Mittwoch, 25. November 2015

[Rezension] Weitz, Chris - Young World (1/3) Die Clans von New York

Die einstige Millionen-Metropole New York wirkt mittlerweile fast vollständig verwaist. Eine Seuche hat alle Kinder und Erwachsenen dahingerafft. Lediglich die Teenager sind übrig geblieben, aber auch deren Lebenszeit ist überschaubar, da sie mit 18 Jahren ebenfalls sterben werden. Ein Jahr nach dem Ausbruch der Seuche haben sich die Überlebenden in Clans organisiert und ihr Leben wieder einigermaßen strukturiert. Jefferson führt den Washington-Square-Clan an, in dem es -unter Berücksichtigung der apokalyptischen Verhältnisse- meist recht ruhig zugeht. Doch dann bricht er mit einigen Jugendlichen auf, um die Krankheit zu heilen, und dadurch geraten die Figuren in eine gefährliche Situation nach der nächsten.

„Die Clans von New York“ ist der erste Teil einer Endzeit-Thriller-Trilogie von dem Oscar®- nominierten Twilight-Regisseur Chris Weitz. Sein erstes Buchprojekt führt den Leser ins verwaiste New York, welches er sehr anschaulich präsentiert. Ich konnte mir das Setting bildlich sehr gut vorstellen und es fiel mir auch nicht schwer mich in dieser postapokalyptischen Welt zurecht zu finden. Jefferson und einige seiner Freunde brechen zu einem gefährlichen Abenteuer auf, um ein Heilmittel zu entdecken, denn über kurz oder lang droht die Menschheit ansonsten auszusterben.

Chris Weitz hat sehr interessante Charaktere geschaffen, die alle etwas Eigenes an sich haben. Jefferson ist der unfreiwillige Anführer, Donna will ihre Gefühle angesichts der ausweglosen Situation am liebsten ignorieren und Brainbox ist extrem intelligent und meint die Seuche heilen zu können. Die Truppe streift durch New York und trifft immer wieder auf andere Clans, die ihnen definitiv nicht wohlgesonnen sind, sondern meistens versuchen, sie zu töten. Somit birgt die Geschichte ziemlich viel Action, aber auch eine kleine Love—Story ist eingebaut. Das Ende ist ein überraschender Cliffhanger, der mich extrem neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Bei diesem Hörbuch handelt es sich um die ungekürzte Lesung von Maria Koschny und Leonhard Mahlich auf 2 MP3-CDs. Ich fand es sehr angenehm, dass die Geschichte abwechselnd von zwei Sprechern vorgelesen wurde, denn dadurch wurde es nie eintönig. Einige Dialoge wirken etwas merkwürdig, da die Namen mitgelesen werden, z.B. „Jefferson: xxx, Donna: xxx, Brainbox: xxx“. Das hat mich zunächst gestört, da ich das auch von anderen Hörbüchern nicht gewohnt bin. Allerdings war ich gleichzeitig auch dankbar, dass die Namen mitgelesen wurden, da ich ansonsten bei größeren Dialogen wahrscheinlich Schwierigkeiten gehabt hätte die Aussagen den einzelnen Figuren zuzuordnen.

Fazit: „Die Clans von New York “hat genau meinen Geschmack getroffen und meine Erwartungen erfüllt. Für Dystopie-Liebhaber aufgrund des anschaulichen Settings, der gebotenen Action, der zarten Liebesgeschichte und des überraschenden Endes empfehlenswert.

  • MP3: 2 CDs - ca. 536 min
  • Verlag: Oetinger Media GmbH (19. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3837309045
  • ISBN-13: 978-3837309041
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen