Mittwoch, 6. Februar 2013

[Die Story hinter dem Buch] Clark, Janet - Rachekind




heute:




Clark, Janet - Rachekind







Angefangen hat alles mit einer wahren Geschichte, die mich ein Jahr nicht losgelassen hat. Also habe ich mir die  Erlaubnis eingeholt, die Geschichte als Grundidee für einen ansonsten natürlich völlig fiktiven Thriller verwenden zu dürfen. Das war die Inspiration für „Rachekind“. Und da die Grundstory wirklich Gänsehautfaktor hatte, musste das Buch ein Mysterythriller werden.

Noch bevor ich zu Plotten begonnen hatte, las ich verstörende Berichte über Todesfälle in englischen Kinderheimen. Fast parallel dazu kamen die Missbrauchsfälle in deutschen Internaten und Heimen an die Öffentlichkeit. Ein Alptraum. Diese seelische und physische Not, diese Einsamkeit, die Unmöglichkeit, sich zu wehren, da niemand einem glauben würde. Daraufhin habe ich angefangen zu recherchieren und mich vor allem damit befasst, wie diese Erfahrungen das Leben mancher Kinder über die Heimzeit hinaus beeinflusst haben. Ich wollte durch die Tagebuchperspektive diesen Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben, ohne voyeuristisch in den Missbrauch einzutauchen. Das ist bei „Rachekind“ der ernste Nebenschauplatz, der übrigens in irgendeiner Form in all meinen Thrillern zu finden ist.   

Der Schauplatz in England ist fast real – das Hotel (Name geändert) gab es wirklich, aber es war kein Heim. Da ich viele Jahre in England gelebt habe und meine Söhne teils dort aufgewachsen sind, haben wir oft Wochenendtrips innerhalb Englands unternommen (Insel…:) ) – unter anderem nach Combe Martin in dieses Hotel. Es war das skurrilste und gruseligste Hotel, in dem ich je übernachtet habe.  Spinnenzoo, winziger  Fun-Park und Dinosteig – alles war da und alles war völlig schräg. Aber - es hat mich so beeindruckt, dass mir über ein Jahrzehnt später bei der Frage nach der Location für den englischen Part von Rachekind völlig klar war, dass ich genau dieses Hotel wiederauferstehen lassen muss.

Am schwersten habe ich mich mit dem Mysteryaspekt getan. Ich musste viel Lesen und recherchieren und mich von meiner Angst befreien, damit meine Leser zu vergraulen – sie waren bislang ja reale Thriller gewöhnt. In dieser Phase habe ich mich mit allerlei Phänomenen auseinandergesetzt, bin zu einer Auraleserin und habe mit Müttern gesprochen, deren Kinder unsichtbare Freunde haben. Es war faszinierend und teils auch erschreckend. Natürlich gibt es für alles eine wissenschaftliche Erklärung – auch warum die meisten Menschen mit Nahtoderfahrung von einem weißen Licht sprechen und sich selbst sehen, als wären sie eine andere Person. Die wissenschaftliche Erklärung  klingt  weniger romantisch, aber ob sie richtig ist, werden wir trotzdem erst nach unserem Tod wissen. 

Ich auf jeden Fall habe genug gehört und gesehen, um mit einer kräftigen Portion Fantasie noch ein paar weitere Mysterythriller zu schreiben, falls Rachekind gut angenommen werden sollte ... :)


geschrieben vom Janet Clark



  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453409272
  • ISBN-13: 978-3453409279



Das Buch könnt ihr aktuell auch auf meinem Blog gewinnen, 
falls ihr es noch nicht kennen solltet, aber nun neugierig seid :)






Kommentare:

  1. Ich bin ja bekanntlich kein Thriller Fan, doch diese Hintergrundgeschichte hat mich jetzt total neugierig gemacht. Ich muss jetzt definitiv nach dem Buch Ausschau halten. Danke!

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  2. Hallo Claudia,

    nun habe schon bei der Gewinnaktionen teilgenommen, aber jetzt durch diese Hintergrundinfos wird es noch einen Tick mehr spannender/interessanter für mich persönlich.

    LG..Karin..

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  3. Durch die Hintergrundinfos möchte ich das Buch ja noch mehr haben ♥ Bei meiner nächsten Bestellung wird es garantiert dabei sein :-)Eine sehr interessante Story hinter dem Buch ♥
    LG Angela

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  4. Ich habe das Buch schon gelesen und dafür 5 von 5 Sternen vergeben und nach dem teilwahrem Hintergrund möchte ich noch mehr Sterne vergeben ...

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