Montag, 11. April 2016

[Rezension] Fitzek, Sebastian - Das Joshua-Profil

Trotz einer sehr schwierigen und traumatischen Kindheit, führt Max ein geregeltes Leben. Nach seinem Bestseller „Die Blutschule“ läuft seine Schriftstellerkarriere zwar nicht mehr allzu berauschend, dafür ist er glücklich vergeben und hat eine Pflegetochter, die sein ganzer Stolz ist. Doch dann wird Max in etwas verwickelt, was er absolut nicht versteht. Ein Unbekannter opfert seine letzten Worte für Max, indem er ihn eindringlich davor warnt, nicht straffällig zu werden. Ein gewisser Joshua sei ihm auf der Schliche, wisse dass Max bald einen Mord begehen werde und deshalb würde ihn Joshua aufhalten wollen. Max tut diesen Unbekannten schnell als Spinner ab, doch als plötzlich seine Tochter in Gefahr gerät, ist er zu allem bereit.

Zeitgleich mit „Das Joshua-Profil“ ist auch „Die Blutschule“ erschienen. Beide Romane wurden von Sebastian Fitzek geschrieben, auch wenn letzter unter dem Pseudonym „Max Rhode“ erschienen ist. Die beiden Bücher greifen zum Teil in einander über. In „die Blutschule“ schildert Max Rhode, der Protagonist von „Das Joshua-Profil“, seine Kindheit. Der Roman hat mir nur mittelmäßig gut gefallen, da er als Thriller verkauft wurde, aber eher dem Horror-Genre angehört und zusätzlich noch etwas Übernatürliches besitzt. Wer beide Romane lesen möchte, dem würde ich persönlich zu nächst „Die Blutschule“ und anschließend „Das Joshua-Profil“ empfehlen. In dieser Reihenfolge habe ich die beiden Romane gelesen und kannte somit bei „Das Joshua-Profil“ bereits den Hintergrund des Protagonisten und seines Bruder, was ich ganz hilfreich fand. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich beide Romane zu lesen.

Fitzek hat es mal wieder geschafft, mich sofort in seinen Bann zu ziehen. Der Leser verfolgt den Ich-Erzähler Max und hat damit den gleichen Kenntnisstand, welcher am Anfang der Geschichte gegen Null tendiert. Das macht die Geschichte so spannend. Die Geschehnisse, die Max erlebt, sind nicht zu erklären, was steckt dahinter, hat dieser Unbekannte recht, wird Max doch zum Straftäter? All diese Fragen haben mich beim Lesen begleitet und dafür gesorgt, dass ich das Buch verschlungen habe. Die Thematik, die sich nach und nach offenbart ist sehr aktuell und fühlt sich extrem realitätsnah an, auch wenn man hofft, dass dieses nicht so ist.

Meiner Meinung schwächelt jedoch das Ende. Für einen Fitzek kam die Auflösung recht früh. Da habe ich noch gedacht „Das wird es noch nicht sein, schließlich ist es doch ein Fitzek und dieser hat bisher immer alles am Ende noch einmal herumgerissen“. Eine Überraschung gab es dann noch, aber das war für mich nur eine sehr kleine. Daher war ich ein bisschen enttäuscht.

Fazit: Fitzek hat einen super spannenden Thriller um aktuelle Themen erschaffen, der sich unglaublich authentisch anfühlt. Ich habe mit Max gelitten und wollte wissen, was um Himmelswissen mit ihm und seinem Leben passiert. Lediglich das Ende hat mich etwas enttäuscht da es für einen Fitzek zu früh aufgeklärt wurde und der ansonsten übliche Überraschungseffekt mich nicht so umhauen konnte, wie bei vielen anderen Romanen. Trotzdem absolut empfehlenswert, denn der Großteil des Romans verdient das Prädikat „Thriller“. 


  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2015 (26. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785725450
  • ISBN-13: 978-3785725450
  • Verlag:




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