Mittwoch, 12. August 2015

[Rezension] Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth (3/3) Das Labyrinth ist ohne Gnade

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Das Labyrinth erwacht" und "Das Labyrinth jagt dich" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Mit sieben hatte es angefangen. Sieben Jugendliche, die in einer ihnen unbekannten Welt aufeinander treffen und schnell feststellen, dass sie in einem Labyrinth gefangen sind und dort verschiedene Welten durchqueren müssen. Jede lässt sich nur mit Kampf, Mut und Freundschaft überwinden, aber in jeder Welt wird mindestens einer von ihnen zurückbleiben. Dieses steht von Anfang an fest. Lediglich Jeb, Jenna und Mary ist es gelungen aus allen bisherigen Welten lebend in eine neue zu springen. Doch auch von ihnen wird nur einer das Labyrinth überleben.


„Das Labyrinth ist ohne Gnade“ ist der Abschluss der mittlerweile mehrfach ausgezeichneten Labyrinth-Trilogie von Rainer Wekwerth. Die ersten beiden Bände haben mich derart begeistert, dass ich etwas Angst hatte den dritten Band zu lesen. Die Befürchtungen nicht mehr in die Handlung hineinzukommen oder von der Auflösung enttäuscht zu werden, waren beachtlich, jedoch zum Glück völlig unbegründet. Der Einstieg in den Roman war sehr leicht. Dieses wurde natürlich dadurch positiv beeinflusst, dass nur noch drei Charaktere eine Rolle spielen. Somit war es unmöglich mit den Figuren oder den zwischenmenschlichen Beziehungen durcheinander zu geraten.

Der Roman setzt nahtlos an den Vorgänger an - natürlich in einer neuen Welt. In einem erschreckenden Szenario, welches erneut alles von den Figuren abverlangt. Mir gefällt es sehr, dass die gesamte Trilogie einen deutlichen roten Faden hat und somit sehr strukturiert erscheint. Dieser Roman bietet nun die letzten beiden Welten und beschäftigt sich außerdem mit dem „Danach“, denn noch weiß keiner der Jugendlichen, was den „Gewinner“ erwartet, sobald er durch das Portal der letzten Welt schreitet.

Die vorletzte Welt hat mich sehr gefesselt und ich wusste sofort wieder, warum mir die ersten zwei Romane so gut gefallen hatten. Die letzte Welt fand ich etwas langatmig. Für meinen Geschmack passierte dort zu wenig und alles war etwas langgezogen. Der Abschluss und die Auflösung hingegen waren wieder genial.

Die seit drei Romanen angestrebte Auflösung hat mich wirklich überzeugt. Immer wieder habe ich mich gefragt, was wohl hinter diesem Labyrinth stecken könnte und ob es Rainer Wekwerth gelingen würde dieses beinahe abstrus anmutende Szenario zu einem glaubwürdigen Ende zu bringen und meiner Meinung nach hat er dieses sehr gut, nachvollziehbar und zeitgemäß geschafft, womit das Lesevergnügen seinen perfekten Abschluss erhalten hat.

Fazit: Der Abschluss dieser großartigen Trilogie besitzt einen etwas langatmigen Mittelteil. Ansonsten war dieser Roman erneut sehr unterhaltsam, fesselnd und spannend. Die gesamte Trilogie handelt vom Überlebenskampf, davon Ängste zu überwinden und Freundschaften einzugehen. Die Handlung ist komplex, wirkt zum Greifen nahe und bietet ein hohes Spannungspotential. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle drei Bände.


  • Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
  • Verlag: Arena (1. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401067907
  • ISBN-13: 978-3401067902
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:



Die Romane der Trilogie in der Übersicht:




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