Samstag, 10. August 2013

[Die Story hinter dem Buch] Susanne Mischke - Schneeweiss, Blutrot


heute:


Susanne Mischke - Schneeweiss, Blutrot

 



Auch wenn mein neuer Jugendthriller Schneeweiß, Blutrot im August erscheint, so spielt er doch im Winter, und zwar in den Schweizer Bergen. 

Es geht um eine Gruppe Jugendlicher, die sich ein gutes halbes Jahr nach dem Abitur wieder trifft und zusammen auf eine Hütte fährt, um Silvester zusammen zu feiern. „Zurück zur Natur“ lautet das Motto denn dort oben gibt es kein Telefon und kein Internet, was für einige schon recht hart ist, ganz abgesehen von mangelndem Komfort – Strom nur Stundenweise, Plumpsklo, selten eine Dusche … 

Aber das ist längst nicht die einzige Herausforderung, mit der die Freunde zu kämpfen haben. Schon nach einem Tag fällt so viel Schnee, dass sie erst einmal dort oben gefangen sind. Seltsame Spuren sind nachts vor dem Haus. Und wer hat ihnen den toten Hasen vor die Tür gelegt? Angeblich gibt es in diesen Bergen ein Ungeheuer – aber das sind ja wohl bloß Märchen. Oder? 

Schon bald brechen in der Gruppe die alten Konflikte wieder auf und je länger die unfreiwillige Gefangenschaft dauert, desto mehr liegen die Nerven blank. Die Hauptperson des Romans ist Milena, die deshalb mitgekommen ist, weil sie sich von ihrem Liebeskummer erholen möchte. Über mangelnde Ablenkung kann sie denn auch wirklich nicht klagen. Ein anderes Mädchen, Carlotta, macht sich auf eigene Faust auf den Weg ins Tal - und ward nicht mehr gesehen. Aber es soll noch schlimmer kommen. Plötzlich traut keiner keinem mehr, und dann verschwindet wieder einer, ein anderer verletzt sich schwer, ein Mädchen, Nina, begegnet dem „Ungeheuer“ und jemand schießt im Wald mit Pfeilen herum … 

Was hat mich dazu veranlasst hat, dieses Buch zu schreiben? Ich wollte in erster Linie gern einmal ein geschlossenes Setting haben, so wie in den alten Agatha-Christie-Romanen. Dort waren es meistens alte Spukschlösser, in denen es wüst zuging und einer nach dem anderen den Tod fand, bei mir ist es die verschneite Berghütte bzw. der dazugehörige Wald, aus dem die Protagonisten nicht wegkommen. Man kann in dieser Situation wunderbar beschreiben, wie in so einer Gruppe allmählich die Hölle losbricht, nachdem die ersten schlimmen Dinge geschehen. Da werden dann aus Schüchternen plötzlich Helden, während die Maulhelden von gestern auf einmal ganz anders dastehen. Ich gestehe, es hat mir eine geradezu sadistische Freude gemacht, das gegenseitige Misstrauen zu schildern, das in so einer Situation aufkommt, und den Verdacht der Leser und Leserinnen mal hierhin, mal dorthin zu lenken. Ein richtig schönes Katz und Maus Spiel. Aber es entsteht zwischen den Protagonisten auch eine neue Form von Zusammenhalt und Solidarität und natürlich kommen in all dem Schlamassel auch die Gefühle, also die Liebe und die Liebeleien, nicht zu kurz. 

Bei den Jagdszenen – seien es Tiere oder Menschen – hat mir meine Jagdausbildung, die ich vor vielen Jahren gemacht habe, noch immer sehr geholfen und es hat mir Spaß gemacht, dieses Metier wieder einmal zu beackern. 

Da es ein Triller ist, geht es in diesem Roman einigermaßen brutal und manchmal auch recht blutig zu. Blut macht sich in einer Umgebung mit viel Schnee ja auch recht gut. Deshalb finde ich den Titel Schneeweiß, Blutrot sehr passend. 

geschrieben von Susanne Mischke


  • Broschiert: 376 Seiten
  • Verlag: Arena (August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401068458
  • ISBN-13: 978-3401068459
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Habt ihr Lust auf eine Abkühlung im Sommer? 
Dann wäre dieser Jugendthriller genau das Richtige für euch :)



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