Montag, 14. Dezember 2015

[Gastrezension] Mosby, Steve - Der Kreis des Todes

Gastrezension von Starbucks


Verwirrend und trotzdem stets spannend

„Im Kreis des Todes“ von Steve Mosby ist mein erster Thriller des Autors. Ich muss sagen, er hat mich bis zum Ende gefesselt und gleichermaßen doch oft verwirrt, da er mit vielen Handlungssträngen arbeitet und das Buch fast wie ein Filmdrehbuch aufgebaut ist, das mit Cliffhangern arbeitet und immer wieder springt.



Zum Inhalt: Schon die Ausgangssituation ist nicht leicht zu erfassen. Alex Connor hat seine Frau Marie in einem Selbstmord verloren und hat das Land verlassen. Nun ist auch seine beste Freundin Sarah verschwunden und sein Bruder James des Mordes angeklagt, ein Anlass für Alex, doch wieder nach Hause zurück zu kehren und der Sache auf den Grund zu gehen. Der Ermittler Paul Kearney und sein Kollege Todd sind ebenfalls mit der Sache beschäftigt, aber neben der toten Marie und der verschwundenen Sarah gibt es noch weitere Tote und weitere Verschwundene, es gibt vampirähnliche Tätigkeiten und weitere unglaubliche Geschäfte mit dem Tod...

Man merkt schon, dass für einen Roman fast zuviel passiert, und das war auch immer wieder einmal mein Problem. Daher sollte man dieses Buch zwischendurch nie zu lange aus der Hand leben, man wird sonst Schwierigkeiten haben, dem Handlungsverlauf zu folgen. Immer wieder wird immens Spannung aufgebaut, der Leser dann aber doch quasi ohne Auflösung, nur mit einem Cliffhanger zurück gelassen. Die Kamera schwenkt weiter, der Autor deutet an.

Bei mir waren viele Fragen mit im Spiel und auch einiges an Verwirrung. Manchmal gibt es kleine Nebenhandlungen und Charaktere, die man vielleicht hätte weglassen können. Dann passieren aber auch wichtige Dinge, die der Leser nur in einem Bericht erfährt. Schön, dass hier auch Protagonisten nicht (immer) mit dem Leben verschont werden – auch sie sind hier nicht immer die Helden, und es gibt auch Überraschungsmomente.

Fazit: Alles in allem von allem ein wenig viel, und oft muss man sich wirklich bemühen, dass man folgen kann. So wirkt die Geschichte doch etwas überladen. Trotzdem habe ich immer Hochspannung empfunden und habe dieses Buch ganz schnell verschlungen. Es bekommt von mir dafür 4,5 Sterne, trotz der Kritik; ich werde hier dennoch die volle Sternzahl verteilen, da ich mich doch gut unterhalten gefühlt habe und auch der Schluss gut gelöst war.

  • Broschiert: 432 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (1. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426304503
  • ISBN-13: 978-3426304501
  • Originaltitel: Still Bleeding
  • Verlagsgruppe:



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen