Montag, 15. Juli 2013

[Rezension] Pfeffer, Susan Beth - Die letzten Überlebenden (1/3) Die Welt, wie wir sie kannten

Ganz Amerika schaut gespannt in den Nachthimmel, auch Miranda, ihre Mutter und ihre zwei Brüder. Ein Asteroid soll in den Mond einschlagen - DAS Ereignis schlechthin. Noch ahnt aber niemand, dass dieser Einschlag viel stärker ausfallen wird, als bisher angenommen. Niemand weiß, dass der Mond aus seiner Bahn geworfen werden wird, dass die Welt von brutalen Naturkatastrophen heimgesucht werden wird und dass die Welt, wie sie sie kannten, bald nicht mehr existieren wird.


"Die Welt, wie wir sie kannten" ist der erste Band der "Die letzten Überlebenden"-Trilogie. Die amerikanische Autorin Susan Beth Pfeffer nimmt den Leser mit in einen dystopischen Mikrokosmos, denn im Fokus stehen lediglich Miranda und ihre Familie. Hin und wieder gibt es auch Nachrichten aus anderen US-Staaten oder von nicht verwandten Personen, aber hauptsächlich geht es tatsächlich nur um diese eine Familie. Deren Geschichte wird durch Mirandas Tagebuch geschildert. Der Schreibstil war mir leider zu einfach und zu anspruchslos. Obwohl der Leser den ungeschönten Einblick in das Leben der Familie erhält, konnte ich keine richtige Bindung zu den Figuren aufbauen. Es hat mich zwar schon interessiert, wie ihr Leben sich verändert, aber wirklich spannend war es nicht.

Der Anfang des Romans verspricht noch eine gewisse Action, ein gewisses Spannungspotential, aber leider verliert sich die Geschichte dann in einer Eintönigkeit. Natürlich stellt das Überleben die größte Priorität dar und dazu gehört vor allem auch die Nahrungsaufnahme - das macht es jedoch nicht interessanter jeden Tag zu lesen, welche Konserve fürs Abendessen auf den Tisch kam. Das Verhalten der Familie fand ich größtenteils nachvollziehbar. Es ist interessant, wie jeder seinen Platz in dieser Katastrophe findet, wie sich jeder verhält und wie sich die Prioritäten der einzelnen Personen ändern. Das Verhalten außerhalb des Mikrokosmoses fand ich etwas unrealistisch. Entweder haben diese Personen alle den Ernst der Lage nicht erkannt, oder die Autorin hat sich trotz dystopischem Setting eine "rosarote" Welt erschaffen, in denen die Menschen trotz Extremsituation kaum über die Stränge schlagen, sich meistens an alle Regeln halten, nicht plündern oder gewalttätig werden. Die Realität hat gezeigt, dass Menschen in Angesicht des Todes jedoch meistens anders reagieren.

Fazit: Diese Dystopie hat mich aufgrund ihrer Eintönigkeit enttäuscht. Das gewisse Etwas oder Höhepunkte in der Geschichte blieben leider aus. Über ein mittelmäßiges Ergebnis kommt der Auftakt der Trilogie bei mir leider nicht hinaus.

  • Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 3 (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551582181
  • ISBN-13: 978-3551582188
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Life as we knew it
  • Verlag:


 Die Trilogie in der Übersicht



Kommentare:

  1. Einfach coole Bücher!

    LG..Karin..

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  2. Es kommt mir so vor als nutzen immer mehr "Autoren" die Chance an das schnelle Geld zu kommen. Dystopien verkaufen sich und da ist es fuer manch einen fast egal, was er fuer einen Schmarrn zusammenschreibt.

    Das von Dir rezensierte Buch wurde auf der engl. Site von Amazons fast vollstaendig zerrissen. Leider bin auch ich ein paar Mal auf derlei "Literatur" hereingefallen.

    Was soll ich sagen ?
    Vorsicht beim Buecherkauf und vielleicht zuerst bei Amazon die Reviews durchforsten.:-)

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  3. Echt? Für mich war es eine der Besten überhaupt .. grad dieser Teil. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker sind. Da dieser Teil auch schon etwas älter ist, kann von Miriams beschriebenen Schmarrn um Geld zu verdienen nicht so viel dran sein.

    Schön, dass Deine Rezi so etwas aber nicht beinhaltet!

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  4. Oh Oh, das Buch ist auf meinem SUB.
    Bin mal gespannt wie es mir gefallen wird, haben ja doch einen recht ähnlichen Lesegeschmack ...
    LG Ela

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  5. Ich glaube nicht, dass die Autorin hier "Geld gescheffelt hat" mit den Nachfolgebüchern.

    Mir haben sie alle gefallen und ich habe gerne dafür das Geld ausgegeben, weil die Geschichte einfach spannend weiterging.

    Man sollte nicht auf jede Rezi auch auf Amerzon hören, finde ich persönlich.

    LG..Karin..

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