Dienstag, 4. November 2014

[Die Story hinter dem Buch] Jutta Maria Herrmann - Hotline



heute:



Jutta Maria Herrmann - Hotline

 


Damit ihr euch eine ungefähre Vorstellung machen könnt, wer sich hinter dem Namen Jutta Maria Herrmann verbirgt, möchte ich mich euch ganz kurz vorstellen:

Aufgewachsen bin ich im Saarland, nach dem Abi habe ich in Saarbrücken eine Ausbildung zur Buchhändlerin gemacht und bin dann aus der kleinbürgerlichen Enge nach Berlin geflüchtet. Hier habe ich studiert, mich in der Musiker- und Hausbesetzer-Szene rumgetrieben, Rock- und Punkkonzerte veranstaltet und eine Weile als Synchrondrehbuchautorin gearbeitet. Inzwischen bin ich etwas ruhiger geworden :) und arbeite jetzt schon seit einigen Jahren als Redaktionsassistentin für eine Tageszeitung. Mit meinem Mann, dem Krimiautor Thomas Nommensen, lebe ich vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal. Mein größter Traum ist es, irgendwann den „Brotjob“ an den Nagel zu hängen und vom Schreiben leben zu können.

Mein Arbeitsplatz zu später Stunde

Geschrieben habe ich schon immer gerne. Aufsätze in der Schule, einen ganzen Stapel Tagebücher in der Pubertät, Briefe und jede Menge (schrecklich kitschiger :) ) Gedichte. Irgendwann bin ich auf die „Mörderischen Schwestern“ gestoßen, eine Vereinigung von Frauen, die Krimis schreiben oder lieben oder beides. Sie waren der Anstoß dafür, dass ich mit dem Krimischreiben begonnen habe. Meine Freude war natürlich groß, als gleich mein erster Kurzkrimi veröffentlicht wurde, und mittlerweile bin ich mit meinen „Kurzen“ in einer ganzen Reihe von Anthologien vertreten. Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis ich mich an einen Roman „gewagt“ habe, aber irgendwann war es soweit, und der Psychothriller „Hotline“ ist entstanden.

Auf die Idee zu dem Buch hat mich folgende Meldung in einer Tageszeitung gebracht:

Trotz Ablehnung durch die Französische Bischofskonferenz wollen die Initiatoren einer telefonischen Beicht-Hotline an ihrem Dienst festhalten. Wie die französische Tageszeitung „Le Figaro“ an diesem Donnerstag schreibt, sei die Gründerin bereit, ihr Dienstangebot nach einem Gespräch mit den Bischöfen zu verändern.

Das Thema „Beicht-Hotline“ hat mich nicht mehr losgelassen. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, wie das funktionieren soll. Wie soll man damit umgehen, wenn jemand ein Verbrechen am Telefon beichtet? Oder gar einen Mord ankündigt? Wie verhält man sich in so einem Fall? Immer mehr Fragen tauchten in meinem Kopf auf und drängten auf eine Antwort. Ursprünglich wollte ich eine Kurzgeschichte daraus machen, aber ich habe schnell festgestellt, dass da Stoff für einen ganzen Roman dahintersteckt. Die Idee zu Hotline war geboren.

Lesung im Hof der Panketaler Buchhandlung Fabula

Hier der „Anreißer“ zu Hotline:

Keine Polizei – never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Ein schlechter Scherz, konstatiert Chris, Initiator der Hotline, als seine Freunde und Kollegen statt einer Kinderleiche eine lebensgroße Puppe auf dem Friedhof ausgraben. Dann meldet sich die mysteriöse Anruferin erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang ...

… mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.:)

Wer in das Buch reinlesen möchte, die ersten 22 Seiten findet ihr hier: Leseprobe

Ich bin gespannt, wie es euch gefällt und freue mich sehr über euer Feedback. 

geschrieben von Jutta Maria Herrmann


  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (3. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426514567
  • ISBN-13: 978-3426514566




Kommentare:

  1. Hallo liebe Claudia,
    Sehr interessant, da möchte man am liebsten sofort loslesen...
    Das Buch steht inzwischen ganz oben auf meiner WuLi! :-)
    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  2. Das ist eine tolle Idee, die Autorin ein wenig über die Initialzündung zum Buch sprechen zu lassen! :) Gefällt mir gut! Nach dem Lesen hat mich auch die gleiche Frage beschäftigt: Wie geht man damit um, wenn jemand anonym ein Verbrechen beichtet? Da spielen so viele Faktoren mit rein, eine unglaublich spannende Thematik, über die man sich stundenlang austauschen könnte! :)

    Liebe Grüße, Philly

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