Papier ist nämlich absolut keine Erfindung – hat man aber einen guten Plan, ist alles gleich viel weniger schlimm.


Ende

P. S. Nur für die, die ernsthaft noch mehr wollen: Das Bollywood-Extra für Hasser und Liebhaber des Bombay-Kinos (oder überhaupt des Kinos) mit entsetzlich vielen Film-Verweisen

Wer die beiden Vorgänger-Bücher gelesen hat, der hat sicher schon eine vage Vermutung: Die Autorin ist eine echte Film-Fanatikerin. Wenn es ums Kino geht, bin ich relativ wahllos und auf kein Genre festgelegt. Auch funktioniert zumindest in diesem Bereich mein Gedächtnis phänomenal. Ich speichere einfach jede Information ab, selbst die Regisseure, Darsteller und Produktionsjahre von Filmen, die ich nie gesehen habe. Ich kann nicht anders. Selbst meine Abschlussarbeit an der Uni drehte sich um Filme (die von Pedro Almodóvar), obwohl ich eigentlich Literaturwissenschaft studiert habe.

Tendenziell stelle ich aber eine gewisse Vorliebe für britische Filme, die oft die perfekte Mischung aus Witz, Melancholie, Absurdität und Menschlichkeit mitbringen, die ich liebe. So bin ich auch zum Bollywood-Film gekommen. Ich wollte unbedingt die indische Verfilmung (mit Tanz, Gesang und allem drum und dran) von Jane Austens Stolz und Vorurteil sehen. Statt „Pride and Prejudice“ hieß die „Bride and Prejudice“ und war wirklich.... nun ja... amüsant (übrigens nicht die einzige in Indien angesiedelte Verarbeitung des Stoffs, offenbar haben die ehemaligen Kolonial-Herren ihre Spuren hinterlassen: Es gibt noch „Lebe lieber indisch“, da die Regisseurin dieser Variante aber seit Ewigkeiten in Großbritannien beheimatet ist, fehlt irgendwie der Extra-Schuss-Exotik, so dass man sich lieber gleich eine englische Verfilmung anguckt).

Auf jeden Fall wollte ich danach mehr Bollywood. Es ist bisweilen wunderbar, sich den Kopf nicht über all die Grautöne zu zerbrechen, sondern einfach nur Schwarz und Weiß – bzw. in diesem Fall Knallbunt – geliefert zu bekommen. Die Bösen sind echt böse, die Guten sind niederschmetternd gut – und am Ende gibt es meist ein Happy-End, selbst wenn dafür mal ein paar Wiedergeburten notwendig sind, denn, so Sharukh Khan in dem Film  „Om Shanti Om“: „Wenn der Film kein gutes Ende hat, dann ist es noch nicht das Ende.“ (Wird übrigens zitiert von Dev Patel aus „Slumdog Millionaire“ in der grandiosen britischen Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“).

Natürlich hat all die knallbunte Glückseligkeit einen klitzekleinen Haken: Vielleicht erinnern mich die Filme  nicht ohne Grund an die unschuldigen Musicals der ganz frühen Hollywood-Ära. Bollywood, die derzeit produktivste Filmwirtschaft der Welt, weist  offenbar hinter den Kulissen die gleichen kriminellen Verflechtungen mit der Unterwelt auf, wie das ganz alte, nicht immer so unschuldige Hollywood-Kino. Da entpuppt sich im echten Leben schon mal ein Filmproduzent als Waffenhändler (zum Beispiel:  http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9279731.html). Hmmm...

Zum Abschluss noch einen Tipp für all diejenigen, die diese Filme aus sicher überzeugenden Gründen hassen: die großartige Satire „Bollywood“ von Shashi Taroor. Dieser wunderbare Schriftsteller war viele Jahre der Generalsekretär Kofi Annans. Und so böse und witzig wie in „Bollywood“ kann  vielleicht nur ein gebürtiger Inder über das indische Kino urteilen (wie übrigens die besten USA-Satiren ja auch von US-Amerikanern stammen, mein derzeitiger Favorit an dieser Front ist  der Film „Moonrise Kingdom“). Eine wirklich leidenschaftliche Hassliebe bringt man nur der eigenen Heimat hingegen.


geschrieben von Jana Seidel




  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442478154
  • ISBN-13: 978-3442478156



Ich hoffe, euch hat der Blick hinter die (Bollywood-) Kulisse gefallen? :)


Dienstag, 27. November 2012

[Blog-Tour] Ankündigung: „Deine Seele in mir“ von Susanna Ernst

Endlich ist es soweit:

„Deine Seele in mir“ von Susanna Ernst

erscheint am 3. Dezember als Taschenbuch!!!

Susanna Ernst und wir finden: das ist ein Grund zum Feiern!
Und wie könnte man besser feiern, als mit einem richtig tollen Gewinnspiel?



Die Preise:
Der 1. Preis ist ein Fan-Paket, bestehend aus einem von Susanna Ernst signiertem Exemplar des Taschenbuches, einer Tasse und einem Mousepad. Zusätzlich gibt es noch ein Lesezeichen und eine Autogrammkarte von Susanna Ernst.
Der 2. Preis ist ein Fan-Paket, bestehend aus einem von Susanna Ernst signiertem Exemplar des Taschenbuches und einem Notizbuch. Zusätzlich gibt es noch ein Lesezeichen und eine Autogrammkarte von Susanna Ernst.
Der 3. Preis ist ein von Susanna Ernst signiertes Exemplar des Taschenbuches, ein Lesezeichen und eine Autogrammkarte von Susanna Ernst.
Der 4. – 6. Preis ist jeweils ein eBook „Deine Seele in mir“.



Die Blogtour und die Tourdaten:
Fünf Tage lang erfahrt ihr jeden Tag etwas Anderes, Neues und Spannendes über die Autorin und über das Buch „Deine Seele in mir“ auf den folgenden Blogs:
am 30.11. im Bücherkaffee
am 01.12. auf Buch-Plaudereien
am 02.12. auf BuchZeiten
am 03.12. auf Cinema in my Head
am 04.12. in Claudia’s Bücherregal und
am 05.12. auf Words-made-Books

Was genau euch an den jeweiligen Tagen erwartet, verraten wir noch nicht. Lasst euch einfach überraschen! Aber wir versprechen: es wird interessant und spannend!
Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am 06.12.

So funktioniert es: In jedem Blogbeitrag gibt es während der Tour ein oder zwei Wörter, die in Rot geschrieben sind. Diese Wörter müsst ihr finden, euch merken und am Ende der Tour zu einem Satz zusammensetzen. Wenn ihr diesen Satz vollständig zusammengefügt habt, schreibt ihr eine Email mit dem Betreff „Deine Seele“ an mail@buchplaudereien.de.

Einsendeschluss ist am Mittwoch, den 05.12.2012 um 23.59 h!
Die Preise verlosen wir dann unter den richtigen Einsendungen.

Noch Fragen? Nein? Dann wünschen wir euch viel Spaß auf der Tour und natürlich viel Glück!


Montag, 26. November 2012

[Gewinner] # 46 Weihnachtliches Quartett

Hallo ihr Lieben!

Bis gestern konntet ihr an meinem Gewinnspiel teilnehmen.
Zu gewinnen gab es diese vier literarischen Adventskalender:

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der
für die Möglichkeit, diese Bücher zu verlosen.




Ausgelost habe ich mit random.org und gewonnen haben:

*Trommelwirbel on*
Michèle S. aus E.
Fiona D. aus M. 
Sandra B. aus D.
Kora K. aus B.-F.
* Trommelwirbel off*

Wie immer verrate ich nicht, wer was gewonnen hast :)

Ich verschicke die Preise morgen.

Sonntag, 25. November 2012

[Rezension] Jäger, Mia (Hrsg.) - Morgen, Freundchen, wird's was geben!: 24 punschvergnügte Weihnachtsgeschichten

Weihnachten - das Fest der Liebe. Oft gilt aber auch: Vorweihnachtszeit - die Wochen der erzwungenen Familienidylle, des Stresses und des Weihnachtswahnsinns. Dieser literarische Adventskalender bietet 24 vergnügliche Kurzgeschichten, die mit Humor über die negativen Seiten hinweg helfen sollen und den Dezember wieder zu einem schönen Monat werden lassen. Täglich kann man eine Geschichte von einem der sechzehn Autoren genießen und somit dem Weihnachtsterror jeden Tag für ein paar Minuten entkommen und wer dazu noch mehr benötigt, findet am Ende einen kleinen Punschrezepteteil für Getränke, Kuchen und Torte.

Bisher kannte ich aus dem Knaur Verlag lediglich die literarischen Adventskalender "Glöckchen, Gift und Gänsebraten" und "Maria, Mord und Mandelplätzchen". Beides sind weihnachtliche Kurzgeschichtensammlungen aus dem Krimi-Genre. Obwohl ich gerne Krimis lese, habe ich mich gefreut, dass es nun auch einen Adventskalender mit Geschichten aus anderen Genres gibt. " Morgen, Freundchen, wird's was geben!" bietet abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Geschichten werden aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, da die Protagonisten manchmal weibliche und manchmal männliche Erwachsene sind, aber auch Kinder gehören dazu. Die Erzählungen sind humorvoll, romantisch, märchenhaft oder einfach nur weihnachtlich. Aber es geht nicht immer nur besinnlich zu, sondern manchmal auch spannend, so dass Raubüberfälle, Pistolen und Drogen nicht fehlen. Die Sammlung deckt also nahezu alle Wünsche ab und jedes Titelblatt zu den einzelnen Geschichten ist mit Illustrationen von Schneeflocken dekoriert.


Folgende Autoren sind in der Kurzgeschichtensammlung 
mit ein oder zwei Geschichten vertreten:

Kirsten RickGernot Gricksch
Gabriella Engelmann
Steffi von Wolff
David Schalko
Christian Moser
Thomas Mersch & Tobias Könighausen
Silke Schütz
Susanne Wahl
Nina George
Birgit Schöneberger
Jens Teutsch-Majowski
Markus Heitz
Tania Krätschmar
Tanja Kinkel
Anne West

Inhaltlich begegnet man unter anderem einem Mädchen, dass eine Verschwörung vermutet und verzweifelt den einzig wahren Nikolaus sucht, Erwachsenen, die versuchen Weihnachten zu umgehen um letztendlich doch von der tollen Atmosphäre oder dem Wahnsinn gepackt zu werden, einer Frau, die an einer seltenen Phobie leidet, oder auch Menschen, die in dieser stressigen Zeit auch noch schwerwiegende Entscheidungen oder aber die große Liebe treffen. Neben den 22 Geschichten beinhaltet das Buch auch noch zwei winterliche Comics, die dem Leser aufzeigen, dass auch der Teufel an Weihnachten nicht unbeteiligt ist.

Diese Anthologie hat mich sehr gut unterhalten. Besonders das bunt gemischte Potpourri konnte überzeugen, denn vorab weiß man nie, aus welchem Genre die nächste Geschichte stammt. Bei Kurzgeschichten erhoffe ich mir am Ende etwas Überraschendes oder eine unerwartete Pointe. Manche Geschichten gaben dieses leider nicht her, sondern sprachen nur das Herz oder die Lachmuskeln an und verzichteten auf einen besonderen Schlusseffekt. Das ist mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch, allerdings ist das auch Geschmackssache, ob man dieses Stilmittel gerne mag oder eher nicht.

Fazit: Literarische Adventskalender liegen meiner Meinung nach voll im Trend und die gebotene Vielfalt in "Morgen, Freundchen, wird's was geben!" sorgt dafür, dass man sich auf seine "tägliche Geschichten-Dosis" mehr freut, als auf ein einfaches Stückchen Schokolade aus dem herkömmlichen Adventskalender.

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426512599
  • ISBN-13: 978-3426512593
  • Verlag:


Samstag, 24. November 2012

[Rezension] Einwohlt, Ilona - Miss Christmas und ich: Sinas Adventskalender-Geschichte in 24 Kapiteln zum Aufschneiden

Sina wurde in ihrem Heimatort zur "Miss Christmas" gekürt und freut sich darauf im Dezember jeden Tag Plätze wie den Weihnachtsmarkt oder die Kindergärten zu besuchen, um dort Geschenke zu verteilen. Schnell stellt Sina jedoch fest, dass das Projekt in diesem Jahr anders organisiert wurde. Jedes Geschenk strotzt vor Werbung für ein Luxus-Spa-Resort, welches im nächsten Jahr den Park und die beliebte Freizeitfläche im Ort platt machen will, um dort ein riesiges Luxuscenter zu errichten. Sina fühlt sich als Werbemaskottchen missbraucht, zumal sie gegen den Bau ist und das "Krähenberg"-Gelände erhalten möchte.

SO hatte Sina sich das "Miss Christmas"-Projekt wirklich nicht vorgestellt Sie wollte Freude verbreiten und den gehetzten und gestressten Menschen mit ihren Geschenken wieder etwas Weihnachtsstimmung einhauchen. Stattdessen muss sie nun Werbung für diesen korrupten Unternehmer machen. Am liebsten würde Sina das Handtuch schmeißen, aber sie ist vertraglich an diese Aufgabe gebunden. Dieses Verhalten einfach so hinnehmen will sie allerdings auch nicht und somit überlegen Sina und ihre Freunde, was sie dagegen unternehmen können.

"Miss Christmas und ich" ist eine Adventskalender-Geschichte in 24 Kapiteln, die die Dezembertage bis zum Heiligabend versüßt. Damit der Leser im "Rausch" nicht bereits alle Kapitel an einem Tag liest, wurde der Roman  mit perforierten, geschlossenen Seiten ausgestattet. Zwei Seiten sind also geschlossen und lassen sich problemlos mit einem Brieföffner, Lineal oder einem stabilen Lesezeichen öffnen. Die Innenseiten beinhalten die Geschichte, die Außenseiten werden von Illustrationen und Rezepten geziert. Jedes Kapitel besteht aus zwei geschlossenen Seiten, nachdem Öffnen dann aus vier Textseiten. Durch das Öffnen der Seiten erlebt man das beliebte Adventskalender-Feeling. Außerdem sind die einzelnen Kapitel mit ihren vier Seiten nicht zu lang, sondern wären selbst kurz vorm Schlafengehen noch machbar. Ich habe im letzten Jahr bereits ein Adventkalenderbuch dieser Art gelesen und bin von der Idee mit den perforierten Seiten immer noch begeistert.

Ilona Einwohlt hat eine liebenswerte Protagonistin erschaffen. Sina ist ein aufgewecktes Mädchen mit dem Herz an der richtigen Stelle und ihr Dilemma wird authentisch vermittelt. Sina lässt sich aber nicht unterkriegen, weder von dem korrupten Unternehmer, noch von den arroganten Mitschülern und der Roman verdeutlicht, wie wichtig Freunde sind und was man zusammen alles erreichen kann, denn eins sei bereits gesagt: Sina wahren Freunde lassen sie nicht hängen und zusammen haben sie tolle Ideen, wie sie ihr helfen wollen, sich zu wehren.

Mir hat das Buch gut gefallen. Für Erwachsene ist das Geschehen natürlich sehr vorhersehbar, aber sie sind auch nicht die angestrebte Zielgruppe, sondern 8-10 jährige Kinder. Diese sind sicherlich täglich aufs Neue gespannt, wie Sina ihr Problem lösen wird und wer am Ende gewinnt: das Luxus-Spa-Resort oder der Krähenberg. Sinas Kampfgeist und die tollen Ideen ihrer Freunde kommen beim Leser bestimmt gut an.

Fazit: Der Roman ist eine kindgerechte Mischung aus einer spannenden Geschichte, dekoriert mit Humor und weihnachtlicher Atmosphäre, die die Wartezeit auf Heiligabend sicherlich verkürzen kann.

  • Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: Arena (September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401067427
  • ISBN-13: 978-3401067421
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre 
  • Homepage der Autorin
  • Verlag:


Freitag, 23. November 2012

[Rezension] Reichs, Kathy - Tempe Brennan (14) Fahr zur Hölle

Auf einer Müllhalde wird ein Teerfass geborgen, in dem sich menschliche Überreste befinden. Die Ermittler gehen die Vermisstenanzeigen durch, außerdem gehen Hinweise aus der Bevölkerung ein. Es wird unter anderem eine junge Frau vermisst, seitdem sie vor zwölf Jahren mit ihrem damaligen Highschoolfreund plötzlich vom Erdboden verschwand. Die damaligen Ermittlungen scheinen zu früh eingestellt worden zu sein. Wurde vor über einem Jahrzehnt etwas vertuscht? Hatte das Verschwinden der beiden etwas mit einer rechtsextremen Gruppe zu tun, in welcher der junge Mann involviert war? Und handelt es sich bei der Leiche tatsächlich um die junge Frau? Tempe Brennan wäre nicht Tempe Brennan, wenn sie diese Fragen nicht bald beantworten könnte.

"Fahr zur Hölle" ist bereits der 14. Teil der Buchserie um die forensische Anthropologin Dr. Temperance "Tempe" Brennan. Mir gefällt an den Romanen besonders gut, dass sich Kathy Reichs nicht nur auf Leichenteilen ausruht, sondern immer ein oder zwei weitere Themen eine Rolle spielen. Nachdem es im letzten Roman um die Identifizierung von im Einsatz getöteten Soldaten auf Hawaii ging, dreht sich dieses Mal das Geschehen um das große NASCAR-Rennwochenende, welches jährlich in Charlotte statt findet und 200.000 Motorsport-Fans anlockt.

Im Gegensatz zu ihren letzten Büchern hat die Autorin in diesem Roman nicht allzu viele sachliche Informationen und Abkürzungen eingebaut, was sicherlich einigen Lesern wieder einen besseren Lesefluss ermöglicht. Allerdings muss man erneut mit sehr vielen Charakteren jonglieren, denn Kathy Reichs spart nicht an Personen und daher ist ein sorgsames Lesen unabdingbar. Inhaltlich hat mir der letzte Roman etwas besser gefallen, da ich die Thematik (Identifizierung der Soldaten) interessanter finde als Motorsport. Außerdem spielten viele Nebenhandlungen eine größere Rolle und so geriet die forensische Anthropologie leider etwas in den Hintergrund.

Des Weiteren fehlte mir der fetzige Schlagabtausch zwischen Ryan und Tempe. Er spielt kaum noch eine Rolle und das finde ich doch sehr schade, denn deren Geplänkel war immer sehr unterhaltsam und ich bin gespannt, ob Ryans Rolle in den nächsten Romanen wieder größer werden wird oder ob die Autorin ihn nach und nach aus der Serie nimmt.



Fazit:  Ich hätte dem Roman 3,5 Sterne gegeben, aber da ich keine halben vergebe, habe ich mich für 3 Sterne entschieden. Das Buch ist durchaus lesenswert, aber Kathy Reichs kann definitiv besser und spannender schreiben. Somit hoffe ich auf eine Steigerung in Band 15.

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Blessing (12. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673254
  • ISBN-13: 978-3896673251
  • Originaltitel: Flash and Bones 
  • Verlag:


                                       Die Temperance-Brennan-Reihe:
          1. Tote lügen nicht
          2. Knochenarbeit   
          3. Lasst Knochen sprechen
          4. Durch Mark und Bein     
          5. Knochenlese  
          6. Mit Haut und Haar    
          7. Totenmontag       
          8. Totgeglaubte leben länger     
          9. Hals über Kopf    
          10. Knochen zu Asche        
          11. Der Tod kommt wie gerufen      
          12. Das Grab ist erst der Anfang   
          13. Blut vergisst nicht        
          14. Fahr zur Hölle       
          15. Knochenjagd 


Donnerstag, 22. November 2012

[Das Autoren 1x1] Susanne Oswald

Heute bei "Das Autoren 1x1": 


Susanne Oswald




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Als Kind wollte ich Schriftstellerin werden und habe aus dieser Zeit noch Märchen, die ich geschrieben habe. Während der Pubertät habe ich den Zugang zu diesem Traum verloren und ihn für lange Jahre vergessen. Ende zwanzig habe ich die Schreiblust wiederentdeckt und mit 40 den Sprung ins Autorenleben geschafft.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Ich kann mir einfach nichts Schöneres vorstellen. Es ist genau das, was ich tun möchte. Ich liebe die Planung, das Schreiben, Lesungen, den Kontakt zu Lesern, Pressearbeit – nur auf die Warterei könnte ich verzichten. Als Autor wartet man eigentlich IMMER! Und ich hasse es zu warten. Aber für das Glück Autor sein zu dürfen, ist dieser Preis gering. 

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Fettnäpfchen, Liebe, Döner, Vegetarismus, Chaos, Wabbelknie und GABi.
„Liebe heißt Tofu“, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2012

Anmerkung von Emmi: Das ist echt ein dicker Mops! Eine Autorin zur Vorstellung EINES Buches zu zwingen. Wie soll sich denn eine Mutter zwischen ihren Buchkindern entscheiden? Deshalb stelle ich mich einfach auch noch vor. Wäre doch vermopst, wenn ich übergangen werde!
„Emmis verliebtvermopste Welt“ und „Emmis verliebtverrockte Welt“, Thienemann Verlag / Planet Girl 2010 und 2011.

Anmerkung der Autorin: Sorry, manchmal sind die Figuren einfach stärker als ich. Emmi ließ sich nicht bremsen.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Der Schreibprozess selbst findet meist am Schreibtisch statt – mit Blick auf eine Kuhweide. Aber in der Planungsphase bin ich gerne unterwegs, überlege, während ich mit meinem Mops Töps spazierengehe. Auch wenn ich zwischendurch nicht weiterkomme, hilft mir Bewegung und Abwechslung.
Manchmal koche ich mir einen Tee oder zünde eine Kerze an.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Schreiben und lesen und lesen und schreiben. Es braucht viel Übung, viel Geduld und Kritikfähigkeit. Und niemals auf DKZ-Verlage reinfallen. Wichtige Adresse hierzu: http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/




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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
blau – eindeutig und schon immer!

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Schriftstellerin

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Ich liebe Suppen aller Art, besonders Hühnersuppe, aber auch Graupen, Tomaten, Blumenkohl, Spargel ...

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?

Am liebsten lese ich abwechslungsreich und wechsle zwischen Kinder- und Jugendbüchern, Krimis (nicht zu blutig und heftig), Frauenromanen ... Ich fände es schlimm, wenn ich mich auf ein Genre festlegen müsste.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Gesundheit steht über allem.
Ansonsten wünsche ich mir natürlich Erfolg und viele viele begeisterte Leser.
Ich träume davon, dass meine Bücher auch mal als Hörbücher rauskommen, in andere Sprachen übersetzt oder sogar verfilmt werden.
Abgesehen vom Schreiben würde ich sehr gerne mal mit meiner Stimme arbeiten, ein Hörbuch einlesen oder etwas synchronisieren. Wobei ich natürlich weiß, dass das nicht so einfach ist! Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich nie herausfinden, ob ich es kann.



Diese Bücher von Susanne Oswald könnten z.B. in deinem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Susanne, dass du beim "Das Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 21. November 2012

[Rezension] Reichs, Kathy - Tempe Brennan (13) Blut vergisst nicht

Eine Wasserleiche landet auf dem Tisch von Dr. Temperance „Tempe“ Brennan. Eigentlich nichts Ungewöhnliches für die forensische Anthropologin. Sie stellt sie bei ihrer Untersuchung schnell fest, dass es sich bei dem Toten um John Charles Lowery handelt. Mysteriöserweise verstarb dieser jedoch bereits 1968. Angetrieben von dem verwirrenden Ergebnis forscht Tempe weiter und eine heiße Spur führt sie nach Hawaii, wo Institutionen versuchen im Krieg getötete US-Soldaten zu identifizieren. Tempe hat nicht viel Zeit die schöne Insel zu genießen, denn sie wird mit zahlreichen Leichenteilen konfrontiert und schafft es sich schnell gefährliche Gegner zu machen.

Kathy Reichs hat ihre Protagonistin Tempe Brennan in ihrem 13. Fall einen besonders verzwickten Fall vorgesetzt. Wie kann ein Mensch zwei Mal sterben? Sind Tempes Ergebnisse nicht korrekt oder wurde damals eine Leiche fälschlicherweise als John Charles Lowery identifiziert? Gepackt vom eigenen Ehrgeiz versucht Tempe Licht ins Dunkle zu bringen, stößt dabei aber auf zahlreiche Mauern des Schweigens und unkooperative Menschen.

Ein Großteil der Handlung spielt auf Hawaii, was eine schöne Abwechslung zu den sonstigen Schauplätzen Quebec und North Carolina darstellt, wo Tempe ansonsten ihre Fälle bearbeitet. Die Autorin ermöglicht dem Leser einen anderen, ungewohnten Blickwinkel auf diese schöne Insel. Für die meisten war es bisher wohl eher einfach nur ein Urlaubsparadies, aber es wird sicherlich nur den wenigsten bekannt gewesen sein, dass sich auf dieser Insel Institutionen damit beschäftigen, im Einsatz getötete Soldaten wieder eine Identität zu geben, damit deren Familien die Überreste beerdigen können. Ziemlich ausführlich beschreibt Kathy Reichs die Vorgehensweisen und die Organisationen. In manchen Passagen wirkt der Roman daher eher wie ein Sachbuch und es wird munter mit zahlreichen Abkürzungen um sich geschmissen, die jedoch stets erklärt werden. Dieses löst die Autorin sehr geschickt durch den Polizisten Ryan, denn er hat von dieser Thematik ebenfalls keine Ahnung und so werden Ryan und der Leser gleichzeitig aufgeklärt. Dem einen oder anderen stößt diese Detailliertheit evtl. etwas negativ auf, es zeigt jedoch, wie genau die Autorin sich mit dem Thema auskennt oder wie gründlich sie recherchiert hat und es spricht meiner Meinung nach auch nichts dagegen, wenn ein Roman aus dem Belletristik-Bereich nicht nur unterhält, sondern auch Wissen vermittelt.

Der 13. Roman dieser Buchreihe beginnt sofort mit der Identifikation der Wasserleiche und der Feststellung, dass dieser Mann bereits verstorben ist. Es gibt dementsprechend kein langes "Intro", was mir sehr gefallen hat. Die Aufklärung des verzwickten Falles taucht tatsächlich erst gegen Ende des Romans auf und war von mir nicht vorherzusehen. Auf der einen Seite wirkt die Auflösung vielleicht etwas konstruiert, aber auf der anderen Seite beruht diese einfach auf Tatsachen, aus denen die Autorin einen interessanten Fall gestrickt hat. Nur weil nicht jeder Normalsterbliche dieses Phänomen kennt, ist es für mich nicht an den Haaren herbei gezogen, wie andere Leser bemängelt haben. Die Realität zeigt seit jeher, dass sie grausamer, mysteriöser oder seltsamer sein kann, als jeder Kriminalroman. 

Ich würde lediglich kritisieren, dass die Autorin sich vielleicht etwas mehr auf die Haupthandlung hätte konzentrieren können und dafür ein oder zwei Nebenhandlungen hätte weglassen sollen, denn die teilweise verworrene Geschichte wirkt dadurch manchmal etwas verwirrend, besonders dann, wenn man den Roman nicht in ein oder zwei Tagen lesen kann.



Fazit:  Mir hat der Roman besser gefallen, als der letzte Band dieser Buchserie. Die ganzen negativen Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen, was aber auch daran liegen mag, dass ich mich sehr für Anthropologie interessiere und daher die ausführlichen Details als informativ und nicht als störend empfunden habe.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (16. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453436172
  • ISBN-13: 978-3453436176
  • Originaltitel: Spider Bones
  • Verlag:


                                       Die Temperance-Brennan-Reihe:
          1. Tote lügen nicht
          2. Knochenarbeit   
          3. Lasst Knochen sprechen
          4. Durch Mark und Bein     
          5. Knochenlese  
          6. Mit Haut und Haar    
          7. Totenmontag       
          8. Totgeglaubte leben länger     
          9. Hals über Kopf    
          10. Knochen zu Asche        
          11. Der Tod kommt wie gerufen      
          12. Das Grab ist erst der Anfang   
          13. Blut vergisst nicht        
          14. Fahr zur Hölle       
          15. Knochenjagd 


Dienstag, 20. November 2012

[Buch-Trailer] Stiefvater, Maggie - Rot wie das Meer

Hallo zusammen,

heute habe ich euch mal wieder einen Buchtrailer mitgebracht und zwar zu diesem Buch:

  • Gebundene Ausgabe: 430 Seiten
  • Verlag: Script5 (November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001471
  • ISBN-13: 978-3839001479
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren


Viel Spaß!




Sonntag, 18. November 2012

[Rezension] Wieja, Corinna - Detective Invisible - Kommisar Unsichtbar Krimi für Kids (Englische Krimis für Kids)

Als Josys Mutter ein altes Haus in England erbt, verbringen die beiden die Sommerferien dort. Schnell bemerkt Josy, dass es im alten Herrenhaus spukt. Allerdings ist es kein gruseliger Geist, sondern "Smartypants", ein ehemaliger Meisterdetektiv. Dieser spukt seit Jahrzehnten im Haus herum, da er seinen letzten Auftrag nicht erfüllen konnte und somit seine letzte Ruhe nicht finden kann. Sofort willigt Josy ein ihm zu helfen und zusammen machen sie sich auf die Suche nach einem Rubin, der einer ehemaligen Besitzerin des Hauses gestohlen wurde. Ganz ungefährlich bleibt dieses Abenteuer natürlich nicht.

Meiner Meinung nach wird das Beherrschen der englischen Sprache immer wichtiger und daher bin ich sehr dafür, dass sich Kinder damit intensiv auseinandersetzen. Außerdem bin ich ein Verfechter von "Lernen mit Spaß" und dieses Buch kombiniert diese beiden Ansätze sehr gut.

Der Kinderroman um Josy, ihren neuen Freund Jared und den Detektive-Geist Smartypants ist flüssig und spannend geschrieben. Eine schöne Geschichte, bei der die jungen Leser mitfiebern können. Ganz nebenbei vergrößern sie ihren englischen Wortschatz und entwickeln ein Gefühl für die englische Sprache. 

Dieses Buch besitzt einen Englischanteil von ca. 30%. Dieser tritt meistens in den Dialogen auf, da Josy und ihre Mutter sich mittlerweile in England befinden. Schwierige Wörter sind in "fett" gedruckt und werden auf der jeweiligen Seite am unteren Rand sofort erklärt. Somit muss man nicht lange blättern, um die Übersetzung zu finden.

Solche Bücher sollten des Öfteren in Schulen eingesetzt werden, da sie einen einfachen Zugang zur englischen Sprache ermöglichen. Außerdem sind diese Romane ideal, um Kinder, die gerne lesen, aber mit dem Englischen noch Schwierigkeiten oder Berührungsängste habe, zu motivieren, denn dieses Buch wirkt absolut nicht wie eine langweilige Schullektüre, sondern wie ein ganz normaler, spannender Kinderkrimi - nur eben mit einigen englischen Passagen.


Fazit:  "Detective Invisible" ermöglicht eine spannende Unterhaltung für Kinder ab 10 Jahren mit gleichzeitiger Verbesserung  der Englischkenntnisse. Besser geht's nicht. Daher absolut empfehlenswert.

  • Taschenbuch: 120 Seiten
  • Verlag: Langenscheidt (4. September 2012)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
  • ISBN-10: 3468208928
  • ISBN-13: 978-3468208928
  • Homepage der Autorin


Samstag, 17. November 2012

[Rezension] Reichs, Kathy - Tempe Brennan (12) Das Grab ist erst der Anfang

Detective Andrew Ryan arbeitet zurzeit an einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Mehrere ältere Frauen wurden brutal ermordet, aber eine Verbindung ist nicht erkennbar. Erst Dr. Temperance „Tempe“ Brennan, forensische Anthropologin in den USA und Kanada, deckt einen möglichen Zusammenhang auf. Weitere Ermittlungen werden jedoch dadurch behindert, dass Tempe Brennan vorgeworfen wird, dass sie mehrere Autopsien nachlässig durchgeführt oder sogar absichtlich manipuliert habe. Sie muss somit nicht nur die Geheimnisse der Leichen enthüllen, sondern auch dahinter kommen, wer sie anschwärzen will.

Der Roman hat einen hervorragenden Titel erhalten, denn das Grab ist erst der Anfang des Romans. Tempe Brennan befindet sich nämlich in den ersten Kapiteln in einem Grab. Gefesselt an den Händen und Füßen muss sie zunächst erst einmal ihre Gedanken ordnen, um überhaupt nachvollziehen zu können, was passiert ist. Anschließend muss sie versuchen zu fliehen, denn ansonsten droht sie in dem unterirdischen Grab zu erfrieren. Die eigentliche, bereits vergangene Handlung wird immer wieder durch kurze Kapitel aus der Gegenwart unterbrochen, in der Tempe in diesem Grab gefangen ist, bis schlussendlich diese beiden Handlungsstränge zusammen laufen.

Ich habe schon länger keinen Roman dieser Reihe mehr gelesen und habe vor, die noch fehlenden Bände in kurzer Zeit nachzuholen. Leider habe ich die Tempe Brennan in besserer Erinnerung und der zwölfte Band der Buchserie konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Zum einen verliert sich Kathy Reichs teilweise in langatmigen Beschreibungen, zum anderen werden zu viele Nebenhandlungen aufgegriffen, die für den eigentlichen Plot nicht erforderlich sind. 

Zudem hat mich gestört, dass viele Kapitel mit einem künstlich erschaffenen Cliffhanger enden. Wenn die Handlung es hergibt, habe ich kein Problem mit einem Cliffhanger. In diesem Roman wurden diese jedoch nicht durch einen Szenenwechsel oder ähnliches erzeugt, sondern dadurch, dass die Autorin Phrasen wie "... und dann begann die Katastrophe..." benutze. Das wirkte auf mich zu gekünstelt und zum anderen kam dann anschließend nicht mal die "versprochene" Katastrophe, obwohl die Szene weiterging. Wenn man diese Cliffhanger so krampfhaft erzeugen muss, dann sollte man sie lieber ganz einsparen.

Das letzte Problem, dass ich mit diesem Buch hatte, war die Vorhersehbarkeit. Der Klappentext hat bereits etwas zu viel verraten und somit war für mich von Anfang an klar, wer Schuld an einer bestimmten Sache trug. Am Ende wird dann zwar überraschenderweise noch eine weitere Person integriert, aber das hat dann auch keine große Begeisterung mehr bei mir auslösen können.

Forensische Anthropologie finde ich immer noch unglaublich interessant und diese wurde auch gut und ausführlich im Roman eingebaut. Ebenso die Bedeutsamkeit einer sorgfältigen Autopsie und neue Untersuchungsmethoden. Dieses hat dafür gesorgt, dass ich trotz der o.g. "Mängel" das Buch gerne gelesen habe, aber es hat letztendlich doch nur zu einem mittelmäßigen Lesevergnügen gereicht und ich hoffe, dass ich bei den nächsten Bänden wieder auf die alte Kathy Reichs stoßen werde.




Fazit:  Die Tempe Brennan Romane waren schon mal fesselnder. Die zwölfte Band kommt leider nicht über eine Mittelmäßigkeit hinaus.

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Blessing; Auflage: 1. Auflage. (2. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896673238
  • ISBN-13: 978-3896673237
  • Originaltitel: 206 Bones
  • Verlag:


                                       Die Temperance-Brennan-Reihe:
          1. Tote lügen nicht
          2. Knochenarbeit   
          3. Lasst Knochen sprechen
          4. Durch Mark und Bein     
          5. Knochenlese  
          6. Mit Haut und Haar    
          7. Totenmontag       
          8. Totgeglaubte leben länger     
          9. Hals über Kopf    
          10. Knochen zu Asche        
          11. Der Tod kommt wie gerufen      
          12. Das Grab ist erst der Anfang   
          13. Blut vergisst nicht        
          14. Fahr zur Hölle       
          15. Knochenjagd