Mittwoch, 13. Januar 2016

[Rezension] Toman, Claudia - Christkindmord


Das Christkind mit seinem schönen weißen Gewand, den goldenen Locken und seinen kleinen Flügeln verzaubert so manchen Menschen. Doch ein Junge in Wien ist nicht nur vom Christkind fasziniert, er ist davon besessen, denn nur das Christkind kann seinen geheimsten Wunsch erfüllen. Doch wie soll er das wahre Christkind entdecken, bei all den Fälschungen, die es wagen in der Weihnachtszeit durch die Straßen Wiens zu stolzieren...? Versuch macht klug!


Der Kurzthriller von Claudia Toman hat mich anfangs etwas irritiert. Die Autorin erzeugt eine packende Atmosphäre, aber zunächst konnte ich das Geschehen und den Sinn dahinter nicht packen. Eindringlich berichtet sie aus Sicht des österreichischen Jungen und somit hat die Handlung für mich zuerst keinen Sinn gemacht. Jedoch gelingt es Toman gekonnt den Sinn nach und nach einzustreuen, in dem sich das Geschehen auch auf die Ermittler ausweitet. Am Ende erhält der Leser somit ein stimmiges Gesamtbild, das etwas schockiert, denn trotz der Kürze der Geschichte schildert Toman die Psyche des Jungen sehr intensiv. Leider endet der Roman irgendwie doch offen, was ich etwas schade finde, aber das ist ja persönliche Vorliebe.

Fazit: Nach einem verwirrenden Beginn wird die Geschichte richtig gut, daher nicht vom Anfang abschrecken lassen, sondern bis zum Ende durchhalten. Toman ist es nämlich gelungen eine tolle Idee gekonnt und spannend umzusetzen und auf wenigen Seiten einen gestörten Charaktere auszuarbeiten.

  • Format: eBook
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 19 Seiten
  • Sprache: Deutsch



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen