Dienstag, 16. April 2013

[Rezension] Elkeles, Simone - Sommerflirt (1/3) Nur ein kleiner Sommerflirt

Amy wollte die langersehnten Sommerferien im Tenniscamp verbringen. Doch was Amy möchte, scheint nicht zu zählen, denn plötzlich taucht ihr Erzeuger auf, der sich sonst fast nie blicken lässt, und nimmt sie für den Sommer mit nach Israel, damit sie ihre Großmutter kennenlernen kann. Amy kann es nicht fassen. Knapp drei Monate in einem Kriegsgebiet, zu einer Familie, die sie nicht kennt und die Amy scheinbar auch nicht mag, zu einer Gruppe von Schafshütern mitten im nirgendwo und zu Avi, einem 18-jährigen Jungen, der sie in den Wahnsinn treibt, aber dabei unglaublich sexy ist.


Ich wollte schon lange mal ein Buch von Simone Elkeles lesen, da kam der neue Trilogieauftakt genau richtig. Bei uns ist die Autorin durch ihre "Du oder"-Trilogie bekannt geworden, auch wenn die "Sommerflirt"-Trilogie zu erst veröffentlicht wurde (allerdings nur in Amerika). Nun zieht Deutschland nach und endlich können wir auch den Debütroman der Autorin lesen. Da es wie gesagt mein erstes Buch der Autorin ist, kann ich keine Vergleiche zu ihren anderen Romanen ziehen. Interessant fand ich übrigens, dass die Trilogie im Englischen Original "How to ruin" (also wie man etwas verderben/zerstören kann) und im Deutschen "Sommerflirt" heißt - ist ja nicht unbedingt die gleiche Ausrichtung.

Passend zum Titel "Sommerflirt" hat Simone Elkeles eine sommerliche Geschichte zu Papier gebracht. Zunächst bedient sich diese zahlreicher Klischees und ist nicht sehr tiefgründig. Lediglich die Wahl Israel zum Schauplatz des Geschehens zu machen, hat mich überrascht. Ansonsten ist Amy ein "typisches US-Girl", die gerne mal auf hohem Niveau meckert, durchs Fernsehen natürlich schon alles über Israel weiß und sich in dem einfachen Leben auf dem Dorf nicht einleben kann und will. Trotz der Einfachheit der Story habe ich das Buch von Anfang an gemocht. Die Protagonistin Amy ist irgendwie sympathisch, auch wenn sie des Öfteren ihren fünf Minuten hat, und der Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Elkeles schafft es, dass man sich alles bildlich vorstellen kann und das Sommerfeeling spürt. Das Knistern zwischen Avi und Amy ist ebenfalls zum Greifen nah und nicht nur bei deren zahlreichen Schlagabtauschen baut die Autorin eine Menge Humor ein.

Nachdem ich mich nach den ersten Kapiteln auf ein seichtes, aber super gut zu lesendes Buch eingestellt hatte, überraschte mich die Autorin noch mit einem unerwarteten Tiefgang in ihrer Story. Die Geschichte Israels spielt dabei eine Rolle, die Lebenseinstellung junger Israeli und plötzlich macht sich eine Entwicklung in Amy bemerkbar, die ihr sehr gut tut. Damit hatte ich, wie gesagt, nicht mehr gerechnet, aber es passte perfekt zur Geschichte und hat mein Lesevergnügen abgerundet.

Fazit:  "Nur ein kleiner Sommerflirt" lässt sich sehr gut lesen, versprüht Sommerfeeling, Leidenschaft und Humor und auch wenn die Geschichte seicht beginnt, erhält sie später Tiefgang. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und freue mich auf die Fortsetzungen, die noch diesen Sommer erscheinen werden.



  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: cbt (9. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570308618
  • ISBN-13: 978-3570308615
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Originaltitel: How to Ruin a Summer Vacation
  • Verlag:


Die Trilogie in der Übersicht:
(Die Fortsetzungen erscheinen im Juni und August 2013.)




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