Samstag, 27. Dezember 2014

[Produkttest] Black Stories: Das Spiel / Christmas Edition 2 / Nr. 10

Ich habe euch auf meinem Blog bereits "black stories: Christmas Edition" und "black stories: Real Crime Edition" vorgestellt. Wer trotzdem noch nicht weiß, was sich hinter diesen black stories verbirgt, für den habe ich hier eine kleine Zusammenfassung:

Was sind eigentlich "black stories"?
black stories sind knifflige, morbide, rabenschwarze Geschichten, die sich so oder ähnlich zugetragen haben könnten. In einer Runde verschworener Black Story-Fans nehmen sie schnell Form an. Manchmal geht es ganz schnell: zwei, drei Fragen und schon ist man auf der richtigen Fährte. Aber oft beißt man sich auch die Zähne an einer vermeintlich leichten Geschichte aus. In den letzten Jahren sind black stories immer populärer geworden.  
(Quelle: Moses Verlag)
So gehts:

Ein Spieler nimmt eine Karte und liest eine kurze Geschichte vor, die auf der Vorderseite dieser Karte steht, und fragt dann "Warum wohl?". Die Antwort auf diese Frage steht auf der Rückseite, die sich natürlich nur dieser eine Spieler durchlesen darf. Die anderen müssen nun durch Fragen, die mit Ja und Nein zu beantworten sind, die Geschichte aufklären und erraten, was sich zugetragen hat. Bei den black stories handelt es sich dabei immer um rabenschwarze Rätsel aus einer mörderisch-düsteren Welt.

Weitere Infos findet ihr auf der Black Stories Homepage.




black stories - Das Spiel
 


Ich kenne und liebe black stories schon seit Jahren. Nun habe ich endlich das dazugehörige Gesellschaftsspiel getestet, welches für 3-13 Spieler geeignet ist. Ab 6 Spielern werden übrigens Teams gebildet.

Auch in diesem Spiel gibt es um das normale Erraten der black stories. Was ist wem warum passiert. Doch das Altbekannte wird durch neue Aufgaben ergänzt. Dafür gibt es ein Spielbrett mit einem Drehmesser. In jeder Runde wird durchs Drehen herausgefunden, auf welchem Feld das Messer stehen bleibt und welche Aufgabe damit verbunden ist. In jeder Runde gibt es Blutchips (Punkte) zu gewinnen oder ggf. auch zu verlieren und wer am Ende des Spiels am meisten Blutchips besitzt, ist der Sieger.



Die Aufgaben im Einzelnen:
- Frisches Blut: eine bestimmte Anzahl an Blutchips aus der Kasse entnehmen und zum eigenen Bestand legen
- Gefängnis: eine bestimmte Anzahl an Blutchips aus dem eigenen Bestand entnehmen und in die Kasse zurück legen
- Black Question: Erraten einer black story, am Ende werden Punkte an die anderen Spieler verteilt, je nachdem wer wie viel zum Erraten der Lösung beigetragen hat
- Black Pantomime: wie Black Question, nur dass der Fragensteller nicht reden darf, sondern alles pantomimisch darstellen muss
- Black Sketch: wie Black Question, nur dass der Fragensteller nicht reden darf, sondern alles zeichnerisch darstellen muss
- Black 13: ein Vampirwettspiel bei dem Chips gewonnen und verloren werden können, es wird nach den bekannten "Black Jack"-Regeln gespielt

Das Spiel beinhaltet 100 Storykarten. 20 entstammen den bisher veröffentlichten Packungen, 80 sind neu. Außerdem kann das Spiel natürlich mit allen Storykarten der bisherigen und zukünftigen black stories Kartensets erweitert werden.


Fazit:
Die Idee, um die black stories ein Gesellschaftsspiel zu stricken, gefällt mir sehr. Gerade am Ende eines Spieleabends kann es dann doch ab und an etwas mühselig werden, sich nur mit Fragen wachzuhalten. Etwas mehr Interaktion kann daher nicht schaden.

Die Qualität des Spielbretts, der Karten und der Blutchips ist wie bei den black stories Kartensets sehr gut.

Die Umsetzung ist mittelprächtig gelungen. Zum einen finde ich es schade, dass die neuen Aufgaben anderen Spielen entnommen und in das black stories Muster hineingepresst wurden. Zudem wirken sie dort auch nicht richtig. Bei Black Pantomime und Black Sketch dürfen die Fragen vorgelesen werden. Der Rest (bis auf die Auflösung) besteht dann nur aus Fragen die mit Ja oder Nein beantwortet werden, damit beschränkt sich das pantomimische und zeichnerische auf ein Minimum. Die Lösungen hingegen sind dann eigentlich zu komplex dafür.

Wir sind nach einer Weile dazu übergegangen einfach nur noch die Fragen zu stellen und entsprechend Chips zu verteilen. Das hat uns nämlich sehr zugesagt.

Eine Erweiterung, die man sich kaufen kann, aber nicht unbedingt muss. 




black stories - Christmas Edition 2
 


Endlich ist sie da, die zweite Edition der Christmas Edition. black stories und Weihnachten schließen sich nämlich nicht aus, immerhin ist Weihnachten mit der Völlerei, den lichterloh brennenden Kerzen, großem Groll über unpassende Geschenke und wilden Rentieren nichts für Memmen. 

Corinna Harder und Jens Schumacher haben sich 50 neue rabenschwarze Rätsel rund um tödliche Weihnachten ausgedacht, die in bekanntem Stil von Bernhard Skopnik illustriert wurden. Es geht um kriminelle Machenschaften, Beziehungsdramen, tierische Schicksale, Weihnachtspost und zahlreiche weitere weihnachtliche Aspekte. Die Rätsel sind toll ausgearbeitet. Viele haben zahlreiche Details, deren Erraten enorm Spaß macht. Trotzdem sind sie nicht zu abwegig, sondern unterhalten einfach.

Fazit: Die Christmas Edition ist in der Weihnachtszeit eine großartige Alternative zu den normalen black stories, die besonders in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Tagen thematisch perfekt passt. Natürlich ist auch diese Ausgabe wieder in gewohnt stabiler Qualität erschienen. Absolut empfehlenswert.





black stories Nr. 10
 


Obwohl es immer wieder neue black stories zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten gibt (z.B. Christmas Edition, Holiday Edition, ...) geht auch die Reihe um die ursprünglichen black stories weiter und mittlerweile sogar schon in die 10. Runde.

Holger Bösch hat 50 neue Rätsel erdacht, die mit Illustrationen im bekannten schwarz/weiß/rot Stil versehen wurden.

Erneut geht es rabenschwarz und makaber zu. Da ist es auch machbar, dass Anna fröhlich singend ihren toten Ehemann hinter sich her zieht, ein Hase und eine Tasche einen Tod verursachen und 25 Menschen nach dem Tod von jemanden weinen, aber nicht um ihn.

Fazit: Die zehnte Edition ist eine gelungene Ausgabe, deren Rätsel nicht zu abstrus, aber auch nicht zu einfach gestrickt sind. Wir hatten sehr viel Spaß beim Erraten der Geschehnisse, die abwechslungsreich und unterhaltsam sind. Die Qualität der Karten und des Kartons sind erneut sehr hoch und die Illustrationen passend oder bewusst in die Irre führend.


weitere Ausgaben:
Da die black stories immer beliebter werden, sind bereits viele verschiedene Ausgaben erhältlich. Ihr habt z.B. die Wahl zwischen: Black Stories 1-7, Real Crime Edition, Movie Edition, Mystery Edition, Funny Death Edition, Holiday Edition, Real Crime Edition, Movie Edition, Krimi Edition, Köln Edition, White Stories, Green Stories, Pink Stories 1+2, Blue Stories, Silver Stories, Yellow Stories und Orange Stories.


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