Freitag, 5. April 2013

[Rezension] Löhnig, Inge - Dein Blick so kalt

Es könnte DER Sommer ihres Lebens werden. Lou schaffte es nämlich tatsächlich, dass ihre Eltern einem Praktikum in einer Münchener Werbeagentur zustimmten. Ihr Plan ist es nun möglichst viel zu lernen, um anschließend dort einen Ausbildungsplatz zu bekommen, und nebenbei ihre Freiheit und einen tollen Sommer in München zu genießen. Doch der Traum scheint sich schnell in einem Alptraum zu verwandeln. Der Mitpraktikantin sind im Konkurrenzkampf alle Mittel recht, Lous Chef kann die Hände nicht bei sich lassen und plötzlich hat es auch noch ein Stalker auf sie abgesehen, der sie scheinbar rund um die Uhr beobachtet, Fotos von ihr macht und sogar in ihre Wohnung eindringt.

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust auf einen Jugendthriller, da ich in letzter Zeit sehr viele davon gelesen hatte. Als ich dann aber in meinem Bücherregal sah, wie viele ungelesene Romane dieses Genres noch im Regal standen, habe ich mir "Dein Blick so kalt" von Inge Löhnig geschnappt und was soll ich sagen, nach den ersten ein, zwei Kapiteln hatte mich die Autorin schon am Haken. Gerade der Beginn ist zwar noch recht ruhig und nicht besonders spannungsgeladen, aber der Schreibstil hat mich sofort gefesselt und Lou (alias Louise) war mir sofort sympathisch. Ein Kämpfertyp, der aber auch mal schwach ist und einfach super authentisch beschrieben wird.

Das Geschehen wird hauptsächlich aus Lous Sicht geschildert, allerdings gibt es auch einige Kapitel aus anderen Perspektiven. Der Roman lässt sich flüssig lesen und die Autorin hat ein paar "böse Figuren" eingebaut, so dass bis zum Ende nicht klar war, wer der Stalker ist. Ich war mir lediglich bei einer Figur sicher, dass sie es nicht sei, aber es blieben noch andere, so dass ich weitere Mutmaßungen anstellen konnte.

Ich habe das Buch nicht durchgängig als super spannend empfunden, da es auch ruhigere Passagen beinhaltet, aber mit Fortschreiten der Geschichte nahm die Story an Tempo auf und besonders gelungen fand ich, dass mir auch die ruhigeren Stellen interessant erschienen und so nie Langweile aufkam.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Auflösung. Die kam dann doch recht schnell und ich hatte mir ein paar weitere Informationen über den Täter, sein Motiv usw. gewünscht. Dieser Part kam für meinen Geschmack leider zu kurz. Da ich für diesen "Makel" aber keinen ganzen Stern abziehen möchte, denn das käme mir übertrieben vor, und der Roman mich ansonsten sehr gut unterhalten hat, vergebe ich die volle Punktzahl.

Fazit:  Ein interessanter Jugendthriller mit einer richtig tollen Protagonistin und einem Schreibstil, der mich komplett überzeugen konnte.

  • Broschiert: 367 Seiten
  • Verlag: Arena (Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401067621
  • ISBN-13: 978-3401067629
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:


Kommentare:

  1. Hey,

    ich kenne bislang ja nur die Dühnfort-Reihe von Inge Löhnig, aber lange dauert es nicht mehr bis ich auch ihre Jugendthriller lesen werde. Bin sehr gespannt auf die Unterschiede :-)

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  2. Ich habe leider noch nichts von Inge Löhnig gelesen. aber den jugendthriller sollte ich mir unbedinggt mal merken. Zumal es auch ein Buch ist, was meine Schwester lesen würde :)

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  3. Hi,
    das wäre sicher ein Buch für meine Tochter (14J.) Allerdings lese ich auch gerne Jugendbücher, vor allen Dingen Jugendthriller.

    Sehr gut gefallen haben mir: Numbers und Tote Mädchen lügen nicht.
    Weniger gut fand ich: Die Schneewittchenfalle.


    Lg,
    Claudia

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