Samstag, 4. Oktober 2014

[Gastrezension] Ross, Christopher - Clarissa (05) Gefangen im ewigen Eis


Gastrezension von Starbucks

Christopher Ross‘ Roman „Clarissa – Gefangen im ewigen Eis“ ist der fünfte und letzte Band der Clarissa-Reihe. Es ist mein zweites Buch von Christopher Ross und mein erstes aus dieser Reihe, das man aber auch sehr gut lesen kann, ohne die anderen zu kennen. Immer wieder wird – wenn notwendig – auf die vorhergehende Handlung hingewiesen.

http://www.weltbild.de/3/18975110-1/buch/clarissa-5-gefangen-im-ewigen-eis.htmlZum Inhalt: Clarissa lebt mit Mann Alex und Tochter Emily auf einer Hundeschlittenfarm in der Nähe von Fairbanks in Alaska. Nachbarn sind nur ihre Freundin Dolly und deren Familie. Nachdem Alex mit dem größten Teil der Schlittenhunde in den ersten Weltkrieg nach Europa gezogen ist, taucht Frank Whittler in Fairbanks auf. Er ist der Mann, der Clarissa bereits vorher nach dem Leben getrachtet hat und dafür lebenslänglich bekommen hatte. Trotzdem ist er nun wieder auf freiem Fuß und nur auf Rache bedacht. Da Emily in Gefahr gerät, müssen Clarissa und Dolly sich allein mit den Hunden in die Wildnis begeben, um Frank Whittler zu schlagen, aber zum Glück ist da noch Bones, der mystische Wolf, den nur Clarissa sehen kann….

Meine Meinung: Das Buch ist im Grunde eine lange Hundeschlittenfahrt durch die Wildnis Alaskas. Wie bei meinem ersten Ross-Roman ist auch hier das größte Manko, dass der Klappentext zuviel verrät. Ich habe mich beim Lesen des ersten Teils geradezu gelangweilt, denn ich wusste ja zu genau, was kommen würde. Erst später wird das Buch spannender und lesenswerter.

Christopher Ross hat selbst einige Zeit auf einer Hundeschlittenfarm verbracht. Wenn man sich etwas auskennt, merkt man, dass er seinen Focus in diesem Buch u.a. darauf legt, ganz genau die Schlittenhunde, ihre verschiedenen Charaktere und die Beziehung zum Menschen zu erklären. Das geschieht nebenbei, ist dem Autor aber wirklich gut gelungen. Auch die Idee mit Bones, dem alten Wolf, hat mir gut gefallen. Die Handlung selbst ist verglichen mit dem anderen Ross-Roman, den ich kenne, etwas schleppend.

Ein schönes Cover macht Lust auf das Buch. Dabei sieht allerdings die Dame oben links nicht aus, als ob sie in 1917 gelebt hätte. Das Ende ist z.T. vorhersehbar, aber glaubhaft und wohlüberlegt. 

Fazit: Alles in allem ist „Clarissa – gefangen im ewigen Eis“ ein sehr unterhaltsamer Roman ohne besonderen Anspruch, den man gut zwischendurch lesen kann. Ich habe ihn gern gelesen und gebe 3,5 bis 4 Sterne.

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Weltbild (2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3955693368
  • ISBN-13: 9783955693367

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