Montag, 30. November 2015

[Produkttest] Spiele aus dem moses. Verlag - Teil 2

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich euch bereits am 29.10.2015 zwei Spiele aus dem moses. Verlag präsentieret habe, gibt es nun noch einen Nachschlag. Vielleicht ist ja etwas dabei, das auch euch anspricht. In den kalten Wintermonaten kann man schließlich nicht genug Bücher und Spiele haben. Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass bald schon wieder Weihnachten sein soll :)







Tatort: Stadt
- Land - Tatort
 


Ich bin erst relativ spät zum Tatort gekommen, schaue lange nicht jeden, aber trotzdem zieht diese Serie seit mehr als 40 Jahren die Zuschauermassen Sonntagabend um 20.15 Uhr vor den Fernseher. Nach vier Jahrzehnten, über 900 Folgen, über 90 Ermittlern in über 30 Städten hat der moses. Verlag eine umfangreiche Produktwelt zur Kultserie in Zusammenarbeit mit der ARD entwickelt.

Von nützlichen Accessoires wie dem Wecker mit Tatort-Zeit oder dem Tatort-Schlüsselanhänger in Form einer alten Polizeimarke, über Notizbücher mit Mehrwert und Kugelschreiber bis hin zum Tatort-Buch, einem Quiz und einem Gesellschaftsspiel – hier kommt jeder Tatort-Fan voll auf seine Kosten. Quelle: moses.Verlag

Alle Produkte aus dieser Tatort-Produktwelt finden ihr natürlich direkt im Online Shop des Verlages. Dort könnt ihr in Ruhe stöbern und auch gleich shoppen.

Ich möchte euch heute das Spiel "Stadt - Land - Tatort" vorstellen, dass eine Adaption des beliebten "Stand - Land - Fluss" Spiels ist. Die Grundregeln sind identisch. Vor jeder Runde sagt ein Mitspieler laut "A" und sagt dann im Stillen das Alphabet weiter auf, bis ein anderer Mitspieler Stopp sagt. Der Buchstabe, bei dem der erste Mitspieler gerade war, wird laut gesagt. Nun müssen innerhalb einer bestimmten Zeit alle Mitspieler ihre Felder auf dem Zettel ausfüllen und alle Wörter müssen mit diesem bestimmten Buchstaben beginnen. Dabei kann das Rundenende durch den Mitspieler beendet werden, der als erstes alle Felder der Runde gefüllt hat oder für zusätzlichen "Druck" kann auch eine Stoppuhr mit entsprechend geringen Rundenzeiten benutzt werden. Nach Ablauf der Zeit werden die jeweiligen Wörter vorgelesen. Jedes Wort gibt 5 Punkte, wenn ein anderer das Wort ebenfalls notiert hat, 10 Punkte, wenn kein anderer Spieler diesen Begriff notiert hat und sogar 20 Punkte, wenn kein anderer Spieler in dieser Kategorie etwas notiert hat. Alle Rundenpunkte werden addiert und so findet sich am Ende ein Gewinner.

für eine größere Ansicht bitte anklicken

In der Tatort-Version des Spiels lauten die Kategorien: Täter, Tatmotiv, Tatwaffe, Tatort, Todesursache, Fluchtfahrzeug und Ermittler.
Der Blog besteht aus 50 Blättern und jeweils 14 Zeile (=Runden). Somit ist schon etlicher Spielspaß gewährleistet.





Positives:
  • Die Regeln sind normalerweise jedem bekannt und es kann sofort losgelegt werden.
  • Das Spiel wird für Spieler ab 12 Jahren empfohlen und kann somit auch von Jugendlichen und Erwachsenen gespielt werden.
  • Mit einer Maße von 28 cm x 19 cm bietet der Block genug Platz zum Schreiben und ist trotzdem leicht irgendwo zu verstauen und aufzubewahren.
  • Es kann individuell festgelegt werden, wie streng die Regeln gehalten werden. Geht auch eine "Banane" als Tatwaffe, oder muss es ein "Baseball-Schläger" sein. Dadurch kann man variieren und das Spiel interessanter gestalten.

Negatives:
  •  ---


Fazit: Wer Lust auf eine kriminell gute Version des Klassikers "Stadt - Land - Fluss" hat, ist bei diesem Spielblock genau richtig aufgehoben. Das Spiel kann witzig oder ernst gestaltet werden (indem Spaßantworten akzeptiert werden oder nicht) und die Mitspieler müssen nicht zwingend Tatort-Zuschauer sein. Alle Kategorien lassen sich auch so befüllen, sogar der Ermittler - denn es muss ja nicht unbedingt Kommissar "Borowski" sein, sondern der "Bäcker" wäre doch auch eine Alternative.



Homepage des Verlages mit Online-Shop
http://www.moses-verlag.de/de/








Sprengstoff

Vorsicht! Das Spiel mit hochexplosiven Fragen!
 



"Sprengstoff" ist der Nachfolger des Spiels "Zündstoff", welches ich jedoch nicht kenne und daher keinen Vergleich ziehen kann.

Das Spiel kommt in einer Box (19 cm x 13 cm x 5,4 cm) aus hochwertigem Naturpapier daher, dessen Innenteil einfach herausgeschoben werden kann, und beinhaltet 52 Karten (á 6 Fragen), einen Motivwürfel und natürlich der Spielanleitung.



Der Spieler mit den schlechtesten Nerven (wie das ermittelt werden sollt, bleibt jeder Spielerrunde selbst überlassen) beginnt. Er zieht eine Fragekarte und anhand des Motivwürfels fällt die Auswahl auf eine der folgenden Kategorien: Alltag, Karriere, Sex, Freunde & Familie, Psychoanalyse und Philosophie & Fortschritt. Wie das Spiel nun weitergeht, hängt von der gewählten Spielvariante ab. Eine Möglichkeit ist, dass alle Spieler die Fragen beantworten, jeder Mitspieler wählt die für sich tollste Antwort aus und gibt dem entsprechenden Spieler dadurch einen Punkt. Alternativ können die Fragen von allen debattiert werden oder der Fragensteller darf sich einen Mitspieler aussuchen, der die Frage beantworten muss.

Das Spiel wird als "unverschämt provokatives Kommunikationsspiel" angepriesen, das "Schwung in jede vor sich hin dümpelnde Gesprächsrunde" bringen soll.

Beispiel gefällig?
Positives:
  • Das Spiel lässt sich sogar zu zweit spielen. Dann werden natürlich keine Punkte vergeben, aber man erfährt teilweise Sachen von nahestehenden Menschen, die man bisher nicht kannte oder die einen sogar überraschen.
  • Die Regeln sind einfach und es lässt sich in unterschiedlichen Varianten spielen.
  • Durch die Vielzahl an Fragen aus den verschiedenen Kategorien ist es abwechslungsreich und meistens unterhaltsam.
Negatives: 
  • Das Spiel hat dem Stempel eines "Partyspiels" erhalten. Bei vielen Fragen trifft dieses auch zu. Aber Fragen wie "Für welchen kranken Mensch konntest du nicht genügend da sein" oder "Welchen verlorenen Freund wünscht du dir manchmal an deine Seite" töten die Stimmung sofort und dann soll von allen Mitspielern auch noch abgestimmt werden, wer darauf die beste Antwort gegeben hat? Das ist leider sehr, sehr unpassend.
  • In größeren Runden kann etwas Langweile aufkommen, da manche Fragen so gestrickt sind, dass fast jeder Mitspieler dasselbe antwortet. Da müssen diese dann eben sehr kreativ werden oder man muss schnell mit der nächsten Karte weitermachen.
  • Eine Variante heißt "Gegen den Durst". Dabei wird ein Mitspieler gezielt befragt. Gefällt die Antwort den anderen Mitspielern nicht, muss er so viel Schluck trinken, wie Karten bereits in der Mitte liegen - natürlich nur Wasser oder Mangosaft ... So eine Anweisung bei einem Partyspiel dient ja quasi als Trinkvorlage, aber dann Wasser hinzuschreiben... Wenn Leute ein Spiel zu einem Trinkspiel umdichten wollen, dann finden sie schon eine Möglichkeit, dafür muss keine "Wasser-trink-Anleitung" geschaffen werden.

    Fazit: Es sind durchaus interessante Fragen dabei, auch wenn ich die Wörter "Sprengstoff" und "provokativ" eher für etwas übertrieben halte. Mir gefällt es, dass man sich das Spiel mit den Fragen quasi frei gestalten kann und so einiges über seine Mitspieler erfährt. Manche Fragen sind für ein Partyspiel absolut nicht geeignet und sollten dann vom Fragensteller einfach übergangen werden.
    Ich schwankte zwischen 3 und 4 Sternen. Habe mich letztlich aber für 4 Sterne entschieden, da jeder die Möglichkeit hat das Spiel so zu gestaltet, dass es den Teilnehmern am besten gefällt und damit kann man die negativen Punkte etwas heilen.



    Homepage des Verlages mit Online-Shop
    http://www.moses-verlag.de/de/







    Same Same
    Wer tickt wie du?
     





    Same Same - Wer tickt wie du ist ein Brettspiel für 3-6 Spieler, das aus 300 Fragekarten, 24 Antwortkarten, 15 Punktechips, einem Spielbrett und einer Spielanleitung besteht und ab 16 Jahren empfohlen wird.

    Auf den 300 Fragekarten stehen zumeist witzige, interessante und kuriose Fragen mit jeweils 4 Antwortmöglichkeiten (z.B.: Was würdest du am liebsten können: Fliegen, dich unsichtbar machen, durch Wände gehen oder in die Zukunft schauen? Was würdest du als Allerletztes tun: In Haifischnähe tauchen, Hundefleisch essen, an einer Castingshow teilnehmen oder im Sarg übernachten?). Jeder Spieler zieht nun seine entsprechende Antwortkarte und nachdem sich jeder entschieden hat, werden diese umgedreht. Gibt es Übereinstimmungen, so darf dieses Team (bestehend aus den zwei Spielern mit der gleichen Antwort) den Punktechip 1-3 Punkte weiter bewegen. Je mehr Übereinstimmungen es gibt, umso schneller kommen die Punktechips dem Ziel entgegen. Wenn jeder ehrlich antwortet, zeichnet sich schnell ab, wer wir man selbst tickt und wer somit das Dreamteam des Abends ist.


    Positives:
    • 300 Fragen sind eine ganze Menge, außerdem lassen sich alle Fragen sowohl positiv als auch negativ stellen (Was magst du am liebsten bzw. am wenigsten) und dadurch gibt es sogar 600 Fragemöglichkeiten.
    • Durch unterschiedliche Mitspieler gibt es stets andere Ergebnisse.
    • Einfach Regeln und eine kurze Spielanleitung.
    • Das Spiel erfordert nicht viel Konzentration, so kann man auch zwischendurch ruhig ins Plaudern geraten und danach nahtlos weiterspielen.

    Negatives:
    • Nach einer Weile kann es langweilig werden, da es nicht so viele Fragen gibt, die wirklich kurios sind.
    • Bei dem Spiel ist man nicht sehr aktiv und es kommt auch nicht unbedingt eine große Kommunikation auf, es sei denn die Mitspieler nehmen die Antworten um nachzuhaken, warum jemand sich dafür entschieden hat.

    Fazit:
    Das Spiel ist interessant für alle, die gerne rausfinden möchten, wie die anderen ticken, was sie mögen und was nicht. Bei unseren Spielrunden war es fast durchgehend so, dass die Frauen es recht interessant fanden, den Männern hingegen wurde schnell langweilig. Das ist natürlich nicht repräsentativ, sondern nur meine Erfahrung. Ein oder zwei Runden kann man davon ganz gut spielen, danach hat man dann jedoch wieder Lust auf etwas anderes.



     
    Homepage des Verlages mit Online-Shop
    http://www.moses-verlag.de/de/



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