Dienstag, 24. Juni 2014

[Die Story hinter dem Buch] Alexandra Kui - Stille Feindin


heute:



Alexandra Kui - Stille Feindin

 


Da das Krimi-Genre mich regelmäßig zur Mörderin werden lässt und ich mir leidenschaftlich gern perfide Prologe ausdenke, sehe ich mich oft mit der Frage konfrontiert: „Wie kommen Sie denn bloß auf so was?“

Leider kann ich die Frage nach dem „Wie“ kaum beantworten – meine Phantasie führt ein rätselhaftes Eigenleben – dafür ist mir meistens genau in Erinnerung, wo ich das erste Mal auf die Idee für eine Geschichte gestoßen bin.

Bei „Stille Feindin“ war es unser Dorfladen. Ich liebe diesen irgendwie aus der Zeit gefallenen Ort, nicht nur weil die Besitzerin immer das frischeste Gemüse bereithält, sondern auch weil es keine piependen Scanner gibt, keine Einkaufswagen und keine Drängelei (obwohl es manchmal ganz schön eng wird, wenn die Plaudereien über Gott und die Welt kein Ende finden und immer neue Stammkunden dazu stoßen). 



Zwischen Brokkoli und Tomaten fragte ich mich, wie es einem Großstadt-Mädchen ergehen würde, das eine wirklich furchtbare Geschichte mit sich herumschleppt und einem Ort wie diesem die Chance zum Neuanfang bekommt. Et voilá – Farina war geboren. Um das Idyll perfekt zu machen verlegte ich meinen Dorfladen von der Geest ein paar Kilometer nördlich ins Alte Land hinter den Deich, denn dort ist es besonders beschaulich. 


Was meiner Romanheldin wenig nützt, schließlich handelt es sich ja um einen Jugendthriller, da soll es spannend zugehen. Als die Vergangenheit Farina (17) einholt, wird sie ebenso zur Bedrohung für ihre neue Freundin Tami (16), meiner zweiten Hauptfigur, wie für sich selbst.

„Stille Feindin“ ist eine Geschichte über zwei sehr junge Frauen, die viel durchgemacht haben und im Roman erneut durch die Hölle gehen müssen, jede durch ihre eigene. Aber es geht auch um Freundschaft, ihre Kraft, ihre Zerbrechlichkeit, und um den Mut, den es braucht, um dem eigenen Leben eine andere Richtung zu geben. Solche schicksalhaften Wendepunkte kenne ich aus eigener Erfahrung, auch wenn es in meinem Leben Gott sei Dank nicht ganz so dramatisch zuging, wie bei Farina und Tami. In jeder meiner fiktiven Figuren steckt immer auch ein Teil von mir, auch wenn ich keines meines Bücher als autobiografisch bezeichnen würde. Womit eine weitere Frage beantwortet ist, die mir häufig gestellt wird.

Wer noch mehr wissen möchte: Unter www.alexandra-kui.de steht Einiges. 

© Marino Thorlacius

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen, freue mich über noch mehr Fragen und Kritik (na ja meistens, manchmal kann Kritik auch ganz schön weh tun) und bedanke mich bei Claudia für die Einladung hier mitzuwirken.

Liebe Grüße
Alexandra Kui

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: cbt (23. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570162753
  • ISBN-13: 978-3570162750
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


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