Samstag, 21. September 2013

[Rezension] Ross, Christopher - Alaska Wilderness (01) Verschollen am Mount McKinley

Nach dem College würde die einundzwanzigjährige Julie Wilson gerne als Rangerin im Denali Nationalpark in Alaska arbeiten. Um ihre Chancen auf einen Arbeitsvertrag zu erhöhen, beginnt sie dort zunächst ein Praktikum. Eine ihrer ersten Aufgaben ist es eine Wandergruppe auf einem mehrtägigen Ausflug zum Mount McKinley zu begleiten. Doch diese Tour hat es in sich und stellt Julie vor große Herausforderungen, denn einige der Wanderer überschätzen sich selbst und ein Teilnehmer ist auf seiner ganz eigenen Mission unterwegs, die die ganze Gruppe in Gefahr bringen wird.


"Verschollen am Mount McKinley" ist der Auftaktband der "Alaska Wilderness" Reihe des deutschen Autors Thomas Jeier. Für diese Reihe benutzt der Autor sein Pseudonym "Christoper Ross", welches für romantische Abenteuergeschichten steht. Vor diesem Roman hatte ich noch keins seiner Bücher gelesen, trotzdem war mir sein Name bereits bekannt, denn Thomas Jeier scheint ebenfalls von Nordamerika fasziniert zu sein, jedenfalls spielen (fast) alle seiner Bücher in den USA und beschäftigen sich oft mit interessanten Themen wie dem Leben in Alaska, Indianern, dem Ku Klux Klan, Sklaven in Amerika usw. 

Dieses Buch entführt den Leser in die verschneite Wildnis Alaskas. Ein Staat, der auf mich bisher immer sehr faszinierend gewirkt hat, auch wenn ich selbst leider noch nie dort war. Mir hat es sehr gefallen, wie Ross die Natur beschrieben hat. Ich konnte mir den Nationalpark bildlich vor Augen vorstellen und habe sowohl die Schönheit der nahezu unberührten Natur, als auch deren Unberechenbarkeit beim Lesen gespürt. Ein besonderer Fokus wird auch auf die Huskys gelegt. Wer vorher noch nicht in diese Tiere verliebt war, wird es sicherlich nach dem Lesen sein, den Julies Umgang mit ihren Hunden und die Huskys an sich werden sehr liebevoll beschrieben.

Neben der malerischen Kulisse kommt der Abenteuerroman absolut nicht zu kurz. Julies Geschichte im Nationalpark beginnt ohne großes Vorgeplänkel und ihre erste große Wanderung wird schnell zu einem wahren Abenteuer, das sie vor große Aufgaben stellt und eine gehörige Portion Mut erfordert. Ross verliert sich also nicht in romantischen Naturbeschreibungen, sondern bietet dem Leser auch eine große Portion Action - Verfolgungsjagd, Lebensgefahr und düsteres Familiengeheimnis inklusive.

Fazit:  Der literarische Ausflug ins verschneite Alaska hat mir unterhaltsame und spannende Lesestunden beschert. Das Jugendbuch ist für alle Leser empfehlenswert, die Lust auf einen Abenteuerroman im malerischen Alaska haben, der flüssig geschrieben ist und fast ohne Liebesgeschichte auskommt.

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Betz, Wien; Auflage: 1 (9. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764170042
  • ISBN-13: 978-3764170042
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Homepage des Autors
  • Verlag:



Die bisherigen Teile der Serie in der Übersicht:





Kommentare:

  1. Hallo Claudia,

    ist wohl so ähnlich wie "Wolfsblut" von Jack London
    oder?

    Schön, wenn auch mal wieder etwas Abenteuer ins Jugendbuchgeschehen kommt.

    LG..Karin..

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  2. Wolfsblut kenne ich nicht. Daher kann ich leider keinen Vergleich ziehen.
    LG Claudia

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