Donnerstag, 8. Oktober 2015

[Blogtour + Gewinnspiel] Kornbichler, Sabine - Kristina Mahlo (03) Das böse Kind - Tag 4


Herzlich Willkommen zum 4. Tag der Blogtour 
zu "Das böse Kind" von Sabine Kornbichler!


Vielleicht kennt ihr schon einen dieser Romane?


Falls ja, dann wisst ihr sicherlich noch, dass die Protagonistin Kristina Mahlo sich selbst als Anwältin der Toten sieht. Offiziell lautet ihre Berufsbeschreibung "Nachlassverwalterin" und genau diesen Beruf möchte ich euch heute etwas genauer vorstellen.

Es findet nicht bei jedem Nachlass eine Nachlassverwaltung statt. Diese wird nur eingeschaltet, wenn die Erben das Erbe ausschlagen (z.B. weil der Erblasser zuviele Schulden hinterlassen hat), die Erbschaft sehr unübersichtlich ist, es keine Erben gibt oder aber der bereits vor seinem Versterben entschieden hat, dass ein Nachlassverwalter miteinbezogen werden soll.

Der Nachlassverwalter, in diesem Fall die fiktive Figur der Kristina Mahlo, sichert dann die Erbmasse und verwaltet den gesamten Nachlass. Er sucht evtl. nach weiteren Angehörigen und ist den Erben und dem Gericht gegenüber auskunftspflichtig. Außerdem kann er die Nachlassverbindlichkeiten berichtigen oder ein Insolvenzverfahren einleiten. Die Aufteilung der Erbmasse hingegen wird vom Testamentsvollstrecker übernommen.

Ich freue mich sehr, dass sich Sabine Kornbichler die Zeit genommen hat, mir ein paar Fragen zu dieser Thematik zu beantworten, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Liebe Sabine,
in "Das Verstummen der Krähe" bin ich zum ersten Mal einer Nachlassverwalterin in einem Roman begegnet. Wie bist du auf die Idee gekommen, diesen Beruf für deine Protagonistin zu erwählen und nicht auf die eher typischen Polizeiermittler, Detektive u.ä. zurückzugreifen.

Polizeiermittler und Detektive haben ja ein großes Repertoire, das ihnen für ihre Ermittlungen zur Verfügung steht – allem voran DNA und Fingerabdrücke. Oder zum Beispiel Handyüberwachung, Ortung usw. Kristina Mahlo wollte ich jedoch gerne ohne all das und nur mit gesundem Menschenverstand und detektivischem Gespür ermitteln lassen. Ich habe lange nach einem passenden Beruf für sie gesucht und bin dann durch Zufall darauf gestoßen, als ich mit einer Nachlassverwalterin ins Gespräch kam. Sie hat so spannend von ihrer Arbeit erzählt, dass meine Phantasie sofort angesprungen ist und in meinem Kopf bereits die ersten Krimigeschichten entstanden sind.


Ich vermute einfach einmal, dass du bis zum Schreiben des ersten Romans nicht so viel Erfahrung mit der Nachlassverwaltung im Allgemein hattest. Wie hast du dich über diesen Bereich und die Aufgaben eines Nachlassverwalterins informiert, damit du eine authentische Figur für deinen Roman entwickeln konntest?

Dafür habe ich drei Tage lang die Nachlassverwalterin, die für Kristina Mahlos Beruf Patin gestanden hat, begleiten dürfen. Es waren unglaublich spannende und lehrreiche Tage, in denen ich ganz viel über diese Arbeit gelernt habe. Aber natürlich lässt sich nicht alles, was inzwischen schon den dritten Band der Kristina-Mahlo-Reihe trägt, in drei Tagen erfahren. Deshalb stehe ich immer wieder mit der Nachlassverwalterin in Kontakt, und sie beantwortet mir geduldig all meine Fragen.


Welche Tätigkeiten des Nachlassverwalters fandest du besonders spannend und waren diese Aufgaben der Grund, warum du dir sogar eine ganze Buchreihe um Kristina Mahlo vorstellen konntest?

Am meisten hat mich fasziniert, aber auch sehr stark berührt, dass man als Nachlassverwalter ganz tiefe Einblicke in ein Leben bekommt. Wie hat der Verstorbene gelebt? Was war ihm oder ihr wichtig? Solch ein Leben im Nachhinein aufzuschlüsseln, ist wie ein Puzzle, das sich aus vielen Einzelteilen zusammensetzt: aus Fotos, Briefen, Tagebüchern, Zetteln, aus Erinnerungstücken. Und natürlich auch immer aus dem, was fehlt.

Eine ganze Buchreihe konnte ich mir deshalb vorstellen, weil ein Nachlassverwalter hinter die Fassaden blickt und dabei erfährt, was sich dort alles abspielen kann. Und im Krimi geht es ja genau um diesen Blick. Um die mörderischen Geschichten, die im Verborgenen stattfinden.

Die Idee kam mir, als ich eine Nachlassverwalterin kennenlernte und die Gelegenheit hatte, mehr über ihre Arbeit zu erfahren. Da ist meine Phantasie sofort angesprungen und ich hatte jede Menge „Fälle“ vor Augen, die sich für einen Krimi eignen würden. Denn wenn Menschen sterben, lassen sie ja nicht nur ihr materielles Erbe zurück, sondern auch Geschichten, die mit ihrem Tod nicht immer enden. Manche Geschichten gehen weiter – nur ohne sie. Und manchmal haben die Toten noch einen großen Einfluss darauf, wie diese Geschichten sich fortsetzen. Wie zum Beispiel Theresa Lenhardt in „Das Verstummen der Krähe“. Sie setzt mit dem Vermögen, das sie hinterlässt, ein Kopfgeld aus.


Jedem, der nun neugierig auf Sabine Kornbichlers Romane rund um Kristina Mahlo geworden ist, möchte ich das folgende Gewinnspiel nahe legen:


Auf jedem der teilnehmenden Blogs könnt ihr ein signiertes Exemplar von "Das böse Kind" gewinnen. Bei der letzten Station gibt es sogar die komplette bisher erschienene Reihe (schon mal als Tipp) :-D

Um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.



1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
4.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 17.10.2015 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)

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Morgen geht es hier weiter:


Falls ihr bisherigen Beiträge verpasst habt, könnt ihr sie auf diesen Blogs nachlesen:



Kommentare:

  1. Hmmm, das ist schwierig. Da ich von Natur aus sehr neugierig bin :-), ist es sicherlich sehr interessant , in das hoffentlich lange Leben der Verstorbenen zu blicken. Andererseits würde es mir auch ein wenig Angst machen, denn man entdeckt ja doch so manch schlimmes Schicksal

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  2. Ich hätte Angst vor den Erben, die evtl etwas versuchen zu vertuschen und denen ich auf die Schliche komme (hab einfach schon zu viele Krimis gelesen :D)

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  3. Am meisten würde ich mich wohl freuen, die unterschiedlichsten Menschen und Geschichten dadurch kennenzulernen .
    Angst wohl auch wie bei Jule, das die Erben etwas zu vertuschen und zu verheimlichen.

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  4. Die Frage ist gar nicht so einfach. Ich glaube ich würde mich auf die Abwechslung freuen, da hier sicher kein Fall dem anderen gleicht. Reizen würde mich zu sehen, was alte Menschen versteckt haben. Angst hätte ich vor den Schicksalen und Tragödien, die oft dahinter stecken.

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  5. Hallo und guten Tag,

    verschollene Erben zu suchen und ihnen dann vielleicht eine gute Nachricht ...Erbe angeht übermitteln würde mir bei dieser Art von Beruf sicherlich gefallen.

    Auf der anderen Seite nicht jeder ist über ein Erbe egal was auch immer begeistert...deshalb wäre etwas meine Angst...vor negativen Äußerung der Leute, die ich dann endlich möglicherweise als Erben gefunden habe.

    Ich gebe mir, die größte Mühe und dann heißt es vielleicht...nein das will ich noch gar nicht...

    LG..Karin..

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  6. Hallo Claudia,

    Danke für deinen Beitrag. Hier die Kopie meiner Antwort:
    Ich würde es natürlich sehr interessant finden, in das Leben der Verstorbenen zu blicken. Einiges aus dem Leben erfahren und auch die Erben zu finden würde ich spannend finden. Denn die erzählen bestimmt auch so einiges. Angst, hätte i h wohl davor, etwas falsch zu machen. Vor dem ganzen Papierkram und davor, schlimme Dinge aus dem Leben der Verstorbenen zu erfahren. Denn das ninmt bestimmt nach einer gewissen Zeit ganz schön mit.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  7. Hallo! Ich würde mich als Nachlassverwalterin freuen, wenn ich nach Herzenslust rumstöbern könnte, es würde mich reizen, Geheimnisse zu entdecken, uralte Tagebücher und Fotos, aber ich hätte auch Angst davor, Dinge zu erfahren, die mich bis in meine Träume verfolgen würden. Wenn z. B. der Verstorbene kriminell war, Menschen oder Tiere gequält hat, usw....
    Liebe Grüße, Sabine

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  8. mich würde reizen, mehr über den verstorbenen Menschen zu erfahren; wie waren die Lebensstationen; Angst machen würden mir mysteriöse Umstände

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  9. Huhuuuuuu,

    vielen Dank für die Vorstellung des Berufes des Nachlassverwalter :D
    Ich würde sehr gerne nach verschollenen Erben im Ausland suchen, das stelle ich mir spannend vor.

    Lieben Gruß, Yvonne
    yvonne.rauchbach@freenet.de

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  10. Früher wollte ich immer Pathologin werden, aber inzwischen reizt es mich mehr, nicht an den Toten rumzuschnippeln, sondern in deren Nachlass herumzustöbern und evtl. tolle News ans Tageslicht zu zaubern!

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  11. Hm...das ist gar keine einfache Frage. Es gab bereits bei der Blogtour die Frage, ob man sich vorstellen könnte, den Beruf der Nachlassverwalterin auszuüben und ich habe das mit eher nicht beantwortet. Mir ist die Materie zu trocken, auch wenn mich der Reiz von alten Geheimnissen oder generell das einstige Leben des Verstorbenen näher kennenzulernen reizen würde. Angst hätte ich eventuell vor schlimmenGgeheimnissen, die man den Erben dann mitteilen muss und diese einem dann nicht glauben oder meinen, man verleumde den Toten/die Tote.
    Liebe Grüße
    Martina von Martinas Buchwelten

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  12. Hallo ,

    Ich kann mir garnicht vorstellen als Nachlassverwalterin zu arbeiten
    und deswegen habe Angst und kenn mich keine Fälle reizen .

    Liebe Grüße Margareta

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  13. Als Nachlassverwalterin lernt man die unterschiedlichsten Menschen kennen, die oftmals trauern oder sich auch bis aufs Blut bekriegen ob des anstehenden Erbes. Ich würde diese ganz unterschiedlichen Menschen gerne kennenlernen, sehen wie sie mit einem Erbe umgehen würden bzw. wie sie reagieren würden, wenn ihnen ihr Nachlass eröffnet wird. Sicherlich ebenso interessant ist es, zu sehen, was die Menschen alles so zu vererben haben.
    Liebe Grüße
    Janine

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  14. Freuen würde ich mich auf Fälle, in denen jemand, der überhaupt nicht damit gerechnet hat und der es gut gebrauchen kann, viel Geld erbt, ohne den Tod des Verstorbenen allzu sehr zu bedauern (z. B. weil nur ein ganz entferntes Verwandtschaftsverhältnis besteht). Reizen würden mich Fälle, in denen ein besonders großes Vermögen im Spiel ist oder ganz besondere Erbgegenstände. Angst hätte ich vor sehr emotionalen Fällen, die die Beteiligten sehr mitnehmen.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  15. Hallo,
    am meisten würde mich die Suche nach möglichen Erben interessieren, weil ich dann mehr über das Leben der Verstorbenen erfahren würde. Die meiste Angst hätte ich wohl davor, mit einem größeren Erbe Familienstreit auszulösen.

    Liebe Grüße
    Gabi

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  16. Hallo,
    mich würde am Beruf der Nachlassverwalterin am meisten die detektivischen Aufgaben reizen (z.B. unklare Fällle aufklären, verschollene Erben aufspüren). Angst hätte ich vor Streit z.B. zwischen den Erben oder vor schwierigen Entscheidungen.
    Gruß, Kirsten

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  17. Hallo!
    Ich glaube das Ermitteln der Erben & organisieren einer würdevollen Bestattung wären Aufgaben die mir besonders am Herz liegen würden & ebenso gefallen. Denn wenn jemand z.Bsp. keine Angehörigen mehr hat, sollte er doch tdm eine würdevolle & seiner Person ehrende Beerdigung erhalten.
    Angst hätte ich davor dass ich mich zu wenig abgrenzen könnte & die einzelnen Schicksale viel zu nahe an mich ran lasse.

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  18. Hallo,

    ich denke, da würde mich das "Ermitteln" reizen - die Suche nach Angehörigen, wenn keine Erben bekannt sind. Das ist eine große Herausforderung, macht aber sicher stolz, wenn man lange verschollene Angehörige ausfindig machen kann. Fürchten würde ich mich eher davor, dass man nicht den nötigen Abstand wahren kann, in Bezug auf Gefühle angesichts schwerer Schicksale.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  19. Das Ermitteln würde mich am meisten reizen. Da ich von Natur aus sehr neugierig bin, würde es mir gefallen, verschiedene Sachen zu durchsuchen, um Zusammenhänge und neue Aspekte zu finden. Angst habe ich vor unangenehmen Zeitgenossen, denen man ja leider in Erbangelegen des öfteren begegnet.
    drachenfrau67@web.de

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  20. Hallo Claudia,
    Mir würden Recherchearbeiten gefallen, z. B. verschollene Erben aufzuspüren, was würde mir nicht so gefallen? Eine total chaotische Erbschaft zu ordnen (das stelle ich mir langweilig und mit viel Papierkram verbunden, vor). Angst hätte ich nicht, wüsste nicht wovor.
    Liebe Grüße
    Biggi biggiralf@freenet.de

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  21. Huhu :)
    Mir würde es wohl am meisten Spaß machen, die rechtmäßigen Erben zu suchen und ausfindig zu machen. Das kann sicherlich recht schwer werden in einigen Fällen... Angst hätte ich auf jeden Fall davor, dass mir der Job zu nahe gehen könnte, man zu jemande eine Beziehung aufbaut oder einfach dauernd mit dem Tod konfrontiert ist..
    Liebe Grüße und schönen Sonntag
    Mareike

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  22. Mich würden die Nachforschungen über das Leben des Verstorbenen und Die Suche nach etwaigen erbberechtigten Nachkommen interessieren.

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  23. Hallo Claudia, ich würde mich genauso wie die Hauptdarstellerin auf die Tagebücher mit den Geheimnissen der Verstorbenen freuen. Angst hätte ich vor egoistischen cholerischen Erben die evtl nicht berechtigte Forderungen stellen. Liebe Gruesse - Alexandra Schchamberg

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  24. Auf richtig interessante Kunststücke würde ich mich sehr freuen, Angst hätte ich vor der Reaktion von Angehörigen

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  25. Aufregend würde ich finden, die einzelnen Bruchstücke aus dem Leben des Toten zusammenzusetzen, um hinter die Kulissen sehen zu können und so einen Menschen kennenzulernen, den niemand sonst wohl so kennenlernen würde. Natürlich hätte ich auch Angst. Davor, dass der Tote eben nicht einfach so gestorben ist, sondern ermordet worden sein könnte, und dass der Täter mich dann auf dem Kieker hätte...

    Liebe Grüße und *Daumendrück* für mich :D
    Elke

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