Donnerstag, 30. Juli 2015

[Gastrezension] Strobel, Arno - Das Dorf

Gastrezension von Starbucks

„Das Dorf“ war mein erster Roman von Arno Strobel, aber ich hatte den Autor schon in Leseproben kennen gelernt und war sehr gespannt auf den Roman, der so vielversprechend anfängt.

Zum Inhalt: Eine junge Frau sendet einen Hilferuf an ihren Ex-Freund Bastian, der ihn zusammen mit seinem besten Freund in ein fast von der Welt abgeschnittenes Dorf führt. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, aber merkwürdige Gestalten laufen herum, und nachdem sein Freund verschwunden und die Reifen seines Wagens zerstochen sind, muss Bastian sich darauf einstellen, dass er hier nicht so schnell weg kommt. Die merkwürdigen und verstörenden Ereignisse häufen sich, die Spur führt in die Vergangenheit, und Bastian scheint mit diesem Ort stärker verbunden, als er geglaubt hat...

Meine Meinung: Es scheint, dass der Autor einen Kurs für kreatives Schreiben besucht hat und das Gelernte konsequent umsetzt. Jedes Kapitel endet mit einem „Cliffhanger“, der zwar durchaus Lust auf das Weiterlesen macht, aber auch in eine Gleichförmigkeit mündet, die den Leser leicht langweilen kann. Der Inhalt scheint auch sehr konstruiert. Sprachlich befindet sich der Roman eher auf einem unteren Niveau, viele Begrifflichkeiten hätte man durch etwas „elegantere“ Umschreibungen ersetzen können.

Die Figuren selbst sind kaum sympathisch, der Spleen seines Freundes, der ein zwanghaftes Verhalten an den Tag legt, nervt etwas und hat mit dem Roman letzten Endes gar nichts zu tun. Dennoch ist „Das Dorf“ ein spannender Roman, der eine gute Idee als Grundlage hat. Als Leser kann man sehr gut mitraten und das Ende war für mich zu keiner Zeit klar. Allerdings ist auch das Ende der schwächste Punkt des Buches: Die Beweggründe der Handelnden entbehren jeder Vernunft, die Lösung ist kaum befriedigend, aber vor allem das gewaltsame Finale hätte nicht sein müssen. Es macht die hier Handelnden keinen Deut besser als den Täter.

Fazit: So war das Dorf – vom Sprachstil, vor allem der Wortwahl, einmal abgesehen – für mich schon ein Lesevergnügen, es weist jedoch einige Mängel auf und bringt keinen wirklich überzeugenden Schluss. Ich würde 3,5 Sterne geben, habe mich aber zum großen Teil gut unterhalten gefühlt und vergebe noch 4 Sterne. Auf jeden Fall würde ich aber weitere Bücher des Autors lesen.

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (16. Dezember 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596198348
  • ISBN-13: 978-3596198344
  • Verlagsgruppe:



 

Mittwoch, 29. Juli 2015

[Gastrezension] Armstrong, Sarah - Nachts schwimmen

Gastrezension von Starbucks



Schwimmer zwischen zwei Leben

Für mich ist Schwimmen das beste Mittel, um Problemen zu entfliehen, nachzudenken, sich gleiten zu lassen, für sich zu sein, schwerelos zu wirken... Schwimmen ist für mich alles, und im Sommer wie im Winter gehe ich so oft schwimmen, wie es mein Leben hergibt. So war für mich schon klar, dass Sarah Armstrongs „Nachts schwimmen“ das Buch für mich ist, zumal auch die anderen Themen im Buch mich sehr beschäftigen.


Zum Inhalt: Rachel verbringt die meiste Zeit bei ihrer todkranken Mutter in ihrem Heimatort, wo sie schon als Jugendliche nachts ins Schwimmbad einstieg und dort ihre Bahnen zog. So kann sie mit dem Schicksal ihrer Mutter besser umgehen. Doch dann kommt Quinn, der attraktive Arzt ihrer Mutter, der nur zeitweise im Ort seinen Dienst tut und am Wochenende zu seiner Frau fährt, auch auf die Idee, nachts schwimmen zu gehen, eine Romanze (oder sollte man es hier „Affäre“ nennen?) entwickelt sich, und es bleibt nicht dabei....Während Quinns Frau unter ihrer Kinderlosigkeit leidet, entfernt sich das Paar immer weiter voneinander, doch dann geschieht das so lang Erhoffte, vielleicht zur falschen Zeit...Und so schwimmt der Arzt nun im wahrsten Sinne des Wortes zwischen zwei Welten...

Meine Meinung: „Nachts schwimmen“ wartet gleich mit mehreren sehr emotionalen Themen auf: die Krankheit der Mutter, der bevorstehende Tod, Kinderlosigkeit bei einem überbordenden Kinderwunsch, eine Liebesbeziehung, die auf Lügen aufgebaut ist – die Protagonisten müssen mit vielen Schicksalsschlägen umgehen. Dies tun sie, aber sie tun es in „Nachts schwimmen“ meist mit einer großen Emotionslosigkeit, die mich erstaunt hat. Die Mutter stirbt, Rachel hat einen Unfall, eine Affäre beginnt, vielleicht eine große Liebe, eine Frau wünscht sich so sehr Kinder, dass sie und ihre Ehe daran fast zerbricht – aber ich als Leserin nehme das alles nur so hin, weil die Beschreibung der Ereignisse stets so neutral gehalten ist, dass man nicht mitleidet, nicht mitfiebert, sich nicht mit freuen kann...

So bleibt „Nachts schwimmen“ ein Roman, der mich nicht mitreißen konnte. Ich hatte keine große Spannung erwartet, sondern einen gut geschriebenen Roman, der mich bewegt. Dies hat er nicht, da er in Unbedeutsamkeit so dahinfließt. Die Übersetzung ins Deutsche fand ich auch an manchen Stellen fraglich. Die Schwimmenden gehen sicher nicht mit Taucherbrillen ins Wasser, sondern sicher mit „goggles“, die man doch hier eindeutig mit „Schwimmbrille“ übersetzen sollte. Auch an weiteren Stellen kam mir die Übersetzung nicht so gelungen vor, aber man kann auch darüber hinweg sehen.

Fazit „Nachts schwimmen“ kann man lesen, z.B. als Sommerlektüre, aber der Roman hat kaum Tiefe, kaum Überzeugungskraft. Das Ende ist jedoch gut, unspektakulär, aber sicher eines, das der von Quinn geschaffenen Situation gerecht wird. Das Buch würde von mir 3,5 Sterne bekommen; ich werde aber nur drei vergeben, weil ein emotionales Thema bzw. mehrere solcher Themen leider zu unbedeutend umgesetzt wurden Schade!

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (27. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453290704
  • ISBN-13: 978-3453290709
  • Originaltitel: His Other House
  • Verlag:


Dienstag, 28. Juli 2015

[Story hinter dem Buch] Etzold, Veit - Der Totenzeichner



heute:


Etzold, Veit - Der Totenzeichner

 


Wie kam ich auf dieses Buch? Ich hatte immer mal den Wunsch gehabt, eine Geschichte zu schreiben, bei der ein Serienkiller auf zwei Kontinenten agiert. In diesem Fall sind es die USA und Europa bzw. Deutschland. Ein Killer mordet in Berlin und der Modus Operandi erinnert die Ermittler an eine Mordserie, die vor 10 Jahren in den USA ihr Ende nahm. Dieser Zusammenhang fällt aber auch nur auf, weil MacDeath einige Jahre in den USA gelebt hat. Dennoch ist natürlich nicht klar, ob es wirklich der gleiche Killer ist. Und vor allem fragen sich die Ermittler: Wenn es der gleiche Killer ist, was hat er in den 10 Jahren gemacht, als Ruhe herrschte?

© DPA

Mehr will ich gar nicht verraten. Ich denke aber, wer auf harte Thriller steht mit grausigen Morden, düsteren Killern, Einblicken in die Forensik, Profiling und Rechtsmedizin und ein paar geopolitischen Zusätzen, der ist hier sehr gut aufgehoben. Ich wünsche euch allen schon einmal viel Spaß beim Lesen und freue mich, euch bald auf einer Lesung zu sehen. Infos dazu wie immer unter www.veit-etzold.de und unter www.facebook.de/veitetzold

geschrieben von
Veit Etzold


  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2015 (16. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404172299
  • ISBN-13: 978-3404172290

Montag, 27. Juli 2015

[Gewinnspiel] Florian Herbs Romane

Hallo zusammen,

ab heute könnte ihr auf meinem Blog Romane von Florian Herb gewinnen.



Einer von euch gewinnt ein tolles Paket mit diesen Büchern,
die alle mit einer persönlichen Widmung des Autors für euch versehen werden:


für den Klappentext klickt bitte auf das Cover,
dann gelangt ihr zu Amazon



Außerdem darf sich ein zweiter Gewinner über ein Exemplar
seines aktuellen Romans mit persönlicher Widmung freuen:




Um am Gewinnspiel teilzunehmen,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.



1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 08.08.2015 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)



Sonntag, 26. Juli 2015

[In my Mailbox] KW # 30/2015


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


Bergmann, Renate - Oline Omi (02) Das bisschen Hüfte, meine Güte





Samstag, 25. Juli 2015

[Buch-Trailer] spannende Unterhaltung im Medley

Hallo ihr Lieben,

heute bringe ich euch drei ganz unterschiedliche Buchtrailer
aus dem Bereich Krimi/Thriller mit:


Raabe, Melanie - Die Falle 

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (9. März 2015)
  • ISBN-13: 978-3442754915











Fritzi Sommer - Zum wilden Eck: Ein Mops-Krimi
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (11. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453418514
  • ISBN-13: 978-3453418516










Inge Löhnig - Nun ruhet sanft

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (8. Mai 2015)
  • ISBN-13: 978-3548612270








Hat euch etwas davon neugierig gemacht?


Freitag, 24. Juli 2015

[Gastrezension] Andrews, Mary Kay - Ein Ja im Sommer

Gastrezension von Nina von My life with books - Buchfees Lesewelt

Cara ist Floristin mit Leib und Seele und führt ihr eigenes Geschäft in Savannah.
Sie ist beruflich erfolgreich und jedes Wochenende ausgebucht, doch privat will so gar nichts funktionieren.
Ihr Vater, der nicht an ihre Geschäftsidee glaubt, will sein investiertes Geld zurück, ihr Mitarbeiter möchte lieber bei der Konkurrenz arbeiten und dann verliert sie auch noch ihren Hund.
Ein großes Chaos , in dem sie auch noch den gutaussehenden Entführer ihres Hundes unterbringen muss.


Mary Kay Andrews hat ein besonderes Händchen für Feel-Good-Romane.
In ihren Geschichten erlebt man die Bandbreite jeglicher Emotionen und bleibt doch immer mit diesem ganz bestimmten "Hach-Gefühl" zurück.
Einfach schön .

Cara konnte mich gleich für sich und ihr chaotisches Leben begeistern.
Äußerst liebenswert und humorvoll habe ich sie gerne durch die vielen alltäglichen Höhen und Tiefen begleitet.

Wirklich wundervoll fand ich die detaillierten Beschreibungen der unterschiedlichen Blumen und Sträuße.
Ich konnte fast ihren frischen Duft riechen und das hat ein großes Stück zum sommerlichen Feeling des Buches beigetragen.

" Ein Ja im Sommer" ist die perfekte Sommerlektüre zum Träumen und Entspannen.
Sehr romantisch, ein wenig kitschig und vor allem locker leicht eignet es sich zum Wegschmökern und Zufriedensein.

Fazit: Wer Hochzeiten, den Sommer, Blumen und Geschichten die ans Herz gehen liebt, liegt mit "Ein Ja im Sommer" genau richtig.
Für zwischendurch, am Strand oder einen verregneten Sommertag der perfekte Urlaub von der Realität.


  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596032334
  • ISBN-13: 978-3596032334
  • Originaltitel: Save the Date
  • Verlag:



Donnerstag, 23. Juli 2015

[Gastrezension] Rayven, Lisa - Bad Romeo & Broken Juliet (01) Wohin du auch gehst

Gastrezension von Manjas Buchregal


3 Jahre nachdem sich Casssandra und Ethan das letzte Mal gesehen haben treffen sie bei Proben eines aktuellen Schauspielstücks wieder aufeinander. Cassie ist nicht begeistert davon, Ethan aber will alles daran setzen sie wieder für sich zu gewinnen.
Die beiden haben nämlich eine gemeinsame Vergangenheit. Zu Beginn ihrer Ausbildung, beim Vorsprechen, wurden sie das erste Mal als Romeo und Julia gecastet. Seitdem spielten sie immer wieder gemeinsam große Rollen in Liebesgeschichten. Privat allerdings haben Ethan und Cassie große Probleme. Sie können nicht miteinander aber irgendwie auch nicht ohne den anderen. Sie geraten immer tiefer in den Strudel der Gefühle.

Doch haben sie wirklich eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Oder machen sie sich gegenseitig kaputt?

Der Roman „Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst“ stammt aus der Feder der Autorin Leisa Rayven. Es ist der Auftaktband einer Dilogie und das erste Buch der Autorin, das auf Deutsch erschienen ist.

Die beiden Protagonisten sind der Autorin wirklich sehr gut gelungen. Sie wirken glaubhaft und authentisch, obwohl sie wirklich grundverschieden sind.
Cassandra Taylor, genannt Cassie oder auch einfach nur Taylor, ist eine junge Frau, die mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Zu Beginn will sie es eher jedem recht machen, will am liebsten überall dazugehören. Sie wirkte ein wenig naiv auf mich. Mit der Zeit aber verändert sich Cassie. Sie wird reifer und als sie auf Ethan trifft lässt sie sich das erste Mal wirklich nur von ihren Gefühlen leiten. Sie benimmt sich wie sie selbst, nichts wirkt aufgesetzt oder gestellt. Cassie ist eine sehr gute Schauspielerin, was auch Produzenten nicht entgeht.
Ethan, auch Holt genannt, ist das komplette Gegenteil von Cassie. Er ist ein Einzelgänger und schert sich nicht darum was andere über ihn denken. Nach außen hin lässt er fast immer den Idioten raushängen, tief im Inneren aber ist er menschlich, wirkt sehr verletzlich und ziemlich verängstigt. In seiner Vergangenheit gibt es eine Sache, die ihm noch immer zu schaffen macht. Ethan hat Stimmungsschwankungen, die mich manchmal regelrecht zur Weißglut getrieben haben. An sich aber ist ein liebenswerter Kerl, den man irgendwie mögen muss.

Auch die anderen Charaktere, wie Cassies Mitbewohner, die Kommilitonen oder auch die Produzenten, sowie Ethans Familie, sind Leisa Rayven gut gelungen. Sie wirken vorstellbar und glaubhaft dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar. Sie schreibt genretypisch leicht und locker und man kommt ziemlich flott durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Cassandra. Hierfür hat Leisa Rayven die Ich-Perspektive verwendet. So hat man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Ab und zu aber hegte sich im mir der Wunsch auch mal in Ethans Gefühlswelt blicken zu können.
Die Handlung ist gefühlvoll und stellt ein stetiges Auf und Ab dar. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist hier garantiert. Es gibt zwei Zeitebenen, die Gegenwart und die Vergangenheit. Die Vergangenheit ist ausführlicher und erfährt viel über das Kennenlernen der Protagonisten. Dadurch aber gibt es auch einige Wiederholungen, die mich manchmal doch schon arg gestört haben.

Das Ende ist etwas gemein. Es ist sehr offen und der letzte Satz lässt Teil 2, der im Oktober 2015 erscheinen wird, herbeisehnen. Die Neugier ist sehr groß.

Fazit: Insgesamt gesehen ist „Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst“ von Leisa Rayven ein sehr solider Auftakt der Dilogie.
Glaubhafte Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die einer Achterbahnfahrt der Gefühle gleicht und emotional daherkommt, haben mich hier sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596033225
  • ISBN-13: 978-3596033225
  • Originaltitel: Bad Romeo
  • Verlagsgruppe:


Die Reihe in der Übersicht:



Mittwoch, 22. Juli 2015

[Das Autoren 1x1] Christian Buder

 proudly presents:



 Christian Buder




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
So weit ich mich erinnern kann, habe ich mit Schreiben mit 12 oder 13 angefangen. Mit 16 habe ich angefangen, mich für den Aufbau von Spannungsromanen zu interessieren. Mit 18 erste Kurzgeschichten und Lyrik. Dann später Fachartikel in Philosophie. Neben Spannungsliteratur sind die Philosophie und die Naturwissenschaften (Kosmologie) mein Interessengebiet, in dem ich mich schreibend bewege. Meine Dissertation verfasste ich über Hegels Begriff der Zeit. Dissertation ist allerdings nur in Französisch erhältlich. Seit 2008 bin ich bei einem Agenten unter Vertrag.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Der Beruf "Autor" ist eigentlich kein Traumberuf. Für mich ist er jedoch der beste Beruf, weil man täglich mit sich selbst konfrontiert ist. Wer davon leben will, muss Selbstzweifel und Existenzängste wegstecken können. Wer sich zum Schreiben zwingen muss, für den ist der Beruf ungeeignet.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
"Der Tote im Moor" ist der 2. Teil in der Serie mit der jungen Ermittlerin "Alice". In jedem Roman steht ein bestimmtes psychologisches oder philosophisches Problem.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Am Schreibtisch.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Lernen zu streichen und einen Roman zwei oder dreimal zu schreiben bis das endgültige Manuskript fertig ist. Suche dir einen guten Agenten. Vermeide Schreibseminare.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Keine.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Schriftsteller oder Arzt.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Kartoffeln.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Sachbuch: Philosophie und Naturwissenschaften,
Belletristik: SF, Krimi-noir, alle Art von Spannungsliteratur, Klassiker.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Zukunft: der Wunsch zu der Generation zu gehören, die entdeckt, dass wir nicht alleine im Universum sind. Träume sind nur dann wirklich stark im Leben, wenn man nicht bereit ist, sein Leben zu ändern.
Im Herbst kommt "Schwimmen, ohne nass zu werden - wie man mit der Philosophie glücklich wird" bei AUFBAU heraus. Darin geht es um Träume und warum Träume nie glücklich machen.

Diese Bücher von Christian Buder könnten in eurem Bücherregal stehen:



Vielen Dank Christian, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

Dienstag, 21. Juli 2015

[Story hinter dem Buch] Pistor, Elke - Ein Verena-Irlenbusch-Krimi (02) Treuetat



heute:


Pistor, Elke - Ein Verena-Irlenbusch-Krimi (02) Treuetat

 

Bei den Recherchen zum ersten Band der Todt & Irlenbusch – Reihe „VERGESSEN“ habe ich mich sehr intensiv mit der Alzheimer Erkrankung auseinander gesetzt, ihren Ursachen und ihren Folgen. Eines der vielen Phänomene, die in diesem Zusammenhang auftauchen, sind Angstattacken, die die Betroffenen erleiden, weil sie bestimmte Situationen nicht mehr richtig verarbeiten und in einen für sich ‚sicheren‘ Zusammenhang stellen können.

Ursachen für diese Angstattacken gibt es viele. Ein sehr weit verbreiteter, aber in der Öffentlichkeit nur langsam bekannt werdender Grund sind traumatische Erlebnisse, die diese Generation der zwischen 1930 und 1945 Geborenen in den Kriegsjahren und unmittelbar danach als Kinder erlebt und erlitten haben. Tod und Zerstörung, Vergewaltigungen, Orientierungslosigkeit der Eltern, weil das bis dahin geltende Weltbild nicht nur wegbrach, sondern sich als eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte herausstellte. 

Ich erinnere mich, wie ich zuerst dachte, ach nein, nicht noch ein Kriegsthema. Aber es war dann nicht das große Ganze, das mich faszinierte und nicht mehr los ließ, sondern die persönliche, menschliche Ebene. Nicht die beeinflusste Masse, sondern der einzelne Mensch. Das einzelne Schicksal. Der einzelne Weg. 

Zeit, Wille und die gesellschaftliche Bereitschaft, die erlebten Traumata zu verarbeiten, waren in der Nachkriegszeit nicht vorhanden. Man hatte ‚Besseres zu tun‘, verdrängte die schlechten Erinnerungen, sprach nicht über ‚solche Sachen‘. 

Durch die Demenz brechen nun heute die intellektuellen Schutzwälle weg, eine zeitlich richtige Einordnung ist nicht mehr möglich. Da wird in der Realität der Erkrankten der junge Pfleger, der kommt, um die Patientin zu waschen, ein feindlicher Soldat, ein Vergewaltiger, dem sie schutzlos ausgeliefert ist. Die panische Reaktion aus dieser Perspektive ist völlig verständlich.

Aber das Verdrängen hatte auch schon vorher weitreichende, schleichende Folgen. Das Trauma gärt weiter, beeinflusst die körperliche Gesundheit und unbewusst das eigene Handeln und Weiterleben. Aus diesen Kindern des Krieges wurden Erwachsene, die selbst Kinder bekamen und erzogen - die Generation der Babyboomer (Anfang der Fünfziger bis Ende der Sechziger Jahre). 

© Marius Faßbender

Ich selbst bin ein Kind der Kriegskinder, aber mir war lange nicht bewusst, dass die Kriegsvergangenheit auch in meiner Generation Spuren hinterlassen hat. Wir sind geprägt von bestimmten Erziehungsstilen, von Entbehrungen und Erlebnissen unserer Eltern – und haben selbst wieder Kinder. Mit der Erkenntnis, dass viele Probleme, denen sich meine Generation aktuell stellen muss, hier ihre Ursachen haben, steht man heute, 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, erst am Anfang.

Für TREUETAT habe ich mich mit diesem Thema auseinander gesetzt, Fragen gestellt, die auch weit in mein persönliches Erleben reichten. Nicht alle meine Gesprächspartner waren offen, konnten oder wollten es nicht. Ich habe versucht, viele Stimmen dazu zu hören und die unterschiedlichsten Aspekte aufzunehmen. 

Darf man in Deutschland von Opfern des Krieges auf der Deutschen Seite sprechen? Was geht in Leuten vor, die erkennen, dass ihre Eltern und Großeltern Aktive innerhalb des Naziregimes waren? Wie verändert diese Erkenntnis ihr Selbstbild? Welche Auswirkungen hat diese kollektive Vergangenheit bis heute auf unser persönliches Leben? 

Viele sagen, dass es in ihrer Familie diese Erfahrungen und Einflüsse nicht gibt. Aber das stimmt nicht. Sie sind da. Auf die ein oder andere Art. Nur der Umgang damit unterscheidet sich. Das war mein Zugang zum Geschehen und den Figuren in TREUETAT. Der Ausgangspunkt für die Geschichte.


geschrieben von
Elke Pistor
Köln, im Juli 2015


  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548286119
  • ISBN-13: 978-3548286112




Sonntag, 19. Juli 2015

[In my Mailbox] KW # 26-29/2015 + Gastrezensenten gesucht


Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mit reichlich Büchern aus dem Urlaub zurück.
Drei Wochen gab es wegen des Streiks keine Post für mich und danach war ich drei Wochen im Urlaub.

Somit lohnt sich dieser Neuzugangspost und ich werde einige Überraschungsbücher an Gastrezensenten abgegeben, da ich für diese (Hör-) Bücher leider keine Zeit habe. Bei Interesse einfach melden.

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


Meine Bücher

Engelmann, Gabriella - Sturmgeflüster
Engelmann, Gabriella - Jolanda ahoi! (02) Waschbär über Bord
Kacvinsky, Katie - Maddie (3/3) Immer das Ziel im Blick
Boll, Sanne - Zwei Weihnachtsdetektive auf Geschenkespur
Lankers, Katrin - Verrückt nach New York (3/4) Regen im Herzen
Jarzab, Anna - Aurora (01) Das Licht von Aurora

Meyer, Kai - Die Seiten der Welt (01) Die Seiten der Welt




Bücher, für die ich Gastrezensenten suchen:
Bedingungen:
  • Rezension spätestens innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt
  • Verbreitung der Rezension auf dem eigenen Blog + Amazon sowie als Gastrezension auf meinem Blog
  • Erstattung der Portokosten

Hall, Sandy - Klar ist es Liebe
geht an Starbucks
Ruhe, Anna - Seeland: Per Anhalter zum Strudelschlund (MP3 CD)
geht an Starbucks
Hunter, C.C. - Shadow Falls - After Dark (01) Im Sternenlicht
geht an Ina Vainohullu
Ewing, Amy - Das Juwel - Die Gabe
geht an Manja Teichner
Engelmann, Gabriella  - Sturmgeflüster (MP3 CD)
geht an Verena Julia


Sollten sich für ein (Hör-) Buch mehrere Interessenten melden, werde ich auslosen.