Montag, 2. Juni 2014

[Gastrezension] Rode, Tibor - Das Los

Gastrezension von Nefertari35


Berlin im Jahre 1763: Der junge Italiener Giovanni Galzabigi führt die Lotterie in verschiedenen Städten ein. Er hat keinen großen Erfolg und versucht nach seiner letzten Pleite König Friedrich den Großen für sich zu gewinnen. Calzabigi hat die Lotterie und alle Teilnahmebedigungen so überarbeitet, das es keine Verluste auf Seiten der Krone geben dürfte. Er hat aber nicht mit den Intrigen und Gier seiner Mitmenschen gerechnet.



250 Jahre später versucht ein Mönch die letzten vier Lose einer schon jahrhundertelang andauernden Lotterie an den Mann zu bringen. Es scheint zu gelingen und der Gewinn für einen der Teilnehmer, wäre ein Preis von unermeßlichem Wert. Aber dann geschieht ein Mord und die Teilnehmer erkennen, das die Lotterie unsagbare Gefahren in sich birgt.

Schreibstil:
Der Autor schreibt sehr anspruchsvoll, detailliert, gut recherchiert und spannend. Dieser Roman ist nichts für nebenbei, sondern fordert viel Aufmerksamkeit. Die Geschichte ist in zwei Zeitepochen geschrieben und beinhaltet mehrere Handlungsstränge, die erst nach und nach zueinander finden. Der Spannungsbogen ist gut und meist auch fesselnd, allerdings fehlen die Überraschungsmomente. Die Story ist oft sehr vorhersehbar. Interessant ist die Vielfalt der Themen, die im Buch behandelt werden, z.B. Beginn der Lotterie, Spielsucht, Organhandel und vieles mehr. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben, egal ob in der historischen oder der jetzigen Zeitepoche.

Eigene Meinung:
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, das Hauptthema war für mich neu und auch sehr interessant. Ich finde aber, das die Geschichte kein Thriller ist, dafür fehlten eindeutig die Überraschungsmomente, die Dramatik und vieles mehr. Für mich war das Buch ein gut geschriebener Krimi mit historischen und neuzeitlichen Elementen, die hervorragend zueinander finden. Auch die vielen Handlungsstränge laufen am Ende zusammen und lassen keine Fragen offen.

Fazit: Für mich war vieles einfach zu offensichtlich und zu leicht zu erraten. Für einen Thriller meiner Meinung nicht stark genug, aber für einen Roman klasse. Ich gebe vier Sterne.


  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: Aufl. 2014 (13. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343103893X
  • ISBN-13: 978-3431038934
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Verlag:


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