Dienstag, 6. Mai 2014

[Die Story hinter dem Buch] Seidel, Jana - Mein zauberhaftes Café

heute:



Seidel, Jana - Mein zauberhaftes Café

 



Ein Café eröffnen – das wäre es. Davon träume ich klammheimlich schon seit meinem Schulabschluss. Weil ich aber eine Null bin, was Buchhaltung angeht und ich ebenso gut backe wie Homer Simpson philosophische Essays verfasst, wird es wohl bei dem Wunschtraum bleiben.

Doch wozu gibt es Bücher? In „Mein zauberhaftes Café“ habe ich die Gelegenheit genutzt, die Hauptfigur Alexandra meinen Traum verwirklichen zu lassen. Eine gute Wahl: Als ehemalige Steuerfachangestellte (brrrrr... aber keine Sorge, den Job lasse ich sie gleich zu Beginn des Buches verlieren ;-) ist sie eine wesentlich bessere Geschäftsführerin als ich. Anders als ich hat sie aber nie von einem Café geträumt und übernimmt deshalb den Laden ihrer verstorbenen Tante nur aus Verzweiflung.

Zum Glück erhält Alexandra, die anfangs auch keine Ahnung vom Backen hat, tatkräftige Unterstützung von einem guten Geist.  Wenn sich nur nicht gleichzeitig die mysteriösen Ereignisse häufen würden, die sie in Gefahr bringen, das mittlerweile lieb gewonnene Café wieder zu verlieren.

Mein eigener guter (Back-)Geist beim Schreiben war mein Mann, der nicht nur die besten Muffins und Rhabarber-Kuchen überhaupt zaubert, sondern beim Gegenlesen das ein oder andere mal Schlimmstes verhindert hat. Oft hörte ich ihn dann entsetzt so etwas rufen wie: „Was, du willst Alexandra die Torte mit der Sahne drauf in den Ofen schieben lassen – bist du wahnsinnig?“ 

Wahnsinnig? Frechheit! Ich bin nur keine besonders talentierte Bäckerin. Ich hasse es, mich präzise an Maßangaben halten müssen, weil sonst am Ende alles zusammen fällt oder zerbricht.  Doch habe ich die Arbeit an den Buch als Ansporn genutzt, zumindest ein Backwerk zu perfektionieren: Mir gelingen jetzt geschmacklich tadellose Pistazien-Macarons (und auch optisch hören sie langsam auf, braunen unförmigen Haufen zu ähneln). Macarons tauchen in dem Buch häufiger auf und ich konnte nie über sie schreiben ohne sofort Heißhunger zu bekommen. Am Ende habe ich mir die nötigen Utensilien gekauft, um solchen Gelüsten jederzeit nachgeben zu können. So und jetzt muss ich in die Küche, es ist mal wieder so weit... 



  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442478162
  • ISBN-13: 978-3442478163



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