Sonntag, 31. März 2013

[Rezension] Abidi, Heike - Close up

Josie will keine Prinzessin werden, keine Kunstturnerin oder Sängern. Nein, ihr großer Traum ist es Regisseurin zu werden. Eine Welt, die eher von Männern dominiert wird, aber das hindert Josie nicht daran ihr Ziel im Auge zu behalten. Sie würde alles dafür tun, um im Sommer an einem Regie-Workshop in L.A. teilzunehmen. Alles. Deshalb findet sie sich plötzlich in einem Casting für Schokopudding wieder und ihre erste Rolle (nebst fetter Gage) scheint gesichert. Doch plötzlich wird ihr klar, dass sie ja eigentlich HINTER und nicht VOR der Kamera stehen wollte. Josie muss sich entscheiden, ob sie weiterhin an dem Regie-Traum festhalten möchte oder ob es Zeit für neue Träume ist.

Heike Abidis Roman mit dem knallgelben Cover ist im PINK! Verlag erschienen, einem Imprint des Oetinger Taschenbuchverlages, der für "Bücher mit Persönlichkeit, voller Power und Phantasie" steht und "intensive Geschichten, die stark machen und kein bisschen rosa sind", veröffentlicht. Das hat mir zumindest der Klappentext verraten und damit hat er nicht zu viel versprochen, denn "Close Up" erfüllt genau diesen Anspruch.

Josie ist mit ihren 14 Jahren bereits ein Mädel mit viel Persönlichkeit und weiß, wo sie im Leben hin will. Natürlich wird dieser Weg des Öfteren erschüttert, sei es durch schlechte Noten in der Schule, Streit mit Freundinnen oder eine Schwester, die weiß Gott keine große Hilfe ist. Josie hab ich sofort in mein Herz geschlossen und es macht Spaß ihre Story durch Heike Abidis einfachen und humorvollen Schreibstil zu verfolgen. Das kann vor allem natürlich auch daran liegen, dass Josie kein typisches Mädchen ist, kein Glitzer hier, kein Make-up da und keine Etepetete-Allüren. Josie liebt das Leben und das merkt man ihr auch an. Außerdem ist sie bereit für ihre Träume zu kämpfen.

Ich hatte meinen Spaß mit dem Roman, auch wenn ich manches Mal doch gemerkt habe, dass die Zielgruppe bei 11-14 jährigen Mädchen liegt. Trotzdem konnte mich der Humor des Buches gut unterhalten und vor allem sticht das Buch etwas aus der Masse hervor. Liebe spielt nur eine geringe Rolle in diesem Roman, dafür erfährt man stattdessen etliches übers Filmset, darüber wie ein Dreh tatsächlich abläuft und dass nicht immer alles dem entspricht, wie es den Zuschauern präsentiert wird. Eine tolle Mischung aus Helden, Herzblut und Hollywood.



Fazit:  Josie ist absolut liebenswert und hat einen großen Unterhaltungsfaktor. Mein erstes PINK! Buch, aber wenn die anderen Romane genauso sind, dann gilt auf jeden Fall: Pink up your life mit diesen Büchern!

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Pink!; Auflage: 1 (1. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864300142
  • ISBN-13: 978-3864300141
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlagsgruppe:



Samstag, 30. März 2013

[Oster-Lesemarathon] Tag 2 - Update 5


 Aktueller Stand:
   
          O'Brien, Caragh - (3/3) Der Weg der gefallenen Sterne
--> 80 Seiten
Abidi, Heike - Close up
--> 208 Seiten
Kacvinsky, Katie - Maddie (2/3) Der Widerstand geht weiter
(Beginn auf Seite 111) --> 273 Seiten



 Update 5 - 21.35 Uhr

Okay, heute geht echt nichts mehr *g* Ich schau noch etwas fern, vielleicht lese ich dann noch etwas, aber viel wird nicht mehr zusammen kommen. Morgen mache ich Pause, da morgen Family-Tag ist. Dafür gibt es dann eine Rezension von mir. Habt noch einen schönen Abend!


 Update 4 - 20.15 Uhr

Heute wird das irgendwie nichts. Weder lese ich, noch arbeite ich etwas von meiner to do Liste ab. Irgendwie verstreicht die Zeit einfach so, mit der Suche nach einer neuen Handtasche, etwas ärgen über Facebook usw. Außerdem bin ich jetzt auch noch nicht sicher, ob ich nun gleich lesen oder fernsehen werde ...

 Update 3 - 16.45 Uhr

Die letzten 2 Stunden habe ich damit zugebracht mir eine neue Handtasche zu suchen, aber nix! Seit wann sind Handtaschen denn so hässlich und unpraktisch geworden? Und vor allem, warum hat mir keiner vorher Bescheid gesagt, damit ich mich noch einen Vorrat an tollen Taschen hätte anlegen können. Das ist ja echt grausam! 2 Stunden weg und dann nicht mal eine Tasche - echt deprimierend.


 Update 2 - 13.oo Uhr

Die Rezension zu "Close up" ist geschrieben. Mein Part zur Themenwoche ist auch erledigt, mal gucken, was die "Gegenpartei" dazu sagt und mein Tauschregal habe ich auch bestückt. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei? Ein paar davon muss ich übrigens erst noch lesen, aber die stehen als nächstes an, sollte also nicht allzu lange dauern.


Ich tausche gegen aktuelle Bücher aus dem Bereich Jugend, Dystopie, Thriller und Gegenwartsliteratur. Angebote gerne hier als Kommentar. Ein paar wenige Wunschbücher habe ich hier.

Eigentlich müsste ich heute auch noch mehr "Organisatorisches" machen, aber das verschiebe ich auf später. Erst mal wird gelesen und zwar diese Buch hier:

O'Brien, Caragh - (3/3) Der Weg der gefallenen Sterne



 Update 1 - 10.30 Uhr

Auch am Samstag möchte ich lesen und euch daran teilhaben lassen. Gestern Abend und heute Morgen habe ich dieses Buch beendet:


Für die Zielgruppe der 11-14 Jährigen fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Die Rezension werde ich nachher noch schreiben. Nun muss ich mich aber erst einmal um die Organisation einer neuen Themenwoche kümmern, denn durch 3 Wochen Grippe ist dieses leider liegen geblieben. Im nächsten Update verrate ich euch dann meine neue Lektüre :)

Freitag, 29. März 2013

[Oster-Lesemarathon] Tag 1 - Update 6




 Aktueller Stand:
   
         Abidi, Heike - Close up
--> 102 Seiten

Kacvinsky, Katie - Maddie (2/3) Der Widerstand geht weiter
(Beginn auf Seite 111) --> 273 Seiten




 Update 6 - 21.oo Uhr

Die ersten 100 Seiten von "Close up" habe ich gelesen und der Roman ist schon ganz unterhaltsam, obwohl man die junge Zielgruppe natürlich bemerkt :)

Ich werde jetzt meinen ersten Tag beenden und mich bei Desperate Housewives etwas entspannen. Morgen geht es dann mit dem Lesen weiter :)

 Update 5 - 17.50 Uhr

Die Rezension ist beendet, eine neue Jacke bestellt und nun geht es mit diesem Buch weiter:



 Update 4 - 16.45 Uhr

Ich mach heute ganz entspannt, für mich geht es nicht ums "Seiten abreißen", sondern einfach nur ums mal wieder lesen. Daher hab ich mich vorhin mit einem Rätsel auf Facebook abgelenkt (gelöst habe ich es immer noch nicht *grrr*) und eine leckere Eispause eingelegt.

Maddie habe ich mittlerweile beendet, aber so wirklich Freunde werden wir zwei nicht. Es wird wohl nur 3 Sterne geben. Ich mach mich mal an die Rezension und danach suche ich mir ein neues Buch aus - wahrscheinlich eins von denen für die ihr gestern bei FB abstimmen könntet / bzw noch immer könnt. --> Umfrage


 Update 3 - 13.3o Uhr

Ich hab mir eine Mittagspause gegönnt und danach etwas im Internet gesurft. Auf Facebook habe ich es schon berichtet, aber hier auch noch einmal für alle anderen:

Wiebke Lorenz, die Thriller schreibt und 50% von Anne Hertz ist, hat unter ihrem Pseudonym Jana Sonntag locker leicht klingende Ebooks geschrieben. Über Ostern (also bis Dienstag) könnt ihr die beiden für je 99ct bei Amazon kaufen:



 Update 2 - 12.oo Uhr

Ich bin heute gegen 9.30 Uhr angefangen zu lesen und zwar Maddie Freeman Band 2. Das Buch hatte ich bereits begonnen und bin dann heute auf Seite 111 gestartet.

Kacvinsky, Katie - Maddie (2/3) Der Widerstand geht weiter

So wirklich begeistern kann es mich noch nicht. Band 1 fand ich auch nur so lala. Irgendwie packt es mich nicht richtig :(


 Update 1 - 08.oo Uhr

Sehr wahrscheinlich schlafe ich noch, denn aufgrund der Grippe bin ich immer noch ziemlich "matschig", aber ich wollte schon mal posten, dass ich versuchen werde dabei zu sein. Vielleicht ist es ja auch eine kleine Motivation für mich, es am langen Wochenende vermehrt mit Büchern zu versuchen.

Vielleicht hat ja einer von euch Lust mitzulesen?



 Informatorisches

Hallo zusammen,

auf Lovelybooks habe ich den Aufruf zum Oster-Lesemarathon gefunden und ich hoffe, dass meine Grippe soweit abgeklungen ist, dass ich wieder lesen mag. Hier die "technischen Daten" zum Marathon:

Beginn: Freitag Morgen 
Ende Montag Abend  

Uhrzeiten möchte ich hier jetzt niemandem vorgeben, lest einfach so viel ihr wollt und schafft.  

Für die Twitterer unter uns gibt es übrigens einen Hashtag für die Nachrichten während des Marathons: #lblm




Donnerstag, 28. März 2013

[Gewinner] #4/2013 "Dark Canopy" und "Dark Destiny"

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, euch hat die letzte Themenwoche Woche Spaß gemacht? Das erhaltene Feedback war jedenfalls sehr positiv, was mich wiederum sehr gefreut hat.

Wer die Themenwoche aktiv verfolgt hat, hatte ja die Chance einen Lösungssatz zu ermitteln und sich somit zusätzliche Lose zu sichern. Der Lösungssatz lautete: "Aber dann schrie er doch" und ist der letzte Satz im Roman "Dark Canopy". Aber ich habe schon gemerkt, so ganz geglückt war die Wahl des Satzes nicht, da viele damit Schwierigkeiten hatten und aus "schrie" wurde ganz oft "sicher" oder "Schrei" und es gab auch verschiedene Variationen des Satzbaus. Ich habe aber eigentlich immer versucht zu helfen wo es ging und war, gerade was den Satzbau betrifft, flexibel, so dass ich viele richtige Antworten hatte.


Nun will ich euch aber nicht weiter auf die Folter spannen.

Es gab diese Bücher zu gewinnen und zwar jeweils signiert:



Herzlichen Dank noch einmal an den Verlag
der diese tollen Gewinne zur Verfügung gestellt hat!


Random.org hat entschieden und gewonnen hat:

*Trommelwirbel on*

Josefine P. aus C.

* Trommelwirbel off*


Viel Spaß beim Lesen Josefine!


Samstag, 23. März 2013

Bloggerpause

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Zeit rafft mich eine heftige Grippe dahin, deshalb muss ich erst einmal eine Pause einlegen, da mir für den Blog die Kraft fehlt und ich mich nicht mal an den Pc setzen kann.

Die Auslosung der Gewinnspiele verschiebt sich somit leider auch, aber anders geht es leider aktuell nicht.

Bis bald

Freitag, 22. März 2013

[Rezension] Bick, Ilsa J. - Ashes (2/3) Tödliche Schatten

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Brennendes Herz" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen hat Alex den verheerenden Anschlag auf die Welt überlebt. Sie findet sich nun in einer Gesellschaft wieder, in der viele Jugendliche zu "Veränderten" wurden, die somit nicht mehr viel Menschliches an sich haben und auch vor Kannibalismus nicht zurück schrecken. Aber auch die unveränderten Menschen haben sich zum Teil zu neuen diktatorischen Gruppen zusammengerottet, in denen sich menschliche Abgründe abspielen. Alex versucht lediglich zu überleben. Sie sucht nach Ellie und Tom und nach einer Erklärung, warum sie selbst sich nicht verwandelt hat. Oder dauert ihre Verwandlung bloß länger?

Nachdem ich im August diesen Jahres den Auftaktband der Trilogie gelesen hatte, war ich sofort begeistert und fieberte der Fortsetzung entgegen. Bicks düstere Dystopie vermochte es mich zu fesseln und vor allem interessierte mich Alex' weitere Geschichte. Mittlerweile habe ich den zweiten Band gelesen und kann daher sagen, dass für mich die Vorfreude und das hübsche Cover das Beste am Buch waren.

Ich bin ein riesengroßer Liebhaber von Dystopien und auch von Thrillern. Daher sind mir grausame Welten oder brutale Taten in Romanen absolut nicht fremd. Sie gehören zu diesen Genres und ich habe beim Lesen keine Probleme damit. "Tödliche Schatten" hat mich jedoch schockiert. Die Dystopie ist nicht mehr nur düster, sondern einfach brutal. Ein Drittel des Buches besteht aus jugendlichen Kannibalen, die liebend gerne ein Arm oder ein Bein abnagen, zum Nachtisch etwas Gehirn verschlingen oder am liebsten einen Augapfel auslutschen. In dem zweiten Drittel werden zahlreiche Menschen erschossen, erstochen oder ihnen werden bei vollem Bewusstsein Hautfetzen mit ganzen Muskelsträngen abgeschnitten. Würde man die gewalttätigen Szenen aus dem Buch heraus lassen, blieben evtl. noch 100 Seiten über. Für mich hat der Roman kaum Handlung geboten, sondern lediglich ein wildes Gemetzel dargestellt. Ich erwarte bei Dystopien weiß Gott nicht, dass sich alle an den Händen fassen und zusammen ein schönes Lied singen, aber das gebotene Abschlachten ging mir einfach zu weit und hat mich auch in der Handlung nicht vorwärts gebracht. Bedenklich ist außerdem, dass dieses Gemetzel bereits für Leser ab 14 Jahre empfohlen wird. Ich spreche mich definitiv dagegen aus!

Sucht man hinter dieser übertrieben brutalen Darstellung die eigentliche Handlung, findet man nicht viel. Die Autorin springt in den Perspektiven wild hin und her. Zahlreiche Charaktere dürfen aus ihrer Sicht schildern, was ihnen passiert und die Autorin verzichtet leider darauf bei Kapitelanfängen anzugeben, aus wessen Sicht das nächste Kapitel geschildert wird. Neben den Kämpfen bietet sie jedoch kaum Inhalt an. Die Menschen verteidigen sich, fassen Pläne um sich zu besser zu schützen, stricken Intrigen und greifen sich gegenseitig an - womit wir schon wieder beim Blutvergießen wären. Ein paar andere Personen laufen die ganze Zeit durch einen Schneesturm und auch das konnte ich mich nicht bildlich vorstellen. Karge Informationen wie "nördlich nach Wisconsin" oder "westliche von Michigan" haben mir nicht dabei geholfen mir vorzustellen, wie weit diese Personen gelaufen sind oder wie weit sie sich anderen Schauplätzen genähert haben.

Eigentlich habe ich in meiner Rezension nichts verraten und trotzdem beinahe den Inhalt komplett wiedergeben. Mehr ist dort einfach nicht zu finden. Nachdem Lesen wollte ich dem Buch eigentlich 3 Sterne geben. Beim Schreiben dieser Rezension habe ich mich allerdings gefragt, wofür eigentlich? Ich bin somit zum Schluss gekommen, dass es doch nur 2 Sterne wert und für mich definitiv ein Flop ist. Ich kann nur hoffen, dass die Autorin für den Abschlussband wieder ein bisschen an Inhalt zusammenkratzen kann, damit sich das Lesen lohnt.



Fazit: Für mich stellt der Roman einen Mittelteil einer Dystopie dar, auf den ich sehr gerne verzichtet hätte. Unnötig brutal, ohne richtigen Inhalt und erst recht nicht für 14 Jährige. Nach dem fesselnden Auftaktband eine derbe Enttäuschung.

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (9. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960068
  • ISBN-13: 978-3863960063
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: Shadows
  • Verlag:

PS. Die bisherigen Bände der Trilogie in der Übersicht:




Donnerstag, 21. März 2013

[Das Autoren 1x1] Katrin Lankers

 proudly presents:



Katrin Lankers




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Schon seit der Schule, aber da haben es meine Romane nie über die ersten paar Seiten hinaus geschafft. Jugendbücher, die dann auch fertig und veröffentlicht werden, schreibe ich seit 2009.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Weil es, glaube ich, in keinem anderen Beruf so viele Welten zu entdecken und zu erleben gibt.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Dunkler Wald, alte Legende, große Liebe und gefährliches Geheimnis
(Träume süß im Hexenwald)

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Meistens schreibe ich an meinem Schreibtisch, aber am liebsten schreibe ich im Café. Die Atmosphäre dort finde ich immer sehr kreativitätsfördernd – vor allem den Kaffee!

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Viel schreiben, viel lesen, viel zuhören! Die besten Geschichten kommen ganz unverhofft zu einem.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Sonnenblumengelb und Türkismeerblau

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Seiltänzerin

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Ofenkäse

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Eigentlich alles, was gut ist, da ist mir das Genre egal. Aber ich greife schon eher zu etwas Romantischem, Fantastischem oder Historischem.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Einen Bestseller schreiben (aber darauf hat man relativ wenig Einfluss), ansonsten wünsche ich mir das kleine Stück vom Glück zu bewahren, das ich mit meiner Familie eigentlich jeden Tag erlebe

Diese Bücher von Katrin Lankers könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:




Vielen Dank Katrin, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 20. März 2013

[Rezension] Das Beste der BILD-Leser-Reporter



Vor fast sieben Jahren hat die BILD die Aktion "Bild-Leser-Reporter" ins Leben gerufen. Seitdem können Leser der BILD-Zeitung ihre eigenen Schnappschüsse per SMS an die 1414 versenden und mit Glück werden diese abgedruckt. Bisher sind mehr als eine Million Fotos bereits bei der Redaktion eingegangen und davon haben es immerhin schon 19.000 Fotos in die Zeitung geschafft.



Ich habe erst durch dieses Buch von der "Bild-Leser-Reporter"-Aktion erfahren, da ich selbst keine BILD lese. Allerdings finde ich die Idee gut, denn oft ist es ja so, dass tolle Schnappschüsse spontan entstehen und deshalb eher von einer Privatperson eingefangen werden, als von einem Fotografen.

Die Bilder besitzen eine ziemlich große Bandbreite. Es gibt sowohl Humorvolles, Tierisches, Kurioses. Dramatisches oder Promis in ihrem normalen Alltag in diesem Buch. Auf jeder Doppeltseite finden sich zwei Fotos wieder, die eine kleine Gemeinsamkeit haben. Manchmal ist diese sehr offensichtlich, manchmal wirkt es eher etwas "zurechtgerückt", damit es passt. Da ich die BILD nicht lese, und somit die Bilder in der Zeitung nicht gesehen habe, kannte ich geschätzt 5-10 Stück, da diese mir bereits anderweitig im worldwideweb begegnet sind. Außerdem gibt es natürlich ein paar Fotos, deren Idee man bereits kennt, auch wenn dieses spezielle Bild nicht bekannt ist (z.B. Auto im Wasser oder in einem Baustellenloch). Genauso gab es jedoch auch Fotos, die mich komplett überrascht und begeistert haben.

Überwiegend konnten mich die Fotos gut unterhalten und oft sogar zum Schmunzeln bringen. Besonders gut hat mir gefallen, dass zu jedem Foto ein kleiner Text erklärt, was man genau sieht (manchmal ist das auf den ersten Blick nämlich nicht offensichtlich) und wo und wann dieses Bild aufgenommen wurde.


Fazit: Die zahlreichen bunten Fotos bieten gute, kurzweilige Unterhaltung. Ein paar mehr "Wow"-Effekt-Bilder wären wünschenswert gewesen, aber ansonsten ist diese Foto-Sammlung recht gelungen.

  • Taschenbuch: 204 Seiten
  • Verlag: Riva (8. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868832645
  • ISBN-13: 978-3868832648


Dienstag, 19. März 2013

[Die Story hinter dem Buch] Liemann, Jörg - Blutige Spuren



heute:



Liemann, Jörg - Blutige Spuren
 



1
Das Ungewöhnlichste an "Blutige Spuren" ist wohl, dass der Protagonist nicht nur Kommissar ist, sondern auch Telefonseelsorger.
Ich wollte mit dem Klischee brechen, Kripo-Beamte hätten keine Hobbys – hier das des Seelsorgers am Telefon. Warum soll ein Polizist nicht in seiner Freizeit ehrenamtlich arbeiten? Aber genau genommen wollte ich zunächst gar keinen Krimi schreiben.
Es ist etliche Jahre her, da hatte ich selbst Nachtdienste bei der Berliner Telefonseelsorge. Das ist ein nicht-kirchlicher Verein. Als notorischer Schreiber habe ich mich dann gefragt, auf welche Weise ich meine Erfahrungen umwandeln und zu Papier bringen kann. Umwandeln: Weil aus biografischen Erlebnissen niemals 1:1 etwas Literarisches wird. Und weil ich natürlich die Anonymität der Telefonseelsorge nicht brechen durfte und wollte. Aber über viele Jahre fand ich keine Lösung, keine geeignete Form. Das nagte an mir.
Irgendwann lag ich zwei Wochen mit üblen Schmerzen danieder, und weil ich mich nicht mit Tabletten vollpumpen wollte, lenkte ich mich mit Kampflesen ab. Ich las die ganze Wallander-Reihe von Henning Mankell in einem Zug. Und dabei ging mir plötzlich das Licht auf: der Kriminalroman als Format hat viele Vorzüge. An Mankell konnte ich sehen, was mir gefiel und was nicht. Ich schrieb eine Liste der Krimis, die ich schon gelesen und gesehen hatte und kam auf eine beachtliche Zahl.
Die Serie um meinen Hauptkommissar Kai Sternenberg fällt in das Genre des Berlin-Krimis. Hinzu kommt aber die spezielle Perspektive: Wir erleben nicht nur die eine Schattenwelt der Großstadt-Kriminalität, sondern noch eine andere, meist ebenfalls dunkle Seite Berlins, nämlich die der Einsamkeit, der Anonymität, des Nicht-Mehr-Weiter-Wissens eines Menschen. Das ist zum einen ein persönliches, individuelles Schicksal, zum anderen aber eine Kehrseite dieser Stadt, die da offenbar wird. Ich glaube, statistisch gesehen haben inzwischen jeder Berliner und jede Berlinerin schon mal die Notrufnummer gewählt. Das ist also kein Einzelfall-Phänomen. Und es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und Berufe. Das Telefon ist hier ein Echolot, und die Sternenberg-Romane erlauben uns, ab und zu ein wenig mitzuhören.
Ich kenne keinen anderen Autor, der Romane über Telefonseelsorge aus eigener Erfahrung schreibt. Neben dieser Nähe ist aber auch Distanz wichtig: Für mich war es gut, viele Jahre vergehen zu lassen zwischen meinen Telefondiensten und dem Schreiben.

2
"Blutige Spuren" ist der zweite Fall des Kommissars Kai Sternenberg. Der erste Band ist "Flammenopfer", erschienen 2011 im Goldmann-Verlag. Die Romane stehen jeweils für sich, aber natürlich entwickeln sich die Charaktere von Buch zu Buch. Deshalb würde ich immer empfehlen, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten. Inzwischen gibt es Manuskripte für die Fälle drei bis sechs, und ich bin selbst neugierig, was aus Sternenberg und seinem bunt gemischten Team darüber hinaus noch wird. Die Grundidee für Fall 7 steht jedenfalls.
Zunächst hatte ich nicht vorgehabt, das erste Buch zu veröffentlichen. Ich wollte einfach keine Kompromisse beim Schreiben eingehen und auch keine Energie für das Texte-Werben vergeuden. Ich bin glücklich, wenn ich schreiben kann. Und wenn auch nur eine einzige Leserin begeistert ist. Alles andere ist zweitrangig.
Eine gute Freundin empfahl mir dennoch, das Manuskript beim Roman-Wettbewerb der Zeitschrift "Brigitte" einzureichen. 2033 Leute nahmen teil. Zwar gewann ich nicht, aber die Redaktion schickte mir einen netten Brief, in dem sie mir mitteilte, ich sei in die engere Wahl gekommen, in die TopTen, und solle es unbedingt weiter versuchen. Das motivierte mich, mit der Kai-Sternenberg-Reihe fortzufahren. Ich bin dann noch zweimal im "Brigitte"-Romanwettbewerb, den es heute leider nicht mehr gibt, mit Sternenberg-Krimis unter die ersten zehn gekommen. Das war der Auslöser, mir eine Literaturagentur zu suchen.
Die renommierte Agentur von Gudrun Hebel und Susan Bindermann war bereit, mich und Kai Sternenberg zu vertreten, Susan Bindermann wurde meine Agentin. Für mich war das ein faszinierendes erstes Treffen mit Susan, denn da war eine mir bis dahin fremde Frau, die über meine Romanfiguren sprach, als seien sie real.
Mehrere Verlage waren interessiert, Goldmann preschte vor. Barbara Heinzius, die damalige Lektorin, war ein bekennender Sternenberg-Fan. Wir haben dann das erste Manuskript kaum verändert, auch nicht in der sehr anregenden Redaktionsarbeit mit Martina Czekalla. Allerdings wollte der Verlag einen anderen Titel. Aus meinem 'Palma Nova' wurde "Flammenopfer". Das ist etwas reißerisch, aber ich verstehe, dass der Buchmarkt bestimmten Regeln unterliegt. Der zweite Fall hieß bei mir noch 'Hohe Wacht', jetzt ist er als "Blutige Spuren" zu kaufen.

3
Über die Personenkonstellation möchte ich nicht zu viel verraten. Zwei Aspekte sollen genügen:
Kai Sternenberg als Teamleiter steht im Mittelpunkt, das ist klar. Er hat eine Reihe menschlicher Schwächen, zum Beispiel rastet er schon mal ein wenig aus, wenn ihm etwas sehr wichtig ist – keine gute Voraussetzung, weder für einen Kriminalisten noch für einen Seelsorger. Andererseits muss er ein zumindest so vernünftiger und kompetenter Mensch sein, dass wir ihm sowohl seine Polizei-, als auch seine Telefonarbeit abnehmen. So ein Vernunftmensch könnte langweilig werden, deshalb ist er umrahmt von einem kontrastreichen Team. Mir schwebte mal eine Story vor, in der zwei extrem unterschiedliche Ermittler kooperieren: ein alter, leiser, weiser Beamter und ein junger Draufgänger, der sich an keine Regel hält. Diese beiden Charaktere lassen sich teilweise in Wolfgang Lichtenberg, dem ständig rauchenden Brummelkopf und in Tarek wiederfinden, einem etwas aggressiven, anfangs noch unsicheren Kommissar. Diese beiden sind so unterschiedlich wie das "to be" und das "not to be" bei Shakespeare. Aber es muss einen Dritten geben, der zwar nicht so schillernd ist wie diese beiden. Er ist derjenige, der entscheiden muss und sich die Frage zu stellen hat: to be or not to be... (dazu inspiriert wurde ich übrigens von der Konstellation Spock und McCoy, Kirk ist der Entscheider in der Mitte.)
Ein nicht unwichtiger Aspekt ist die Rolle der Frauen. Einerseits habe ich von drei Männern gesprochen. Andererseits habe ich die "Brigitte" erwähnt und die Partnerinnen in der Literaturagentur und im Verlag. Ich weiß nicht, inwieweit das Zufall ist. Ich kann nur sagen, dass die Sternenberg-Reihe nicht speziell für Frauen geschrieben ist, aber meist denke ich beim Verfassen doch an Leserinnen. Und nun blicken wir mal auf die weiteren Charaktere. Da mag es drei wichtige Männer geben, aber: Sternenberg hat eine Chefin, die es ihm nicht immer leicht macht. Er hat nahezu erwachsene Zwillingstöchter, für die ähnliches gilt. Im Team gibt es Petra und Isabel, zwei kompetente Kommissarinnen. Später kommen weitere hinzu. Also, wer hier wirklich die Entscheidungen trifft, darüber ließe sich diskutieren... Isabel ist mir dabei so wichtig, dass "Blutige Spuren" unbedingt mit ihr beginnen sollte. Eigentlich erwartet man ja bei einer Fortsetzung, dass der Protagonist als erstes aus dem bekannten Team wieder erscheint. Das erste Wort im ersten Kapitel ist "Isabel". Und das ist kein Zufall.

4
Ich hasse es, wenn mir jemand die Handlung eines Buches oder eines Filmes erzählt. Am liebsten weiß ich nichts von dem, was auf mich zu kommt. Wem es ähnlich geht, überspringe diesen Abschnitt bitte. Ich werde mich aber eh auf Andeutungen beschränken.
In "Flammenopfer" brennt es an verschiedenen Orten in Berlin, vor allem in den In-Vierteln Prenzlauer Berg und Mitte. Als ich das schrieb, gab es noch nicht die ständig brennenden Autos in Berlin. Diese Anschläge geben der Story auf gemeine Weise Aktualität. Ich hatte mich damals bei der Feuerwehr über eine Serie von Brandstiftungen in Berliner Kellern informiert. In "Flammenopfer" misstraut die Polizeiführung einem ihrer ermittelnden Beamten und setzt Sternenbergs Team auf ihn an.
In "Blutige Spuren" geht es unter anderem um Morde an Spaziergängern im Grunewald. Sie werden scheinbar grundlos erstochen. Es sieht nach einem Amokläufer aus. Ein Begriff, der für mich beim Konzipieren und Schreiben des Romans im Mittelpunkt stand, war 'Identität'. Wer möchte, kann dieses Thema mehrfach in der Geschichte angeschnitten finden. Aber keine Sorge, es ist keine intellektuelle Sache, die man wirklich so lesen muss. Es ist mir nur bei aller Spannung und Charakterzeichnung wichtig, dass man bei einem solchen Kriminalroman auch etwas tiefer graben kann, wenn man das möchte – sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Viele Bücher kranken für mich daran, dass die Autoren ihre Leserschaft anscheinend oder tatsächlich für denkfaul oder genügsam halten.

5
Ich komme noch einmal kurz auf die Telefonseelsorge zu sprechen. Es gibt hier Einblicke, wie Menschen sich am Telefon verhalten könnten. Mir war aber wichtig, dass das nie ein Übergewicht in der Geschichte bekommt und dass es nicht aufdringlich nach einem Psychologie-Seminar klingt. Ein wichtiges Spannungs-Prinzip ist, beim Lesen nicht wissen zu können, ob Kai Sternenberg hier gerade nur ein "normales" Krisengespräch führt, oder ob es etwas mit dem Fall zu tun haben könnte. Vielleicht inspiriert ihn ein Anruf bei der Fall-Lösung, vielleicht verschmelzen aber diese beiden Welten auch einmal auf unheimliche Weise.
"Flammenopfer", also der erste Fall, beginnt mit einem etwas wirren Dialog, einem Anruf bei der Telefonseelsorge. Dieses kurze erste Kapitel enthält keinerlei Erzählstimme, kein "sagte er" oder ähnliches. Ich wollte, dass jemand, der das Buch aufklappt, sofort hineingezogen wird in die Telefonseelsorge, in das Leben von Kai Sternenberg und in die verschrobene Psychowelt.

6
Seltsam ist ein Phänomen, das Kai Sternenberg betrifft: Ich sehe ihn nicht scharf gezeichnet vor mir. Und das, obwohl ich eigentlich stark visuell vorgehe, schon weil die meisten von uns neben Büchern auch von Filmen und vom Fernsehen geprägt sind. Ich habe also jeden Ort und jede Situation genau vor dem geistigen Auge. Aber ausgerechnet bei Sternenberg – und anderen wichtigen Charakteren wie etwa Isabel – sehe ich unscharf.
Das ist beabsichtigt. Ich habe mich von Anfang an geweigert, die wichtigen Figuren hinsichtlich ihres Aussehens genau festzulegen. Auf diese Weise möchte ich den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben, ihre eigenen Bilder, die sie sich von einer Figur machen wollen, freier zu entwickeln. Ich weiß, dass Sternenberg sportlich ist, ich weiß, wie er spricht und denkt und vermittle das auch. Aber von seiner Haar- oder Augenfarbe habe ich keinen Schimmer.
Beim Lesen dürfte das nicht weiter auffallen. Für mich wurde es aber fast zu einem Alptraum, wenn ich mir vorstellte, die Sternenberg-Serie würde verfilmt werden und man würde mich fragen, welcher Schauspieler den Sternenberg geben soll. Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen und kam lange Zeit zu keinem Ergebnis. So ist das ja oft: Eine Verfilmung schränkt unsere Phantasie ein, weil sie Bilder ausschmückt.
Inzwischen habe ich eine Idee, aber ich weiß nicht, ob eine Produktionsfirma da mitspielen würde. Ich denke an zwei unterschiedliche Schauspieler, die ich mag und ihrer enormen Professionalität wegen schätze: Ulrich Tukur. Olli Dittrich. Ein Ulrich Tukur müsste gegen seine sonstigen Rollen einen sehr einfühlsamen Menschen spielen. Olli Dittrich müsste sein Witzlevel herunterfahren. Aber beiden würde ich zutrauen, einen Mann zu verkörpern, der so unterschiedliche Tätigkeitsfelder wie Polizei und Telefonseelsorge miteinander in Einklang zu bringen versucht – und dabei auch schon mal scheitert.

7
Die Film-Frage stellte sich schneller als erwartet. Noch nicht in Form einer Verfilmung, aber es galt, für "Blutige Spuren" einen Buchtrailer zu produzieren. Ich finde, das ist eine der angenehmsten Formen, für ein Buch zu werben. Es strapaziert auch nicht die Geduld der Leute, die das anklicken – ein bis drei Minuten in der Regel. Zunächst bot man mir an, dass andere für mich so einen Trailer produzieren. Aber ich wollte die Art der Präsentation gern selbst beeinflussen.
Ich bat meinen guten und auf diesem Gebiet auch beruflich tätigen Freund Jörg Breitenfeld um Hilfe. Vor Urzeiten, als wir noch mit Zelluloid arbeiteten, hatte er im Rahmen seiner Ausbildung einen lustigen Film über "60 Jahre Esskultur" gemacht. Ich filmte damals eine der Episoden, und Jörg zog mich als Cutter hinzu. Nun, viele Jahre später, übernahm er den Schnitt des Buchtrailers. Zunächst aber standen wir vor der Frage: Welche Bilder wählen wir, um das Buch zu veranschaulichen? Das Filmchen soll ja informieren, zugleich aber nichts verraten.
Sobald wir das Grobkonzept hatten, schrieb ich die Musik. Zum einen wollte ich verhindern, dass Copyright-Probleme entstehen, zum anderen ist Musik die emotionale Brücke – und im Idealfall sogar eine weitere Brücke zwischen Leser und Autor. Ich muss dazu sagen, dass die Sternenberg-Reihe musikalisch ist. Damit meine ich: Ich habe mir regelrecht einen Soundtrack zu jedem Band gebastelt aus vorhandenen Stücken. Zum Beispiel ist Kai Sternenberg großer Janis-Joplin-Fan. Die Vorstellung, Sternenberg mit Musik zu verbinden, war mir also nicht neu. Es galt nun allerdings, das Element des Unheimlichen hineinzubringen. Es ist Absicht, dass die Streicher und in der Mitte das kurze Klaviersolo etwas süßlich sind, im zweiten Teil wandelt sich die Melodie von Dur auf Moll, und die Taktschläge, die anfangs wie eine Schreibmaschine klingen, werden aggressiver. Soweit ich mich erinnere, war das meine erste Komposition, und ich staunte, zu welchen Tätigkeiten man kommt, wenn man sich entscheidet, ein Buch zu veröffentlichen.
Jörg Breitenfeld lachte, als ihm auffiel, dass wir tatsächlich mit drei Kameras arbeiteten. Die Filmsequenzen sind nur kurz, vieles basiert auf – für sich genommen – harmlosen Fotos, die ich zum Beispiel im Wald aufgenommen hatte und die Jörg stark verfremdete. Die kreative Zusammenarbeit machte uns so viel Spaß, dass wir auch gleich den Buchtrailer für mein nächstes Buch gemeinsam produzierten, für den Thriller "Jung genug zu sterben" (Aufbau-Verlag, Oktober 2012). Darin geht es um Gehirnforschung, Pubertät und Kreativität, und ein Thriller benötigt natürlich eine andere filmische Stimmung als ein Krimi. Ich setzte also zum Beispiel für die Musik extreme Bläser-Bässe ein und nahm Wolkenformationen aus einem Flugzeug heraus auf. Hinzu kamen Fotos und Filme von meiner Reise in die Schweizer Bergwelt, wo ich für das Buch recherchiert hatte.

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Auch für spätere Sternenbergs werden wir bestimmt wieder Trailer produzieren. Zunächst jedoch steckt Spannung in der Frage, ob die Serie fortgesetzt werden kann. Das hängt ganz sicher auch von der Resonanz auf "Blutige Spuren" ab.

geschrieben von Jörg Liemann




  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442474701
  • ISBN-13: 978-3442474707



Ich freue mich, dass Jörg Liemann uns so ausführlich über die Schulter blicken ließ.

Falls jemand von euch (trotzdem) noch Fragen hat, dann stellt sie hier einfach als Kommentar, denn der Autor hat sich bereit erklärt diese gerne zu beantworten.




Montag, 18. März 2013

[Buch-Trailer] Gran Reserva & Himmlische Träume



Hallo ihr Lieben,

lasst die Woche gemütlich angehen, am besten mit den folgenden Buchtrailern :)



  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (12. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492301495
  • ISBN-13: 978-3492301497





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  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (8. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350918
  • ISBN-13: 978-3471350911









    Sonntag, 17. März 2013

    [In my Mailbox] KW # 10+11/2013


    Hier meine Neuzugänge aus dieser und letzter Woche!

    für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


    Gurian, Beatrix
    Der süße Kuss der Lüge


    Poznanski, Ursula
    Blinde Vögel


    Fitzek, Sebastian
    Der Nachtwandler


    Aydin, Veronika und Klamroth, Kerstin
    Elfriedes erster Fall - Schulsachen

    Lauriel, Angelika
    Frostgras





    Das Beste der BILD-Leser-Reporter




    Tsokos, Michael
    Die Klaviatur des Todes



    Grevet, Yves
    Méto (3/3) Die Welt


     
    Hunter, C. C. - Shadow Falls Camp (02) Erwacht im Morgengrauen



    Hogan, Edward
    Diese Stunde gehört mir nicht