Montag, 2. September 2013

[Rezension] Mayer, Gina - In guten wie in toten Tagen

In einer Woche werden Helena und Tom heiraten. Da die Hochzeit perfekt werden soll, versucht Helenas Schwester Cara einen ebenso gelungenen Junggesellinnenabschied zu planen. Dieser beginnt zunächst feucht fröhlich, aber plötzlich schlägt die Stimmung um und die Atmosphäre wird immer gereizter. Selbst eine Ladung "Happy Pills" für alle konnte die Feier nicht mehr retten. Am nächsten Morgen erfährt Cara, dass Tom in der letzten Nacht ermordet wurde, ihre Schwester liegt nicht in ihrem Bett und keine der anderen Partygäste kann sich erinnern, was gestern Nacht noch passiert ist.


Von Gina Mayer hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber die Grundidee ihres neuen Thrillers für junge Erwachsene hat mich nicht mehr losgelassen. Die Geschichte wird durch einen auktorialen Erzähler geschildert, der Caras Sicht der Dinge wiedergibt. Der Roman hat genau das geboten, was ich erwartet hatte. Der Leser erhält Einblicke in die familiäre Situation der Braut und ihrer Schwester, sowie in den Junggesellinnenabschied. Dann beginnt sich der Thriller zu entfalten und die Eskalation auf der Feier wurde glaubwürdig herbeigeführt. Nachdem Helena als Tatverdächtige Nummer eins gilt, versucht ihre kleine Schwester alles, um diesen Verdacht zu widerlegen. Doch ihre eigenen Nachforschungen gestalten sich schwierig, da einige der Freundinnen nach dem Rausch tatsächlich nicht mehr viel wissen und andere bewusst schweigen. 

Da Gina Mayer einen sehr flüssigen Schreibstil an den Tag gelegt hat, fliegt man nur so durch "In guten wie in toten Tagen". Die aufgebaute Spannung des nahezu unblutigen Thrillers tut sein übriges. Mir hat es sehr gut gefallen, dass nicht nur der Mord und dessen Aufklärung im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch zwischenmenschliche Beziehungen. Caras Verhältnis zu ihrer Schwester und zu ihren Eltern zum Beispiel, oder Helenas Verhältnis zu ihren Freundinnen und zu ihrem Verlobten. Dieser Fokus hat dem Roman eine tolle Tiefe gegeben und eine Menge Reibung zwischen den Figuren ermöglicht. Die Aufklärung des Mordes habe ich übrigens nicht vorhergesehen und fand, dass Mayer gekonnt falsche Spuren gelegt hat, wodurch sie mich sehr gut unterhalten konnte.





Fazit:  Ein tolles Buch, welches ich an alle Leser unblutiger (Jugend-) Thriller weiterempfehlen möchte, da es spannende Unterhaltung mit zahlreichen zwischenmenschlichen Problemen bietet.

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Script5 (16. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001641
  • ISBN-13: 978-3839001646
  • Verlag:



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