Donnerstag, 9. April 2015

[Rezension] Szillat, Antje - Lila Zeiten (01) Fili heißt beste Freundin


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Dass sich das Buch lohnt, will ich euch mit meiner Rezension zeigen.


Lila, alias Liliane Dorothea Sommerlath, ist schockiert, denn ihr zerstreuter Professoren-Papa will mit seinen beiden Töchtern das gemütliche Berlin-Grunewald verlassen und nach Kreuzberg ziehen. Nun hat Lila also nicht nur mit ihrer zickigen Schwester zu kämpfen, sondern auch mit dem neuen Stadtbezirk. Außerdem hat sie ihre beste Freundin scheinbar gleich nach dem Umzug vergessen und stattdessen ist sie nun die Nachbarin des nervigsten Jungen ihrer Schule. Da muss sich dringend etwas ändern. Lila Zeiten müssen her und eine neue ABF.


Von Antje Szillat habe ich bereits so einiges gelesen und ich wurde noch nie enttäuscht. So war ich auch auf den Auftakt ihrer "Lila Zeiten"-Reihe gespannt. In "Fili heißt beste Freundin" zeigt Szillat, dass sie sich (vermutlich Dank ihrer vier Kinder) perfekt in eine 11-jährige Protagonistin hinein versetzen kann. Lila, die Ich-Erzählerin des Romans, ist unglaublich sympathisch und authentisch. Sie befindet sich gerade in dem Stadium, in dem sie sich manchmal noch wie ein Kind verhält, aber eine Sekunde später schon auf dem Sprung zur Jugendlichen ist. Dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht aus ihrer Schule, ihrem Freundeskreis und ihrem Lebensmittelpunkt Grunewald herausgerissen werden will ist klar, aber Lila hat da nichts zu melden und muss sich ihrem Vater fügen. Langweilig wird es jedenfalls auch in Kreuzberg nicht, dafür hat Szillat viel zu viele (bunte) Ideen.

Szillats Schreibstil ist genial und perfekt an der Zielgruppe orientiert. Er ist locker und frech, aber nicht anspruchslos. Die Autorin hat enorm viel Humor in ihren Roman gelegt, wie die folgenden zwei Zitate belegen sollen:

"Außerdem heule ich nicht. Ich schwitze nur aus den Augen." (Seite 28)

"Nun liege ich also ohne Zudecke da und weiß noch immer nicht, was meine irre Schwester damit beabsichtigt. Aber ich hoffe wirklich sehr für sie (und ganz besonders für mich!), dass ihre Krankheit eines Tages heilbar ist." (Seite 42)

Nicht jeder kennt die Unterschiede zwischen den Stadtbezirken Grunewald und Kreuzberg. Da dieses jedoch wichtig ist, um Lilas Misere zu verstehen, geht die Autorin natürlich auch darauf ein. Jedes der sechzehn Kapitel endet übrigens mit einer Art Liste, in denen Lila festhält, was sie aktuell bewegt und was sie diesbezüglich unternehmen will. Erneut sehr humorvoll und scheinbar sind solche Listen zurzeit sehr aktuell, zumindest sind sie mir vermehrt in Büchern dieser Zielgruppe aufgefallen.


Fazit: Antje Szillat weiß einfach, was sie macht. Tolle Charaktere, nachvollziehbare Reaktionen, interessante Handlungen und eine enorm große Portion Humor sorgen für einen absoluten Lesespaß. Lila muss man einfach lieben und die Themen "Veränderungen" und "Freundschaft" sind im Alter der Zielgruppe stets sehr aktuell. Uneingeschränkte Leseempfehlung und auch ideal für Eltern, die die Romane, die ihre Kinder lesen wollen, erst selbst lesen möchten- auch diese werden ihren Spaß haben.

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: cbj (30. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570158748
  • ISBN-13: 978-3570158746
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Verlag:




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