Dienstag, 10. Februar 2015

[Die Story hinter dem Buch] Tina Brömme - Maybe You? Entscheide sich, wer kann! ... und Action!




heute:



Tina Brömme - Maybe You? Entscheide sich, wer kann! ... und Action!

 



Zum Inhalt:
Nach einem Auslandsaufenthalt in Neuseeland hat sich Annika wieder einigermaßen in ihrer Heimatstadt München eingelebt. Dort arbeitet sie in der Online-Redaktion eines Fernsehsenders. Bei einem Interview kommt sie dem attraktiven Jungschauspieler Malik näher. Kurz darauf läuft ihr in der U-Bahn der Lebenskünstler Kuschi über den Weg. Außerdem ist da noch ihr Exfreund Tim, der ihr auf Schritt und Tritt folgt und verspricht, sie auf Händen zu tragen. Ganz klar: Drei Männer sind mindestens zwei zu viel. Und wenn man dann noch die schlechteste Entscheiderin der Welt ist, hat man ein echtes Problem. Wen soll Annika bloß wählen – Malik, Kuschi oder Tim?
Die Lösung liegt auf der Hand, pardon, in der Hand – nämlich in deiner. Ganz nach dem Motto: Hilf Annika! Lerne im kostenlosen Startkapitel Annika und die Männer kennen, die ihr den Kopf verdrehen, und bekomme einen ersten Eindruck von dem Liebeschaos, in das sie sich verstrickt. Und dann entscheide mit, welcher Mann Annikas Auserwählter sein soll …

Hallo zusammen,

wie schön, dass Ihr euch für die Story hinter meinem Buch interessiert!
Vor ziemlich genau einem Jahr fragte mich meine Agentin Birgit Arteaga, ob ich mir vorstellen könnte, mal wieder ein witziges Frauenbuch zu schreiben. Was für eine Frage! Und ob ich das konnte.
Ich habe in den letzten Jahren hauptsächlich Jugendthriller für Arena geschrieben (und habe gerade ein neues angefangen), davor aber auch schon ein paar Frauenbücher.
Ich liebe es, Jugendthriller zu schreiben – die Welt der Teenager-Protagonistinnen ist allein schon durch ihr Alter aufwühlend. Wie viel spannender ist es, sich für diese Mädchen auch noch gruselige Geschehnisse auszudenken. Nachdem ich aber vier Bücher beinahe am Stück geschrieben hatte, kam es mir sehr verlockend vor, mal wieder etwas Lustiges und Romantisches zu schreiben, wo es nicht um Mord & Totschlag geht.
Und es kam noch besser. Ich sollte nicht irgendeinen Chick-Lit-Roman schreiben, nein, der Verlag Egmont LYX wollte etwas Neues versuchen – und ich durfte es umsetzen.
Die Grundidee war, ein interaktives Ebook zu machen. Eine Geschichte, bei der die Leserinnen entscheiden können, wie die Story für sie weitergeht. Die einzige Vorgabe war, dass die Heldin etwa Mitte 20 sein sollte. Und irgendwie sollten mehrere Männer als Love-Interest anklopfen.
Wow – das beflügelte meine Phantasie sofort. Ein Buch, in dem man verschiedenen Wegen folgen kann, bei dem man nur einen Handlungsstrang bis zum Ende liest – oder eben alle, nacheinander, durcheinander, ganz wie man mag.
Zunächst hatte sich der Verlag vorgestellt, dass man sehr viele Abzweigungen während des Lesens einschlagen können sollte, aber schnell wurde klar, dass die Menge an Text dann unübersichtlich groß werden würde. Also einigten wir uns auf einmal drei und ein mal zwei Wahlmöglichkeiten. Und es wurde immer noch eine Menge Text. 659 Seiten am Ende, um genau zu sein.

Lieber Liebende statt Mörder
Aber ich greife vor. Schließlich gab's da neben der Form noch etwas – richtig, den Inhalt.
Ich weiß auch nicht, es gibt so Projekte, da stimmt von Anfang an alles. Ich wage jetzt mal zu sagen - „Maybe you? Entscheide sich, wer kann“ ist eines davon. Sowohl die Leute vom Verlag, Programmleiterin Alexandra Panz, „meine“ Redakteurin Stefanie Bubley, meine Lektorin Karin Pütz, die Kolleginnen und Kollegen von Marketing, Vertrieb und Presseabteilung – wir alle, hatte ich das Gefühl, zogen an einem Strang. Eine tolle Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin.
Annika, die Heldin, hüpfte ganz schnell aus meinem Hirn aufs Papier. Mir war rasch klar – wenn sich die Leserin immer wieder entscheiden soll, dann kann es auch in der Geschichte nur um eines gehen: Um Entscheidungen. Also legte ich Annika als zwar attraktive, liebe, empathische Person an, aber auch als leichte Chaotin mit der Unfähigkeit sich für irgend etwas zu entscheiden. Denn dann ist es ja umso besser, wenn die Leserin für die Heldin entscheidet. Ich schrieb in ein paar Tagen das Konzept und ein paar weitere Tage später sagte der Verlag zu. Allen schien meine Idee stimmig, wir feilten noch ein wenig an den Handlungssträngen und schon konnte ich loslegen.
Wie wohltuend, nicht über Tote und Verdächtige zu schreiben, keine falschen Fährten zu legen und keine Polizeiarbeit recherchieren zu müssen. Nein, ich konnte mich in skurillen Szenen, witzigen Dialogen und romantischen Tête à Têtes aalen – herrlich war das!

Generation Maybe
Und je weiter ich im Text voran kam, umso klarer wurde mir, dass das Thema gar nicht so unscheinbar ist, wie man auf den ersten Blick glauben könnte. Ich hoffe, ich habe mit dem Buch ein wenig den Nerv der Generation der jungen Erwachsenen getroffen. Mir fiel das tolle Buch „Generation Maybe“ von Oliver Jeges in die Hände – und er beschrieb seine Altersgenossen genauso wie ich mir Annika und ihre Freunde vorstellte. Alles geht, nichts muss und wo bitte soll mein Leben nur hinführen? Das war die Kernaussage. Man kann (gleichzeitig!) Antifa-Kämpfer und FDP-Wähler sein, man kann Pornos gucken und Sex vor der Ehe ablehnen – kurzum, die große Freiheit, die junge Menschen heutzutage geradezu überfällt, kann eine ganz schöne Last sein und für große Verwirrung sorgen.

Besuche Annikas Welt
Ich schrieb etwa von Anfang März bis Ende Juli 2014 und es fühlte sich richtig gut an. Beflügelt hat mich natürlich auch, dass der Verlag sehr schnell entschied, das Buch zusätzlich zum Ebook am 2. April 2015 als Printausgabe mit allen Handlungssträngen herauszubringen.
 © Erol Gurian
Und wir dachten uns rund um Annikas Welt noch ein paar schöne weitere Spielereien aus: So gibt es jetzt eine eigene Maybe-you-Website (www.maybe-you.de), auf der es neben ausführlichen Streckbriefen der Hauptfiguren auch einen (nicht ganz ernst gemeinten) Psychotest gibt, der einem verrät, was man selbst für ein Entscheidungstyp ist (hier zu finden: http://www.egmont-lyx.de/welt/maybe-you/test). Außerdem kann man sich vier verschiedene Bastelvorlagen für einen Würfel runterladen, mit dem man dann seine eigenen Entscheidungsstrategien ausprobiert. Und für ganz begeisterte LeserInnen wird im Frühjahr sogar ein Fanfiction-Wettbewerb ausgerufen. Jeder kann die Geschichte seiner Lieblingsfigur weiterspinnen, umschreiben und neu erfinden – und mit etwas Glück gewinnt man einen Verlagsbesuch inklusive eines kleinen Schreibcoachings mit mir im Sommer in Köln.
Es war wirklich aufregend, sich in Annikas Welt zu begeben und ich war sehr gespannt, ob sich alle Fäden am Ende auch verknüpfen, ohne sich zu verheddern. Ich glaube, es ist gelungen. Wenn ihr euch selbst überzeugen wollt – den Anfang von „Maybe you“ gibt es kostenlos für den E-book-Reader. Einmal drei und einmal zwei weitere Handlungsstränge (dann für 2,49€ pro ca. 120 Seiten) folgen im Wochenrhythmus.


Ich hoffe, ihr habt Spaß in Annikas Maybe-you-Welt und die Entscheidung, es zu lesen, fällt euch nicht schwer!

Herzlichst, Eure




Printausgabe (April 2015):

  • Taschenbuch: 540 Seiten
  • Verlag: Egmont LYX (2. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802597427
  • ISBN-13: 978-3802597428


Kommentare:

  1. Hallo Tina,
    ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Leserunde im April bei leserunden.de.

    Bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die Geschichte.

    Viele Grüße
    Babsi

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    1. Hallo Babsi, oh sorry, ich habe deinen Kommentar gerade erst gesehen ... ja, ich freue mich auch schon drauf. Bin gespannt, wie euch der Roman gefällt und welche Wahl ihr so trefft. Bis dahin, liebe Grüße, Tina Brömme

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