Donnerstag, 16. Mai 2013

[Das Autoren 1x1] Christiane Lind (Laura Antoni)

 proudly presents:



Christiane Lind (Laura Antoni)


© Helena Oldenburger, Fotostudio Objektiv, Kassel


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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Tagebuch habe ich schon immer geschrieben, vor allem in Krisenzeiten, von denen es mehr gab, als mir lieb war. Dazu kamen einige unveröffentlichte Pferdegeschichten als Zwölfjährige und tiefsinnige Gedichte als 14jährige, die ich aus nostalgischen Gründen tief in einer Schublade vergraben habe und niemals herausholen werde. Nicht einmal für viel Geld ;-). Schreiben mit dem Ziel, die Texte zu veröffentlichen, habe ich im Jahr 2000 begonnen – passend zur Jahrtausendwende und als etwas verfrühte Midlife-Crisis. Gemeinsam mit einer Freundin hatte ich die Idee, einen Krimi-Bestseller zu schreiben, damit wir unsere Jobs sausen lassen könnten. Leider kamen uns genau die Jobs immer wieder dazwischen, so dass der Krimi nie (fertig) geschrieben wurde. Aber mich hatte der Schreib-Virus erwischt und hat mich seitdem nicht mehr aus seinen Klauen gelassen (soweit Viren Klauen haben).

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Für mich gibt es nichts Schöneres als zu schreiben und zu recherchieren und zu beobachten, wie sich eine Geschichte entwickelt, wie die Figuren ihren Weg gehen und von dem abweichen, was ich für sie geplant hatte. Einfach genial finde ich, dass ich bei jedem Buch etwas Neues lerne, eine neue Welt entdecke und in Länder reisen kann, die ich immer schon bereisen wollte. 
Das Veröffentlichen hingegen empfinde ich als anstrengenden Prozess, der mit viel Unsicherheit und Warterei und Hürden verbunden ist und oft zu Frustrationen führt, weil ich mir mit meiner Ungeduld selbst im Weg stehe.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Mädchen entdecken ein Familiengeheimnis zwischen Guatemala 1902 und Bremen 2011. 
„Im Land der Kaffeeblüten“. Thienemann-Verlag 2012


4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Ich habe einen wunderbaren großen Schreibtisch mit einem rückenfreundlichen Stuhl – also den idealen Schreibplatz – … und schreibe am liebsten im Bett, das Notebook auf den Beinen; zwei, drei oder vier Kater neben mir, die Recherchebücher in Reichweite.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Nicht aufgeben und sich in Geduld üben – der Klassiker. Sich klar machen, dass ein großer Teil des Schreibens Handwerk ist und sich dieses Handwerk – wie in jedem Beruf – aneignen und sich weiterbilden. Vor allem aber: dabei bleiben und für sich selbst eine Mischung finden aus dem, was man selbst schreiben möchte, und dem, was sich verkaufen lässt.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Früher habe ich mich geärgert, weil ich brav „rot“ geantwortet habe, während meine Freundinnen so phantasievolle Antworten wie „bunt“ oder „Regenbogen“ gaben. 
Heute gefallen mir alle kräftigen Farben; mit Pastelltönen kann man mich jagen.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Jockey oder sonst irgendwas mit Pferden … und dann war ich auf einmal 1,78 Meter groß. ;-)

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Obwohl ich geborene Niedersächsin bin, schwärme ich für Frankfurter Grüne Soße mit Pellkartoffeln und freue mich, dass bald Saison ist.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Quer durch den Garten von Fantasy über Thriller bis hin zu Historischen Romanen. Eine Geschichte muss mich ansprechen, entweder weil sie einen schrägen Humor hat, wie die Bartimäus-Bücher, oder weil sie so unglaublich kraftvoll und ausgefeilt ist wie „Ein Lied von Eis und Feuer.“ 
Ich schaue oft und gerne auf unterschiedlichen Bücher-Blogs und auf den Histo- und Krimi-Couches vorbei und entdecke dort immer wieder wunderbare Bücher, die mir sonst entgangen wären. Danke dafür ;-).

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Je älter ich werde – ähem – desto mehr kehren meine Kindheitswünsche zurück: einen Bauernhof mit Pferden, Eseln, Hunden, Katzen und gerne noch mehr Getier, das bei uns einen friedlichen Lebensabend verbringen darf. Bisher allerdings steht mein Brotberuf, für den ich viel reise, dem entgegen. Aber wenn eines der nächsten Bücher ein Bestseller wird …


Diese Bücher von Christiane Lind bzw. Laura Antoni könnten in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Christiane, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

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