Samstag, 31. August 2013

[Rezension] Kornbichler, Sabine - Kristina Mahlo (01) Das Verstummen der Krähe

Kristina Mahlo sieht sich selbst als Anwältin der Toten. Als Nachlassverwalterin hat sie es stets mit unterschiedlichen Fällen, Testamenten und Erben zu tun. Daran ist sie gewöhnt. Doch das neuste Testament ist selbst für sie eigentümlich. Mahlo bekommt den Auftrag das beträchtliche Vermögen einer Verstorbenen an fünf ihrer Freunde zu verteilen, jedoch nur, wenn es ihr gelingen sollte zu beweisen, dass keiner der Fünf den Mord verübt hat, für den der Ehemann der Verstorbenen vor etlichen Jahren verurteilt wurde. Mahlo weiß nicht, wie sie dieses bewerkstelligen soll, zumal der Fall für die Polizei abgeschlossen ist. Aus einem sehr persönlichen Grund wagt sie es jedoch nicht, diesen Auftrag abzulehnen.

Sabine Kornbichler geht nun endlich in Serie und zwar mit der sympathischen Protagonistin Kristina Mahlo. "Das Verstummen der Krähe" ist der erste Roman dieser Reihe, aber Weitere sollen folgen. Ich kann jetzt schon vorweg nehmen, dass ich mich darauf freue, denn die Figur der Kristina Mahlo finde ich wirklich sehr gelungen. Eine Nachlassverwalterin als Hauptfigur zu nehmen ist meiner Meinung nach genial. Mir sind bisher keine Romane eingefallen, die ebenfalls auf diese Berufsgruppe setzen, obwohl ich durchaus glaube, dass dieses Feld viele interessante Fälle zu bieten hat. Des Weiteren gefällt mir Mahlo soziales Umfeld, ihre Charaktereigenschaften und die heimelige Atmosphäre auf dem Hof, auf dem sie zuhause ist. Sie ist, im Gegensatz zu vielem Kriminalbeamten, nicht alkohol- oder tablettenabhängig, hat ihr Leben stattdessen im Griff, auch wenn sie natürlich auch ihre Päckchen zu tragen hat. 

Der Autorin ist es richtig gut gelungen viele verschiedene Themen in ihren Kriminalroman einzubauen, ohne diesen dabei konstruiert oder überladen wirken zu lassen. Die Handlungsstränge laufen lange parallel und werden erst gegen Ende zusammen geführt. Lediglich die Namen der fünf Freunde konnte ich nicht immer auseinander halten, aber das hat mich nicht sonderlich gestört. Es war ein geschickter Schachzug von Sabine Kornbichler den aktuellen Fall mit einem persönlichen Ereignis von Kristina Mahlo zu kombinieren. Dadurch hat der Fall gleich an Brisanz zugenommen.

Kornbichlers Schreibstil gefällt mir sehr. Das Buch lässt sich flüssig lesen und der Inhalt ist interessant und facettenreich. Wer unblutige Krimis mag, der ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte der Roman noch etwas spannender sein können, aber das ist in diesem Fall "Meckern auf hohem Niveau". Deshalb erhält der Roman 4 sehr gute Sterne von mir.





Fazit: Kornbichler ist einer toller Serienauftakt mit einer facettenreichen Geschichte gelungen. Kristina Mahlo macht definitiv Lust auf mehr. Verlebte Kriminalkommsissare und verbrauchte Ermittler macht den Weg frei - jetzt kommen die Nachlassverwalter!

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (13. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492302033
  • ISBN-13: 978-3492302036
  • Verlag:


Wer weitere Informationen über den Roman erhalten möchte, 
kann die Story hinter dem Buch nachlesen.


Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension!
    Ich denke, ich werde das Buch meiner Mutter zum Geburtstag schenken ... Es klingt irgendwie so, als würde es ihr gefallen. :)

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    1. Ich hoffe, du triffst damit ins Schwarze :)

      LG Claudia

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