Dienstag, 12. November 2013

[Die Story hinter dem Buch] Bluhm, Annette - Die hässlichste Tanne der Welt



heute:


Bluhm, Annette - Die hässlichste Tanne der Welt
 


Der Inhalt:
Witwe Ursel bessert ihre Rente mit einem Aushilfsjob als Packengel auf. In einem Kaufhaus fabriziert sie Päckchenberge, erträgt gestresste Kunden und Weihnachtgedudel in Dauerschleife. Heiligabend geht es dann im Kreise der lieben Familie weiter mit Bergen von Geschenken, dem traditionellen Gänsebraten und Plätzchen futtern. Ursel würde Weihnachten am liebsten ausfallen lassen, auch wegen der Kalorien, die mindestens bis zum Muttertag auf den Hüften sitzen. Als sie ihrem alten Bekannten Friedrich ihr Leid klagt, hat er ebenso wenig Lust auf Feiertagsstress. Spontan macht er Ursel ein hochromantisches Angebot: gemeinsam dem Weihnachtswahn nach Paris entfliehen. Doch die beiden haben die Rechnung ohne ihre Familien gemacht. Kinder und Enkel hängen schließlich an den Traditionen. Und wenn die Tanne noch so schief steht ...


Die Initialzündung zum Roman ...
... ich wollte schon lange einen lustigen Weihnachtsroman schreiben, der den Leser unterhält und über den alljährlichen Weihnachtswahnsinn lachen lässt. Eine Familiengeschichte, in der ein Weihnachtsbaum die „Hauptrolle“ spielt. Schließlich ist der Baum das „Wahrzeichen“ schlechthin, ohne ihn kein Weihnachten und kaum jemand mag darauf verzichten. Für die meisten muss es sogar die Supertanne sein, die im Schnitt zwanzig Jahre wächst, bis sie zur Zimmerdecke reicht, herrlich duftet und prächtig geschmückt werden kann. Nicht nur der Baum ist in vielen Familien Anlass für Streit. In der „staden Zeit“ wird mehr gestritten als sonst übers Jahr, alle sind hektisch und gestresst.

Diese Idee ...
... habe ich dann dem Verlag präsentiert.
Da ich bereits als Lilli Beck erfolgreich mit dem Rowohlt-Verlag zusammen gearbeitet habe, ging das telefonisch. „Weihnachten“ kam gut an, es ist ja ein alljährlich wiederkehrendes Thema. Allerdings sollte es unter einem Pseudonym erscheinen, da es sich um ein anderes Genre handelt.

Hauptthema des Romans  ...
... ist die Jagd nach einem perfekten Weihnachtsbaum, ohne den es für die meisten Menschen keinen perfekten Heiligabend geben kann. Die Handlung zieht sich über die letzten 2 Wochen vor dem größten Fest des Jahres, es „weihnachtet“ sozusagen in jeder Zeile  und auch traditionelle Bräuche kommen nicht zu kurz.

Bevor ich mit dem Exposé und dem eigentlichen Schreiben beginne ...
... wird der Schreibtisch gründlich aufgeräumt. Dieses Projekt konnte ich passenderweise Ende November 2012 beginnen und zur Einstimmung habe ich meinen Arbeitsplatz stimmungsvoll dekoriert.


Dann ging’s los: Während der schriftlichen Ausarbeitung am Exposé, fällt mir meist schon der erste Satz für das erste Kapitel ein, so arbeite ich zeitgleich am Text. Wenn das Exposé steht, sind auch die ersten 5-10 Seiten fertig. Obwohl das jetzt ziemlich locker-flockig klingt, läuft der Anfang zäh. Es kann auch passieren, dass ich am Ende des Tages keine halbe Seite geschrieben habe. Für mich sind das aber keine Schreibblockaden. Die kann ich mir nämlich nicht leisten. Wie im richtigen Leben läuft es auch beim Schreiben nicht immer nach Wunsch. Es gibt gute und schlechte Tage. Da helfen nur eiserne Disziplin, Überarbeitung oder lange Spanziergänge. Letztere bringen jede Story ins „Laufen“. Spätestens nach 50 Seiten bin ich mit den Figuren richtig warm geworden, weiß, wie sie „ticken“ und die Handlung gewinnt an Fahrt. Im Verlauf der Geschichte ergeben sich natürlich Fragen/Wendungen, die nicht vom Exposé beantwortet werden. Dann heißt es recherchieren.

Recherchearbeit ...
... war bei diesem Projekt saisongebunden, da die Handlung über die letzten 2 Wochen vor Heiligabend läuft! So konnte ich auf den Weihnachtsmärkten authentische Atmosphäre einatmen. Normalerweise meide ich die, doch unter dem Aspekt der Story, waren es vergnügliche Besuche mit etlichen Leckereien, z.B. auf „Pink Christmas“, einem schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt, der seit einigen Jahren im Glockenbachviertel stattfinden. In diesem sehr alten Münchner Stadtviertel lebt auch Ursel, die Ich-Erzählerin des Romans. Das hat natürlich bestens gepasst. Den rosa Zwerg auf dem Foto habe ich dort erstanden.
Mit einer befreundeten Familie fuhr ich auch zu einer Weihnachtsbaum-Plantage in der Nähe von München, wo ich beim Schlagen einer Tanne zusehen konnte. Und sogar das Wetter hat mitgespielt. Im Dezember 2012 war es kalt und hat reichlich geschneit.



Die Arbeit an der „hässlichen Tanne“ hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, die Leser haben ebenso viel Vergnügen bei der Lektüre.

Eure Lilli Beck, alias Annette Bluhm



  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: rororo (1. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227754
  • ISBN-13: 978-3499227752




Da ich selbst sehr auf das Buch gespannt bin und man von humorvoller Weihnachtsunterhaltung eh nicht genug haben kann (meiner Meinung nach) steht es bereits im Regal. Wie erging es euch mit der Story hinter dem Buch? Seid ihr neugierig geworden?



Kommentare:

  1. Oh je... da musste ich jetzt doch an unsere Tannenbäume denken, die sind nämlich immer krumm, zu buschig, mit Löchern oder mit mehreren Spitzen :D
    Das Buch lacht mich ziemlich an... klingt nach dem perfekten Weihnachtsbuch, um dem Weihnachtsstress mal für ein paar Stunden zu entkommen.

    Alles Liebe, Chimiko

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  2. Eine schöne Geschichte .. so erfahre ich auch mal, dass die liebe Lilli dahinter steckt - war mir bislang entgangen :) .. das Buch klingt wirklich lesenswert, danke fürs Vorstellen!

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  3. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden. Das könnte lustig werden =)

    LG
    Anja

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  4. Hallo Claudia,

    ich bin so neugierig geworden, dass ich das Buch kurzerhand bestellt habe (auch, weil es mir von der Autorin empfohlen wurde).

    LG
    Sabine

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  5. Danke für den tollen Bericht und ich überlege ja schon die ganze Zeit, ob ich es mir zu legen soll...
    LG Ulla

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