Montag, 28. Oktober 2013

[Blogtour | 24h Gewinnspiel | Die Story hinter dem Buch] Groschupf, Johannes - Lost Places

Guten Morgen Ihr Lieben,

da es heute einen ganz komprimierten Blogbeitrag gibt, startet dieser ausnahmsweise schon um Mitternacht. 

Die Blogtour zu "Lost Places" läuft seit dem 23.10.2013 und endet heute hier auf meinem Blog. Wer die Aktion verfolgt hat, konnte u.a. schon etwas über das Buch, die Charaktere und die Schauplätze erfahren.

Auf meinem Blog präsentiert euch nun Johannes Groschupf die Story hinter dem Buch und ich hoffe, dass euch dieser Gastbeitrag gefällt. 

Am Ende des Beitrages verrate ich euch auch, wie ihr am 24h-Gewinnspiel teilnehmen könnt.

Viel Spaß!




heute:


Groschupf, Johannes - Lost Places
 



Den Großteil meiner Kindheit und Jugend habe ich auf Baustellen verbracht. In unserer Nachbarschaft entstanden neue Familienhäuser, ein großes Schulzentrum und ein unterirdisches Krankenhaus für den Fall eines Atomkriegs. Wenn die Bauarbeiter nachmittags gegangen waren, gehörten diese Orte uns. Sie waren unheimlich. Aufregend. Abenteuerlich. Sie rochen nach frischem Mörtel, nach Holz und Moder. Manchmal vergaßen die Bauarbeiter ihre Bierflaschen und Zigaretten, so dass wir uns am Wochenende bedienen konnten. Es gab nichts Besseres als dort herumzustromern, die Keller und Dachböden zu erkunden, Verstecke zu finden – und vor allem war es weit weg von der biederen Welt der Eltern und der Schule…


Daran musste ich denken, als dreißig Jahre später mein Sohn von den illegalen Partys erzählte, auf denen er seine Wochenenden verbrachte. Diesmal in Berlin, und diesmal in alten leerstehenden Gebäuden. Stillgelegten Krankenhäusern, Lagerschuppen, Ruinen von Ausflugslokalen. Seine Freunde und er sprangen, wie wir damals, über Mauern und Zäune, schlugen sich durchs Gebüsch von verwilderten Grundstücken und trafen sich in geheimen Winkeln, um ihre Partys zu feiern. Vermutlich hätte ich ihn väterlich ermahnen sollen, doch vor allem war ich neidisch. Fing an, ihn auszufragen, wo genau das leere Krankenhaus sei…


Dann machte ich mich selbst auf den Weg. Es war ein Sommer, in dem ich glücklicherweise oft unter Schlaflosigkeit litt. Wenn ich bis drei Uhr nachts nicht eingeschlafen war, stand ich wieder auf und ging auf Entdeckungstour. Allein. Klammheimlich. Nahm ein Notizbuch und einen Fotoapparat mit. So entdeckte ich nach und nach, dass Berlin eine Stadt ist, in der unglaublich viele Gebäude leerstehen. Manchmal fand ich auch heraus, dass sie doch nicht so ganz unbewohnt sind. Als ich im frühen Morgenlicht über eine Mauer sprang („um diese Zeit ist hier bestimmt kein Wachschutz!“), kam mir ein Obdachloser mit seinem Hund entgegen. Er war über meinen Besuch nicht erfreut. Ich gab Fersengeld.


 

Bald fand ich heraus, dass es eine heimliche Szene von Urban Explorern gibt, die sich auf das Entdecken von leerstehenden alten Fabriken und anderen Gebäuden spezialisiert haben. Nicht nur in Berlin, sondern auch in Leipzig, Halle, Magdeburg, in England, Frankreich und den USA. Es gibt auch eine „Bibel“ dieser Szene: “Access All Areas: A User's Guide to the Art of Urban Exploration” von Ninjalicious. Darin findet sich auch der Ehrenkodex der Urban Explorers: “Take nothing but photos, leave nothing but your footprints.”

 


Es geht nicht um Vandalismus, sondern um das Erforschen der verlassenen Orte. Wie die Romantiker im 19. Jahrhundert fasziniert waren von Ruinen und verwunschenen Gärten, so sind die Urban Explorers anzogen von der eigentümlichen Aura stillgelegter Industriekomplexe, Bürohäuser, Schulen. Manchmal liegen in diesen Räumen noch alte Akten herum, Kaffeetassen, uralte Zeitungen.

Von alldem wollte ich erzählen. Und so begann ich, „Lost Places“ zu schreiben…



geschrieben von Johannes Groschupf



  • Broschiert: 250 Seiten
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3841502482
  • ISBN-13: 978-3841502483
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Mich hatte damals, als ich das Buch in der Oetinger Vorschau entdeckte, die Kurzbeschreibung bereits neugierig gemacht, so dass das Buch sofort auf meiner Wunschliste gelandet ist. Dort ist es natürlich nicht lange geblieben (wer kann schon seiner Wunschliste lange widerstehen...) und somit werde ich euch bald die Rezension zum Roman vorstellen können.

Falls Johannes Groschupf und ich euch neugierig machen konnten, dann packt das Buch doch ebenfalls auf eure Wunschliste für den Fall, dass ihr bei meinem Gewinnspiel kein Glück haben solltet. Zunächst dürft ihr jedoch natürlich versuchen ein Buch zu gewinnen :)




24h Stunden Gewinnspiel
  

Im Rahmen der Blogtour darf ich zwei Exemplare an meine Leser verlosen. Das Gewinnspiel startet mit der Veröffentlichung dieses Beitrags um Mitternacht und läuft bis heute Abend um 23.59 Uhr. Die Auslosung erfolgt dann Dienstagabend, wenn ich von der Arbeit zurück bin, in einem separaten Blogeintrag. Falls ihr bereits an den anderen Gewinnspielen diesen Blogtour teilgenommen habt, könnt ihr morgen auf dem Blog Ka-Sa`s Buchfinder vorbeischauen. Dort werden alle bisherigen Gewinner veröffentlicht und meine beiden Leser werden dann nachgetragen.

Dieses Mal müsst ihr nur das Formular ausfüllen und die untenstehenden Teilnahmebedingungen erfüllen/akzeptieren. Trotzdem würde ich mich über eine Rückmeldung per Kommentar wirklich sehr freuen.


Hier nun aber das Gewinnspielformular für euch:


1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern. 2.) Die Adressen der Gewinner werden an den ausliefernden Verlag weitergeleitet, aber nur für den Versand verwandt und anschließend gelöscht. Alle anderen Adressen werden nicht verwendet.
3.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte. 4.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 28.10.2013 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)
 
 
Viel Glück beim Gewinnspiel
und ich hoffe, euch hat die Blogtour gefallen!



Kommentare:

  1. So .. hier auch noch mein Kommentar, denn das Buch spricht mich wirklich an:

    Ohhh, ich würde es lieben, solche Plätze zu erforschen. Wir haben bei uns so eine Stadt gehabt, als der Braunkohleabbau stattfand, doch leider konnten wir nur in 1-2 Gebäude rein, weil alle unten zugenagelt waren. Dazu gehörte aber z.B. auch eine Autobahn, auf der wir dann Bilder gemacht haben - es ist gruselig, mitten auf einer Autobahn zu stehen, weil man immer denkt, es kommt bald mehr. Ich würde zu gern auch mal so leerstehende Sachen anschauen .. doch ich bin ein Feigling :(

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  2. Bei uns ( Nord Osten von Berlin) gibt es ein altes LPG Gelände, Stallungen und Wirtschaftsgebäude stehen verlassen und verfallen da. Ich finde das sehr gruselig. Entdecken würde ich solche Plätze sehr gerne allerdings nicht alleine, hätte Angst, dass etwas einstürzt oder dass ich jemanden dort aufschrecke und in Gefahr gerate.

    LG

    Conny

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  3. Hallo und guten Morgen,

    nun bei mir und meiner Schwiegermutter wäre es ein alter Gewerkschaftshaus das jetzt seit 30 Jahren bei uns in der Gegend leer steht . Etwas abseits im Wald gelegen.

    Denn meine Schwiegermama hat da geputzt und schon öfters kam die Frage auf, wie es wohl da aussehen würde nach so langer Zeit.

    Aber keiner hat sich bis jetzt von uns da hingetraut...

    LG..Karin..

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  4. Vielen Dank für den schönen Blogbeitrag :-)

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  5. Das Buch hört sich sehr interessant an!

    Genau vor unserer Haustür liegen sogar zwei Lost Places. ich denke, dass man zwei alte Flakbunker als solche bezeichnen kann. Als Kinder habe wir oft in diesen beiden Ruinen herumgeturnt und die Räume für uns entdeckt.

    Fasznierend fand ich, dass ich im Nachlass meiner Großtante alte Fotos vom inneren des Bunkers gefunden habe, als er noch in Betrieb war.
    LG
    Yvonne

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  6. Hier ist auch mein Kommentar:
    Ich bin ein absolutes Waldkind, meine Eltern hatten damals ein Haus im Wald, aber dann sind wir später umgezogen. Trotzalldem war ich als Kind immer gern im Wald mit meinen Freundinnen. Und da gibt es wirklich wundersame Dinge zu entdecken! Einmal habe ich mitten im Wald so eine alte Feuerwehrtonne entdeckt, so einen riesigen Wassertank, wirklich mitten im Wald ! Menschenleer, verlassen und verrostet, überwuchert war er, aber ich bin trotzdem drauf herumgeklettert ;-)

    Libe Grüße,
    Giulia

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  7. Hallo,
    ich habe bereits mehrere Lost Places erkundet. Die beiden eindrucksvollsten waren dabei eine verlassene Nervenklinik und eine alte Mehlfabrik.
    Ganz in meiner Nähe gibt es eine verlassene Kaserne, wobei das Gelände mittlerweile bebaut wird, und nur noch (mal sehen wie lange noch) die "Wohnblocks" zu erkunden sind.

    Toll war auch der Besuch einer alten Textilfabrik, wo die Textilfäden so von der Decke hingen, dass es aussah als würden riesige Spinnen dort wohnen.

    Ich finde diese Orte immer durchs Geocachen.

    Schöne Grüße
    Kerstin

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  8. Hallo =)
    Ich habe auch mal mein Glück versucht (aber beim Ausfüllen des Formulars meine beiden Anschriften (Studienort & Heimatort) gemixt -_____- Ich bin so ein Schussel. -> Deswegen die Frage: Sagst du dem Gewinner nochmal Bescheid und fragst, ob die Anschrift richtig ist? Meine wäre es nämlich nicht. ARGH ;____; Gomen.)

    Jedenfalls habe ich dir auch gerade im Kontakformular schon geschrieben, dass es in der Nähe unseres Stadtparks eine alte, verlassene Fabrik gegeben hat, die mich magisch angezogen hat, die ich aber nie betreten durfte. BIS zu dem einen Tag, wo mein dad mich dann mit hineinbegleitet hat und ich mich riesig darüber gefreut habe :3 Es war eine tolle mystische Atmosphäre dort. Heute gibt es die Fabrik aber nicht mehr - sie wurde weggerissen =(

    Liebe Grüße,
    Katrin

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  9. Hey Claudia,

    die Fotos sind ja der Hammer. Da bekomme ich direkt Lust auf das Buch! Ich persönlich hatte immer zu viel Schiss, um einen Lost Place aufzusuchen... Alleine schon mal überhaupt nicht.

    Viele Grüße,
    Enni

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  10. Die Bilder sind sehr schön, und das Buch hört sich interessant an, da versuch ich mein Glück doch auch :)

    Bei uns gibt es einen verlassenen Bauernhof, der steht seit Jahren leer, und verfällt immer mehr, find ich schade, denn eigentlich ist das Haupthaus recht schön gewesen. Jetzt da es immer mehr verkommt, sieht's nicht mehr so schö aus, aber hat trotzdem noch was :)

    LG Manuela S.

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  11. Ich habe die gesamte Blogtour verfolgt und sie hat mir wirklich Freude bereitet. Ihr habt euch wirklich Mühe gegeben. Klasse!
    Am Gewinnspiel habe ich auch teilgenommen.

    Liebe Grüße
    Iris / schlumeline

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  12. Durchs Geocachen kenne ich tatsächlich real existierende Lost Places. Hier bei uns um die Ecke, mitten im Wald gibt es ein altes, verfallenes Haus, das richtig gruselig ist. Ein Herd mit Ofen, ein alter Fernseher und eine Toilette kann man darin noch finden. Kein Ort an dem man sich im Dunkeln aufhalten möchte.^^

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  13. Huhu :)

    Das Buch klingt ja super spannend und ist mir auch schon vor der Blogtour aufgefallen :)
    Vielen Dank für eure tolle Blogtour und die vielen interessanten Infos!
    Gerne habe ich mein Glück bei deinem schönen Gewinnspiel versucht :)

    Liebe Grüße
    Andrea

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