Montag, 10. November 2014

[Gastrezension] Clement-Moore, Rosemary - Dahin ist aller Glanz

Nach ihrem Unfall wird Sylvie von ihrer Mutter zur Erholung zur Familie ihres verstorbenen Vaters nach Alabama geschickt. Doch Sylvie ist nicht so begeistert davon. Als sie ankommt ist sie fasziniert von dem alten Herrenhaus. Außerdem lernt sie noch die beiden gutaussehenden Jungen Rhys und Shawn. Diese sind jedoch Feinde. Sylvie aber fühlt sich von beiden angezogen.
Allerdings mit dem Haus scheint irgendetwas nicht zu stimmen, doch was? Sylvie beginnt nachzuforschen und eckt ein mysteriöses dunkles Geheimnis auf …


Der Jugendroman „Dahin ist aller Glanz“ stammt von der Autorin Rosemary Clement-Moore. Es ist das erste Buch der Autorin in deutscher Sprache und ich war doch sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.

Die Protagonistin Sylvie hat es mir reichlich schwer gemacht sie zu mögen. Vor ihrem Unfall war sie mit ihren 17 Jahren die jüngste Solotänzerin im Ballett. Nach ihrem Unfall aber wird sie quasi abgeschoben, ins Nirgendwo. Sylvie jammert sehr viel, mir war dies teilweise wirklich zu viel, hat an allem etwas auszusetzen. Außerdem kommt Sylvie sehr arrogant rüber, sie ist sehr verwöhnt und lässt alle nach ihrer Pfeife tanzen.
Ihre Hündin Gigi könnte man hier fast schon als eigenständigen Charakter verstehen so oft wie sie vorkommt. Es gab kaum einen Satz wo Gigi nichterwähnt wird.
Die beiden Jungen Rhys und Shawn hingegen bleiben sehr blass. Man erfährt, dass sie verfeindet sind, gut aussehen und mysteriös und geheimnisvoll wirken. Alles andere aber bleibt im Dunkel und so vergisst man die beiden nach dem Lesen dann auch schnell wieder.

Der Schreibstil der Autorin ist nichts Besonderes. Man kann das Buch gut lesen, es ist recht jugendlich gehalten und alles ist verständlich.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Sylvie in der Ich-Perspektive. So hat man als Leser einen direkten Draht zu ihr und bekommt viel von ihr mit, hier allerdings leider eher zum Leidwesen des Lesers.
Die Handlung braucht sehr lange um wirklich in Fahrt zu kommen. Die ersten 2/3 des Buches passiert nicht wirklich viel, es zieht sich unheimlich in die Länge und ist m Geschehen her unspektakulär. Die Autorin widmet sich in meinen Augen zu viel Sylvies Leid und allem was dazu gehört. Man tritt quasi auf der Stelle. Das letzte Drittel des Buches allerdings hat mir dann wirklich gefallen. Es wird spannend, mysteriös und geheimnisvoll und vor allem es liest sich dann auch dementsprechend gut.

Das Ende hat in meinen Augen einiges gerettet. Es ist wirklich gut und passt auch gut zum Geschehen. Ich war dann aber dennoch sehr froh als ich das Buch zugeklappt habe.

Fazit: Abschließend gesagt ist „Dahin ist aller Glanz“ von Rosemary Clement-Moore ein Jugendbuch, das nicht halten kann was es verspricht.
Der recht gut lesbare Stil der Autorin steht hier einer Protagonistin, die es mir sehr schwer machte, und einer Handlung, die erst gegen Ende wirklich in Fahrt kommt, gegenüber. Potential ist auf jeden Fall da, nur leider hat es die Autorin versäumt dieses zu nutzen.
Schade!


  • Broschiert: 512 Seiten
  • Verlag: cbj (11. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570402401
  • ISBN-13: 978-3570402405
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Originaltitel: The Splendor Falls
  • Verlag:



1 Kommentar:

  1. Kann ich genauso unterschreiben, war echt nichts Besonderes :D

    LG, Sandrina

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