Dienstag, 9. Februar 2016

[Die Story hinter dem Buch] Mila Brenner - Amazing Grace


heute:


Mila Brenner - Amazing Grace

 


Am 20.01.2016 ist mit „Amazing Grace“ der zweite von mindestens 3 Boulder Lovestories erschienen. Die Idee zu den Boulder Lovestories ist bereits ein paar Jahre alt. Genauer gesagt feiert die Idee dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum. Mein erstes Dokument, in dem ich die Charakterprofile von Rina und Blair (den Protagonisten aus „Märchenzauber“), sowie Grace und Alec (die Protagonisten aus „Amazing Grace“) festgehalten habe, ist auf 2006 datiert.
10 Jahre. Mein erster Gedanke dazu ist spontan: „Mein Gott, bin ich alt geworden.“ Daran ist mein 30. Geburtstag Schuld. Seit da die 3 vorne steht, fühle ich mich „erwachsen“ und manchmal vermisse ich meine „2“. Grace ist übrigens auch 30 Jahre alt und jammert kein bisschen über ihr Alter.


Voll abgedriftet und das bereits in den ersten Zeilen. Zurück zum Thema, „Behind the story“. Warum Boulder?
Ich war damals mit meinem Mann gemeinsam auf der Suche nach einem schönen Ort, in dem ich mich mit all meinen Ideen für Liebesgeschichten austoben könnte. Mir gefiel die Idee einer Kleinstadt, in der ich die Geschichten durch verschiedene Berührungspunkte miteinander verbinden kann, die aber für sich unabhängig zu lesen sind. Obwohl mein Herz eher an Großbritannien hängt, allen voran Schottland, fiel meine Wahl schließlich auf die USA. Genauer gesagt auf Boulder in Colorado.
Schon früh hatte ich mein Herz an Colorado verloren. Damals war ich erst 13 oder 14 Jahre alt und habe begeistert mit meiner Mama zusammen die wunderbare Serie: „Dr. Quinn Ärztin aus Leidenschaft“ verfolgt. Dabei habe ich mich in die einzigartig schöne Landschaft Colorados verliebt. Deswegen war sofort klar, welcher Bundesstaat es werden musste.
Bei der Recherche innerhalb Colorados stieß ich schließlich auf Boulder und auch da war es Liebe auf den ersten Blick. Obwohl ich die Stadt natürlich für meine Zwecke etwas verkleinert und an die Bedürfnisse meiner Geschichte angepasst habe. Die Straßennamen und auch manche Geschäfte gibt es tatsächlich in Boulder.
Wenn ihr euch auch einen Eindruck von Colorados Schönheit machen, oder euch vom süßen Boulder verzaubern lassen wollt, empfehle ich euch einen Blick auf meine Pinterest Pinnwannd: Boulder Lovestories.

Während ich an „Amazing Grace“ geschrieben habe, recherchierte ich vor allen in drei Bereichen, die für die Geschichte unheimlich wichtig sind. Einmal habe ich mir auf der Website der „Boulder Police“ einen Überblick verschafft. Danach habe ich mich natürlich mit dem System der Polizei und der Laufbahn eines Polizisten beschäftigt und herausgefunden in welchen Schichten Straßenpolizisten Patrouille fahren etc. Das hat sehr viel Spaß gemacht und war sehr interessant. In Boulder gibt es für den Campus eine eigene Polizei, die „University Police“ und natürlich die Highwaypatrouille. Für mein Buch wurde das angepasst und alles zusammengefasst, da ich Boulder ja kleiner angelegt habe. Dennoch fand ich die Idee, dass der Campus so allumfassend groß ist, dass es eine eigene Polizei für den Bereich gibt, beeindruckend.

Außerdem habe ich mich mit dem amerikanischen Schulsystem beschäftigen müssen, denn Grace ist Mutter von zwei Kindern. Mary ihre dreijährige Tochter geht in den Kindergarten und Phileas ihr neunjähriger Sohn geht in die Schule. Dabei bin ich über den lustigen Fakt gestolpert, dass der Kindergarten in Amerika „Nursery School“ genannt wird, während der „Kindergarten“ unserer Vorschule entspricht. Ihr könnt euch vorstellen, zu welch lustigen Verwirrungen es beim Schreiben kam, weil der Begriff „Kindergarten“ so eingeschliffen ist. Vor allem da ich selbst eine Tochter habe, die in den Kindergarten geht.

Der andere Recherchepunkt für das Buch war die „amerikanische“ Küche, denn Grace hat mit ihren Freundinnen zusammen einen Kochclub. Die Mädels treffen sich immer am ersten Freitag eines Monats bei Grace und kochen dort gemeinsam ein Menü, dass sie vorher ausgewählt haben. Überhaupt spielt für Grace das Kochen eine große Rolle. Bei der Recherche habe ich herausgefunden, dass es üblich ist unter der Woche einfach nur ein Müsli zum Frühstück zu essen und dafür am Wochenende mit Pancakes ausgiebig zu brunchen. Außerdem kombiniert man gerne Beilagen um das Fleisch herum, was oft die zentrale Komponente einer Mahlzeit annimmt. Dabei ist der Vielseitigkeit scheinbar keine Grenze gesetzt. Anders als bei uns geht man außerdem für das sogenannte „Fast Food“ nicht unbedingt in einen Diner, sondern macht zuhause Hamburger oder Hot Dogs selbst. Das gehört in die normale Küche der Amerikaner, wie bei uns vielleicht Kartoffelsalat und Wiener Würstchen.

Auf jeden Fall hatte ich beim Schreiben mancher Szenen einen knurrenden Magen und danach nicht selten Lust, mich in die Küche zu begeben und sofort einen Kuchen zu backen oder etwas zu kochen. Macht euch also darauf gefasst, beim Lesen etwas zu Naschen in der Nähe zu haben. Es wird lecker!


geschrieben von
Mila Brenner


  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Feelings (20. Januar 2016)





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