Dienstag, 17. November 2015

[Die Story hinter dem Buch] Heike Abidi - Plötzlich 14


heute:
 

Heike Abidi - Plötzlich 14

 


Am 1. April 2014 – kein Scherz – erschienen zeitgleich zwei Bücher von mir, beides echte Herzensprojekte. Das eine war „Dancing Queens – alle Wege führen nach Waterloo“, das ich zusammen mit Tanja Janz unter dem gemeinsamen Pseudonym Jana Fuchs pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des ABBA-Eurovisions-Sieges geschrieben hatte; das andere war „Tatsächlich 13“. Hätte ich damals wetten sollen, welches von beiden erfolgreicher würde, hätte ich vermutlich aufs falsche Pferd gesetzt … „Tatsächlich 13“ kam zu meiner großen Freude bei den jugendlichen Leserinnen (und auch bei Erwachsenen und bei Jungs) so gut an, dass mich der Oetinger Verlag bat, eine Fortsetzung zu schreiben – „Plötzlich 14“.

Bloß kein Hangover-Effekt!
Einerseits freute ich mich riesig über diesen Erfolg und die Bitte des Verlags, andererseits war ich unsicher. Denn eigentlich hatte ich damals das Gefühl, Henriettes Geschichte sei in „Tatsächlich 13“ zuende erzählt. Für alle, die das Buch nicht kennen: Henriette ist 12, permanent (heimlich) verliebt, will Wissenschaftsjournalistin werden und bloggt über das Erwachsenwerden.

Edith Nebel schreibt in ihrer Rezension zu „Tatsächlich 13“:
„Ach, kann man dieses wissbegierige Kind adoptieren? Henry ist wirklich zum Knutschen! Eine Mischung aus Pippi Langstrumpf und Paloma Josse, ausgestattet mit dem Humor von Heike Abidi. Selbst als erwachsene Leserin bricht man in haltloses Gekicher aus, wenn Henry von ihren Forschungen, Dating-Pannen und ihrer Familie berichtet. [...] Auf jeden Fall ist die zwölfjährige Henriette intelligent und wissbegierig, humorvoll, einfallsreich, gnadenlos ehrlich und absolut hinreißend! Sogar als längst erwachsene Leserin kann man aus ihrem Blog noch das eine oder andere lernen. Also ist davon auszugehen, dass es der jugendlichen Zielgruppe ebenso ergeht. Das Publikum lacht sich scheckig und ist nach dem Lesen klüger als davor – Mission erfüllt!“ (Quelle: Rezension von Edith Nebel auf www.tiergeschichten.de)



Wie sollte ich das mit einer Fortsetzung toppen? Was ich auf keinen Fall wollte: einen Abklatsch des ersten Bandes schreiben. Bloß kein „Hangover“-Effekt! Nein, Henriette musste sich weiterentwickeln, andere Dinge erleben, neue Herausforderungen meistern.

Henriette ist keine 12 mehr

Die besondere Herausforderung beim Schreiben war dieser Gedanke: Wer „Tatsächlich 13“ mochte, will Henriette natürlich wiedererkennen. Aber sie ist inzwischen anderthalb Jahre älter geworden, was sich natürlich auf ihr Verhalten, ihre Interessen, ihr Äußeres, ihre Probleme und Ziele auswirkt. Dennoch muss sie sie selbst bleiben!

Kaum hatte ich angefangen, mir vorzustellen, was sich in Henriettes Leben in der Zwischenzeit wohl verändert hat, entstand die Geschichte fast von selbst. Worum es geht, verrät der Text aus der Programmvorschau:
„Eigentlich könnte Henriette total glücklich sein. Seit über einem Jahr ist sie mit Nick zusammen, und bald erscheint ihr Buch ‚Alles, was Mädchen wissen müssen, bevor sie 13 werden‘. Außerdem ist ihr neues Blog rund um das Thema Liebe richtig erfolgreich. Doch von einem Tag auf den anderen geht alles schief: Nick macht einen Schüleraustausch in Schottland und trennt sich von ihr. Und zwischen Henriette und ihrer besten Freundin Jill läuft es auch nicht rund. Dabei werden die beiden bald 14 und wollen eine große Party schmeißen ... Die langersehnte Fortsetzung des PINK-Bestsellers ‚Tatsächlich 13‘! Mit viel Humor erzählt Heike Abidi vom chaotischen Leben eines Teenagers mit fast 14 Jahren.“   Ⓒ Oetinger Verlag
Henriette meistert diese Herausforderungen natürlich in der für sie typischen Art, aber sie ist nun ja keine 12 mehr. Sie würde sich nicht mehr mit Baldrian einparfümieren, um die Wirkung der Pheromone auf Jungs auszuprobieren, so wie sie es im ersten Band getan hat. Und sie ekelt sich auch nicht mehr vor dem Küssen...

Ich fragte mich, ob die Leser mir die Art und Weise, wie ich Henriette als 13- bzw. 14-Jährige beschreibe, abnehmen? Oder sind sie enttäuscht, weil doch gerade dieses Kindlich-Naive, gepaart mit der natürlichen Neugier einer angehenden Naturwissenschaftlerin, in „Tatsächlich 13“ ihr Markenzeichen war? Deshalb war ich diesmal ganz besonders gespannt auf das Feedback meiner Testleserinnen . Und sehr, sehr erleichtert, als sie sagten, das Buch gefiele ihnen sogar noch besser als sein Vorgänger. Uff!

Plötzlich Spitzentitel!
Als ich das Oetinger-Verlagsprogramm Oktober 2015 bis April 2016 aufschlug, traute ich fast meinen Augen nicht, als ich „Plötzlich 14“ entdeckte. Auf zwei Doppelseiten. Und mit dem Vermerk „Spitzentitel“!

Auch dass der Verlag Leseproben gedruckt hat, fand ich großartig. Ich hoffe, sie haben die Vorfreude auf „Plötzlich 14“ geweckt bzw. vergrößert.

Übrigens wird Henriettes Geschichte auf jeden Fall weitergehen. Ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem „Plötzlich 14“ erscheint, werde ich anfangen, den dritten Band zu schreiben. Was Henriette darin erleben wird, steht allerdings längst fest. Ich bin nämlich eine „Planerin“ – statt drauflos zu schreiben, plotte ich immer ausführlich und lege sogar schon die Kapiteleinteilung fest. Und ich kann versprechen, auch in Band 3 wird so viel Neues passieren, dass keine Gefahr eines Hangover-Effekts besteht … Ich freue mich jedenfalls schon sehr aufs Schreiben! Und auf die ersten Leserstimmen zu „Plötzlich 14“.

geschrieben von
Heike Abidi


  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: PINK!; Auflage: 1 (1. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864300479
  • ISBN-13: 978-3864300479
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre




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